Dienstag, 26. Januar 2010, von Elmar Leimgruber

Vorbildlich: Südtirol fordert Rente für Mütter

Knapp 109.000 Südtiroler und Südtirolerinnen beteiligten sich an Unterschriftenaktion für Mütter-Rente

Knapp 109.000 Südtirolerinnen und Südtiroler fordern die Anerkennung von mindestens 2 Jahren Rente pro Kind. Südtirol hat etwa 501.000 Einwohner , demnach hat bei der Unterschriftensammlung zum Thema “Danke Mami” jeder vierte bis fünfte Südtiroler unterschrieben, was ein sensationelles Ergebnis ist. Die Unterschriften wurden gestern den Südtiroler Parlamentariern Luisa Gnecchi, Oskar Peterlini, Siegfried Brugger, Karl Zeller und Manfred Pinzger übergeben, mit dem Auftrag im italienischen Parlament in diese Richtung tätig zu werden.

Gemeinsam hatten die Frauenbewegung der regierenden Südtiroler Volkspartei (SVP), Katholische Frauenbewegung, Katholischer Familienverband, KVW-Frauen, Südtiroler Bäuerinnen, Landesbeirat für Chancengleichheit, aeb, ArbeitnehmerInnen, Junge Generation in der SVP und LVH-Frauen landesweit Unterschriften gesammelt, um die Forderung nach der Anerkennung von 2 Rentenjahren pro Kind zu bekräftigen. Der Kreis der Unterstützenden war mit der Bekanntgabe der Aktion rasch gewachsen: Patronate, Gewerkschaften, verschiedenste Vereine und unzählige Einzelpersonen haben sich der Initiative angeschlossen und haben zum grossartigen Ergebnis von 108.802 Unterschriften beigetragen.

Die Ergebnisse der Aktion werden jetzt auch an unseren Verteiler in den anderen Regionen Italiens weitergeleitet, um auch dort die Aktion verstärkt bekanntzumachen. In einigen Regionen wird bereits auch gesammelt, in anderen muss die Aktion erst anlaufen. Mit Unterstützung der Präsidenten des ACLI und des Verbandes der Familienorganisationen soll auch eine Unterstützungserklärung der Sozial- und Familienverbände erreicht werden.

Das nenne ich mal eine vorbildliche Aktion, die auch in Österreich, in der Schweiz und in Deutschland Schule machen sollte: Es ist höchst an der Zeit, dass der Beruf Mutter und Hausfrau auch vom Staat als solcher anerkannt und bei der Rente auch entsprechend finanziell gewürdigt wird. Es muss Schluss damit sein, dass Frauen, die zuhause bei ihren Kindern sind, geächtet werden von anderen. Und es ist skandalös, wenn sie glauben -aufgrund einer vollkommen falschen öffentlichen Meinung- sich schämen zu müssen , “nur” Hausfrau und Mutter zu sein. Im Gegenteil: Sie leisten einen äusserst wertvollen und unverzichtbaren Beitrag für die Kinder und auch für die ganze Gesellschaft.

Apropos Volksabstimmungen: Diese sind überflüssig und sinnlos und nichts als Pseudodemokratie und populistisch, wenn man die Ergebnisse vorher schon weiss wie beispielsweise aktuell bei denen in Wien und im Burgenland: in beiden Ländern stehen natürlich Landtagswahlen vor der Tür.

