Mit ‘Journalistenpreis’ getaggte Artikel

Sonntag, 13. Mai 2012, von Elmar Leimgruber

Henri Nannen Preis: die Ausgezeichneten 2012

Die Nannen-Preisträger 2012
Foto: © Waberseck/Stern

Der Henri Nannen Preis 2012 geht an an Stefan Willeke (Reportage), Kai Löffelbein (Fotoreportage), Ferry Batzoglou, Manfred Ertel, Ullrich Fichtner, Hauke Goos, Ralf Hoppe, Thomas Hüetlin, Guido Mingels, Christian Reiermann, Cordt Schnibben, Christoph Schult, Thomas Schulz, Alexander Smoltczyk (Dokumentation), Nikolaus Harbusch, Martin Heidemanns (Investigation), Hans Leyendecker, Klaus Ott, Nicolas Richter (Investigation), Niklas Maak (Essay). Der Fotograf F.C. Gundlach wird vom Verlagshaus Gruner + Jahr und dem stern für sein Lebenswerk geehrt. Der Preis für Pressefreiheit geht an den britischen Journalisten Nick Davies.

Da auch die BILD (im Bereich Investigation) ausgezeichnet wurde, verzichteten Hans Leyendecker, Klaus Ott, Nicolas Richter von der SZ aus Protest auf ihren Nannen Preis. Am Freitag Abend wurde zum achten Mal den Henri Nannen Preis vergeben, mit dem die Bestleistungen im deutschsprachigen Print- und Onlinejournalismus ausgezeichnet werden. Die insgesamt 22 Preisträger wurden im Rahmen einer festlichen Veranstaltung im Deutschen Schauspielhaus Hamburg vor rund 1.200 prominenten Gästen aus Medien, Kultur, Politik und Wirtschaft geehrt.

Mit dem Henri Nannen Preis stellen Gruner + Jahr und der stern die Bedeutung von anspruchs-vollem Print- und Onlinejournalismus heraus und erinnern zugleich an das Werk des stern-Gründers Henri Nannen (1913-1996). Der Preis ist mit insgesamt 35.000 Euro dotiert. Außerdem erhalten die Preisträger den „Henri“, eine von dem Berliner Bildhauer Rainer Fetting geschaffene Bronzeskulptur Henri Nannens im Andenken an dessen Lebenswerk. “Ein aufwendiges Sichtungsverfahren sowie eine hochkarätige Jury, der erfahrene Journalisten, Autoren, Chefredakteure und Herausgeber großer Verlage Deutschlands angehören, gewährleisten die Unabhängigkeit der Auszeichnung;” heisst es in den Unterlagen des Wettbewewerbs. Um den „Henri 2012“ bewarben sich Journalisten mit 872 Arbeiten aus 154 Print- und Onlinepublikationen.

Der Hauptjury des Henri Nannen Preises gehören an: Peter-Matthias Gaede (Chefredakteur GEO), Margot Klingsporn (Inhaberin der Fotoagentur FOCUS), Giovanni di Lorenzo (Chefredakteur DIE ZEIT), Helmut Markwort (Herausgeber Focus), Georg Mascolo (Chefredakteur DER SPIEGEL), Nils Minkmar (Ressortleiter Feuilleton Frankfurter Allgemeine Zeitung), Felix E. Müller (Chefredakteur NZZ am Sonntag), James Nachtwey (Fotograf), Thomas Osterkorn (Chefredakteur stern, im jährlichen Wechsel mit seinem Kollegen Andreas Petzold), Jan-Eric Peters (Chefredakteur DIE WELT-Gruppe), Ines Pohl (Chefredakteurin taz), Richard David Precht (Autor), Ulrich Reitz (Chefredakteur Westdeutsche Allgemeine Zeitung), Anja Reschke (Autorin und Moderatorin Panorama) und Gerhard Steidl (Verleger).

