Archiv für Januar 2010

Sonntag, 31. Januar 2010, von Elmar Leimgruber

Lebenswerk-”Goldene Kamera” für Simply Red, Blacky Fuchsberger und Danny De Vito

Bild: zdf.de

Für ihr Lebenswerk wurden am Samstag Abend Simply Red (Musik), Danny DeVito (international) und “Blacky” Joachim Fuchsburger (national) mit dem deutschen Fernsehpreis “Goldene Kamera” ausgezeichnet.

Senta Berger und Matthias Schweighöfer wurden als beste deutsche Schauspieler (hier war unter anderem auch der Österreicher Josef Hader nominiert), Diane Kruger und Richard Gere als beste internationale Schauspieler mit dem begehrten TV-Preis geehrt. Die Auszeichnung in der Kategorie “Musik National” erhielten Die Fantastischen Vier, “Musik International” Stargeiger David Garret.

Als bester TV-Film wurde “Entführer” (ZDF) ausgezeichnet, als beste Information “Abenteuer Wissen” (ZDF), als beste Coaching-Sendung “Rach, der Restaurant-Tester” (RTL), als beste Fernsehunterhaltung “Das Supertalent” (RTL) und die Lilli Palmer & Curd Jürgens-Gedächtniskamera erhielt Maria Kwiatowsky.

Moderiert wurde die Gala, die vom ZDF live übertragen wurde, von Hape Kerkeling. Unter den illustren Gästen waren neben den Ausgezeichnten u.a. auch Michael Douglas, Harry Belavonte und Karl Lagerfeld.

Freitag, 29. Januar 2010, von Elmar Leimgruber

Armin van Buurens Trance-Music von klassischem Orchester interpretiert

Armin van Buuren
Foto: arminvanbuuren.com

Er ist der ungeschlagene King des Trance, er ist das dritte Jahr in Folge der weltweit beste DJ (vom renommierten DJ Magazine erkoren) und gibt umjubelte Auftritte in aller Welt, unter anderem in den USA, Europa, in Kanada, Russland, Brasilien und in Dubai. Er ist Armin van Buuren.

Seine Nummer “In And Out Of Love”, gesungen von der Within Temptation Sängerin Sharon den Adel erhielt nicht nur den IDMA Award for Best Music Video 2009, sondern diese seine Veröffentlichung hat bei youtube inzwischen bald schon 44 Millionen (!) Zugriffe. Heuer wurde er gleich 8 Mal (u.a.Best European Dj, Best Global DJ, Best Producer, Best Full Length DJ Mix und 2x Best Trance Track, für einen IDMA Award nominiert; die Verleihung findet vom 23. bis 25. März in Miami Beach/Florida statt.

Das Noord Nederlands Orkest (NNO) interpretiert im März Trance-Musik Armin van Buurens
Foto: nno.nu

Als begeisterter Fan von Trance-Music (ich produziere auch selbst Trance-Musik und habe immerhin auch mein eigenes Label elmadonmusic) habe ich immer schon gewisse Parallelen zwischen Trance und Klassik gesehen: ich komme ja ursprünglich auch als dem klassischen Bereich.

Bislang gab es zwar immer wieder klassische Arrangements von sogenannter U-Musik: So spielten beispielsweise das Royal Philharmonic Orchestra
unter anderen die grössten Werke von Queen, Abba, Beatles, Pink Floyd, Simon & Garfunkel und Genesis ein und das auch aus den Star Wars-Filmen bekannte London Symphony Orchestra veröffentlichte gleich mehrere CDs mit Welthits der Pop- und Rockmusik, gefolgt von den Wiener Symphonikern (Vienna Symphonic Orchestra Project VSOP) mit Christian Kolonovits als Arrangeur und Dirigent, den Münchner Symphonikern (MSSO) und anderen. Ebenfalls unter der Leitung des Österreichers Christian Kolonovits gab dann die Metal-Band Scorpions zusammen mit den Berliner Philharmonikern das einmalige Sonderkonzert “Moment of Glory” auf der EXPO Hannover : ein absolutes Highlight der zeitgenössischen Musikgeschichte.

Aber zurück zu Armin van Buuren: Diesem Meister des Trance wird nun in seinem Heimatland, den Niederlanden eine ganz besondere Ehre zuteil: Ein klassisches Orchester wird seine Werke gleich an zwei Abenden interpretieren: Armin (der sich dennoch nicht mit klassischen Komponisten vergleichen will) schreibt dazu auf seiner Homepage: “There’s been a lot of flirting between these two styles (classical and trance), but for the first time this is really happening. Fantastic!” und via Twitter: “I definitely wanna see that!

