Das etwas abgewandelte Logo des Donauinselfestes 2011
Das diesjährige, das 28. Wiener Donauinselfest findet vom von 24. bis 26. Juni 2011 unter dem Motto: “Mit Sicherheit Spaß” statt. Und Vieles wird neu: Vor allem wird es keine eigene Ö3-Bühne mehr geben, sondern sowohl die Live-Acts von Radio Wien als auch jene von Ö3 werden heuer auf der so genannten Festbühne stattfinden. Damit soll die Sicherheit des Donauinselfestes weiter verbessert werden:
Vorhandene Sicherheitszonen werden erweitert und neue Zonen geschaffen. Mittels Videoüberwachung werden alle Zu- und Abgänge kontrolliert. Um einen noch kontrollierteren und flüssigeren Zu- und Abstrom bei der Brücke gewährleisten zu können, wird eine neue Sicherheitszone vor dem Aufgang zur Floridsdorfer Brücke geschaffen. Damit wird die ega/Radio Arabella Bühne aufgrund der neuen Sicherheitszone nicht mehr am Donauinselfest 2011 vertreten sein. Als neuer Partner der Familieninsel bleibt Radio Arabella jedoch dem Donauinselfest treu.
Durch neue Sicherheitszonen und durch die Zusammenlegung von Fest- und Ö3-Bühne ändert sich auch der Inselplan 2011
Im Bereich der Ö3 Bühne war der Andrang in den vergangen Jahren besonders groß. Projektleiter Sascha Kostelecky: “Wir freuen uns, dass wir Hitradio Ö3 dazu gewinnen konnten, ihre Hits und Stars auf der großen Festbühne zu
präsentieren. Damit wird die laut Veranstalter größte Open-Air Bühne Österreichs zur superstarken ORF Bühne. Denn auch Radio Wien bleibt als treuer Partner fixer Bestandteil im Herzen des Donauinselfestes.” Am Samstag wird Radio Wien das Programm auf der Festbühne gestalten und am Freitag und Sonntag die Ö3-Stars auf.
Die Schlager- und Volksmusikbühne wird aufgrund des Besucheranstromes mehr Raum am Donauinselfest bekommen: Die Bühne wird zwischen Schnellbahnbrücke und Brigittenauer Brücke “im Herzen des Donauinselfests” beheimatet sein.
Start für die zweite Runde des „Rock the Island – Talent Contests“, erstmals mit Special Award Auch das 28. Donauinselfest steht im Zeichen der Mitbestimmung und Partizipation: Der zweite „Rock the Island – Talent Contests“ startet: Im Rahmen des Contests haben Interessierte die Möglichkeit, das Line Up zuerst online und dann bei der Final Audition mitzubestimmen. Zum zweiten Mal haben interessierten Bands die attraktive Chance, sich einen Auftritt am größten Open-Air Festival Europas mit freiem Eintritt zu erkämpfen.
Die insgesamt 19 SiegerInnen treten zwischen Freitag, dem 24. Juni und Sonntag, dem 26. Juni am Donauinselfest 2011 auf. Die jeweils ersten Plätze werden im Vorabendprogramm – also direkt vor den großen Stars – einen Slot erhalten. Erstmals sucht das Donauinselfest auch Stars für die Volksmusik- und Schlagerbühne. Als besonderer Anreiz für TeilnehmerInnen wurde der MAGIC LIFE SPECIAL AWARD ins Leben gerufen. Die Teilnehmer des Contests können sich zusätzlich zu ihrem Auftritt am Donauinselfest einen weiteren erkämpfen: Die jeweiligen Gewinner performen als Vorgruppe von Kim Wilde oder Semino Rossi oder als DJ vor Bob Sinclar.
Das Musikangebot wird umstrukturiert. So wird die Volksmusikbühne mit einem Frühschoppen am Samstag und Sonntag schon ab der Mittagszeit die ersten musikalischen Programmhighlights bieten. Auch auf den anderen Bühnen werden früher als bisher Programmhighlights angeboten. Ein durchgängiger Mix aus Top-Stars und weniger bekannten Gruppen wird den Besucherstrom gleichmäßiger verteilen. Unterschiedliche Endzeiten der Bühnenprogramme schaffen laut Veranstalter eine bessere Verteilung des Besucherabstromes und bringen somit auch eine Entlastung für die Wiener Linien.
