Freitag, 18. Februar 2011, von Elmar Leimgruber

VKI: Auch Reiseveranstalter haften für Fluggepäck

Auch Reiseveranstalter haften für Gepäckverlust
Foto: © Leimgruber

Luftfrachtführer haften für das Gepäck ihrer Passagiere. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat einen Musterprozess gegen einen Reiseveranstalter gewonnen. Bei diesem Prozess wurde im Auftrag des Konsumentenschutzministeriums auf Schadenersatz wegen Verlust des Fluggepäcks geklagt. Dabei zeigte ein Sachverständigen-Gutachten klar auf, wie der Verlust von Gebrauchsgegenständen zu bewerten ist. Hatte man seitens des Unternehmens zunächst versucht, die Reisende mit 68 Euro abzuspeisen, bekommt die Geschädigte nun – nach zwei Jahren Prozess – immerhin 1.074 Euro zugesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Eine Konsumentin hatte 2008 nach der Buchung einer Flugreise eine Tasche mit den typischen Utensilien: Kleidung, Kosmetika, elektronische Geräte, Bücher, eingecheckt, welche verlorenging. Nach dem Angebot von 68 Euro Schadenersatz trat die Konsumentin ihre Ansprüche dem VKI ab, der sowohl den Reiseveranstalter als auch die Fluglinie auf Schadenersatz klagte. Gegen die Fluglinie erging ein Versäumungsurteil. Der Luftfrachtführer, in diesem Fall der Reiseveranstalter, haftet bei Verlust des Fluggepäcks nach dem Montrealer Übereinkommen – allerdings nur bis zu einem Höchstbetrag von 1.142 Euro. Dieser Betrag wird an dem Tag, an dem das Urteil gefällt wird, umgerechnet. Unter Berücksichtigung der erhaltenen 68 Euro wurden der Konsumentin per Gerichtsurteil daher 1.074 Euro zugesprochen.

Donnerstag, 17. Februar 2011, von Elmar Leimgruber

VOLLFAN statt voll fett: Wiener Jugend-Alkohol-Präventions-Projekt startet

VOLLFAN statt voll fett
Foto: fk-austria.at

Das Institut für Suchtprävention der Sucht- und Drogenkoordination Wien startet gemeinsam mit den Wiener Fußballvereinen FK AUSTRIA Wien und SK RAPID Wien ein Pilot-Projekt, um junge Wiener Fußballfans zu verantwortungsvollem und maßvollem Umgang mit Alkohol zu motivieren. Unter dem Motto “VOLLFAN statt voll fett” fungieren junge Fans als Testimonials und thematisieren “als Gleichgesinnte” die Nachteile von übermäßigem Alkoholkonsum mittels Postern, Freecards und im Rahmen einer Facebook-Kampagne: Rapid und Austria. Außerdem werden für dieses Projekt speziell geschulte Peers, die aus den jeweiligen Fan-Szenen kommen, auf die Fans zugehen, um mit ihnen auf Augenhöhe über risikoreichen Alkoholkonsum ins Gespräch zu kommen.

Das Projekt stellt das Fan-Sein als wichtige Aufgabe in den Mittelpunkt und packt die jungen Stadionbesucher bei ihrer Ehre, ein richtiger Fan zu sein. Sie zeigt auf, dass die VOLLPROFIS am Rasen VOLLFANS auf der Tribüne brauchen, die bis zur allerletzten Minute genauso fit sind wie sie selbst. Jugendliche sollen – wenn überhaupt – maßvoll Alkohol konsumieren. Weiterlesen »

Mittwoch, 16. Februar 2011, von Elmar Leimgruber

Nachträgliche Spesen bei Bankverträgen sind zustimmungspflichtig

Banken dürfen bei bestehenden Verträgen keine neuen Spesen einseitig einführen. Auch dürfen Zinsen und Gebühren weder willkürlich erhöht noch gesenkt werden. Darauf weist die Arbeiterkammer (AK) hin. Eine Bank kann zwar einen bestehenden Vertrag ändern – dazu ist aber die Zustimmung des Kunden nötig. Dies betrifft sowohl die Zinsen als auch die Gebühren: Bei bestehenden Kreditverträgen dürfen die Banken nicht beliebig an der Zinsenschraube drehen. Die Zinsanpassung ist in der Zinsanpassungs-Klausel vertraglich genau geregelt. Die Kredit-Zinssätze sind an den Geld- und Kapitalmarkt gebunden. Das heißt: Kredit-Zinsänderungen nach oben und unten dürfen nur dann sein, wenn sich die im Vertrag definierten Zinssätze ändern – das sind meist der Euribor und die SMR (Sekundär-Marktrendite). Und auch die Spesen des Kreditvertrages, etwa Kontospesen, dürfen sich nur imvertraglich vereinbarten Ausmaß erhöhen (etwa mit Indexbindung), so die AK. Weiterlesen »