Ich sehe es genauso und freue mich mit ihm: Denn spätestens jetzt ist Armin auf jedem Fall Teil nicht nur der Jugend-Kultur, sodnern insgesamt der Kultur als Ganzer. Und daher schreibe ich hier auf kulturia.com auch über dieses Ereignis:

Am 4. (in Leeuwarden) und 5. März (in Groningen) dieses Jahres interpretiert das älteste regionale Orchester der Niederlande, das Noord Nederlands Orkest (NNO) unter der Leitung von Hans Leenders in Latenight-Konzerten um 22.30 Uhr (mit Lasershow und offizieller anschliessender After-Party) die grössten Erfolge Armin Van Buurens (von Communication zu Serenity und In & Out of Love) in klassischen Neuarrangements des amerikanischen Komponisten Tom Trapp. Trapp hat schon für Frank Zappa arrangiert und seine eigenenen Kompositionen sind von der Minimal Music beeinflusst: Steve Reich, Charles Ives, John Cage and John Adams.

Das Programm:

1. Hymne
2. In and out of love
3. Zocalo
4. Touch me
5. The sound of goodbye
6. Wall of Sound
7. Serenity
8. Blue fear
9. Exhale
10. Shivers
11. Communication

Armin van Buuren selbst am Konzert von Groningen am 5. März teilnehmen. Tickets für beide Konzerte gibts hier. Wer -wie ich leider auch- leider nicht direkt vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, virtuell am Konzert teilzuhaben: Das niederländische Klassikradio 4 überträgt live.

Für die Live-Aufführung der “Lord Of The Rings Symphony” des London Philharmonic Orchestra unter der Leitung des Komponisten Howard Shore bin ich selbst auch eigens nach London, genauso wie für das klassische Jubiläumskonzert mit der Academy Of Ancient Music (AAC) mit und zu gunsten von Christopher Hogwood ebendort; leider gingen sich die Niederlande jetzt nicht aus:-(

Zurück zu Armin van Buuren: Hier können Sie in seine Musik reinhören und können dann vielleicht nachvollziehen, warum er eines meiner ganz grossen musikalischen Vorbilder ist:

Und hier ist das oben erwähnte Musik-Video, das knapp 44 Millionen Zugriffe auf youtube erhielt:


Und zuletzt noch als Bonus: Armins Dankesrede, nachdem er zum dritten Mal in Folge zum besten DJ der Welt gekürt wurde:

Donnerstag, 28. Januar 2010, von Elmar Leimgruber

Beeindruckende singende und tanzende Newcomer beim Musical-Quiz mit Günter Tolar

Studenten des Konservatoriums Wien performen im “Musical-Quiz”
Foto: Leimgruber

Günter Tolar, der gute alte Quizmaster des hochehrwürdigen ORF gab sich die Ehre und moderierte den Abend: und man muss es ihm lassen: er hat es noch voll drauf: Vor allem die ORF Sketch-Show “Tohuwabohu”, an der Tolar eine tragende Rolle hatte, lässt grüssen: Gekonnt und humorvoll führte er durch das “Musical-Quiz” im Wiener AKzent-Theater, in das leider an diesem Abend viel zu wenige Gäste kamen: die Qualität der Darbietungen hätte durchaus ein volles Haus verdient:

Die Idee, Musical -noch dazu dargeboten von Studenten des Wiener Musikkonservatoriums- mit einem Quiz zu verbinden ist zweifelsohne gut. Und es bereitet Freude zu sehen, dass der Musical-Nachwuchs höchst talentiert ist und eine grosse Zukunft hätte, stünden da nicht zu viele Talente mangelnden künftigen Arbeitsplätzen (wohl auch in Zukunft) gegenüber.

Unter der Regie von Erhard Pauer und mit Lior Kretzer am Klavier (Künstlerische Leitung: Thomas Thalhammer, Produktion: Michael Kaden) tanzten und sangen die Kons-Musical-Studenten Beatrice Forler, Alixia Kalaß, Sarah Laminger, Patrizia Leitsoni, Stefan Bleiberschnig, Thomas Dapoz, Bernd Kainz und Dustin Peters Songs aus Musicals wie “Die Schöne und das Biest”, “Jekyll & Hyde”, “Mozart”, “Chicago”, “We will Rock you” und “Grease”. Hier glänzten vor allem Bernhard Kainz und Patrizia Leitsoni, von der man in Zukunft wahrscheinlich und hoffentlich noch viel hören wird: sie hat hat nicht nur eine wunderschöne Stimme, sondern auch eine vorbildliche Atemtechnik und Prezision.