Mit der Erweiterung der Familieninsel wird das Angebot für Familien und Kinder weiter ausgebaut. Der neue Partner Radio Arabella wird ein Programm präsentieren, auf das man schon gespannt sein kann. Eine komplett neu konzipierte Action & Fun – Insel zwischen U6 und Brigittenauer Brücke attraktiviert heuer das Sportprogramm weiter.
“Ich möchte wieder leben können wie ein normales 18-jähriges Mädchen, Pizzaessen gehen mit Freunden, ohne dass man mich begafft,” sagte Karima el-Mahroug, besser bekannt als Ruby Rubacuori (Herzensbrecherin) bei der Pressekonferenz von Richard Lugner in Wien anlässlich der Vorstellung seines diesjährigen Operngastes. Und nein, sie habe nicht als Escort gearbeitet und es sei schon aufgund des Altersunterschiedes nichts mit Berlusconi gelaufen. Und sie freue sich schon auf seinen Prozess, bei dem sie aussagen müsse, weil da die Wahrheit ans Licht kommen werde, so Ruby. Die Mailänder Staatsanwaltschaft wirft dem italienischen Premier Silvio Berlusconi eine sexuelle Affäre mit der damals minderjährigen Ruby vor.
Diese Vorwürfe wären haltlos, sagte dann auch Lugner: Ruby sei ein braves Mädchen und sie werde ihren Freund in Kürze heiraten. Und nach dem Ende der Causa Berlusconi werde sie nach Mexiko auswandern, um dort ein neues ruhiges Leben zu beginnen, ergänzte der Baumeister. Neben Ruby wird übrigens auch Hollywood-Schauspieler Larry Hagman in Lugners Opernloge zugegen sein.
Und hier sind Eindrücke in Bildern (Fotos) von der Pressekonferenz Lugners mit der anschließenden Autogrammstunde Rubys:
Das Institut für Suchtprävention der Sucht- und Drogenkoordination Wien startet gemeinsam mit den Wiener Fußballvereinen FK AUSTRIA Wien und SK RAPID Wien ein Pilot-Projekt, um junge Wiener Fußballfans zu verantwortungsvollem und maßvollem Umgang mit Alkohol zu motivieren. Unter dem Motto “VOLLFAN statt voll fett” fungieren junge Fans als Testimonials und thematisieren “als Gleichgesinnte” die Nachteile von übermäßigem Alkoholkonsum mittels Postern, Freecards und im Rahmen einer Facebook-Kampagne: Rapid und Austria. Außerdem werden für dieses Projekt speziell geschulte Peers, die aus den jeweiligen Fan-Szenen kommen, auf die Fans zugehen, um mit ihnen auf Augenhöhe über risikoreichen Alkoholkonsum ins Gespräch zu kommen.
Das Projekt stellt das Fan-Sein als wichtige Aufgabe in den Mittelpunkt und packt die jungen Stadionbesucher bei ihrer Ehre, ein richtiger Fan zu sein. Sie zeigt auf, dass die VOLLPROFIS am Rasen VOLLFANS auf der Tribüne brauchen, die bis zur allerletzten Minute genauso fit sind wie sie selbst. Jugendliche sollen – wenn überhaupt – maßvoll Alkohol konsumieren.
Das Wien Ernst Happel Stadion (Prater Stadion)
Foto: CC Freedom Wizard
Nach dem “Anpfiff” durch Alex Kristan alias “Hans Krankl & Toni Polster” – mit den SK RAPID Wien Spielern Steffen Hofmann und Mario Sonnleitner sowie Julian Baumgartlinger und Manuel Ortlechner vom FK AUSTRIA Wien, RAPID-Präsident Rudolf Edlinger, AUSTRIA Vorstand Markus Kraetschmer und jungen Fan-Testimonials im Ernst Happel-Stadion – startet das Projekt bereits am 19. Februar beim AUSTRIA-Match gegen Wr. Neustadt. Am 26. Februar erfolgt der VOLLFAN-Projekt-Anstoß dann im Hanappi-Stadion beim Spiel Rapid gegen Kapfenberg.