Freitag, 13. April 2012, von Elmar Leimgruber

Civis Medienpreis: Webseiten aus Paris, Berlin und Bremen nominiert

Am 18. April wird der diesjährige Europäische CIVIS Online Medienpreis -dotiert mit 5000 Euro im deutschen Bundeskanzleramt in Berlin verliehen. 84 Internetauftritte aus der Europäischen Union und der Schweiz nahmen am Wettbewerb 2012 für Integration und kulturelle Vielfalt in Europa teil. 2012 sind diese drei Webseiten nominiert:

www.augenaufbremen.de - das multimediale Onlineprojekt der
Hochschule Bremen
●	www.cafebabel.com - das multilinguale Nachrichtenmagazin für
junge Europäer aus Paris
●	www.qantara.de - das journalistische Netzwerk zur
Verständigung zwischen den Kulturen aus Berlin

CIVIS zeichnet Programmleistungen im Radio, Fernsehen und seit 2010 auch im Internet aus, die das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster nationaler, ethnischer, religiöser oder kultureller Herkunft fördern. Gesucht wurden innovative journalistische Internetangebote zum Thema Integration und kulturelle Vielfalt. Die Internetbeiträge mussten webgerecht grafisch und multimedial aufbereitet sein. Alle gestalterischen Formen waren zulässig. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Die Beauftragte der deutschen Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Maria Böhmer, wird die Preisverleihung im bundeskanzleramt eröffnen. Die Vorsitzende des Kuratoriums der CIVIS Medienstiftung, die ARD-Vorsitzende und WDR-Intendantin, Monika Piel, überreicht den Online-Preis. Die CIVIS Jurymitglieder Friederike Behrends (WDR mediagroup), Jo Groebel (European Digital Institute Berlin) und Andreas Zick (Universität Bielefeld) würdigen die nominierten Webangebote. Die Präsentation übernimmt Michael Radix, Geschäftsführer der CIVIS Medienstiftung.

 

Der CIVIS Medienpreis wird von der Arbeitsgemeinschaft der Landesrundfunkanstalten in Deutschland (ARD), vertreten durch den Westdeutschen Rundfunk, gemeinsam mit der Freudenberg Stiftung ausgeschrieben. Der Österreichische Rundfunk (ORF), die Schweizerische SRG SSR, RTV Slovenia, der ARD/ZDF Ereignis- und Dokumentationskanal PHOENIX, der deutsch-franzö-sische Kulturkanal ARTE, die Deutsche Welle, 3sat, das Deutschlandradio und die Europäische Rundfunkunion (EBU) sind Kooperationspartner.

Mittwoch, 4. April 2012, von Elmar Leimgruber

Otto Brenner Preis für kritischen Journalismus ausgeschrieben

Bereits zum achten Mal werden in diesem Jahr kritische Journalistinnen und Journalisten durch den Otto Brenner Preis ausgezeichnet. “Kritischer Journalismus – Gründliche Recherche statt bestellter Wahrheiten” unter diesem Motto vergibt die Otto Brenner Stiftung (OBS) 2012 sechs Preise und drei Recherche-Stipendien für junge Talente im Journalismus. Für “Journalismus mit Qualität und Substanz” steht ein Preisgeld in Höhe von 47.000 Euro  zur Verfügung. In den vergangenen Jahren wurden jeweils mehr als 500 Bewerbungen eingereicht. Die Ausschreibung 2012 läuft noch bis einschließlich 31. Juli.

Teilnehmen und vorgeschlagen werden können ab sofort alle Journalistinnen und Journalisten mit Beiträgen aus Print, Hörfunk, Fernsehen und dem Internet. Eine unabhängige Jury prämiert am 27. September  drei intensiv recherchierte und anspruchsvolle Beiträge (1.-3. Preis, 10.000, 5.000 und 3.000 Euro). Hinzu kommen ein mit jeweils 2.000 Euro dotierter Newcomer- und ein Medienprojekt-Preis. Die Preisverleihung findet dann am 30. Oktober 2012 in Berlin statt. Festredner wird der ehemalige ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender sein. Weitere Informationen zum Otto Brenner Preis und alle notwendigen Informationen zur Bewerbung sind online abrufbar. Der Preis für kritischen Journalismus orientiert sich am politischen Vermächtnis des langjährigen IG Metall-Vorsitzenden Otto Brenner, der Zivilcourage zum Maßstab seines Handelns machte. Den “aufrechten” Gang forderte er auch von anderen ein. “Nicht Ruhe und Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit.” (Otto Brenner 1968)

Ziel des Wettbewerbs ist es, gesellschaftlich relevante aber vernachlässigte Themen in das Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Der Otto Brenner Preis soll Journalistinnen und Journalisten ermutigen, unbequeme Fragen aufzugreifen und Missstände in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft klar zu benennen. Anliegen des Wettbewerbs ist die Prämierung von Beiträgen, die sich vom breiten Meinungsstrom der Berichterstattung durch eine eigenständige und vor allem gründliche Rechercheleistung absetzen und in Sprache, Stil und Darstellungsweise überzeugen.

