Mit ‘Kino’ getaggte Artikel

Dienstag, 3. August 2010, von Elmar Leimgruber

Filmmusikpreis 2010 – Hollywood in Vienna – Film Music Symposium

Der Österreichische Komponistenbund schreibt in Zusammenarbeit mit EU XXL FILM, Universität für Musik & darstellende Kunst Wien / Institut f. Medienkomposition / Filmakademie Wien, und Best-of-Film-Music den zum zweiten Male von der Stadt Wien gestifteten “Wiener Filmmusikpreis 2010″ aus. Dieser mit 7.000 EUR dotierte Preis richtet sich an alle Musikschaffenden, Komponistinnen und Komponisten in Österreich – Arrivierte und Newcomer gleichermaßen – und setzt sich zum Ziel, heimische Filmmusik-Talente aufzuspüren und neue kreative und dynamische Impulse in die Szene österreichischen Musikschaffens im Genre der Film- und Medienmusik abzugeben.

Es stehen 3 Filmsequenzen von jeweils ca. 4 Minuten Länge aus den Filmen “Der Knochenmann” (Regie: Wolfgang Murnberger, Produzenten: Danny Krausz, Kurt Stocker (Dor Film)), “In 3 Tagen bist Du tot 2″ (Regie: Andreas Prochaska, Produzent: Helmut Grasser (Allegro Film)) und “Der Räuber” (Regie: Benjamin Heisenberg, Produzent: Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion, Peter Heilrath) zur Verfügung.Es muss mindestens eine Szene ausgewählt, vollständig neu vertont, produziert und fristgerecht – spätestens bis zum 20. August 2010 – eingereicht werden. Die Verleihung findet am 13. September 2010 im Rahmen der “Film Composers Lounge” im Porgy & Bess statt. An diesem Abend wird das Siegerwerk auch live zur Leinwand uraufgeführt.

Die Musik sollte für kammermusikalische und/oder elektronische Instrumentierungen unterschiedlicher Besetzungen angelegt sein, jedoch eine Ensemblegröße von 8 Musikerinnen und Musikern nicht übersteigen. Teilnahmeberechtigt sind Komponistinnen und Komponisten ohne Altersgrenze, die in Österreich den Mittelpunkt ihres Schaffens haben. Einzureichen sind eine Audio-CD mit Musik-Layout, eine für die Live-Aufführung eingerichetete Partitur und eine Video-DVD mit der gewählten Videosequenz und der dazu angelegten Musik (Via Post: Österreichischer Komponistenbund (ÖKB) Baumannstrasse 8-10, 1031 Wien). (Bildfrequenz: 24 fps, Ton: 24 bit, 48 kHz) Alternativ kann auch ein Mp3, ein Quicktime-Video und eine Partitur im PDF-Format via Email an: stahmer@komponistenbund.at eingereicht werden.

Die “Film Composers Lounge”– ein großes Fest der österreichischen Film- und Medienmusik: Eine Standortbestimmung für audiovisuelle Kreativität „made in Austria“. Nachwuchsförderung und Verleihung des Wiener Filmmusikpreises inklusive. Vom Österreichischen Komponistenbund (dem nationalen Interessenverband der Musikschaffenden aller Genres) veranstaltet, ist die “Film Composers Lounge” ein abendfüllendes Konzertformat für Film- und Medienmusikschaffen “Made in Austria”. In Premierenkino-Atmosphäre bietet sie einem großen Publikum aus Musikfans, Cineasten, echten Filmmusikliebhabern und auch wichtigen BranchenvertreterInnen einen einzigartigen Überblick über die Facetten österreichischer Film- und Medienmusik – live und zur Leinwand.

Der kuratorische Leitfaden dieser ersten “Film Composers Lounge” führt (breit gefächert) durch Werke aus den vier Themen-Bereichen “Österreichischer Feature Film, Film & Kino”, “Österreichischer Fernsehfilm, Dokus, Jingles & Signations”, “experimentelle Medienmusik made in Austria” und “…in the making – Produktionen im Entstehen und exklusive musikalische Sneak Previews” und füllt (durch kurze Atempausen unterbrochen) ein abendfüllendes Programm (Beginn: 20.30 Uhr, Dauer: 3h) aus mindestens 7 unterschiedlichen Acts/Ensemble/Bands aus. Das konkrete Programm folgt unter www.composerslounge.at.

Die diesjährige Gala der Filmmusik “Hollywood in Vienna” findet übrigens am 16. September im Wiener Konzerthaus statt: Das ORF Radio Symphonie-Orchester Wien und sein Dirigent John Axelrod hissen die Segel und begeben sich auf eine musikalische Reise in aufregende Abenteuerwelten. Dabei begleiten sie die Komponisten Howard Shore, Klaus Badelt, Christian Kolonovits und Sängerin Rebekka Bakken und der Chor der Wiener Singakademie.