Wenn man schon Volksabstimmungen durchführt, dann sollte man auch wirklich entscheidende Fragen stellen wie beispielsweise jene nach einer Rente für Mütter und vielleicht auch eine (nicht nach einer geänderten, sondern nach einer Ausschreibung und einem öffentlichen Wettbewerb komplett) neuen Bundeshymne für Österreich. Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema…

Montag, 25. Januar 2010, von Elmar Leimgruber

10 Jahre erfolgreichster Nachrichtensender N24. Aber UPC Telekabel will ihn nicht



10 Jahre News-TV N24

Deutschlands erfolgreichster Nachrichtensender N24 wurde gestern, Sonntag, 10 Jahre alt. Am 24. Januar 2000 ging er erstmals auf Sendung. Mit einer Mischung aus aktueller Berichterstattung, Dokumentationen, Magazinen und politischen Talks erreichte der Sender einen durchschnittlichen Jahresmarktanteil von 1,3 Prozent. Innerhalb von vier Jahren nach dem Senderstart übernahm auch N24 die Marktführerschaft von n-tv und ist seit 2004 unangefochten Deutschlands erfolgreichster Nachrichtensender. Eine Senderchronik ist unter www.n24.de/10Jahre abrufbar.

Europa-Verbreitung ProSiebenSat1 Media AG

N24 gehört den Sendern Pro Sieben, Sat 1, 9Live und Kabel Eins in Deutschland (+ Puls TV in Österreich+ weitere Sender in Europa: siehe Grafik) zur ProSiebenSat1 Media AG. Die EU-Kommission hat übrigens am Donnerstag das von den Vermarktungshäusern G+J Electronic Media Sales (EMS), IP Deutschland, SevenOne Media und TOMORROW FOCUS angestrebte Joint Venture genehmigt. Die vier Partner werden jetzt eine GmbH gründen, die die Online-Reichweiten der Vermarkter bündelt und spezielle Zielgruppenangebote an den Markt bringt. Jeder der Gesellschafter wird Teile seines Inventars durch das Joint Venture vermarkten lassen.

Ich schätze N24 vor allem aufgrund seiner hervorragenden Dokumentationen und der Seriosität seiner Nachrichten. Und ich gratuliere dem Sender und seiner Mannschaft auf diesem Wege herzlich.

Und ich hoffe, dass mein in den vergangenen mehrmalig beim Wiener Kabelbetreiber UPC Telekabel vorgebrachter Wunsch, endlich auch N24 ins Wiener Kabelnetz aufzunehmen, endlich (da sowieso zu viele überflüssige Programme darin vorkommen, für die man bezahlen muss) in die Tat umgesetzt wird. Sonst habe ich mittelfristig einen Grund mehr, dieses Quasi-Monopol- Imperium zu verlassen.

Sonntag, 24. Januar 2010, von Elmar Leimgruber

Jetzt auch auf youtube: Die österreichische Bundeshymne by magnam gloriam

Letzte Nacht entstand eine ganz neue gesungene (natürlich mit dem unveränderten Originaltext) Version der österreichischen Bundeshymne. Und sie lädt zum sofortigen Mitsingen ein:

Sie kommt aus dem Wiener Produktionsstudio elmadonmusic.com, das zeitgemässe musikalische Arrangement stammt von magnam gloriam, elmadon hat remixed und die Hauptstimme stammt von musicmanvienna.

Der Song ist hier kostenlos downloadbar.

Und soeben wurde auch das offizielle Video zur Bundeshymne mit einer exklusiven Karaoke-Version auf youtube gestellt.

Sonntag, 24. Januar 2010, von Elmar Leimgruber

“Hope For Haiti Now”: Musik der Benefizgala jetzt downloaden

“Hope For Haiti Now”: Die Musik jetzt downloaden und helfen!

Das Who ist Who der internationalen Showbranche gab sich vor einigen Tagen die Ehre und sie alle traten für das gemeinsame Anliegen auf: um Haiti zu helfen: U. a. Madonna, Justin Timberlake, Sting, Stevie Wonder, Shakira, Beyonce, U2, Bruce Springsteen, Christina Aguilera sangen akustische Spezialversionen ihrer Songs. Und Filmgrössen wie Steven Spielberg und Julia Roberts sassen an den Spendentelefonen. Grossartig, was Initiator George Clooney da innerhalb kürzester Zeit gelungen ist.