Das Projekt läuft von Mitte Februar bis Ende Oktober 2011 und thematisiert verantwortungsvollen Alkoholkonsum in jugendaffiner Fußballsprache in drei Wellen. Welle eins soll Problembewusstsein schaffen und hat die Fokussierung auf die Fan-Rolle zum Ziel. Welle zwei soll die Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsum, mit Augenzwinkern und dem Start der Mitmach-Projekte, fördern. Welle drei soll Jugendliche zur Zustimmung zur Verhaltensänderung motivieren, um langfristig den Alkoholkonsum in den Stadien zu minimieren. Das Projekt wird auch aus Mitteln des Fonds Gesundes Österreich gefördert.
Neben den Kommunikationsmaßnahmen werden auch Mitmach-Aktivitäten angeboten, um Jugendliche vor und nach einem Fußballspiel sowohl inhaltlich als auch sportlich zur Auseinandersetzung mit dem Thema Alkohol anzuregen. Ein VOLLFAN-Toto soll das Wissen über die Wirkung von Alkohol fördern, indem richtig “getippt” und eine Geschicklichkeitsaufgabe gelöst werden muss, um als Gratifikation einen vereins- und projektgebrandeten Fan-Schal zu erhalten. Mit dem Rauschbrillen-Pacours wird auf die Wirkung von Erfahrungslernen gesetzt: Spezial-Brillen simulieren eine Alkoholisierung, mit der verschiedene Geschicklichkeitsaufgaben, zum Beispiel mit einem Ball gaberln, zu lösen sind. Die einschränkende Wirkung von Alkohol wird so erfahrbar gemacht.
“Besonders wichtig ist es uns, auch alle Multiplikatorinnen und Multiplikatoren rund um das Setting Fußballstadion miteinzubeziehen, ganz besonders natürlich die Gastronomie”, verweist der Leiter des Instituts für Suchtprävention der Sucht- und Drogenkoordination Wien, Artur Schroers, auf eine wesentliche Zielsetzung des Projekts. Zur Einbindung aller Schlüsselkräfte werden vom ISP regelmäßige Info-Talks und Vernetzungstreffen organisiert. Damit werden auch die Vereins-MitarbeiterInnen, die Angestellten der Stadionbetreiber, die Gastro-Teams in den Stadien und in deren Umfeld, aber auch der Stab der Executive vor Ort, das Security-Personal in den Stadien, die Belegschaft der Sanitätsdienste sowie die Fanbetreuer und Sozialarbeiter über die Ziele und Details des Projekts informiert.
Wiens U-Bahn-Chef Karl Bergner steht den Journalisten Rede und Antwort
Zahlreiche Umbauarbeiten und Provisorien sind für die vielen Ausfälle vor allem der U4 in Wien verantwortlich. Dies erklärte Wiens U-Bahn-Chef Karl Bergner am Donnerstag (10.2.) auf Anfrage von redakteur.cc. Der stundenlange Ausfall der U3 hingegen aufgrund eines Trafobrandes hingegen sei bislang einmalig in der Geschichte der Wiener U-Bahn anlässlich einer vom Österreichischen Journalisten Club (ÖJC) organsierten Expedition in die U-Bahn-Leitstelle in Wien-Erdberg.
Es sei zwar bedauerlich, dass letzthin Passagiere stundenlang in einer U4-Garnitur “gefangen” waren, jedoch gehe immer die Sicherheit der Fahrgäste vor. Der angekündigte Ausfall der U1 zwischen Stephansplatz und Reumannplatz im Sommer 2012 für sieben Wochen sei hingegen für die Errichtung von Querverbindungen zwischen den Gleisen notwendig, um bei künftigen technischen Gebrechen schneller und effizienter reagieren zu können, verteidigte Bergner die vielkritisierte Maßnahme.
U-Bahn-Leitstelle Wien-Erdberg
Obwohl alle U-Bahn-Stationen kameraüberwacht sind, wird nicht überall aufgezeichnet, eine Auzeichnung kann aber jeweils konkret in der U-Bahn-Leitstelle erfolgen, erklärte Bergner auf Anfrage von redakteur.cc: Jedoch ist ein Austausch der älteren Videoüberwachungssysteme durch neue Aufzeichnungssysteme geplant. Das in U-Bahnstationen mit neuem System aufgezeichnete Material wird bei Anordung der Staatsanwaltschaft (beispielsweise zur Aufklärung von Straftaten) begutachtet, aber aus Datenschutzgründen jeweils nach 48 Stunden gelöscht, so Bergner. Die Frage eines Journalisten, ob durch die Einführung der Nacht-U-Bahn am Wochenende grössere Sicherheitsprobleme aufgetreten seien, verneinte Bergner. Jedoch würden die U-Bahn-Garnituren in der Nacht verstärkt durch Angetrunkene verunreinigt; er überlege daher die Errichtung von “Kotz-Boxen” in den Stationen.