Für ein eindrucksvolles Erlebnis sorgen eine Großbild-Leinwand in einer stimmungsvollen Lichtinszenierung im prächtigen Ambiente des Wiener Konzerthauses. Hier wird auch der “Max Steiner Award” an den dreifachen Oscar-Preisträger Howard Shore (Herr der Ringe) verliehen. Da die Abendvorstellung bereits seit Wochen ausgebucht ist, wird die Generalprobe mit dem vollständigen Programm  am Nachmittag öffentlich sein.

Im Vorfeld der Gala findet am 14. September, veranstaltetet durch die Musikuniversität Wien, das diesjährige Film Music Symposium statt, an dem Howard Shore teilnehmen wird und an dem Klaus Badelt, Christian Kolonovits und Wolfgang Schlögel (Sofa Surfers) Workshops anbieten.

Montag, 2. August 2010, von Georg Jajus

Inception: Die Träume von Nolan und Zimmer


Über die „neueste“ Errungenschaft des Kino, den 3D Film, wurde hier vor einiger Zeit – durchaus kritisch – berichtet. Gewiss eröffnet diese Technologie Möglichkeiten, die überlegt eingesetzt die Faszination Film erweitern können. Eine erste Bilanz fällt jedoch durchaus zwiespältig aus – neben tatsächlichen Meisterwerken wie James Camerons „Avatar“ tummeln sich allzuviele Nachahmer in dessen Fahrwasser, zuletzt etwa „Clash of the Titans 3D“. Dieser entpuppt sich bei kritischer Betrachtung nicht nur storymässig als Enttäuschung, auch technisch steckt er voller Unzulänglichkeiten: So wurde der Film auf konventionelle Weise zweidimensionale gedreht und erst nachträglich auf 3D hochgerechnet.

Das Ergebnis enttäuscht, die Effekte sind schwach und verursachen beim Betrachter eher Kopfschmerzen als den Eindruck räumlicher Tiefe. Dasselbe Prinzip wurde übrigens bei den beiden letzten „Harry Potter“ Filmen angewandt, welche 2010 und 2011 in die Kinos kommen sollen. Und auch in Hollywood sind die Lager durchaus gespalten: Während George Lucas etwa verlauten liess, seine (originale) „Star Wars“ Trilogie nochmals – diesmal dreidimensional – ins Kino zu bringen kündigte Christopher Nolan an, sich dem Trend zur dritten Dimension zu verweigern und seinen nächsten „Batman“ Film konventionell zweidimensional zu drehen.

Nolans aktueller Film, „Inception“ ist soeben in den österreichischen Kinos gestartet. Eine faszinierende, tiefgründig und brilliant inszenierte Geschichte mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle wäre aufgrund seiner die Gesetze der Räumlichkeit, Physik und Schwerkraft ausser Kraft setzenden Geschichte geradezu prädestiniert für 3D – und dennoch, oder gerade deswegen hat Nolan seinen Film in konventioneller zweidimensionaler Weise gedreht. Und erzielt dabei, unter Zuhilfenahme ausgeklügelter Sets wie etwa um 360° rotierender Räume (wohlweislich keine Digitaltricks) Effekte, die ihresgleichen suchen und an die faszinierenden Grafiken von M.C. Escher erinnern. Die Geschichte des Films ist gleichsam aussergewöhnlich wie interessant:

DiCaprio spielt in „Inception“ einen Dieb der ganz besonderen Art: Mittels künslich erschaffener Traumwelten schleicht er sich in das Unterbewusstsein seiner Opfer und stiehlt ihnen dabei ihre Gedanken, streng geheime und vertrauliche Informationen – bis er eines Tages vor der grössten Aufgabe seines Lebens (oder seines Traums?) steht: Der Umkehrung des Diebstahls, der Einpflanzung von Gedanken in das Unterbewusstsein, in die Träume seiner Opfer – der Inception. Und gelangt bei dieser Aufgabe bis an das Innerste seiner selbst, und dem innersten Tiefen seiner Träume.

Die konventionellen Erzähl- und Sehweisen werden in „Inception“ gleich auf mehreren Ebenen verschoben – besondere Beachtung verdient daher auch der klangliche Aspekt des Films: Bereits zu Nolans „Batman Begins“ und „The Dark Knight“ hatte Hans Zimmer die musikalische Dimension und Tiefe beigesteuert, doch bei „Inception“ bricht er mit den Konventionen klassischer Filmkompositionen in geradezu radikaler art und Weise und liefert die vielleicht brillianteste, jedenfalls aber mit Abstand reifste Leistung seines bisherigen kompositorischen Schaffens ab: So liefert „Inception“ eigentlich keinen Score im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr ein vielschichtiges und tiefgründiges Ambient-Konstrukt, welches wie ein Klangteppich dem Film harmonisch folgt, sich dabei stets neu fragmentiert, definiert und komponiert. Keine Note, kein Takt innerhalb der zweieinhalb Stunden Laufzeit scheinen gleich. Selbst vermeintlich Alltagsgeräusche, das Ticken einer Uhr, das Rauschen von Wellen werden so integraler Bestandteil der Musik – sofern man bereit ist, sich von dieser Idee mitnehmen zu lassen, Überlegungen von klassischer Filmmusik hinter sich lassend. Diese Reise in die Filmwelt Nolans und die Klangwelt Zimmers ist eine fast traumhafte Erfahrung der ganz besonderen Art – man sollte sich ihr nicht verschliessen.