Der Brenner Preis “Spezial” zeichnet die beste Analyse (Leitartikel, Kommentar, Essay) mit 10.000 Euro aus und soll dazu beitragen, dem Trend zum “Kikeriki-Journalismus” (Heribert Prantl) und der unkritischen Übernahme einer Mehrheitsmeinung entgegenzuwirken. Der Preis soll den Mut zur klaren, pointierten und sorgfältig begründeten Meinung stärken. “Demokratie braucht Vielfalt, gerade in den kommentierenden Darstellungsformen. Der Preis will daher Texte prämieren, die Aufklärung fördern, die anregen und aufregen”, teilte die Stiftung zum Start der Ausschreibung 2012 mit.

Drei Recherche-Stipendien in Höhe von jeweils 5.000 Euro sollen es jungen Nachwuchsjournalisten ermöglichen, wichtige Themen aufzugreifen und über einen längeren Zeitraum zu recherchieren. Die Stipendien werden in Zusammenarbeit mit der Journalistenvereinigung “netzwerk recherche” (nr) vergeben und von erfahrenen Redakteuren betreut. Beispiele erfolgreicher OBS-Recherche-Stipendien sind u.a. die Filme von Golineh Atai über “Auslandsadoptionen im globalen Kindermarkt” und das Buch “Bertelsmannrepublik Deutschland – Eine Stiftung macht Politik” von Thomas Schuler. 2007 erhielt Astrid Geisler für die Reportage “Das vergessene Land” den Theodor-Wolff-Preis. Die preisgekrönte Reportage ist das Ergebnis eines OBS-Recherche-Stipendiums.

Dienstag, 27. März 2012, von Elmar Leimgruber

dpa sucht Nachwuchs-Journalisten

Nach verschiedenen Journalistenorganisationen und anderen Medien sucht nun auch die Deutsche Presse Agenur (dpa) ihren Nachwuchs offenbar über einen Wettbewerb und schreibt hierfür erstmals im April den deutschen Nachwuchspreis “dpa news talent” aus. Die multimediale Ausschreibung richtet sich an junge Journalistinnen und Journalisten, die noch nicht fest angestellt sind. Zur Teilnahme zugelassen sind 20- bis 30-Jährige, die journalistische Themen aus ungewöhnlichen Blickwinkeln betrachtet, kreativ umgesetzt und anschließend veröffentlicht haben. Zu gewinnen gibt es unter anderem eine Hospitanz in einem dpa-Auslandsbüro samt Reisestipendium.

Prämiert werden Arbeiten aus den Bereichen Text, Foto, Grafik, Audio, Video und Datenjournalismus. Wer im Team und/oder multimedial arbeitet, verbessert seine Chancen. Eingereicht werden können Arbeiten, die in einem journalistischen Medium veröffentlicht worden sind. Bei der Wahl des Themas macht dpa keine Vorgaben. Die konkreten Bedingungen für die Teilnahme von “journalistischen Talenten” am Wettbewerb werden im April 2012 veröffentlicht, erstmals ausgezeichnet werden die Preisträger im Herbst 2012. Die Auswahl trifft eine Jury, in der neben mehreren externen Experten auch dpa-Volontäre vertreten sind. Die dpa wird für den Wettbewerb auch soziale Netzwerke aktiv nutzen, unter anderem Facebook und Twitter.

“Wer jeden Tag erstklassigen Journalismus anbieten möchte, muss auch dafür sorgen, dass junge Kolleginnen und Kollegen dasselbe Ziel verfolgen. Deshalb fördern wir den Nachwuchs, wo immer es geht. Einer der Wege, die wir einschlagen, ist nun der neue Wettbewerb dpa news talent”, erklärt dpa-Chefredakteur Wolfgang Büchner. “Wir sind sehr gespannt auf die Arbeiten, mit denen sich Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten um den Preis bewerben werden. Es kann eine Reportage oder ein Porträt sein, das Ergebnis exklusiver Recherchen oder eine besonders kreative Umsetzung eines Themas. Wir wollen von den Preisträgern überrascht und überzeugt werden”, erläutert Büchner: “dpa news talent gibt jungen Journalisten die Chance zu zeigen, was sie können – und den deutschen Medien die Chance, neue Talente zu entdecken.”