Und ebenfalls grossartig ist, dass die Musik der Benefiz-Gala “Hope for Haiti Now” bereits verfügbar ist. Das komplette Album mit 20 Musiktracks steht ab sofort bei iTunes um 6.99 Euro und bei amazon um 6.98 Euro zum Download bereit. Alle Einnahmen gehen zur Gänze an die Haiti-Hilfe.

Gute Musik kaufen und gleichzeitig helfen: eine grossartige Idee:

Hier dreinhören und kaufen:


Morgen, Montag, Abend gibts übrigens die grosse “Nachbar in Not”- Gala zugunsten der Opfer in Haiti im ORF.

Sonntag, 24. Januar 2010, von Elmar Leimgruber

elmadonmusic.com bringt die österreichische Bundeshymne neu

Die österreichische Bundeshymne, neu arrangiert und interpretiert von magnam gloriam
Artwork: © elmadonmusic.com

Nach dem Streit um die österreichische Bundeshymne, welche die Bildungsministerin Claudia Schmied einfach umdichten liess (ich habe hier bereits davon berichtet), wurde es Zeit, dass elmadonmusic.com sich dieses Werkes annimmt. Und siehe da: in Rekordzeit entstand eine zeitgemässe und mitreissende Dance-Adaption der Melodie, aber natürlich mit dem originalen Text (Literatur muss so erhalten bleiben, wie sie geschrieben wurde!). Natürlich ist es sinnvoll, die Bundeshymne auch einem jüngeren Publikum zugänglich zu machen. Und daher hat elmadonmusic.com ein musikalisches Neuarrangement erstellt, das hier vorgestellt werden soll.

Ich will damit einerseits auf die Bundeshymne aufmerksam machen und sie andererseits als Staatssymbol ehren und meinen Beitrag dazu leisten, dass sie wieder mehr gehört und auch mehr gesungen wird. Und diese neue Version lädt zum Mitsingen ein: Also viel Freude damit:-)

Elmar

magnam gloriam feat. musicmanvienna “Land der Berge” (Sing Together elmadon Remix):

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Und hier zum Mitsingen auch noch der vollständige Text der Bundeshymne (auch in Dankbarkeit an die Textautorin Paula von Preradović):

Land der Berge, Land am Strome,
Land der Äcker, Land der Dome,
Land der Hämmer, zukunftsreich!
Heimat bist du großer Söhne,
Volk, begnadet für das Schöne,
Vielgerühmtes Österreich,
Vielgerühmtes Österreich.

Heiß umfehdet, wild umstritten,
Liegst dem Erdteil du inmitten
Einem starken Herzen gleich.
Hast seit frühen Ahnentagen
Hoher Sendung Last getragen,
Vielgeprüftes Österreich,
Vielgeprüftes Österreich.

Mutig in die neuen Zeiten,
Frei und gläubig sieh uns schreiten,
Arbeitsfroh und hoffnungsreich.
Einig lass in Brüderchören,
Vaterland, dir Treue schwören.
Vielgeliebtes Österreich,
Vielgeliebtes Österreich.

Samstag, 23. Januar 2010, von Elmar Leimgruber

Seid mir gegrüsst und geehrt, grosse weibliche und männliche Söhne der Heimat!

Mal abgesehen davon, dass man nicht gleich mit Klage drohen muss, wenn man seine Rechte verletzt sieht:

Ja ich finde, dass Autoren (und wenn sie schon verstorben sind, auch ihre Rechtenachfolger ) die Möglichkeit haben müssen, darauf zu bestehen, dass der Text so bleibt, wie er geschrieben wurde.