Und hier können Sie in die Musik zum Film reinhören:


Dienstag, 6. Juli 2010, von Elmar Leimgruber

Casting: Wickie sucht Freundin

Filmausschnitt aus dem ersten Wickie-Real-Film, jetzt auf DVD und Blu-Ray

Wickie hat zwar schon seine starken Männer, aber noch keine Freundin. Und die wird jetzt via Casting gesucht: Für das neue Kino-Abenteuer “Wickie auf großer Fahrt” (produziert von Rat Pack Filmproduktion und Constantin Film) suchen “taff” und ProSieben.de ab Dienstag, 6. Juli 2010, eine neue Freundin für den unerschrockenen Wikingerjungen.

Gesucht wird ein etwa 11-jähriges, eher dunkelhaariges Mädchen, das akzentfrei Deutsch spricht und für Dreharbeiten von September bis November 2010 zur Verfügung steht. “taff” zeigt einen ersten Casting-Aufruf am Dienstag, 6. Juli 2010, ab 17 Uhr.

Auch unter www.prosieben.de können sich interessierte Wickie-Freundinnen für die Kino-Rolle bewerben. Die fünf aussichtsreichsten Bewerberinnen werden zu einem Casting von Constantin Film eingeladen. “Wickie auf großer Fahrt” kommt im Herbst 2011 in die Kinos.

Bereits bei dem Vorgänger “Wickie und die starken Männer” kooperierte ProSieben erfolgreich mit Constantin Film: In einer sechsteiligen Casting-Show suchte der TV-Sender im Frühjahr 2008 nach passenden Darstellern – und bewies ein glückliches Händchen: Mit knapp fünf Millionen Zuschauern war “Wickie und die starken Männer” von Michael “Bully” Herbig der erfolgreichste Film des Jahres 2009.

Mittwoch, 16. Juni 2010, von Elmar Leimgruber

Studie: China wird drittgrösster Medien- und Unterhaltungsmarkt – Zweistelliges Wachstum für Onlinewerbung erwartet

Auch hochwertige Technologieprodukte werden zunehmend in China hergestellt
Foto: © Leimgruber

Das anhaltend starke Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern verschiebt die Gewichte in der globalen Medien- und Unterhaltungsindustrie, wie die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) im “Global Entertainment and Media Outlook: 2010 – 2014″ prognostiziert..China wird demnach bereits 2011 mit einem Branchenumsatz von voraussichtlich fast 95 Milliarden US-Dollar zum drittgrößten Medienmarkt hinter den USA (446 Milliarden US-Dollar) und Japan (171 Milliarden US-Dollar) aufsteigen und Deutschland (92 Milliarden US-Dollar) auf den vierten Rang verweisen.

Laut PwC steigt der weltweite Branchenumsatz 2010 nur leicht, wobei Mobiles Internet neue Wachstumsperspektiven eröffnet. Dem Onlinebereich prognostiziert das Beratungsunternehmen eine rosige Zukunft: Online-Werbeeinnahmen erreichen demnach 2014 über 100 Milliarden US-Dollar. Bis 2014 dürften laut Studie die Branchenerlöse in China um durchschnittlich 12 Prozent auf annähernd 134 Milliarden US-Dollar zulegen und damit weitaus stärker wachsen als in jedem anderen der führenden Medienmärkte.

Für die USA erwarten die PwC-Experten ein Wachstum von durchschnittlich 3,8 Prozent auf fast 517 Milliarden US-Dollar, während der Medienumsatz in Deutschland um schätzungsweise 3,3 Prozent pro Jahr auf gut 104 Milliarden US-Dollar und in Japan um lediglich 2,8 Prozent jährlich auf knapp 189 Milliarden US-Dollar zulegen wird.

“Chinas Medienmarkt bietet trotz staatlicher Zensur und weiterhin bestehender Probleme beim Schutz geistigen Eigentums ein enormes Potenzial. Westliche Konzerne sollten daher Geschäftsmodelle entwickeln, die den besonderen Marktbedingungen Rechnung tragen. Ein Rückzug aus China ist keine sinnvolle Option”, kommentiert Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC.

Im laufenden Jahr dürften die weltweiten Branchenerlöse auf Grund der nur moderaten Konjunkturerholung in den Industriestaaten lediglich verhalten steigen. Gegenüber dem Krisenjahr 2009 prognostiziert PwC ein Plus von 2,6 Prozent auf knapp 1,36 Billionen US-Dollar (Deutschland: plus 1,6 Prozent auf 89,9 Milliarden US-Dollar). Damit bliebe der Umsatz aus Werbeeinnahmen und direkten Verbraucherausgaben unter dem Wert von 2008. Im vergangenen Jahr waren die Erlöse der Medienbranche um 3,0 Prozent auf gut 1,32 Billionen US-Dollar gesunken (Deutschland: minus 0,6 Prozent auf 88,5 Milliarden US-Dollar).