Mit 80 km/h auf dem U-Bahn-”Geheimgleis” 20 zwischen Stadion und Erdberg unterwegs
Das Wiener U-Bahnnetz ist das “Hauptnetz” der Wiener Linien, die Busse und Strassenbahnen hingegen sind in erster Linie “Zubringer”, erklärte Begner weiter. Anlässlich der Besichtigung der U-Bahn-Leitstelle in Wien-Erdberg wurden die Journalisten auch auf dem neuesten inoffiziellen Gleis 20 zwischen der U3 Erdberg und der U2 Stadion befördert. Neben diesem Verbindungstunnel exstieren im Wiener U-Bahn-Netz noch weitere zwei: Gleis 0 (zwischen U1 Stephansplatz und U4 Rossauer Lände) und Gleis 7 (zwischen U3 Landstrasse und U4 Schwedenplatz).
Angesprochen auf die Kostendeckung der Wiener Linien antwortete Pressesprecher Answer Lang, dass die Deckung der Kosten zu zwei Drittel durch den Fahrkartenverkauf (ca. 420 Mio. Euro jährlich) erfolge, die fehlenden Beiträge würden durch Mittel der Stadt Wien gedeckt. Diese lege auch als Eigentümer der Wiener Linien die jeweiligen Ticketpreise fest, ergänzte Bergner.
Das Stadttheater Klagenfurt in Kärnten/Österreich organisiert den ersten österreichischen Wettbewerb für musikalisches Unterhaltungstheater (Musical, Operette, Chanson). Ziel von MUT ist es laut Ausschreibung, herausragende künstlerische Persönlichkeiten für das musikalische Unterhaltungstheater zu entdecken. Nach den Auditions bzw. Vorausscheidungen in München, Wien und Berlin in den Kategorien Gesang und Schauspiel findet das Semi-Finale am 23. Mai 2011 um 19.30 Uhr und das Finale am 24. Mai 2011 um 19.30 Uhr jweils im Stadttheater Klagenfurt statt. Bewerbungssschluss ist der 20. Februar 2011.
Künstlerinnen und Künstler von 18 bis 27 Jahren bekommen die Chance, ihr Talent in Gesang und Darstellung vor einer internationalen Fachjury und vor Publikum zu präsentieren. Der Wettbewerb findet 2011 zum zweiten Mal statt. Der erste Preis ist mit 3.000 Euro, der zweite mit 2.000 Euro und der dritte mit 1.000 Euro dotiert. Zudem wird im Finale ein Publikumspreis von 1.000 Euro vergeben. Initiator von ist Josef E. Köpplinger, Intendant des Stadttheaters Klagenfurt und designierter Staatsintendant des Staatstheaters am Gärtnerplatz, in dessen Haus übrigens am 3. Februar das Claude Michel Schönberg/Alain Boubil-Musical “Miss Saigon” seine österreichische Erstaufführung erleben wird.
Juroren sind Josef E. Köpplinger (Vorsitzender der Jury, Intendant, Regisseur), Peter Back-Vega (Chefdramaturg der Vereinigten Bühnen Wien), Heiko Cullmann (Chefdramaturg des Stadttheaters Klagenfurt), Pia Douwes (Musical-Darstellerin), John Owen Edwards (Dirigent, u.a. am West End, London), Peter Lund (Autor, Regisseur, Dozent), Werner Signer (Geschäftsführender Direktor des Theaters St. Gallen), Markus Spiegel (Musikproduzent und Medienberater) und Kathrin Zechner (Intendantin der Vereinigten Bühnen Wien).
Neben den Altersgrenzen (zwischen 18 und 27 Jahren) sind abgeschlossene oder begonnene Ausbildung im Bereich Musical, Operette oder Chanson an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Institution (kein reiner Privatunterricht) Voraussetzung für die Teilnahme. Zudem wird eine Einschreibgebühr in Höhe von 20 Euro erhoben. Anmeldungen sind ausschließlich über das Download-Formular möglich. Weitere Infos sind online.