“dpa news talent” ist der zweite offen ausgeschriebene Journalistenpreis, den die Deutsche Presse-Agentur vergibt: Seit Februar 2012 läuft bereits zum fünften Mal der Wettbewerb um den dpa-infografik award, die einzige Auszeichnung für herausragende Infografiken im deutschsprachigen Raum.

 

Sonntag, 26. Februar 2012, von Elmar Leimgruber

Prof. Claus Gatterer Journalistenpreis 2012 ausgeschrieben

Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) schreibt den PROF. CLAUS GATTERER-PREIS 2012 aus. Dieser wird als höchste Auszeichnung für journalistische Leistungen vergeben, die im Sinne des Lebenswerkes von Prof. Claus Gatterer einen überdurchschnittlichen Beitrag für den österreichischen und Südtiroler Journalismus darstellen:

Schutz der gesellschaftlichen Minderheiten, Verteidigung sozialer Randgruppen, Eintreten für zu Unrecht benachteiligte und missachtete Gruppen oder Personen, kritisches Bewusstsein gegen Ignoranz und Gleichgültigkeit in der Gesellschaft. “Im Hinblick auf die nivellierenden Gesamttendenzen der modernen Medienlandschaft ist die kritische und eigenständige Haltung der Kandidaten an ihrem bisherigen gesamten Verhalten zu messen, wenn auch eine besondere, hervorragende journalistische Leistung die Maßgabe der Nominierung sein sollte,” heisst es dazu in den Ausschreibungskriterien.

Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Vorschläge für Preisträger können alle Mitglieder des Österreichischen Journalisten Clubs sowie Redaktionen aller Print- und Funkmedien in Österreich und Südtirol in deutscher und ladinischer Sprache (mit deutscher Übersetzung) einreichen. Ende der Einreichungsfrist ist der 15. April 2012, 24.00 Uhr (Poststempel).
Die Anträge sind an den Österreichischen Journalisten Club, Kennwort “Prof. Claus Gatterer-Preis 2012″, A-1010 Wien, Blutgasse 3 zu richten. Die Jury entscheidet am 7. Mai 2012.
Die Verleihung des Prof. Claus Gatterer-Preises 2012 findet Ende Juni 2012 in Wien statt.

Donnerstag, 26. Januar 2012, von Elmar Leimgruber

“heute” und “Kurier” erhalten “Senioren-Nessel”

Die Seniorenpreise: rechts: Senioren-Nessel”, links: “Senioren-Rose”

Gleich zwei Tageszeitungen, “heute” (Bericht) und “Kurier Online” (Bild) wurden gestern in Wien (in Abwesenheit) mit der nicht schmeichelhaften “Senioren-Nessel” ausgezeichnet. Die “Senioren-Rose” in der Kategorie Journalismus ging an Johannes  Kaup für das vierteilige Ö1 Radiokolleg “Nach der Pensionierung”. Die “Senioren-Rose” in der Kategorie Bild ging an die Illustration  von Ilse Scheibein vom Tag des Sports, das einen jungen und einen älteren Menschen beim Boxtraining abbildet. Erstmals in der dreijährigen Geschichte des Medienpreises wurde eine Besondere Anerkennung ausgesprochen, die an das “Radio für SeniorInnen” aus Linz erging.

Der Österreichische Seniorenrat verfolgt mit der öffentlichen Verleihung der beiden Medienpreise folgendes Ziel: Die “Senioren-Nessel” werden jenen überreicht, “die in der Auswahl von Wort und Bild weiterhin mit längst überholten schablonenartig vorgefassten Meinungen arbeiten”. Die “Senioren-Rose” wird in Zusammenarbeit zwischen dem Österreichischen Seniorenrat und dem Österreichischen Journalisten Club (ÖJC) an jene verliehen, “die sich einer zeitgemäßen Darstellung der Lebensrealitäten der Senioren bedienen”.

