Samstag, 6. März 2010, von Elmar Leimgruber

Globalisierung: Ist wirtschaftlicher Wohlstand ein Menschenrecht?

Am 24.9.2001 verfasste ich auf meiner damaligen Homepage einen vielbeachteten Kommentar, der -angesichts der heutigen Wirtschaftskrise- nach wie vor Gültigkeit besitzt.

Mein damaliger Kommentar im Wortlaut:



Wirtschaftlicher Wohlstand – Ein Menschenrecht (?)

Durch Globalisierung zu mehr oder zu weniger Armut?

Spätestens seit dem G8-Gipfel in Genua und den Zusammenstößen von Demonstranten mit der Polizei hat das Thema Globalisierung wieder eine breite Öffentlichkeit erreicht. Die Kluft zwischen dem reichen Norden und dem armen Süden sei hausgemacht und werde eben gerade durch die Globalisierungstendenzen erzeugt, ja heraufbeschworen, sagen Gegner einer “Weltwirtschaft”.Erst vor wenigen Tagen hatten Globalisierungsgegner die Weltbank und den Internationalen Währungsfond (IWF) aufgefordert, alle ihre Sitzungen öffentlich zugänglich zu machen. Zudem sollten den Ländern der Dritten Welt ihre Schulden erlassen werden, bekräftigte die “Bewegung für weltweite Gerechtigkeit”, eine Dachorganisation von Protestgruppen, in Washington. Die gegenwärtige Politik, die den Einwohnern armer Länder den Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung erschwere, müsse geändert werden. Der IWF hingegen wird seine Prognose für das Weltwirtschaftswachstum in diesem Jahr erneut nach unten revidieren, und zwar auf 2,8 von 3,2 Prozent. Ob sich die Weltkonjunktur dann 2002 erholen werde, bleibe ungewiss, hieß es aus IWF-Kreisen.Die G8 haben in Genua zwar u.a. beschlossen, dass die 14 ärmsten Staaten der Welt keine Zollgebühren mehr für ihre Exporte entrichten müssen, aber es werde keine weiteren Schuldenerlasse mehr für diese geben. Globalisierung sei nicht die Ursache der Not in der Dritten und Vierten Welt, hieß es. Im Gegenteil: Die Öffnung der Märkte sei das einzige probate Mittel, um Armut in den unterentwickelten Ländern zu bekämpfen, so die Staats- und Regierungschefs der USA, Kanadas, Frankreichs, Großbritanniens, Deutschlands, Italiens, Japans und Rußlands. Weiterlesen »

Freitag, 5. März 2010, von Elmar Leimgruber

Echo 2010 für Xavier Naidoo, Silbermond, Cassandra Steen, Ich+Ich, Peter Fox, Peter Maffay, Lady Gaga, Depeche Mode und Robbie Williams

Am 4. März wurde vom Bundesverband der deutschen Musikindustrie in Berlin der Musikpreis “Echo 2010″ vergeben. Die besten deutschen Pop-Stars sind demnach Xavier Naidoo, Cassandra Steen und Silbermond, während Peter Fox einen Echo für das beste Pop-Album und Peter Maffay einen für sein Lebenswerk erhielt.

Weitere deutsche Preise gingen an Ich+Ich, Jan Delay, Andrea Berg, Helene Fischer, The Baseballs, Kastelruther Spatzen (Südtirol), Sido und Rammstein. Die internationalen Echos gingen an Robbie Williams, Lady Gaga (beste internationale Sängerin, Hit des Jahres (“Pokerface”) und Newcomerin des Jahres) und Depeche Mode (beste Rock/Pop-Künstler international) sowie an Green Day. Weiterlesen »

Donnerstag, 4. März 2010, von Elmar Leimgruber

Zum 85. Geburtstag der Psychotherapeutin Christa Meves

Die Kinder- und Jugend- Therapeutin Christa Meves
Foto: christa-meves.de

Heute, am 4. März feiert die bekannte deutsche Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Christa Meves ihren 85. Geburtstag. Ihre insgesamt 110 Bücher und Ratgeber zu den Themenbereichen Erziehung, Psychologie und Lebenshilfe wurden in 13 Sprachen übersetzt und erreichten allein in deutscher Sprache eine Gesamtauflage von sechs Millionen Exemplaren.