Der “Global Entertainment and Media Outlook” von PwC untersucht weltweite Schlüsseltrends der Unterhaltungs- und Medienbranche und leitet Umsatzprognosen zu 13 Teilbranchen des Medienmarktes in 48 Ländern für die kommenden fünf Jahre ab. Zu den analysierten Segmenten zählen Internet (Werbeeinnahmen und Zugangsentgelte), Fernsehen (Werbung, Gebühren und andere Entgelte, beispielsweise für Pay-TV), Musik (u.a. Tonträgerverkauf und Downloads), Film (Kino, DVD-Verkauf und -Verleih sowie Downloads), Videospiele und Radio. Hinzu kommen die Verkaufs- und Werbeerlöse der klassischen, überwiegend nicht-elektronischen Medien (Zeitungen, Fach- und Publikumszeitschriften sowie Bücher) und Außenwerbung.

Während die Unterhaltungs- und Medienbranche in den Schwellenländern in erster Linie vom starken Wirtschaftswachstum und damit der wachsenden Kaufkraft profitiert, ist in den reifen Medienmärkten die fortschreitende Digitalisierung der wichtigste Wachstumstreiber.

Im vergangenen Jahr beliefen sich die digitalen Medienumsätze, die sich unter anderem aus Entgelten für den Internet-Zugang, Musik- und Filmdownloads sowie, Online-Werbeeinnahmen, aber auch Ausgaben für Video-on-Demand und E-Books zusammensetzen, auf rund 24 Prozent der weltweiten Branchenerlöse. Bereits 2014 dürften auf digitale Medien gut 33 Prozent des Gesamtumsatzes entfallen. Die Wirtschaftskrise hat die Digitalisierung in allen Märkten weiter beschleunigt. So sind die weltweiten Ausgaben für digitale Medien trotz Rezession im Jahr 2009 um 10,2 Prozent gestiegen, während die für traditionelle Medien weltweit um 6,4 Prozent gefallen sind.

Der Siegeszug des mobilen Internet dürfte den Trend zur Digitalisierung weiter beschleunigen. Gingen vor fünf Jahren schätzungsweise erst 100 Millionen Menschen auch unterwegs ins Internet, surften 2009 immerhin schon 500 Millionen mit Laptop, iPhone und Co. Für 2014 erwarten die PwC-Experten weltweit 1,4 Milliarden Nutzer mit mobilem Internet-Zugang.

“In naher Zukunft wird der Medienkonsum jederzeit und überall möglich und für viele selbstverständlich sein. Schon jetzt gibt es Angebote, die gegen eine monatliche Abogebühr das Streaming von Musiktiteln auf das Smartphone erlauben. Der Aufbau von Mobilfunknetzen der ’4. Generation’, der in Deutschland jüngst mit der Versteigerung der Frequenzen für mobiles Breitbandinternet begonnen hat, rückt auch die Echtzeit-Übertragung von TV-Sendungen, Videos und aufwändigen Online-Spielen in Reichweite”, erläutert Ballhaus.

Die Digitalisierung der Medien- und Unterhaltungsbranche schlägt sich laut PwC auch in der Verteilung der Werbeeinnahmen nieder. Während die Werbeerlöse 2009 insgesamt um annähernd zwölf Prozent auf knapp 405,6 Milliarden US-Dollar sanken, legte die Online-Werbung um 4,3 Prozent auf knapp 60,6 Milliarden US-Dollar zu. Bis 2014 erwarten die PwC-Experten ein durchschnittliches Wachstum der Werbeeinnahmen im Internet um 11,4 Prozent pro Jahr, während der Gesamtmarkt nur um geschätzt 4,2 Prozent pro Jahr zulegen dürfte. Mit Erlösen von 103,8 Milliarden US-Dollar wäre das Internet damit das weltweit zweitwichtigste Werbemedium hinter dem Fernsehen (195,7 Milliarden US-Dollar). Der Anteil an den Werbeeinnahmen läge bei 20 Prozent (2009: 15 Prozent, 2005: 6 Prozent).

Allerdings ist die Entwicklung der Werbemärkte von landestypischen Besonderheiten geprägt. In den USA beispielsweise steigen die Erlöse mit Online-Werbung bis 2014 zwar auf voraussichtlich 33,4 Milliarden US-Dollar (plus 7,7 Prozent pro Jahr), das Fernsehen allerdings bleibt mit Erlösen von rund 80,3 Milliarden US-Dollar (plus 5,3 Prozent pro Jahr) mit Abstand wichtigstes Werbemedium. Demgegenüber löst in Deutschland das Internet mit Werbeerlösen von gut 7,5 Milliarden US-Dollar das Fernsehen (5,9 Milliarden US-Dollar) bis 2014 ab, bleibt aber weiterhin hinter dem Zeitungsmarkt als wichtigstes Werbemedium in Deutschland zurück.