 

ÖJC-Präsident Fred Turnheim will “Senioren-Nessel” für Frühkündigungen

Der Präsident des Journalisten Clubs Fred Turnheim erläuterte als Vorsitzender der Jury die Vergabekriterien des Preises als Grundlage der Entscheidung und betonte dabei, wie wichtig es sei, ein Bewusstsein für die Situation der Senioren in der Gesellschaft zu schaffen. “Ich würde am liebsten all jenen staatlichen und staatsnahen Betrieben eine “Senioren-Nessel” überreichen, welche ihre älteren Mitarbeiter vor dem gesetzlichen Pensionsalter kündigen”, erklärte Turnheim. Auch Turnheims langjähriger Arbeitgeber, der ORF, hatte letzthin viele ältere Mitarbeiter gekündigt.

Seniorenpreis-Jurorinnen Chris Lohner und Vera Russwurm

In ihren Begrüßungsworten wies Prammer auf die besondere Bedeutung der Veranstaltung im heurigen Europäischen Jahr für Aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen hin und hob die Wichtigkeit des sozialen Zusammenhalts hervor, wofür man sensibel miteinander umgehen müsse. Seniorenrats-Präsident Andreas Khol betonte die Notwendigkeit, in der Öffentlichkeit “ein korrektes Bild der älteren Generation, die in der Gesellschaft ihre Aufgabe habe, zu transportieren”. Man brauche die Älteren mit ihrem enormen Potential an Erfahrung und Schaffenskraft, um die Zukunft der Jugend zu sichern, ergänzte Seniorenrats-Präsident Karl Blecha.

Die Preise “Senioren-Rose” und “Senioren-Nessel” wurden gestern zum dritten Mal vergeben. An der Veranstaltung nahmen an der von Nationalrätin Gertrude Aubauer moderierten Veranstaltung neben den Jurymitgliedern Claudia Kristofics-Binder, Oswald Klotz, Christiane Laszlo, Chris Lohner, Christian Pöttler, Vera Russwurm unter anderem auch die ehemaligen Minister Lore Hostasch, Franz Hums, Hilde Havlicek und Marilies Flemming sowie Bundesratspräsident Gregor Hammerl teil.

Auch heuer können wieder Vorschläge für die Senioren-Rose seitens Journalisten und Redaktionen aller Print- und Funkmedien in Österreich beim ÖJC eingereicht werden. Vorschläge für die Senioren-Nessel können alle Seniorinnen und Senioren sowie Seniorenorganisationen in Österreich einreichen.

Mittwoch, 21. Dezember 2011, von Elmar Leimgruber

Dr. Karl Renner Publizistikpreis 2011 an Helene Maimann, Michael Schrott und Walter Gröbchen

Helene Maimann vom ORF (Kategorie Fernsehen), Michael Schrott von Ö1 (Kategorie Radio) und der Publizist Walter Gröbchen (Kategorie Online) wurden gestern (20.12.2011) mit dem Dr. Karl Renner Publizistikpreis 2011 des Österreichischen Journalisten Clubs (ÖJC) ausgezeichnet. Nominiert für die Preise waren in der Kategorie Fernsehen noch Peter Resetarits und Ed Moschitz, in der Kategorie Radio Christian Lerch und Johannes Kaup und in der Kategorie Online Afrika.info und Supertaalk. Der Preis in der Kategorie Print wurde auch im heurigen Jahr nicht vergeben. Laudatoren waren Irene Brickner (Online), Albert Malli (Radio) und Fred Turnheim (Fernsehen).

ÖJC-Präsident Fred Turnheim forderte bei der Preisverleihung im Wiener Rathaus die Politiker auf, keinesfalls die Grund- und Freiheitsrechte der Bürger und insbesondere die Pressefreiheit einzuschränken: Die Pressefreiheit ist der Garant dafür, dass sich auch in unserem Land ein Qualitätsjournalismus weiter entwickeln kann, so Turnheim.

Stadtrat Christian Oxonitsch unterstrich in seiner Festrede die Bedeutung von Medien in einer zunehmend unübersichtlichen Informationsflut: “Mehr denn je haben Medien gesellschaftliche Verantwortung, haben sie die Aufgabe “Gesellschaft zu transformieren”, um den Namensgeber des Preises, den großen Sozialdemokraten und Pädagogen Karl Renner zu zitieren”, erklärte der Wiener amtsführende Stadtrat für Bildung, Jugend, Information und Sport: “Ich meine damit Journalistinnen und Journalisten, wie sie hier und heute versammelt sind. Ich meine damit konkret die Preisträger und Preisträgerinnen des diesjährigen Karl Renner-Publizistikpreises.”