Und abgesehen davon, dass Mozart (oder war es doch wer anderer?), von dem die Melodie der österreichischen Bundeshymne stammt, nicht im 20., sondern schon vor Jahrhunderten verstorben ist (und wer weiss, vielleicht würde er sie heute wirklich ganz anders komponieren): Gegen musikalische Neuarrangements spricht überhaupt nichts (und noch lebende Komponisten schneiden sogar noch finanziell mit: bei genehmigten Arrangements: 75% und bei ungenehmigten erhalten sie sogar 100 Prozent der Tantiemen). Texte hingegen verfälschen zu leicht die Intentionen von Autoren: Daher muss Literatur auch so bleiben, wie sie ist.

Der Text der österreichischen Bundeshymne wurde 1947, also Mitte des 20. Jahrhunderts geschrieben, also zu einem Zeitpunkt, wo es bereits zahlreiche bedeutende Frauen (z.B. Bertha von Suttner, die Kaiserinnen Elisabeth und Maria Theresia, Marie von Ebner-Eschenbach;) also “Töchter” gab, die auch durch diese Hymne geehrt werden sollten und wurden und werden.

Ich unterstelle es niemanden, aber der Verdacht liegt nahe, dass solche Aussagen einem Minderwertigkeitsgefühl (das Geschlecht jenes Menschen, der Grosses vollbringt, ist doch sowas von egal: er ist Mensch) entspringen, wenn man behauptet, sich als Frau nicht angesprochen oder geehrt zu fühlen, wenn in der Hymne von der “Heimat grosser Söhne” die Rede ist. Alle grossen Frauen in der Geschichte prägten ihre Zeit nachhaltig und wussten auch oft über ihre grosse Bedeutung als Söhne ihrer Heimat Bescheid, obwohl sie vielleicht manchmal zu ihren Lebzeiten zu wenig beachtet wurden.

Und das sage ich, obwohl ich schon zu oft die Erfahrung gemacht habe, dass viele Menschen nicht in der Lage sind, über dieses Thema sachlich (es hat aber auch nicht im Geringsten was mit Gleichberechtigung oder gar Geringschätzung zu tun) diskutieren, sondern sehr empfindlich auf dieses eigentlich rationale Thema reagieren. Leider.

Mich erinnert diese ganze derzeitige Situation an jahrelange Diskussionen innerhalb der katholischen Kirche, wo nach zahlreichen Interventionen sogar biblische Texte, die selbstverständlich immer schon sowohl an männliche als auch weibliche Brüder gerichtet waren, plötzlich Brüder und Schwestern als ausdrücklich genannte (und damit gedoppelte) Adressaten hatten. Wenn jemand die klassische Ansprache nicht versteht und sich psychologisch akzeptierter fühlt, weil es mittlerweile halt schon anders üblich ist: bitte, mir solls recht sein: notwendig ist es keinesfalls.

Aber jetzt geht die selbe unsinnige Diskussion im Zusammenhang mit der Bundeshymne schon wieder los, natürlich losgetreten von der streitbaren Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) und unterstützt durch ihre Kollegin Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (ebenfalls SPÖ), die den Text der Bundeshymne sogar grundsätzlich textlich abändern möchte. Echt kurios in diesem Zusammenhang: Auch ÖVP-Familienministerin Maria Rauch-Kallat wollte vor 5 Jahren, als sie noch in Amt und Würden war, diese Textzeile abändern lassen. Aber aus Respekt vor literarischen Texten sollte man diese niemals abändern.

Dabei gehört Christina Stürmer zweifelsohne -zumindest in der Gegenwart- zu den grossen Söhnen der Heimat. Dennoch, und das muss ich an dieser Stelle ebenfalls kritisieren: in einer Ehrung der Grossen des Landes historische (und über teils Jahrhunderte geehrte) Persönlichkeiten wie Siegmund Freud, Wolfgang Amadeus Mozart auch aktuelle Persönlichkeiten wie z.B. Christl, Didi Constantini und Brigitte Ederer reinzunehmen (die rein subjektiv ausgewählt wurden und vielleicht mal in die Geschichte Österreichs eingehen werden oder auch nicht): also auch das geht nicht. Und ich wundere mich darüber, dass das vor mir noch niemand kritisiert hat.