Samstag, 5. Juni 2010, von Elmar Leimgruber

Quentin Tarantino sucht Junior-Juroren

Kult-Regisseur Quentin Tarantino steht heuer bekanntlich der Jury des 67. Filmfestivals in Venedig, der Biennale di Venezia 2010, die vom 2. bis zum 11. September stattfindet, vor. Für die 15 Wettbewerbsfilme wird heuer erstmals eine internationale Publikumsjury zusammengestellt mit insgesamt 27 Teilnehmer aus 27 europäischen Ländern, die einen Spezialpreis der Jury vergeben werden, darunter auch aus Österreich, wie das für anspruchsvolle Filme bekannte Wiener Votiv Kino mitteilt.

Gesucht werden demnach drei Juroren, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Männliche und weibliche Filmliebhaber zwischen 18 und 25 Jahren
  • Kurzer Lebenslauf in Englisch mit Begründung für die Bewerbung als Juror (maximal 10 Sätze)
  • Englische Kurzbeschreibung (maximal 5 Sätze) von drei Szenen aus kürzlich gesehenen Filmen
  • Nachweis von guten Englischkenntnissen, um gemeinsam mit der Jury über die Filme zu diskutieren
  • Das VOTIV KINO nominiert aus allen Einsendungen drei Jurymitglieder, von denen dann einTeilnehmer und eine Ersatzteilnehmer von der Festivalleitung ausgewählt werden wird

Die drei nominierten Personen werden zu einem Gespräch ins VOTIV KINO eingeladen. Die endgültige Entscheidung wird im Juli von der Festivalleitung in Venedig bekanntgegeben. Bewerbungsschluss ist der 9. Juni 2010.

Und hier sind weitere Faqs zur Teilnahme:

  • Die Reise- und Aufenthaltskosten der Teilnehmer werden von Europe Cinemas bezahlt, Reise und Aufenthalt wird für die Teilnehmer organisiert
  • Akkreditierung für das Filmfestival
  • Verpflichtender Aufenthalt in Venedig zwischen 1. und 12. September 2010
  • Verpflichtende Sichtung aller 15 Wettbewerbsfilme
  • Teilnahme an allen Jurysitzungen und Diskussionen mit den Regisseuren
  • Beiträge zu dem Blog, der speziell für dieses Event entwickelt werden wird
  • Schreiben einer täglichen Postkarte an Europe Cinemas
  • Verleihung des Preises

Hier kann man sich online bewerben.

Infos über die Bienalle sind hier abrufbar.

Samstag, 24. April 2010, von Elmar Leimgruber

Deutscher Filmpreis 2010: Zehn LOLAs für Haneke’s “Das Weisse Band”

Der grosse Sieger des diesjährigen Deutschen Filmpreises ist Michael Haneke mit seinem Film “Das weisse Band”: er erhielt insgesamt 10 LOLAs, darunter, als bester Spielfilm in Gold, beste Regie, bestes Drehbuch, beste Kamera (Christian Berger), beste männliche (Burghart Klaußner) und beste weibliche Nebenrolle (Maria-Victoria Dragus). Der Film “Sturm” von Hans-Christian Schmid gewann LOLAs als bester Film in Silber, für das beste Szenenbild und für die beste Filmmusik. Als beste weibliche Hauptdarstellerin wurde Sibel Kekili in “Die Fremde” von Feo Aladag (auch bester Film in Bronze) ausgezeichnet, als bester Nebendarsteller Justus von Dohnányi. Der Filmproduzent und Drehbuchautor Bernd Eichinger (Constantin Film) erhielt den Ehrenpreis der Filmakademie für seine Verdienste um den Deutschen Film.

Die LOLA ist mit 2,855 Mio. Euro Preisgeldern (einschließlich der Nominierungsprämien) der höchstdotierte deutsche Kulturpreis. Die Nominierungen und Preisträger werden – in einem aufwändigen und sorgfältig begleiteten Verfahren – von den über 1100 Mitgliedern der Deutschen Filmakademie geheim gewählt. Die LOLA wird vom Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann vergeben.

Und hier sind alle Preisträger Deutscher Filmpreis 2010:

I I I Bester Spielfilm in Gold
DAS WEISSE BAND Stefan Arndt – X Filme Creative Pool, WEGA Film Produktionsgesellschaft, Les Films du Losange, Lucky Red
Regie: Michael Haneke

I I I Bester Spielfilm in Silber
STURM Britta Knöller, Hans-Christian Schmid – 23/5 Filmproduktion –
Regie: Hans-Christian Schmid

I I I Bester Spielfilm in Bronze
DIE FREMDE Feo Aladag, Züli Aladag – Independent Artists Filmproduktion
Regie: Feo Aladag

I I I Bester Dokumentarfilm
DAS HERZ VON JENIN Ernst Ludwig Ganzert, Ulli Pfau – EIKON Südwest
Regie: Marcus Vetter, Leon Geller