Die Realität zeige: “Es bedarf des guten Journalismus mehr denn je. Gute Medienarbeit und Redaktionen sind angesichts des Halb- und Vorwissens und der Möglichkeiten des Users, stärker gefordert denn je.” Journalismus heute bedeute Orientierung bieten, Information, die massenhaft irgendwo im Internet herumliegt, zu Wissen und zu Erkenntnis zu gestalten und gleichzeitig kritische Haltung zu lehren. “Bereits letztes Jahr stellte ich in diesem Zusammenhang an gleicher Stelle dieselbe hypothetische, noch immer relevante Frage – “Brauchen wir konventionelle Medien noch?” – und ich sage ganz bewusst JA!” so Oxonitsch.

Und hier sind Eindrücke in Bildern (Fotos) der Verleihung des diesjährigen Dr. Karl Renner Publizistikpreises:

 

Freitag, 9. Dezember 2011, von Elmar Leimgruber

ROG-Pressefreiheitspreis und Lorenzo-Natali-Journalistenpreis verliehen

Gleich zwei bedeutende internationale Journalistenpreise wurden nun verliehen: ROG-Preis für Pressefreiheit 2011 und der Lorenzo-Natali-Preis 2001 der EU-Kommission. Reporter ohne Grenzen (ROG) ehrt den syrischen Karikaturisten Ali Fersat als Journalist des Jahres. Der ROG-Preis für das “Medium des Jahres” geht an die birmanische Wochenzeitung Weekly Eleven News. Den Lorenzo Natali Grand Prize erhielt Tom Heinemann (Dänemark) für ‘The Micro Debt’.

Mit der jährlichen Auszeichnung würdigt ROG Journalisten und Medien für ihren besonderen Einsatz für Pressefreiheit und Menschenrechte. Der Preis ist in beiden Kategorien mit je 2.500 Euro dotiert. Stellvertretend für den syrischen Künstler konnte der französische Karikaturist Jean Plantureux (Plantu) die Auszeichnung entgegennehmen. Der Preis in der Kategorie Medium des Jahres wurde an zwei Journalisten von Weekly Eleven News überreicht.

Im Rahmen der gestrigen Preisverleihung in Brüssel wurden insgesamt 17 Journalisten aus aller Welt mit dem Lorenzo-Natali-Preis für herausragende journalistische Arbeiten zu den Themen Entwicklung, Menschenrechte und Demokratie geehrt. Die ausgezeichneten Beiträge der Lorenzo-Natali-Preisträger 2011 behandeln folgende Themen: Mikrokredite, Vergewaltigung von lesbischen Frauen durch Männer und das Doppelleben Homosexueller in Afrika, die Geschlechterverteilung in Indien, Kinderhandel, Okkultismus, weibliche Genitalverstümmelung und Sklaverei. Es wurden Preise in einer Gesamthöhe von 60.000 EUR an insgesamt 17 Journalisten vergeben.

Mit dem Lorenzo-Natali-Preis, der in diesem Jahr zum 20. Mal verliehen wurde, honoriert die Europäische Kommission in Zusammenarbeit mit ROG die Leistung von Journalisten, die häufig unter schwierigen Umständen arbeiten, und würdigt das Potenzial des Journalismus als Auslöser für positive Veränderungen, Inspiration für Entwicklung und treibende Kraft für Demokratie und Menschenrechte. Eine komplette Liste aller Gewinner und ihrer Artikel und Fernseh- und Hörfunkbeiträge ist online abrufbar.

ROG vergibt seinen Menschenrechtspreis seit 1992 und damit in diesem Jahr zum 20. Mal. Mit der Auszeichnung sollen weltweit Journalisten und Medien ermutigt werden, die in ihrer täglichen Arbeit die Pressefreiheit verteidigen. Die diesjährige internationale Jury bestand aus zwölf Journalisten sowie Vertretern von Menschenrechtsorganisationen.