Das gesamte Ensemble mit Kreativteam des “Musical-Quiz”
Foto: Leimgruber

Zudem standen eigenwillige, jedoch nicht weniger bedeutsame Interpretationen von Pop-Songs auf dem Programm: Speziell der Tears For Fears-Song “Mad World”, wurde hier vorbildlich interpretiert von Dustin Peters; Whitney Houstons “Run to you”, wurde gesungen von Sarah Laminger; und mit dem gesangstechnisch äusserst anspruchsvollen Song “The Girl in 14 G” bewies Beatrice Forler eindrucksvoll die professionelle Wandlungsfähigkeit ihrer Stimme. Schauspielerisch fielen mir Thomas Dapoz und Stefan Bleiberschnig besonders positiv auf.

Die an diesem Abend Singenden waren so gut, dass selbst Dieter Bohlen wohl kaum was zu meckern gehabt hätte. Aber wirklich gute Sänger melden sich ja eh kaum bei ihm bzw. bei DSDS sondern lassen sich professionell ausbilden.

Und zwischen den Darbietungen gab es Musical-Quizrunden, an denen sich das Publikum beteiligen und natürlich auch gewinnen konnte.

Es war insgesamt gesehen ein sehr lohnender und unterhaltsamer Musical-Abend, aber ich bedauere an dieser Stelle nochmal, dass leider zu wenige Leute den Weg ins AKzent fanden: Schade eigentlich…

Und jetzt der “guten alten Zeiten” wegen noch ein “Tohuwabohu”-Zusammenschnitt (natürlich u.a. mit Günter Tolar mit dabei):

Donnerstag, 28. Januar 2010, von Elmar Leimgruber

Apples iPad: Yeah:-)))

Apples iPad

Ok, ich gebs zu: Ich kann nicht anders: Als Apple-Fan seit 1989 (ja schon seit über 20 Jahren) muss ich einfach über das iPad, einer Kombi zwischen Handy und Laptop, berichten.

An sich vermeide ich es ja, über Konsumgüter zu schreiben, um nicht möglichen Bestechungsversuchen von vorne herein aus dem Weg zu gehen: Aber: Sorry ich bin einfach begeistert und muss das einfach mitteilen:

Apples iPad
Alle Fotos: apple.com

Ein Riesen-iPod Touch bzw. Riesen iPhone ist erschienen, namens iPad: und das Ding schaut einfach so hammergeil aus und ich fürchte (Versuchung, lass nach!): ich muss es haben: Oh shit, oh Shit!!!

Und wie siehts technisch aus? Laut Apple ist ein eigens entwickelter Apple A4 Chip drin, der Akku hält bis zu 10 Stunden, das 9,7 Zoll Zoom-Multitouch-Display mit Led-backlit-Technologie und 16, 32 oder 64 GB Speicher (nur? hm…), und Lautsprecher sind drin. Ein Online-Buchdienst ist geplant und das Apple-eigene Office “iWork” wird ebenfalls als günstiges App am iPad verfügbar sein.

Apples iPad

Und hier kann Apples iPad gleich vorbestellt werden:-)

Und wer iPad-Developer, also Programme für das iPad entwickeln möchte:
Hier sind alle Infos dazu: es handelt sich übrigens um dieselben, nur etwas erweiterten Entwicklertools wie für das iPhone.

Mittwoch, 27. Januar 2010, von Elmar Leimgruber

Europäische Journalistenpreise ausgeschrieben: Jetzt bewerben!

Heuer wird zum dritten Mal der Journalistenpreis des Europäischen Parlaments (EPPJ) verliehen. Mit diesem Preis werden Journalisten ausgezeichnet, die wichtige europäische Themen aufgegriffen oder mit ihrer Arbeit dazu beigetragen haben, das Verständnis für die EU-Institutionen und/oder die EU-Politik insgesamt zu verbessern. Der in den vier Kategorien Printmedien, Radio, Fernsehen und Internet verliehene Journalistenpreis ist mit 5.000 Euro je Kategorie dotiert.