Zu ihres zahlreichen Auszeichnungen im Laufe der Laufe der Jahre gehören unter anderem der Konrad-Adenauer-Preis der Deutschlandstiftung, der Niedersächsische Verdienstorden, der Prix Amade, die Sonnenscheinmedaille der Aktion Sorgenkind, der Preis für wissenschaftliche Publizistik, die Medal of Merit, der päpstlichen Gregoriusorden, der Deutsche Schulbuchpreis, das grosse Verdienstkreuz des Niedersächsischen Verdienstordens und das deutsche Bundesverdienstkreuz erster Klasse.

Seit Jahrzehnten tritt Christa Meves gegen den sogenannten “Zeitgeist” auf und ermutigt zu bewusster Erziehung bereits im Kleinkindesalter: Weiterlesen »

Mittwoch, 3. März 2010, von Elmar Leimgruber

EU legalisiert Gen-Kartoffel “Amflora” und drei genmanipulierte Maissorten

EU-Kommission genehmigt Gen-Kartoffel Amflora
Foto: global2000.at

(Info zuerst und mein Kommentar dazu anschliessend in kursiv)

Die Gen-Kartoffel Amflora darf künftig (zumindest 10 Jahre lang) in der EU “für industrielle Zwecke” angebaut und als Futtermittel verwendet werden. Dies hat die EU-Kommission am 2. März 2010 beschlossen und publiziert. Ausserdem dürfen auch drei genmodifizierte Maissorten in die EU importiert, verarbeitet werden und hier sowohl als Futter als auch als Lebensmittel verwendet werden. Künftig sollen zudem die EU-Mitgliedstaaten selbst entscheiden können, ob sie den Anbau einzelner Sorten zulassen wollen oder nicht. Bis Sommer will die Kommission einen Vorschlag machen, wie das bestehende, wissenschaftlich basierte EU-Zulassungsverfahren um nationale Entscheidungsfreiheiten ergänzt werden kann. Global 2000, Greenpeace und Südtirol protestieren. Weiterlesen »

Mittwoch, 3. März 2010, von Elmar Leimgruber

Gesamttiroler Wettbewerb “Prima la musica 2010″ von 4. bis 12. März in Tirol

227 junge Musiktalente aus Südtirol werden vom 4. bis 12. März in St. Johann in Tirol den Gesamttiroler Landeswettbewerb “Prima la musica” bestreiten. Insgesamt werden sich 857 Instrumentalisten und Sänger am Wettbewerb beteiligen, der vom Land Tirol in Zusammenarbeit mit dem Institut für Musikerziehung in deutscher und ladinischer Sprache ausgerichtet und von der Landesabteilung für deutsche Kultur mitfinanziert wird. Weiterlesen »

Dienstag, 2. März 2010, von Elmar Leimgruber

Wir zahlen zu viel für Strom und Gas

Wien Energie und EVN sind am teuersten
Foto: e-control.at

Wir zahlen eindeutig zu viel für Strom und Gas. Bei einem Anbeiterwechsel könnten wir bis zu 179 Euro pro Jahr sparen, schreibt das Wirtschaftsministerium. Die Regionalanbieter in Wien und Niederösterreich (Wien-Energie und EVN) sind demnach am teuersten.
Österreichs Haushalte geben demnach durchschnittlich zwischen 553 Euro pro Jahr im Netzgebiet Klagenfurt und 681 Euro pro Jahr in Wien für Strom aus. Das Einsparpotenzial bei einem Wechsel vom regionalen Standardanbieter zum günstigsten Anbieter beträgt je nach Region zwischen 0 Euro pro Jahr in Kärnten und Vorarlberg sowie 111 Euro pro Jahr in Wien. Die Zahlen wurden berechnet auf Basis eines durchschnittlichen Haushaltes, der jährlich 3.500 Kilowattstunden (kWh) Strom beim regionalen Standardanbieter bezieht. Weiterlesen »

Dienstag, 2. März 2010, von Elmar Leimgruber

Endlich: Die Rückkehr zur Normalität von ORF 1

ORF-Sportübertragungen sollen von ORF 1 zu TW1 übersiedeln
Grafik: © Leimgruber

Nach 16 Tagen seichten Abdriftens in die Tiefen sinnlosen Spitzensports (wo es selbst, was Medaillen betrifft, wenig zu feiern gibt) ist endlich wieder mehr oder weniger sinnvolle Normalität auf ORF 1 zurückgekehrt.