Dienstag, 15. Februar 2011, von Elmar Leimgruber

Familienplanungs-Studie: Kinder, ja aber…

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen äußert den Wunsch, einmal Kinder zu bekommen, jedoch sprechen vor allem finanzielle Gründe für ein sofortiges Ja zu eigenen Kindern. Dies geht aus einer am Montag in Berlin vorgestellten forsa-Studie im Auftrag der Zeitschriften ELTERN und ELTERN family hervor. Für diese repräsentative Studie wurden über 1.000 kinderlose Frauen und Männer zwischen 25 und 45 Jahren zu Motiven und Wünschen rund um ihre Familienplanung befragt. 66 Prozent aller Befragten möchten demnach “auf jeden Fall” oder “vielleicht” Kinder haben.

Bei den Jüngeren (25 bis 29 Jahre) äußern diesen Wunsch sogar 86 Prozent, bei den 30- bis 34-Jährigen immer noch 74 Prozent. Das Lebensmodell Familie ist also für junge Menschen in Deutschland nach wie vor attraktiv. Interessant: Die Männer stehen der Familienplanung positiver gegenüber als die Frauen. Während 70 Prozent der männlichen Befragten “auf jeden Fall” oder “vielleicht” Kinder haben wollen, liegt der Anteil der Frauen bei 61 Prozent. Regional betrachtet wünschen sich im Osten mehr Menschen Kinder (72 Prozent) als im Westen (66 Prozent). Weiterlesen »

Montag, 14. Februar 2011, von Elmar Leimgruber

Alle Grammys 2011: Preisregen für Lady Antebellum und Lady Gaga

“Need You Now” ist der grosse Abräumer der diesjährigen 53. Grammy-Verleihungen in Los Angeles. Gleich vier der begehrten Auszeichnungen gingen an diesen Song bzw. an Lady Antebellum, darunter “Bester Song” und “Beste Aufnahme des Jahres”. Lady Gaga kassierte drei Preise: “Popsängerin des Jahres”, “Pop-Album des Jahres” und “Musikvideo des Jahres”. Bruno Mars wurde zum “Popsänger des Jahres” gekürt. Als “Beste Popgruppe” wurde Train ausgezeichnet, als Newcomer des Jahres die Jazzsängerin und Bassistin Esperanza Spalding. Julie Andrews wurde mit dem “Lifetime Achievement Award” ausgezeichnet. Die Grammys werden alljährlich von der Recording Academy vergeben. Weiterlesen »

Sonntag, 13. Februar 2011, von Elmar Leimgruber

Peter Alexander der Grosse ist tot


Es schlug wie eine Bombe ein und die gesamte Showbranche trauert: Eine wahre Legende weilt nicht mehr unter uns: Peter der Große, wie ihn seine Freunde und Fans nannten, Peter Alexander verstarb 84-jährig am 12. Februar 2011 in Wien. Dies bestätigte seine Sprecherin Erika Swatosch kurz nach Mitternacht gegenüber der APA.

Zwei große Schicksalschläge -2003 der Tod seiner Frau Hilde, mit der er seit über 50 Jahren verheiratet war und die auch seine Managerin war und 2009 der Verlust seiner Tochter Susanne durch einen Autounfall- führten dazu, dass sich Peter Alexander (eigentlich Peter Alexander Ferdinand Maximilian Neumayer) nach einem sehr erfüllten und erfolgreichen Leben als Sänger, Schauspieler, Entertainer und Showmaster fast vollständig aus der Öffentlichkeit zurückzog. Weiterlesen »

Samstag, 12. Februar 2011, von Elmar Leimgruber

PwC: Europäische Immobilienmärkte driften auseinander: Istanbul und München top, Athen und Dublin flop

Die Kluft zwischen Europas Immobilienmärkten wird tiefer: Während sich die Ertragsperspektiven in den nord- und mitteleuropäischen Metropolen 2011 wieder verbessern, fallen die Immobilienmärkte der Euro-Krisenstaaten weiter zurück, wie aus der Studie “Emerging Trends in Real Estate Europe 2011″ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC mit dem Urban Land Institute (ULI) hervor geht.