Journalistenpreis des Europaparlaments

Die Bewerbungsfrist beginnt am 15. Januar 2010 und endet am 31. März 2010. Einzelpersonen oder Autorenteams von bis zu fünf Personen können mit ihren Beiträgen und Reportagen teilnehmen. Die Beiträge in einer der offiziellen EU-Sprachen müssen zwischen dem 1. Mai 2009 und dem 31. März 2010 veröffentlicht worden sein. Alle Bewerber müssen Staatsangehörige oder Einwohner eines EU-Mitgliedlandes und registrierte Journalisten sein. Der Preis wird im Oktober 2010 verliehen.

Die Teilnehmer durchlaufen im Wettbewerb zwei Phasen. In einem ersten Vorentscheid prämiert eine nationale Jury Journalisten einen Beitrag pro Kategorie in jedem Mitgliedsland. In einer zweiten Phase werden die Preisträger je Kategorie auf EU-Ebene gewählt. Die Jury besteht aus drei Europaabgeordneten, sechs Vertretern von Presse und Medien und dem für Kommunikation und Information zuständigen Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments. Die Gewinner des Journalistenpreises 2009 kamen aus Deutschland, Ungarn und Polen.

Nähere Informationen, die Teilnahmebedingungen und Web-Formular für die Teilnahme am Wettbewerb ist online: http://www.eppj.eu/

Neben diesem Ausschreibung können sich Journalisten heuer unter anderem auch für den Europäischen Journalistenpreis im Bereich Medizin bewerben, der in Deutschland verliehen wird und für den in Österreich vergebenen und von der APA getragenen Preis “Writing for CEE”.

Dienstag, 26. Januar 2010, von Elmar Leimgruber

Vorbildlich: Südtirol fordert Rente für Mütter

Knapp 109.000 Südtiroler und Südtirolerinnen beteiligten sich an Unterschriftenaktion für Mütter-Rente

Knapp 109.000 Südtirolerinnen und Südtiroler fordern die Anerkennung von mindestens 2 Jahren Rente pro Kind. Südtirol hat etwa 501.000 Einwohner , demnach hat bei der Unterschriftensammlung zum Thema “Danke Mami” jeder vierte bis fünfte Südtiroler unterschrieben, was ein sensationelles Ergebnis ist. Die Unterschriften wurden gestern den Südtiroler Parlamentariern Luisa Gnecchi, Oskar Peterlini, Siegfried Brugger, Karl Zeller und Manfred Pinzger übergeben, mit dem Auftrag im italienischen Parlament in diese Richtung tätig zu werden.

Gemeinsam hatten die Frauenbewegung der regierenden Südtiroler Volkspartei (SVP), Katholische Frauenbewegung, Katholischer Familienverband, KVW-Frauen, Südtiroler Bäuerinnen, Landesbeirat für Chancengleichheit, aeb, ArbeitnehmerInnen, Junge Generation in der SVP und LVH-Frauen landesweit Unterschriften gesammelt, um die Forderung nach der Anerkennung von 2 Rentenjahren pro Kind zu bekräftigen. Der Kreis der Unterstützenden war mit der Bekanntgabe der Aktion rasch gewachsen: Patronate, Gewerkschaften, verschiedenste Vereine und unzählige Einzelpersonen haben sich der Initiative angeschlossen und haben zum grossartigen Ergebnis von 108.802 Unterschriften beigetragen.

Die Ergebnisse der Aktion werden jetzt auch an unseren Verteiler in den anderen Regionen Italiens weitergeleitet, um auch dort die Aktion verstärkt bekanntzumachen. In einigen Regionen wird bereits auch gesammelt, in anderen muss die Aktion erst anlaufen. Mit Unterstützung der Präsidenten des ACLI und des Verbandes der Familienorganisationen soll auch eine Unterstützungserklärung der Sozial- und Familienverbände erreicht werden.

Das nenne ich mal eine vorbildliche Aktion, die auch in Österreich, in der Schweiz und in Deutschland Schule machen sollte: Es ist höchst an der Zeit, dass der Beruf Mutter und Hausfrau auch vom Staat als solcher anerkannt und bei der Rente auch entsprechend finanziell gewürdigt wird. Es muss Schluss damit sein, dass Frauen, die zuhause bei ihren Kindern sind, geächtet werden von anderen. Und es ist skandalös, wenn sie glauben -aufgrund einer vollkommen falschen öffentlichen Meinung- sich schämen zu müssen , “nur” Hausfrau und Mutter zu sein. Im Gegenteil: Sie leisten einen äusserst wertvollen und unverzichtbaren Beitrag für die Kinder und auch für die ganze Gesellschaft.