Wie minderwertig und unterdrückt muss man sich doch selbst als Ministerin fühlen, wenn man ein Problem damit hat, bedeutende Frauen der österreichischen Geschichte genauso als grosse Söhne der Heimat zu sehen wie ihre männlichen Kollegen: Gerade die Bezeichnung Söhne macht keinen Unterschied, ob eine Frau oder ein Mann Grossartiges geleistet hat: Und genau das ist meines Erachtens das einzig Sinnvolle.

Dasselbe trifft auch auf die biblische Ansprache “Brüder” zu: sie gilt für Männer und Frauen gleichermassen: sowohl was die Lehre betrifft als auch die Gebote. Und sonderbarerweise verlangt da auch niemand, dass beispielsweise das Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau auch ergänzt wird durch: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Mann: Es ist eben selbstverständlich, dass allgemein alles (wenn nicht ausdrücklich anders angegeben) für Männer und für Frauen in gleicher Weise gilt.

Die ganze Diskussion derzeit ist mühsam , langweilig und überflüssig: Mal abgesehen davon, dass die Textautorin der Bundeshymne ja selbst eine (sicher sogar sehr selbstbewusste) Frau (Paula von Preradović) war und sich wohl auch als literarischer Sohn ihrer Heimat gesehen hat (sonst hätte sie diesen Text wohl nicht so geschrieben):

Fehlt nur noch, dass morgen noch wer fordert, dass weil der Mensch ja auch einen männlichen Artikel hat, das Wort Mensch durch Menschin oder so was Ähnliches ergänzt wird, weil da könnten sich ja eventuell gewisse Frauen ja auch nicht angesprochen oder ernstgenommen fühlen. Warum muss man alles komplizierter machen als es ist?

Wenn wir alle gleich sind als Menschen in unserem Denken und Bewusstsein, Männer wie Frauen, wie Kinder (natürlich auch weiblich und männlich), ist es am Besten: Dann ist nicht nur jede Differenzierung überflüssig, sondern schadet sogar dem gemeinsamen Anliegen aller, eben Menschen zu sein, unabhängig von ihrem Geschlecht.

Hier ist ein musikalisches Neuarrangement der österreichischen Bundeshymne vom Wiener Musiklabel magnam gloriam zu hören und zu sehen:

Die Melodie rockiger (oder wie auch immer anders als klassisch) zu arrangieren ist also durchaus ok (das hat übrigens Hubert von Goisern mit der alten österreichischen Kaiserhymne auch schon vor Jahren gemacht), das passt. Aber einen bestehenden literarischen Text einfach abzuändern: das geht nicht.

Wenn aber -so wie es scheint- die Unterrichtsministerin und ihr Gefolge schon nicht zur Einsicht zu bringen ist, dass alle Menschen gleich sind, ohne dass man sie in Mann und Frau dividiert, dann schlage ich vor, dass -wie in der Nachkriegszeit- ein Wettbewerb für eine gänzlich neue Hymne (musikalisch und textlich) ausgeschrieben wird. Und dann sollte im Rahmen einer Volksabstimmung (da -und nicht dort, wo man die Antworten vorher schon weiss- wäre sie mal wirklich sinnvoll) die gesamte Bevölkerung Österreichs über die neue Bundeshymne abstimmen und entscheiden können.

Und hier folgt noch der vollständige Text der österreichischen Bundeshymne:

Land der Berge, Land am Strome,
Land der Äcker, Land der Dome,
Land der Hämmer, zukunftsreich!
Heimat bist du großer Söhne,
Volk, begnadet für das Schöne,
Vielgerühmtes Österreich,
Vielgerühmtes Österreich.