I I I Bester Kinderfilm
VORSTADTKROKODILE Lena Olbrich, Christian Becker – Westside Filmproduktion mit Ratpack Filmproduktion und Constantin
Film Produktion
Regie: Christian Ditter

I I I Bestes Drehbuch
Michael Haneke DAS WEISSE BAND


I I I Beste Regie
Michael Haneke DAS WEISSE BAND

I I I Beste darstellerische Leistung – weibliche Hauptrolle
Sibel Kekilli DIE FREMDE

I I I Beste darstellerische Leistung – männliche Hauptrolle
Burghart Klaußner DAS WEISSE BAND

I I I Beste darstellerische Leistung – weibliche Nebenrolle
Maria-Victoria Dragus DAS WEISSE BAND

I I I Beste darstellerische Leistung – männliche Nebenrolle
Justus von Dohnányi MÄNNERHERZEN

I I I Beste Kamera / Bildgestaltung
Christian Berger DAS WEISSE BAND

I I I Bester Schnitt
Hansjörg Weißbrich STURM

I I I Bestes Szenenbild
Christoph Kanter DAS WEISSE BAND

I I I Bestes Kostümbild
Moidele Bickel DAS WEISSE BAND

I I I Bestes Maskenbild
Waldemar Pokromski, Anette Keiser DAS WEISSE BAND

I I I Beste Filmmusik
The Notwist STURM

I I I Beste Tongestaltung
Guillaume Sciama, Jean-Pierre Laforce DAS WEISSE BAND

Alle Nominierungen 2010 sind hier abrufbar.

Dienstag, 13. April 2010, von Georg Jajus

Film-Tipp: The Hurt Locker


Es hatte ein bisschen was von David vs. Goliath, die diesjährige Oscar-Gala, die Verleihung der Academy Awards: „The Hurt Locker“ (“Tödliches kommando”), sich mit 11 Mio. $ Produktionskosten bescheiden ausnehmend, geradezu ein Schnäppchen gemessen an gegenwärtigen Hollywood-Budgets, stand „Avatar“, dem mit kolportierten 250 Mio. $ (die exakte Summe werden wir wohl nie erfahren) bis dato teuersten Film aller Zeiten gegenüber. Bei letzterem sind die, für viele vor allem ältere ältere Kinos anfallenden – und in die Gesamtrechnung miteinzubeziehenden – Kosten für die Einrichtung von 3D Hardware, Projektor und Leinwand, die das Filmerlebnis erst möglich machen, noch nicht mit eingerechnet. Über das Thema 3D-Film habe ich hier ja kürzlich hier geschrieben, nachträglich ergänzend sei noch erwähnt, dass für viele kleine und unabhängige Kinos, welche z.B. nicht Mitglied einer der grossen Verleih- oder Kinoketten sind diese Investitionen nur schwer oder gar nicht leistbar sind. Schon allein aus diesem Grund ist es als positives Zeichen zu werten, dass die Wahl auf „The Hurt Locker“ fiel – unabhängig davon, welche Meinung man persönlich über den Oscar, die Academy Awards hat.

Kathryn Bigelow jedenfalls hat ein ganz und gar nicht pathetisches Stück Film über die gefährliche Arbeit einer Spezialeinheit von US-Soldaten und Bomben-Entschärfern im Irak gedreht, die sehr realistisch inszenierte Geschichte eines Katz und Maus-Spiel in einem Umfeld, in dem es vor potentiellen Selbstmord-Attentätern nur so wimmelt. Die bitteren Fakten des Irak-Krieges sind bekannt, ebenso wie widrigen Umstände, unter welchen er mittels imperialistischem Vorgehen, von den USA mit der Schutzbehauptung „Massenvernichtungswaffen“ inszeniert wurde. Kriegsfilme bergen immer die Gefahr zu Propagandafilmen zu verkommen, und schon aus diesem Verständnis heraus sollte man Produktionen dieses Genres immer aus einer gewissen Distanz heraus betrachten. Sich der Bedeutung von Ethik und Moral bewusst sein und in das Gesamturteil einfliessen lassen, wenn die Frage nach Bedeutung und Relevanz einer Geschichte, eines Films zu bewerten gilt. „The Hurt Locker“ zeigt aber, und deshalb war die Entscheidung der Oscar-Jury mutig wie weise, ein sehr dokumentarisches und aufgeklärtes Bild der Lage. Aus über zweihundert Stunden Rohmaterial komprimierte Bigelow ein überaus komplexes spannendes, und dennoch niemals eindimensional oder reisserisches Werk, welches seinen Betrachter in jeder Einstellung, in jedem Kader fesseln zu vermag.

Schon früher konnte Kathryn Bigelow mit Werken wie „Blue Steel“ (Jamie Lee Curtis, die in einem visuell faszinierend inszeniertem Film als emanzipierter Cop ein höchst gefährliches Verhältnis eingeht), „Point Break“ (Patrick Swayze und Keanu Reeves in einem temporeichen Actioner in der Surfer-Szene) und „Strange Days“ (einer beeindruckenden Science Fiction-Vision vor der Jahrtausendwende, dem Deal mit Emotionen und Erinnerungen auf Mini-Discs) überzeugend ihren eigenen Stil prägen, und mit dem Vorurteil aufräumen, nur ‘echte Männer’ könnten toughe Action-Filme drehen.