Apropos Volksabstimmungen: Diese sind überflüssig und sinnlos und nichts als Pseudodemokratie und populistisch, wenn man die Ergebnisse vorher schon weiss wie beispielsweise aktuell bei denen in Wien und im Burgenland: in beiden Ländern stehen natürlich Landtagswahlen vor der Tür.

Wenn man schon Volksabstimmungen durchführt, dann sollte man auch wirklich entscheidende Fragen stellen wie beispielsweise jene nach einer Rente für Mütter und vielleicht auch eine (nicht nach einer geänderten, sondern nach einer Ausschreibung und einem öffentlichen Wettbewerb komplett) neuen Bundeshymne für Österreich. Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema…

Dienstag, 26. Januar 2010, von Elmar Leimgruber

Nix ist Pink an Josef Pröll – Ehrenrettung naht:-)

Vizekanzler Josef Pröll mit “meiner” rosa Kravatte

Eigentlich hatte -wie berichtet- Vizekanzler und ÖVP-Chef Josef Pröll vor wenigen Tagen seiner neuen Superpraktikantin Reez Wollner öffentlich versprochen, an ihrem ersten Praktikumstag nicht nur mit pink-Kravatte zu erscheinen, sondern auch noch seine Socken der Farbe seiner Kravatte angepasst zu tragen.

Leider war dem bei ihrem gestrigen ersten Arbeitstag nicht so: Der Vizekanzler trug gestern eine dunkelblaue Kravatte.

Im Prinzip ist es ja keine grosse Sache. Aber auch ein Vizekanzler verliert nichts an seiner Autorität, wenn er an einem einzigen Tag anstatt einer “serösen” mal eine rosa Kravatte trägt, vor allem, weil er das vor etwa 1000 Leuten offiziell ankündigt hat. Und zudem haben wir ja Fasching derzeit auch:-)

Und auch wenn Reez eigentlich u.a. auch Hobbydesignerin ist und das sicher besser kann als ich: Ich habe den Vizekanzler rehabilitiert, indem ich für ihn sein Versprechen (zumindest symbolisch) eingehalten habe und ihm einfach eine pink Kravatte angezogen habe: Er möge mir diesen kleinen Scherz verzeihen:-)

Montag, 25. Januar 2010, von Elmar Leimgruber

Österreich, Land der rauchenden Kinder – Öffentliches Bewusstein muss sich ändern

Ländervergleich: Rauchen und Trinken; Tabelle der OECD

Österreich ist offenbar ein Schlaraffenland für Raucher, speziell für rauchende Kinder: In keinem anderen OECD-Land ist der Anteil der 15 jährigen Raucher so hoch wie in Österreich, kritisiert die NÖ Gebietskrankenkasse in einer Aussendung. Besonders deutlich ist der Abstand zu anderenLändern bei den Mädchen. Auch die Zeitschrift Profil berichtet, dass im Guinness-Buch der Rekorde Österreich punkto Raucherdichte “Weltmeister” ist – und zwar vor Griechenland und Ungarn. Das “Einstiegsalter” liegt bereits bei elf Jahren!

Daher setzt das österreichische Rauchertelefon (0810 810 013) einen Beratungs- und Vorsorgeschwerpunkt für Jugendliche, um diese Problematik zu thematisieren und individuell Hilfe beim Rauchstopp zu bieten. Denn gerade das Rauchertelefon hat für Jugendliche das ideale Setting: Unkompliziert, ohne Terminvereinbarung und Schwellenangst erfolgt die telefonische, persönliche Beratung durch ausgebildete Psychologinnen der NÖ Gebietskrankenkasse. Und sein Handy hat schließlich jeder Jugendliche stets mit dabei.

Speziell für Jugendliche gibt es einen eigenen Folder, der unter www.rauchertelefon.at bestellt werden kann bzw. zum Download zurVerfügung steht. Darüber hinaus haben die Psychologinnen einen eigenen Leitfaden für die Beratung von Jugendlichen entwickelt, um auf die besonderen Bedürfnisse von jungen Menschen eingehen zu können.

Im Jahr 2009 ist der Anteil der jugendlichen Anrufer (bis 18 Jahre) auf über 30 % angestiegen. Zum Teil handelte es sich um “Testanrufe”, bei denen es vorrangig um Klärung des Angebots und
erste Informationsvermittlung geht (z. B. Hinweis auf die Homepage…). Viele Jugendliche fragen jedoch nach konkreten Tipps und Unterstützung, um das Rauchen zu beenden. Als Motivation dienen Vorteile wie Geldersparnis und körperliche Fitness.