Und hier können Sie in die neue Musicalproduktion “Miss Saigon” (produziert vom Stadttheater Klagenfurt in Zusammenarbeit mit Cameron Mackintosh) kostenlos reinhören:
Die Welt gedenkt am 27. Jänner seit 1946 alljährlich der Befreiung von Auschwitz-Birkenau, des grössten Konzentrationslagers des Nazi-Regimes. Wir gedenken “nicht nur der Millionen ermordeter Juden und Kriegsgefangenen, sondern auch der vielen politisch Andersdenkenden und Minderheiten,” erklärte UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon anlässlich des internationalen Gedenktags für die Opfer des Holocaust: ” Neben unzähliger Sinti und Roma zählen auch Homosexuelle und behinderte Menschen zu den Opfern der systematischen Ausrottungspolitik der Nazis und ihrer Anhänger. Dieses Jahr gedenken wir besonders der weiblichen Opfer”.
Und nach wie vor gebe es Bedrohungen: “Überall auf dieser Welt sind Frauen und Mädchen Gewalt, Missbrauch und Diskriminierung ausgesetzt. Die Vereinten Nationen haben sich dem Schutz und der Aufrechterhaltung ihrer grundlegenden Menschenrechte verschrieben. Indem wir Frauen stärken, stärken wir unsere Gesellschaft”. Aber jeder könne “– unabhängig von seinem Hintergrund oder seiner Ausbildung – ein Verfechter der Menschenrechte sein”, so der UNO-Generalsekretär.
“Der Name Auschwitz steht wie kein anderer für die Verbrechen Deutscher an Millionen von Menschen. Sie erfüllen uns Deutsche mit Abscheu und Scham,” betonte der deutsche Bundespräsident Christian Wulff bei der offiziellen Gedenkveranstaltung in Auschwitz-Birkenau: “Das Wissen um das geschehene Grauen, die Erkenntnis dessen, was Menschen fähig waren anderen Menschen anzutun, sind Mahnung und Verpflichtung für die gegenwärtigen und kommenden Generationen, die Würde des Menschen unter allen Umständen zu wahren und niemals mehr andere zu verfolgen, zu erniedrigen oder gar zu töten, weil sie anders sind in Glaube, Volkszugehörigkeit, politischer Überzeugung oder sexueller Orientierung,” sagte der deutsche Bundespräsident.
Den Opfern der Gestapo gewidmetes Denkmal am Wiener Morzinplatz
“Für die Gräueltaten des NS-Regimes kann es keine Wiedergutmachung geben. Wir sehen das Gedenken aber als Verpflichtung an, alles daran zu setzen, um Rassismus, Antisemitismus und Gewalt gegen Minderheiten in Zukunft zu verhindern,” erklärte Österreichs Aussenminister Michael Spindelegger, der hier auch die vor ihrem Abschluss stehenden Zahlungen aus dem Allgemeinen Entschädigungsfonds und das 2010 in Kraft getretene Bundesgesetz über die Einrichtung des Fonds zur Instandsetzung der jüdischen Friedhöfe nannte.
“Den Holocaust-Gedenktag zu begehen heißt, die Erinnerung an den Völkermord und die Grausamkeiten des Nationalsozialismus wach und lebendig zu halten. Diese Erinnerung soll uns vor dem Missbrauch von Ideologien bewahren, vor Manipulationen und Ausgrenzung”, betonte Südtirols Landeshauptmann Luis Durnwalder. Es sei wichtig, den Jugendlichen das Geschehen vor 70 Jahren in Erinnerung zu rufen, um sie vor den Gefahren extremistischen Gedankenguts zu wappnen: “Unsere Jugend soll für eine Gesellschaft der Toleranz und des Friedens eintreten und jede Form der Unterdrückung und Gewalt bekämpfen,” so Durnwalder.
“Wer die Vergangenheit vergisst, kann die Zukunft nicht gestalten. Kein Land kann seine Vergangenheit ad acta legen. Sowohl die Licht- als auch die Schattenseiten seiner Geschichte sind Teile des kollektiven Gedächtnisses und somit Ausgangsbasis für die weitere Entwicklung,” betonte Liechtensteins Aussen- und Kulturministerin Aurelia Frick bei einer Holocaust-Gedenkstunde in Vaduz.