Die 600 befragten europäischen Immobilienexperten bewerten die europaweiten Renditechancen von Immobilieninvestitionen (bestehende Portfolios und Zukäufe) mit der Durchschnittsnote 5,09 auf einer Skala von neun (“hervorragend”) bis eins (“katastrophal”). Damit fällt die Einschätzung der Ertragsperspektiven leicht positiv aus. Im Jahr 2010 lag der Durchschnittswert mit 4,74 Punkten niedriger. Weiterlesen »

Freitag, 11. Februar 2011, von Elmar Leimgruber

U-Bahn-Chef Bergner: Umbauarbeiten sind Grund für Ausfälle

Wiens U-Bahn-Chef Karl Bergner steht den Journalisten Rede und Antwort

Zahlreiche Umbauarbeiten und Provisorien sind für die vielen Ausfälle vor allem der U4 in Wien verantwortlich. Dies erklärte Wiens U-Bahn-Chef Karl Bergner am Donnerstag (10.2.) auf Anfrage von redakteur.cc. Der stundenlange Ausfall der U3 hingegen aufgrund eines Trafobrandes hingegen sei bislang einmalig in der Geschichte der Wiener U-Bahn anlässlich einer vom Österreichischen Journalisten Club (ÖJC) organsierten Expedition in die U-Bahn-Leitstelle in Wien-Erdberg.

Es sei zwar bedauerlich, dass letzthin Passagiere stundenlang in einer U4-Garnitur “gefangen” waren, jedoch gehe immer die Sicherheit der Fahrgäste vor. Der angekündigte Ausfall der U1 zwischen Stephansplatz und Reumannplatz im Sommer 2012 für sieben Wochen sei hingegen für die Errichtung von Querverbindungen zwischen den Gleisen notwendig, um bei künftigen technischen Gebrechen schneller und effizienter reagieren zu können, verteidigte Bergner die vielkritisierte Maßnahme. Weiterlesen »

Donnerstag, 10. Februar 2011, von Elmar Leimgruber

Die NATO, das Machtimperium des Wiener Bürgermeisters und seine Marionetten

Wiens Bürgermeister Michael Häupl, der Initiator der Bundesheer-Diskussion

Eigentlich hatte ich ja gehofft, die Thematik und Problematik Wehrdienst und den nach außen hin dafür verantwortlichen österreichischen Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) schon zur Genüge geschildert, analysiert und kommentiert zu haben. Doch leider nein:

Zum einen hat nun der inoffizielle Big-Boss der österreichischen Bundesregierung, der Wiener Bürgermeister Michael Häupl, offiziell das bestätigt, was ich unlängst hier über die Zukunft der Bundesheere geschrieben habe. Doch dazu später in diesem Beitrag.

Und andererseits misslang letzten Freitag (4.2.) leider eine grossartige Chance, die Absetzung dieses unfähigen Verteidigungsministers. Natürlich hätte es eine eine Mehrheit dafür gegeben: Die Stimmung war denklich schlecht, hatte die SPÖ mit der plötzlichen Forderung des Aus für die Wehrpflicht ja das Koalitionsabkommen gebrochen, das den verpflichtenden Wehrdienst einzementiert. Weiterlesen »

Mittwoch, 9. Februar 2011, von Elmar Leimgruber

Fraunhofer bringt 3D-Filme auf das Handy

Fraunhofer bringt das 3D-Handy
Foto: © Fraunhofer HHI

3D-Filme werden schon in Kürze am Handy abrufbar sein. Fraunhofer-Forscher haben nämlich den neuen Mobilfunkstandard LTE-Advanced mit einem Video-Kodierverfahren kombiniert. In Verbindung mit dem neuen Mobilfunkstandard 3G-LTE lassen sich 3D-Filme laut Fraunhofer schnell und in bester Qualität empfangen. Das im LTE-Funksystem integrierte Radio Ressource Management ermöglicht demnach eine flexible Datenübertragung und berücksichtigt dabei unterschiedliche Qualitätsanforderungen (Quality of Service).

Eine Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM ergab, dass in Deutschland mittlerweile 10 Millionen Menschen mit dem Handy im Internet surfen. Und es gibt noch einen weiteren Hype, der ungebrochen ist: Filme in 3D. Forschern am Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut HHI in Berlin ist es gelungen, beides zu verbinden und das mobile Internet dreidimensional zu machen. Weiterlesen »