James Cameron, Ex-Ehemann von Bigelow zollte „The Hurt Locker“ Tribut indem er einen Vergleich zu einem legendären Film der achtziger Jahre zog “Ich denke, dieser Film könnte das ‘Platoon’ des Irak Krieges werden…”

Dienstag, 6. April 2010, von Georg Jajus

Liegt die Zukunft im 3D-Kino?

Rein auf den kommerziellen Aspekt reduziert scheint die Sache eindeutig: Dem dreidimensionalen Kino gehört die Zukunft. „Avatar“ hat mit bis dato 2,690 Mrd. $ nach zwölf Jahren den Titelverteidiger „Titanic“ (1,835 Mrd. $) als ‘erfolgreichsten Film aller Zeiten’ vom Thron gestossen (immerhin auch ein Werk aus dem Hause Cameron), in Österreich strömten über 1,1 Millionen Besucher in die Kinos. Die Branche ist euphorisch, die Klagen der vergangenen Jahre über Raubkopien, rückläufige Besucherzahlen scheinen vergessen.

Alle grossen Filme dieses Jahres sollen in 3D erscheinen, „Clash of the titans“ ist in den USA eben angelaufen und reiht sich mit 64 Mio. $ am Startwochenende in diesen Trend ein.

Ein wenig kritische Reflexion muss dennoch erlaubt sein. Zunächst: Der Erfolg dieser Filme muss durch den Konsumenten erst erkauft werden: Immerhin drei Euro Zuschlag verrechnen heimische Kinos für den 3D-Genuss. Gerechtfertigt? Gewiss, „Avatar“ und „Alice in Wounderland“ sind in ihrer visuellen Erscheinung beeindruckend. Mit früheren 3D-Experimenten, die beim Betrachter nach Aufsetzen der rot-grünen Brillen mehr Augenschmerzen und Kopfweh als dreidimensionale Erlebnisse hervorriefen, hat diese Technologie nichts mehr zu tun. Ähnlich wie die Errungenschaften Tonfilm und Farbfilm stellt der dreidimensionale Film einen entscheidenden Entwicklungsschritt in der technologischen Historie dieses Mediums dar. Dennoch wird sich zeigen, ob 3D allein genug Argument für einen langfristigen Effekt liefern kann, für den der Konsument auch bereit ist, die Mehrkosten zu tragen. Spätestens dann, wenn das Neuigkeitsmoment verpufft ist, kann abgeschätzt werden ob 3D im Kino genug Potential liefert, die Leute langfristig in die Kinos zu locken. Man sollte bedenken: Reduziert sich die Wirkung eines Films auf seine Effekte, wird die Sache bald uninteressant, alltäglich, gleichgültig. Man kennt dies aus unzähligen Blockbustern der vergangenen Jahre, die mehr einer Leistungsschau der Special Effects-Filmen glichen als eine gute, interessante Geschichte zu erzählen vermochten: Nicht immer ging dieses Blockbuster-Konzept auf, und nicht selten waren die Produktionskosten weit höher als die Einspielergebnisse. Von der schon eingangs erwähnten Krise des Films war die Rede.

Letztendlich zehrt ein guter Film seine Faszination immer noch aus einem guten Drehbuch, einer fesselnden Geschichte, dem Gefühl des Teilhabens: Kino ist Geschichten erzählen an sich, Geschichten erzählen in Bildern. Es bleibt zu hoffen, dass die Filmschaffenden auf diesen elementaren Umstand, bei allen Möglichkeiten, die 3D zugegebenermassen bietet, nicht vergessen.

Abschliessend noch eine kleine Anmerkung: Wertet man die erfolgreichsten Filme aller Zeiten inflationsbereinigt aus, gibt es fast ausschlisslich ‘historische’ Sieger: auf Platz eins „Gone with the wind“ (1939), gefolgt von „Birth of a nation“ (1915) und „Star Wars“ (1977).

Montag, 5. April 2010, von Georg Jajus

Zuwachs auf redakteur.cc!

Werte Leserinnen und Leser, nicht das es die Spatzen schon von den Dächern gepfiffen hätten, Gerüchte gab es hie und da ;-) also ist es Zeit die Sensation zu verkünden: Redakteur.cc erhält redaktionellen Zuwachs!

Ab sofort werde ich Elmar bei seinen Beiträgen auf redakteur.cc unterstützen. Da es gerade in Zeiten zunehmender Kommerzielisierung der Medien wichtig ist Meinungsfreiheit und Unabhängigkeit zu wahren, erachte ich Plattformen wie diese als immanent wichtig. Insbesondere werde ich mich den Themen Film, Kino, Musik und Architektur widmen und in regelmässigen bis unregelmässigen Abständen Beiträge zu diesen Bereichen liefern, vielleicht gibt es auch den ein oder anderen Konzertbericht. Ach ja, Georg ist meine Name.