Freitag, 25. November 2011, von Elmar Leimgruber

Österreichischer Zeitschriften-Preis 2011 vergeben

Österreichischer Zeitschriften-Preis
Foto: oezv.or.at

Am gestrigen Donnerstag wurde der Österreichische Zeitschriften-Preis 2011 im Bundeskanzleramt vergeben. Der 1. Platz ging an die Journalistin Jessica Perl für ihre Reisegeschichte “Paris – Eine Frage des guten Geschmacks”, erschienen im “onrail” (Bohmann Verlag) , die weiteren Preise an den Journalisten Gottfried Derka für “Die Anatomie einer Katastrophe”, erschienen in “Universum” sowie an Gerd Wolfgang Sievers für den kulinarischen Text “Rauchzeichen am Horizont”, erschienen in der Zeitschrift “Genuss fleisch.pur”.

Den Förderungspreis für Jungjournalisten erhielt Agnes Gössinger, für ihre Artikelserie “Tierleben”, die sie für das Magazin “Universum” verfasst hat. Bereits zum 29. Mal vergab der Österreichische Zeitschriften- und Fachmedien-Verband diese, in der österreichischen Medienlandschaft hoch angesehene Auszeichnung.

Hauptgewinnerin Jessica Perl
Foto: © ÖZV/Sascha Osaka

Messlatte für den Zeitschriftenpreis seien nicht bloß Auflagenzahlen, sondern die Fähigkeit von Journalistinnen und Journalisten, Antworten auf Fragen ihrer Leserinnen und Leser zu geben. Engagierter Journalismus fände seinen Ausdruck in Artikeln, die einen Mehrwert hätten und die immer wieder gelesen werden könnten, betonte Rudolf Bohmann, Präsident des Österreichischen Zeitschriften- und Fachmedien-Verbandes. Für die Preisvergabe seien, wie die Vorsitzende der Jury, Elisabeth Wasserbauer, Geschäftsführerin des Kuratoriums für Journalistenausbildung, betonte, Verständlichkeit, zielgruppenorientierter Nutzwert sowie grafische Gestaltung entscheidend gewesen.

Aufgabe der Politik sei es, die Rahmenbedingungen zu schaffen, die der Bedeutung der Medien für die Demokratie gerecht würden, erklärte Medien-Staatssekretär Josef Ostermayer, welche die Preise überreichte. Als Beispiele hierfür nannte er das ORF-Gesetz, Presse- und Medienförderung sowie Transparenz bei der Vergabe von Inseraten, wie sie von der Regierung beschlossen und im Parlament derzeit diskutiert werden.

“Es ist die Aufgabe von Journalistinnen und Journalisten, Fakten im Einklang mit ihrem Gewissen so darzustellen, dass Menschen komplexe Zusammenhänge verstehen. Objektivität und engagierte Parteinahme stehen dabei in keinem Widerspruch. Gerade auch deshalb ist mir die Stärkung des Redaktionsgeheimnisses, als eine der Säulen des Journalismus, ein großes Anliegen”, versprach Ostermayer.

 

Freitag, 18. November 2011, von Elmar Leimgruber

Hans-Dietrich Genscher zu Gast in Wien

Hans-Dietrich Genscher
Foto: CC Aalkönig – Joachim Heer

Der deutsche Langzeit-Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) hält in der kommenden Woche am 22. November einen Grundsatz-Vortrag zum Thema “Quo Vadis, Europa?” in Wien. Auf Einladung von APA – Austria Presse Agentur und UniCredit Bank Austria wird Genscher an der Preisverleihung des Journalistenpreises “Writing for CEE” teilnehmen. Der Award “Writing for CEE”, der heuer zum achten Mal vergeben wird, setzt sich das Ziel, die journalistische Auseinandersetzung mit Europa zu fördern.

Der 2004 erstmals vergebene Journalistenpreis setzt sich das Ziel, die journalistische Auseinandersetzung mit Europa und mit der europäischen Integration zu fördern. Bei “Writing for CEE” handelt es sich um keinen EU-Preis, sondern um “einen Europa-Preis unter besonderer Berücksichtigung Mittelosteuropas”. Dabei sind Journalisten und Journalistinnen aus allen Teilen Europas – etwa aus Südosteuropa, Nordeuropa oder den baltischen Staaten -ausdrücklich eingeladen, sich mit ihren Arbeiten zu beteiligen.