Heiß umfehdet, wild umstritten,
Liegst dem Erdteil du inmitten
Einem starken Herzen gleich.
Hast seit frühen Ahnentagen
Hoher Sendung Last getragen,
Vielgeprüftes Österreich,
Vielgeprüftes Österreich.

Mutig in die neuen Zeiten,
Frei und gläubig sieh uns schreiten,
Arbeitsfroh und hoffnungsreich.
Einig lass in Brüderchören,
Vaterland, dir Treue schwören.
Vielgeliebtes Österreich,
Vielgeliebtes Österreich.

Freitag, 22. Januar 2010, von Elmar Leimgruber

Deutscher Medienpreis für Bundeskanzlerin Merkel

“Frau Europa” Angela Merkel

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wird mit dem Deutschen Medienpreis 2009 ausgezeichnet. Opern-Star Anna Netrebko wird im Rahmen der feierlichen Verleihung am Dienstag, den 9. Februar 2010, in Baden-Baden die Laudatio auf die deutsche Kanzlerin halten.

Eine Jury aus führenden Chefredakteuren hat Angela Merkel für diese Auszeichnung ausgewählt. In der Begründung der Jury heißt es: “Im Mittelpunkt ihres politischen Denkens und Handelns steht stets der Mensch. Die Würde und die Rechte des Individuums leiten Angela Merkel bei ihren politischen Entscheidungen, die geprägt sind von Berechenbarkeit und Verlässlichkeit. In der Außenpolitik verfolgt sie einen Kurs, der die Partnerschaft in den Vordergrund stellt, ohne dass sie die manchmal notwendige Konfrontation scheut. Ihr konsequenter Einsatz für Menschenrechte, für die Wahrung der Schöpfung und eine freiheitliche Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung habe ihre Wurzeln in der ganz persönlichen Biographie von Angela Merkel.”

Die weltberühmte Sopranistin mit russischer und österreichischer Staatsbürgerschaft, Anna Netrebko, wird in einer für sie ungewöhnlichen Rolle die Laudatio auf Kanzlerin Angela Merkel halten. Seit vielen Jahren begeistert die Künstlerin auf den großen Bühnen der Welt ihr Publikum. Anna Netrebko hat es wie kaum ein anderer Künstler geschafft, die klassische Opern-Musik auch einem breiteren Publikum nahe zu bringen. Im Jahr 2007 hat das US-amerikanische “Time”-Magazin Anna Netrebko in die Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt aufgenommen.

Die Preisverleihung findet in Baden-Baden statt. Geladen sind etwa 150 führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur. Mit dem Deutschen Medienpreis wurden bisher unter anderem Nelson Mandela, François Mitterrand, Yassir Arafat, Yitzhak Rabin, Kofi Annan, König Juan Carlos von Spanien und im letzten Jahr Dalai Lama ausgezeichnet.

Freitag, 22. Januar 2010, von Elmar Leimgruber

Reez Wollner ist Österreichs Superpraktikantin – Die Show heute abend auf ATV

Des Vizekanzlers Superpraktikantin Reez Wollner
Foto: superpraktikant.at

Ähnlich “Starmania”, “DSDS” und ähnlichen Casting-Shows fand gestern abend das Finale des Superpraktikanten-Wettbewerbs statt. Die fünf Finalisten mussten zunächst in der Show, die heute abend um 21.55 Uhr auf ATV ausgestrahlt wird, einige Aufgaben erfüllen. Die Jury kürte anschliessend die 26-jährige Reez Wollner zur Superpraktikantin, die ab Montag eine Woche lang den offiziellen Inititor des Wettbewerbs, Vizekanzler und ÖVP-Chef Josef Pröll, bei all seinen Unternehmungen begleiten wird. Am späten Abend liess der Vizekanzler dann verlauten, den anderen vier Finalisten Julia Holzer (15), Resul Recper (28), Felix Horvat (16) und Anna Susanna Roth (17) auch wenigstens jeweils einen Tag an seiner Seite zu gewähren.