Am 66. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau im Jahre 1945 stellte die Stiftung Auschwitz-Birkenau ihre Kampagne “Intervene Now!” vor. 120-Millionen-Euros sollen “zur Bewahrung der Zeugnisse des weltweit bekanntesten Konzentrationslagers und zur Förderung der weltweiten Toleranz” aufgewendet werden. Die Initiative “Intervene Now!” richtet sich an Einzelpersonen, Organisationen und Regierungen auf der ganzen Welt, um die Zeugnisse und das Andenken an das vom Verfall bedrohte Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und die zahlreichen Opfer und Überlebenden eines der abscheulichsten Verbrechen in der Menschheit dauerhaft zu erhalten. Seit der Einrichtung der Stiftung Auschwitz-Birkenau haben laut Stiftung die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland, der Republik Österreich und der Vereinigten Staaten von Amerika bereits signifikante Beträge, insgesamt mehr als 78 Millionen Euro, in den Perpetual Capital Fund eingezahlt.
Die “Intervene Now!”-Webseite ( http://www.facebook.com/AuschwitzInterveneNow ) wird nach eigenen Angaben Kunst, Musik und Literatur von Opfern und Überlebenden, neue und archivierte Fotos von Auschwitz-Birkenau und pädagogische Materialien bieten, die in Schulen, Gruppen und religiösen Organisationen verwendet werden können.
Im Rahmen des Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit präsentieren sich vom 25. bis 27. Jänner Österreichs Freiwilligenorganisationen im Wiener Rathaus. Sensibilisierung der Bevölkerung für den Wert und die Bedeutung von Freiwilligentätigkeit stehen im Vordergrund, betonten Hundstorfer, Häupl und Mödlhammer auf der Pressekonferenz unisono. Freiwilliges Engagement sei als “Schatz für die Lebensqualität” in Städten und Gemeinden unerlässlich für die Gesellschaft.
Die Europatour unter dem Motto “Freiwillig etwas bewegen” im Rahmen des Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit macht in allen 27 EU-Mitgliedstaaten Station. Beim Österreich Stopp vom 25. bis 27. Jänner 2011 zwischen 9.00 Uhr und 19.00 Uhr präsentieren rund 100 Freiwilligenorganisationen aus ganz Österreich drei Tage lang ihre vielfältigen Aufgabenbereiche in der Volkshalle des Wiener Rathauses. Freiwillig Tätige aus den unterschiedlichsten Bereichen stehen den Besuchern Rede und Antwort und bieten einen Einblick in ihre Arbeit.
Der erste Tag (25.1.2011) der Freiwilligentour umfasst die Themenschwerpunkte “Freiwilliges Engagement in jedem Alter – Jung und Alt” sowie “Gesundheit und Selbsthilfe”. Neben zahlreichen Vorträgenfindet um 16.00 Uhr eine Podiumsdiskussion über “Wert und Grenzen von freiwilligem Engagement junger Menschen” statt.
Der zweite Tag (26.1.2011) ist Sozialem und Integration gewidmet. Am Vormittag findet eine Fachdiskussion zu “Grenzen und Nutzen vonfreiwilligem Engagement im Sozialstaat” statt. In zahlreichen Vorträgen werden verschiedene Facetten von freiwilligem Engagement in Österreich und Europa vorgestellt. An einer Fachdiskussion zum Thema, die um 10.30 Uhr beginnen wird, werden Univ.-Prof. Ulrich Brand,
Professor für Internationale Politik an der Universität Wien, Karin Waidhofer vom Verein “Neustart”, Rudolf Wagner, Geschäftsführer von
pro mente, Marc Diebäcker, Vortragender für Sozialarbeit, Erich Fenninger, Geschäftsführer der Volkshilfe, sowie Vertreter der Arbeiterkammer und der Stadt Wien teilnehmen.
Den Abschluss des zweiten Tages der Europatour bildet eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion um 19.00 Uhr im Wappensaal des
Rathauses zum Thema: “Ehrenamt bei Blaulichtorganisationen – der Weg in die Zukunft”. Der Diskussion stellen sich u.a. Sozialminister
Rudolf Hundstorfer, Innenministerin Maria Fekter, der Wiener Bürgermeister Michael Häupl, der Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes Josef Buchta und der Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes Franz Schnabl.
Der dritte Tag der Tour (27.11.2011) steht im Zeichen der Sport-, Umwelt- und Blaulichtorganisationen, die die unterschiedlichsten Facetten ihrer Tätigkeiten präsentieren. An allen drei Tagen erwarten die Besucher interessante Einblicke in die Arbeit der Freiwilligenorganisationen, Diskussionen mit Vertreter der Politik und Experten,Präsentationen außergewöhnlicher Geschichten von Freiwilligen und ein buntes Rahmenprogramm.