Erreichbar ist das Rauchertelefon, das durch Sozialversicherungsträger, Länder und dem Bundesministerium für Gesundheit getragen wird, von Montag bis Freitag zwischen 13:00 und 18:00 Uhr.

Wen wundert es, dass bereits 11-Jährige zum Glimmstengel greifen, wenn in Österreich Rauchen noch immer als cool und erwachsen gilt. Wenn man in Österreich Rauchverbote als Intoleranz bezeichnet, ist rebellisches Trotzverhalten von Heranwachsenden durchaus verständlich. In kaum einem anderen westeuropäischen Land wird der Tabakkonsum so hofiert, ist man von politischer Seite so “rücksichtsvoll” der Raucherlobby gegenüber und so rücksichtslos Nichtrauchern und Kindern gegenüber und man wagt es nach wie vor nicht, die Zeichen der Zeit zu erkennen, ein generelles Rauchverbot einzuführen.

Schockiert und entrüstet zu sein über rauchende Kinder ist heuchlerisch, und Kindern das Rauchen verbieten zu wollen, hält sie nicht davon ab, es bringt sie nur dazu, es noch heimlicher zu tun: Das öffentliche Bewusstein muss sich ändern: So lange das Rauchen für viele Erwachsene als leider positives Zeichen von Genuss und Freiheit gesehen und bezeichnet wird anstatt für Krebs und Sucht (für die es eigentlich steht), werden auch Kinder an dieser “Genusswelt” teilhaben wollen. Es muss sich daher im öffentlichen Bewusstsein was ändern, Erwachsene müssen wieder mehr positive Vorbilder sein und es muss einfach endlich ein umfassender gesetzlicher Nichtraucherschutz her, auch um jene, die aufhören wollen zu rauchen, darin zu unterstützen.

Sie dazu auch meine früheren Beiträge hier, z.B.: Alles Tabak und Schall und Rauch.

Der OECD-Ländervergleich ist übrigens hier downloadbar.

Montag, 25. Januar 2010, von Elmar Leimgruber

10 Jahre erfolgreichster Nachrichtensender N24. Aber UPC Telekabel will ihn nicht



10 Jahre News-TV N24

Deutschlands erfolgreichster Nachrichtensender N24 wurde gestern, Sonntag, 10 Jahre alt. Am 24. Januar 2000 ging er erstmals auf Sendung. Mit einer Mischung aus aktueller Berichterstattung, Dokumentationen, Magazinen und politischen Talks erreichte der Sender einen durchschnittlichen Jahresmarktanteil von 1,3 Prozent. Innerhalb von vier Jahren nach dem Senderstart übernahm auch N24 die Marktführerschaft von n-tv und ist seit 2004 unangefochten Deutschlands erfolgreichster Nachrichtensender. Eine Senderchronik ist unter www.n24.de/10Jahre abrufbar.

Europa-Verbreitung ProSiebenSat1 Media AG

N24 gehört den Sendern Pro Sieben, Sat 1, 9Live und Kabel Eins in Deutschland (+ Puls TV in Österreich+ weitere Sender in Europa: siehe Grafik) zur ProSiebenSat1 Media AG. Die EU-Kommission hat übrigens am Donnerstag das von den Vermarktungshäusern G+J Electronic Media Sales (EMS), IP Deutschland, SevenOne Media und TOMORROW FOCUS angestrebte Joint Venture genehmigt. Die vier Partner werden jetzt eine GmbH gründen, die die Online-Reichweiten der Vermarkter bündelt und spezielle Zielgruppenangebote an den Markt bringt. Jeder der Gesellschafter wird Teile seines Inventars durch das Joint Venture vermarkten lassen.

Ich schätze N24 vor allem aufgrund seiner hervorragenden Dokumentationen und der Seriosität seiner Nachrichten. Und ich gratuliere dem Sender und seiner Mannschaft auf diesem Wege herzlich.

Und ich hoffe, dass mein in den vergangenen mehrmalig beim Wiener Kabelbetreiber UPC Telekabel vorgebrachter Wunsch, endlich auch N24 ins Wiener Kabelnetz aufzunehmen, endlich (da sowieso zu viele überflüssige Programme darin vorkommen, für die man bezahlen muss) in die Tat umgesetzt wird. Sonst habe ich mittelfristig einen Grund mehr, dieses Quasi-Monopol- Imperium zu verlassen.