Dem gestrigen Finale ging ein 10-wochenlanger Wahlkampf voraus, dem sich etwa 400 vor allem junge Bewerberinnen und Bewerber im Internet stellten. Es gab laut ÖVP in dieser Zeit über eine Mio. Zugriffe auf die Webseite und über 400.000 Votings.

Superpraktikant-Finale: Vizekanzler Josef Pröll, Moderatorin Dani Linzer, die Juroren und die Finalisten
Foto: © Leimgruber

Auf dem Programm der kommenden Arbeitswoche des Vizekanzlers mit seiner neuen Superpraktikantin stehen neben der Angelobung eines neuen Regierungsmitgliedes (dessen Namen Pröll an diesem Abend noch nicht nennen wollte) unter anderem Sitzungen des ÖVP-Führungsteams sowie des Ministerrates und des Parlaments. Gesellschaftliches Highlight ist ein Besuch des Jägerballs mit Josef Pröll und seiner Familie. Als Ausgleich für die arbeitsreiche Woche folgt für die Gewinnerin eine Woche Urlaub in Ischgl inkl. 500 Euro Urlaubgsgeld.In der tagenden Jury sassen übrigens ÖVP Generalsekretär Fritz Kaltenegger sowie Vertreter der Medienpartner, Karin Strobl (HEUTE), Martin Gastinger (ATV) und Anna Michalski (KroneHIT). Gekonnt, professionell, kritisch und humorvoll führte die KroneHit-Morningshow-Moderatorin Dani Linzer durch den Abend.

Ich muss sagen und es überrascht mich selbst: es hat einfach alles gepasst an diesem Abend: Es stand keineswegs die Politik im Vordergrund, obwohl es eigentlich um ein kurzfristiges politisches Engagement ging. Und es gab keine -wie sonst die politischen Veranstaltungen üblich- Sonntagsreden. Dafür hat die ÖVP bei diesem Event gezeigt, dass Politik manchmal auch Entertainment im guten Sinne (und damit meine ich nicht unfreiwillig komisch zu sein wie manch andere Politiker, die sich je nach Windlage und Befindlichkeit ideologisch von weit links nach ganz rechts bewegen) sein kann. Das passt schon so.

Die neue Superpraktikantin, die übrigens auch selbst schon Mode entwirft, meinte übrigens bevor sie diese Position erhielt, dass sie als erstes dem Vizekanzler eine pinkfarbene Kravatte empfehlen würde. Und dieser meinte nach ihrer Kür, dass er sich nicht nur eine pinkfarbene Kravatte zulegen werde, sondern auch dazupassende Socken. Na, ich bin gespannt:-)

Donnerstag, 21. Januar 2010, von Elmar Leimgruber

Musical-Show mit Günter Tolar am 27.1. in Wien

Günter Tolar moderiert das Musicalquiz am 27. Jänner in Wien

Am Mittwoch 27. Jänner um 19.30 Uhr findet im Wiener Theater Akzent eine einmalige Musical-Show statt. Gastgeber des Abends ist der frühere ORF-Star und Quizmaster Günter Tolar (Made in Austria).

Dem Publikum wird an diesem Abend nicht nur die Rolle des Zusehers zuteil, sondern Günter Tolar als „Mister MADE IN AUSTRIA” wird ins Geschehen als Quizpartner einbeziehen. Junge Talente aus der Abteilung für Musikalisches Unterhaltungstheater von der Konservatorium Wien Privatuniversität werden mit Highlights aus den Bereichen Musical, Chanson und Pop die künstlerischen und musikalischen Höhepunkte stellen. Ein spannender und unterhaltsamer Abend für Alt und Jung.

Künstlerische Leitung: Thomas Thalhammer
Musikalische Leitung: Lior Kretzer
Regie: Erhard Pauer

Nähere Informationen zum Abend beim Veranstalter; Tickets zwischen 16 und 28 Euro sind online buchbar.