Für Vertreter der Medien findet zudem am 25.1.2011 um 9.30 Uhr ein spezielles Medienseminar im Nord-Vestibül der Volkshalle statt, in dessen Rahmen Basiswissen zur Freiwilligenarbeit in Österreich und Europa vermittelt werden soll. Im Rahmen des Medienseminars werden u.a. Eva More-Hollerweger vom Institut für Interdisziplinäre Non-Profit Forschung an der WU-Wien und Univ.Prof. Arno Heimgartner vom Institut für Sozialpädagogik an der Universität Graz eine umfassende quantitative und qualitative wissenschaftliche Analyse über den Wert, das Ausmaß und die Bedeutung von Freiwilligenarbeit in Österreich vorlegen. Vertreter der Presse können sich zu diesem Medienseminar unter kommunikation@bmask.gv.at anmelden.
EU-Kommissar Johannes Hahn referiert auf Einladung des ÖJC
Eine kritische Auseinandersetzung mit Medien sei mehr denn je notwendig und sollte daher auch in den Schulen gelehrt werden. Dies forderte EU-Regionen-Kommissar Johannes (Gio) Hahn beim traditionellen Neujahrsempfang des Österreichischen Journalisten Clubs (ÖJC) im Wiener Haus der Europäischen Union. Für ein Europäisches Medienrecht sei hingegen die Zeit “nicht reif” und dieses sei auch nicht “notwendig”: die mediale Vielfalt in Europa sei nämlich ein hoher Wert, erklärte Hahn.
ÖJC-Präsident Fred Turnheim regte beim Kommissar eine europäische Initiative für Medienpädagogik an und sprach sich erneut für die gesetzliche Erhaltung des Autorenschutzes auch im journalistischen Bereich aus: Der jeweilige Verlag dürfe nicht, wie künftig geplant, zum Inhaber aller Rechte werden: “Das Urheberrecht der Journalisten muss bleiben,” so Turnheim.
EU-Kommissar Johannes Hahn im Gespräch mit ÖJC-Präsident Fred Turnheim
Bei aller Zustimmung zur auch von mir gewünschten, unterstützten und geförderten Medienvielfaltnicht nur innerhalb eines Landes, sondern auch innerhalb der Europäischen Union kann ich dies nicht als Argument gegen ein gesamteuropäisches Medienrecht akzeptieren. Im Gegenteil: Ein europäisches Medienrecht ist dringend notwendig, um einerseits sowohl EU-weite Pressefreiheit sicherzustellen sowie regionales Medienrecht zu garantieren, und um andererseits zu verhindern, dass EU-Mitglieder (wie derzeit Ungarn: hier erwarte ich mir ein hartes Durchgreifen der EU) die Presse- und Meinungsfreiheit drastisch einschränken.
Die Einführung eines Unterrichtsfaches Medienerziehung in den Pflichtschulen halte ich für äusserst sinnvoll, wobei gewährleistet werden müsste, dass die kritische Auseinandersetzung mit Medien nicht nur den sogenannten Boulevard betrifft, sondern dass grundsätzlich kritisches Denken gegenüber allen Medien und deren Interessen (aus wirtschaftlichen, politischen oder ideologischen Gründen jeglicher Prägung) gefördert wird.
Und bei allem Verständnis für die Verleger: sie sind nicht die Urheber der von ihnen publizierten Werke beziehungsweise Nachrichten. Die Journalisten sind im Medienbereich die Autoren und deren Rechte als Urheber müssen auch die ihren bleiben. Hier hat der ÖJC vollkommen Recht und erwirbt meine vollste Unterstützung.
Das Enfant Terrible der Musik, Marilyn Manson ist in diesen Tagen zu Gast in Wien, und zwar in gänzlich anderen Rollen: einerseits als Coach für die Sternchen der ORF-Show “Helden von morgen” und andererseits als malender Künstler. Der international als Musiker, Schock-Rocker und Skandalfigur berühmt-berüchtigte Manson präsentierte am Donnerstag Nachmittag in der Kunsthalle Wien seinen Katalog zur gleichnamigen Ausstellung “Marilyn Manson und David Lynch: Genealogies of Pain”, die von 30. Juni bis 25. Juli 2010 in der Kunsthalle Wien gezeigt worden war.