Und jetzt los…

Montag, 22. März 2010, von Elmar Leimgruber

Diagonale 2010: “La Pivellina” ist Film des Jahres

Tizza Covi und Rainer Frimmel lieferten mit “La Pivellina” den Film des Jahres
Foto: diagonale.at Arno Friebes

Der beste österreichische Spielfilm 2009/2010 ist “La Pivellina” von Tizza Covi und Rainer Frimmel. Sie erhielten den Großen Diagonale-Preis des Landes Steiermark in Kooperation mit der CINESTYRIA-Filmkunst. Im Bereich Dokumentationsfilm ging der Große Diagonale- Preis an die Regisseurinnen Brigitte Weich und Karin Macher für “Hana, dul, sed … “, während Sudabeh Mortezai für “Im Bazar der Geschlechter” und Simone Bader und Jo Schmeiser für “Liebe Geschichte” lobend erwähnt wurden.

Der Grosse Diagonale- Schauspielpreis 2010 wurde bereits bei der Eröffnung der Diagonale am 16. März an Klaus Maria Brandauer überreicht. Weitere Schauspielpreise gingen an Franziska Weisz in Der Räuber von Benjamin Heisenberg und Andreas Lust in Der Räuber von Benjamin Heisenberg. Bester Nachwuchsfilm des Jahres 2009/2010 wurde “Kick Off” von Hüseyin Tabak, lobende Erwähnungen fanden Marvin Kren für “Rammbock” und Catalina Molina für “Talleres Clandestinos”.

Mit dem Diagonale-Preis Innovatives Kino der Stadt Graz wurde Sabine Marte für “B-star, untötbar! reloaded” als bester innovativer Experimental-, Animations- oder Kurzfilm 2009/2010 ausgezeichnet, den Diagonale-Preis der Jury der Diözese Graz-Seckau als bester Dokumentar- oder Kurzfilm 2009/2010 war “Die Kinder vom Friedrichshof” von Juliane Großheim.

Der Diagonale-Preis Schnitt des Verbandes Film- und Videoschnitt aea für die beste künstlerische Montage Spielfilm ging an Gerhard Fillei und Joachim Krenn für “South”, für die beste künstlerische Montage Dokumentarfilm 2009/2010 an Michael Palm für “Jobcenter”, lobende Erwähnung fand Silke Olthoff für “Rammbock”.

Den Diagonale-Preis Bildgestaltung des Verbandes Österreichischer Kameraleute AAC in der Kategorie Beste Bildgestaltung Spielfilm 2009/2010 erhielt der in dieser Kategorie auch oscar-nominierte Christian Berger für “Das weiße Band”. Der Preis Beste Bildgestaltung Dokumentarfilm ging an Peter Schreiner für “Totó”.

Der Preis Innovative Produktionsleistung der VAM Verwertungsgesellschaft für audiovisuelle Medien GmbH ging an (Innovative Produktionsleistung im Bereich Kinodokumentarfilm 2009:) Neue Sentimentalfilm für “Plastic Planet”, (Innovative Produktionsleistung – Anerkennung durch das Kinopublikum im Bereich Kinofilm 2009:) DOR FILM für “Der Knochenmann” und “Wüstenblume” und (Innovative Produktionsleistung im Bereich Internationaler Spielfilm:) wega Film für “Das weiße Band”

Den Carl Mayer-Drehbuchpreise 2010 gingen an: Hauptpreis: Wolfgang Rupert für das Treatment “Großmattglocknerhorn” (Kinofilm) und Förderungspreis: Henning Backhaus (Wien) für das Treatment “Kinderszenen” (Kinofilm).

Die Thomas-Pluch-Drehbuchpreise 2010 erhielt Jessica Hausner (Hauptpreis) für “Lourdes” (Regie, Drehbuch) und ( für die beiden besten Drehbücher von NachwuchsautorInnen mit einer Mindestlänge von 20 Minuten): 1. Förderpreis: Thomas Woschitz für “UNIVERSALOVE” (Buch und Regie), 2. Förderpreis ex aequo an: Jasmina Eleta für “Fern & Nah” (Buch und Regie) sowie Anna Schwingenschuh für “Der Herzerlfresser” (Buch und Regie).

Die Diagonale 2010 bot an sechs Tagen( vom 16. bis 21. März) in vier Festivalkinos 147 Filme und Videos im Rahmen von 134 Kinovorstellungen (davon 31 Uraufführungen und 23 Österreich-Premieren). Rund 100 Regisseurinnen und Regisseure waren anwesend. Nach den vorläufigen Zahlen (hochgerechnet auf Sonntag Abend) wurden laut Veranstalter (Festivalleiterin Barbara Pichler) im Rahmen der Diagonale 2010 rund 18.000 reguläre Tickets ausgegeben. Die Auslastung lag bei etwa 72 Prozent. 50 von 134 Kinovorstellungen waren ausverkauft. Die Diagonale 2011 findet von 22. bis 27. März statt.