Donnerstag, 21. Januar 2010, von Elmar Leimgruber

Welche moralische Autorität hat ein Staat, der seinen Menschen die medizinische Grundversorgung verwehrt?

Innerhalb der EU ist medizinische Grundversorgung selbstverständlich
Foto: aok.de

Wenn ein Staat im so genannten Osten oder Süden (von Europa aus betrachtet) seinen Menschen nicht elementarste Werte, wie die einer medizinischen Grundversorgung zuerkennt, dann betrachten wir ihn -wie ich finde zu Recht- als zumindest rückständig.

Die USA hingegen, die seit Jahrzehnten für sich in Anspruch nehmen, sowohl Weltrichter als auch moralische Instanz für die Welt zu sein, verweigern ihren Menschen genau diese Werte: Nur wer in den USA das nötige Geld hat, hat bislang auch einen Anspruch auf medizinische Grundversorgung, entweder über teure Privatversicherungen oder im Krankheitsfall durch direkte Bezahlung der anfallenden Kosten. Arme Menschen hingegen können es sich im wahrsten Sinne des Wortes aus finanziellen Gründen nicht “leisten” krank zu werden, weil es die staatliche Krankenversicherung, die in Europa glücklicherweise üblich ist, dort nicht gibt.

Und US-Präsident Barack Obama will dies -vollkommen zu Recht- ändern: Er will ein neues Gesetz, das nicht nur den Reichen, sondern allen Menschen in den USA eine medizinische Grundversorgung ermöglicht. Und siehe da: Das Selbstverständlichste vom Selbstverständlichen klappt nicht: Seine politischen Gegner, die Republikaner laufen seit Monaten Sturm gegen diese Pläne Obamas, und sein edles Ziel scheint zum Scheitern verurteilt.

Was steckt dahinter? Auch unter den Republikanern gibt es sicher nicht nur Reiche, sondern auch Arme: Warum verweigert man Menschen, die sowieso täglich um das Überleben kämpfen müssen, eine medizinische Grundversorgung? Entscheidet man hier über die Köpfe des Volkes hinweg? Ist es einfach eine Zweiklassen-Neidgesellschaft, dass man das, was man sich selbst leisten kann, anderen nicht auch gönnen will?

Ich verstehe diese Haltung der Republikaner in den USA genauso wenig wie ihren Standpunkt zum Thema Todesstrafe: Wer gibt einem Menschen das Recht, über das Leben eines anderen Menschen zu entscheiden? Beides hat auch mit dem Christentum nichts zu tun, auf das sie sich so gerne berufen: Im Gegenteil: Im Christentum gelten Werte wie Menschenwürde, Solidarität, Vergebung…

Was sind das bloss für Politiker, die sich sonst immer für ach so wertekonservativ geben, aber wo Solidarität gefragt ist, kneifen und alles nur egoistisch für sich selbst haben wollen?

Ich befürchte, dass es auch hier eigentlich nicht um das Thema Gesundheit geht, sondern dass es sich “nur” um ein politisches Problem handelt: dass die Republikaner einfach alles dransetzen, um den erfolgreichen neuen und anderen amerikanischen Weg von Barack Obama einzubremsen, ihn zu hindern, Reformen umzusetzen, und um die eigenen Anhänger zu mobilisieren, bei den nächsten Wahlen wieder republikanisch zu wählen. Es geht also leider wohl wieder und immer nur um Macht und nicht um das, worum es den politischen Verantwortlichen eigentlich gehen sollte und zwar weltweit: Um den Schutz der Menschenwürde für alle Menschen, um möglichst gute und gerechte Lebensbedingungen für alle Menschen, um die Solidarität aller Menschen miteinander und untereinander, um den weltweiten Frieden unter allen Menschen, um die Bewahrung der Schöpfung. Ja dann ginge es uns allen, der ganzen Menschheit, gut.