Wochen hindurch konnte man ORF 1 einschalten, wann man wollte: und immer lief nur Sport, Sport und wieder Sport: die Olympischen Winterspiele 2010 fanden statt. Selbst ansonsten hohe Einschalt-Quoten bringende Sendungen (wie die Millionen-Show oder wetten dass..?) wurden kurzerhand von ORF 1 auf ORF 2 verlegt, um ja nicht die sportsüchtige Meute vor den Bildschirmen zu verlieren. Weiterlesen »

Montag, 1. März 2010, von Elmar Leimgruber

Jetzt bewerben für den Pressefotopreis Objektiv 2010

Die Austria Presse Agentur (APA) und Canon schreiben den Pressefotopreis Objektiv 2010 aus. Prämiert werden laut Ausschreibung jene Fotografien, die stärkste inhaltliche Aussagekraft mit höchsten ästhetischen, technischen und gestalterischen Qualitätsstandards verbinden. Die Fotos müssen zwischen 1. März 2009 und 14. April 2010 in einem österreichischen Medium (Print, online oder Agentur) veröffentlicht worden sein. Die preisgekrönten Fotos werden von einer fachkundigen Jury in einem anonymisierten Verfahren ausgewählt. Einsendeschluss ist der 15. April 2010. Weiterlesen »

Montag, 1. März 2010, von Elmar Leimgruber

Im Gedenken an Bruno Kreisky

Bruno Kreisky (1911-1990)
Foto: unhcr.de

Heute vor genau 40 Jahren (1. März 1970) gewann Bruno Kreisky mit seiner SPÖ -knapp an der absoluten Mehrheit vorbei- die Nationalratswahlen in Österreich. Er gründete unter Duldung der FPÖ als Nachfolger des konservativen Kanzlers Josef Klaus (ÖVP) eine neue linksliberale Minderheitsregierung:

“Bruno Kreisky machte mit seiner legendären Aussage, dass ihm ein paar Milliarden Schulden weniger schlaflose Nächte bereiten, als ein paar hunderttausend Arbeitslose, deutlich, dass das Wohl der Menschen immer im Mittelpunkt seiner Politik stand. Im Sinne Kreiskys hat es für die Sozialdemokratie noch immer oberste Priorität gegen Arbeitslosigkeit und den Abbau von Sozialleistungen zu kämpfen”, schreibt dazu die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas.

Er war aber bei weitem nicht nur ein “Held”, wie ihn jetzt die Sozialdemokraten (SPÖ) darzustellen versuchen: Weiterlesen »

Sonntag, 28. Februar 2010, von Elmar Leimgruber

Wer auf seine Ernährung achtet, braucht keine Diät: Hören Sie auf Ihren Körper!

Der Diät-Ratgeber der Stiftung WarentestKaum ist die Fastenzeit da und das Frühjahr naht, denken auch Menschen, die keinesfalls gläubig sind, ans Fasten. Verstanden wird Fasten da vor allem als der Kampf gegen die überschüssigen Pfunde. Und zahlreiche Zeitschriften bieten zudem Diäten und sogenannte Fastenkuren an.

Wer auf seine Ernährung achtet, braucht keine Diät, schreibt dazu die Konsumentenschutz-Organisation Stiftung Warentest, die zu diesem Thema einen Ratgeber veröffentlicht: Gesunde Ernährung heißt demnach vor allem: möglichst natürliche und abwechs­lungsreiche Kost. Wer neugierig auf Essen und Kochen ist, bei dem kommen positive Effekte fast von allein.

Bewusstes Essen gepaart mit Bewegung hält fit und macht Spaß. Und immer gilt: Entspannt essen, denn den einen idealen Speiseplan für jeden Menschen und jede Situation gibt es nicht.

Laien sollten allzu eindeutigen Versprechen und Geboten mit Skepsis begegnen, schreibt die Stiftung Warentest: “Vieles beeinflusst, was im Einzelfall gesund ist. Hören Sie daher vor allem auf ihren Körper und ernähren Sie sich bewusst”. Einige einfache Grundsätze der Stiftung Warentest zu diesem Thema: Weiterlesen »