Ungemein stolz zeigte sich das Multitalent, das mittlerweile auch als bildender Künstler international reüssierte über diesen, seinen ersten Ausstellungskatalog: Dieser beinhaltet Mansons Aquarellmalerei und vermittelt Reflexion über die Ästhetisierung von Schmerz, sowie die Deformation und Vergänglichkeit des menschlichen Körpers.
Kunsthalle-Chef Gerald Matt mit Marilyn Manson
Foto: Ruediger-ETTL
Die Publikation ist als Wendebuch angelegt, in dem Marilyn Manson in ein künstlerisch produktives Spannungsfeld mit dem filmischen Frühwerk von David Lynch in Beziehung gesetzt wird. Neben dem Gespräch zwischen Marilyn Manson und Gerald Matt finden sich eigens für diese Publikation verfasste wissenschaftliche Abhandlungen und kunsthistorische Essays von David Galloway, Cathérine Hug und Adrian Notz.
“Für mich ist Marilyn Manson ein Poet des Grauens, des Schmerzes und der Gewalt. Seine bildnerischen Arbeiten sind visuelle Feuerwerke, in denen sich die extremen Leidenschaften des Seins widerspiegeln,” erklärte Kunsthalle-Chef Gerald Matt bei der Präsentation des deutsch-englischen Bildbandes.
Seit Kurzem ist das zentrale Informationsportal im Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011 www.freiwilligenweb.at online. Die interaktive Internetseite soll als Informationsplattform für alle Freiwilligenorganisationen und an Freiwilligenarbeit Interessierte dienen. Die Infoseite bietet einen umfassenden Überblick über sämtliche Aktivitäten, Projekte und Initiativen, die es in Österreich während des Europäischen Jahres geben wird.
Neben Hintergrundinformationen, einem Veranstaltungskalender und der Präsentation der österreichischen Botschafter im Freiwilligenjahr laden Web 2.0 Elemente die Besucher der Homepage ein, sich persönlich im Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit (EJF) einzubringen oder sich bei konkreten Projekten zu engagieren.
Weitere Initiativen: Auf “Facebook” wurde eine Organisationsseite eingerichtet: FreiwilligenWeb 2.0, um Neuigkeiten und Diskussionen zum EJF auszutauschen. Und auf “Youtube” wurde ein Videokanal www.youtube.com/freiwilligenweb installiert. Der Video-Wettbewerb “Warum ich freiwillig tätig bin” läuft bis 1. Februar 2011, die besten Einsendungen werden bei der offiziellen österreichischen Auftaktveranstaltung am 16. Februar 2011 in Salzburg ausgezeichnet. Die Kampagne soll durch eine Vielzahl kurzer Video-Beiträge eine breite Öffentlichkeit mobilisieren, über Freiwilligentätigkeit nachzudenken, ihre Bedeutung für die Gesellschaft besser zu verstehen und für zukünftige Freiwillige ein Zeichen zu setzen. Viele Zeichen ergeben ein kräftiges Bild!
Die Europäische Union hat das Jahr 2011 zum Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit zur Förderung der aktiven Bürgerschaft, des Zusammenhalts und der Entwicklung der Demokratie erklärt. Freiwilliges Engagement ist ein wesentlicher Bestandteil der österreichischen Gesellschaft und ermöglicht den Menschen neue Lernerfahrungen. Mit dem Herausstreichen der vielfältigen Aufgabenbereiche von Freiwilligentätigkeiten soll ein kräftiger Impuls gesetzt werden, um in den EU-Staaten, auf allen regionalen und lokalen Ebenen, die Voraussetzungen für freiwilliges Engagement zu verbessern und auf die große Bedeutung von Freiwilligenarbeit aufmerksam zu machen.
Zum Auftakt des Europäischen Jahres 2011 wird die Europa-Tour, die durch alle 27 EU-Mitgliedsstaaten tourt, in Wien Station machen. Vom 25. Jänner bis 27. Jänner 2011 präsentieren Österreichs Freiwilligenorganisationen bei freiem Eintritt ihre vielfältigen Aufgabenbereiche in der Volkshalle des Wiener Rathauses. Freiwillig Tätige aus den unterschiedlichsten Bereichen stehen den Besucher Rede und Antwort und bieten einen Einblick in ihre Arbeit.