Montag, 8. Oktober 2012, von Elmar Leimgruber

13. Lange Nacht der Museen: 435.000 Besucher

Rund 435.000 Besuche nahmen in der Nacht von Samstag auf Sonntag an Österreichs größtem Kulturevent, der “Langen Nacht der Museen” teil. In der Zeit von 18.00 bis 1.00 Uhr Früh präsentierten 677 Museen, Galerien und Kulturinstitutionen unter dem Motto “Kultur, die beflügelt – ein Ticket, 677 Museen” ihre Sammlungen. Zum bereits 13. Mal fand am Samstag, dem 6. Oktober 2012, die  “ORF-Lange Nacht der Museen” in ganz Österreich sowie in Liechtenstein statt.

Die meisten Besucherinnen und Besucher gab es erwartungsgemäß in der Bundeshauptstadt Wien (203.355 Besuche), gefolgt von der Steiermark (42.969 Besuche) und Salzburg (42.651 Besuche). Das am meisten besuchte Haus war auch in diesem Jahr das Naturhistorische Museum in Wien mit 13.009 Besuchen. Weiterlesen »

Sonntag, 7. Oktober 2012, von Elmar Leimgruber

Großartig: Otto Schenk, die Legende, live

Er ist eine der wenigen noch lebenden Legenden, ein echtes unverwechselbares Wiener Original: Otto Schenk. Am Freitag war er im Wiener Theater Akzent zu Gast und bot Comedy und Gustostückerln vom Allerfeinsten. Wer den mittlerweile 82-jährigen Schauspieler und Komödianten Otto Schenk noch nie live erlebt hat, sollte sich ihn, den Großmeister der alten Kleinkunst mit der einprägsamen Stimme, dem einmaligen Sprechstil der  und der unverwechselbaren Gestik keinesfalls länger entgehen lassen. Weiterlesen »

Freitag, 5. Oktober 2012, von Elmar Leimgruber

Aktionswoche gegen illegale Arzneimittel

Foto: © Elmar Leimgruber, redakteur.cc

Gleich drei österreichische Ministerien (BMF, BMG und BM.I) beteiligten sich gemeinsam an der Operation “Pangea V” im Kampf gegen den Handel mit illegalen Arzneimitteln im Internet: “Oft sind sich die Kunden nicht über die möglichen Gesundheitsschäden bewusst”, warnt Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. Das Arzneiwareneinfuhrgesetz 2010 verbietet daher Privatpersonen sowohl die Bestellung von Medikamenten im Internet als auch die anschließende Einfuhr. Diese Verstöße wurden bei den Verwaltungsstrafbehörden zur Anzeige gebracht. Allgemein ist der Vertrieb von illegalen Arzneimitteln via Internet, unter dessen Begriff unter anderem auch Doping- und Potenzmittel im Steigen. Insgesamt schlossen sich im Zeitraum von 25. September bis 02. Oktober 2012 weltweit 100 Länder der Operation “Pangea V” an.

Schwerpunkt des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) waren heuer diverse dubiose Internetbezugsquellen. Insgesamt überwachte das BASG 21 Websites solcher zweifelhaften Anbieter, über die Verdachtsarzneimittel und Arzneimittelfälschungen vertrieben wurden. “Es gelang uns, Arzneimittelfälschungen im Wert von 33.000 Euro sicherzustellen. In erster Linie wurden Potenzmittel angeboten. Die Betreiber dieser illegalen Verkaufsseiten verwendeten eine österreichische Apotheke als fiktiven Absender, um derart den Käufer in vermeintliche Sicherheit zu wiegen”, so Marcus Müllner, Leiter des BASG. Rund 1.000 Packungen Cialis und Viagra wurden vom BASG beschlagnahmt. Müllner: “Das BASG warnt Konsumenten dringend vor dem Kauf von Arzneimitteln aus dubiosen Internetquellen.” Weiterlesen »

Donnerstag, 4. Oktober 2012, von Elmar Leimgruber

5. Oktober: Welttag der Lehrer

Der 5. Oktober ist Welttag der Lehrerin und des Lehrers. Er erinnert an die ILO/UNESCO-Empfehlung über die Stellung der Lehrer/innen (1966) und die bedeutende Rolle der Lehrer für qualitativ hochwertige Bildung. Ziel des Welttags ist es, auf die verantwortungsvolle Aufgabe von Lehrern aufmerksam zu machen und das Ansehen der Lehrer weltweit zu steigern. Diesen internationalen Aktionstag rief daher der damalige Generaldirektor der UNESCO, Federico Mayor 1994 auf der internationalen Bildungskonferenz in Genf den Welttag der Lehrer (World Teachers Day) ins Leben.

Um qualitativ hochwertige Bildung sicherzustellen, müssen laut UNESCO gut qualifizierte und motivierte Lehrkräfte ausgebildet werden. Die beruflichen Anforderungen sind vielfältig: In einer schnelllebigen und zunehmend vernetzten Welt haben Lehrerinnen und Lehrer nicht nur die Aufgabe, ihren Schülern Wissen zu vermitteln. Sie sollen die Schüler auch zu verantwortungsbewussten Bürgern erziehen, betont die UNESCO. Die Schüler sollen lernen, mit neuen Technologien umzugehen und sich mit Themen wie Gesundheit und Umwelt aktiv auseinandersetzen. Weiterlesen »

Mittwoch, 3. Oktober 2012, von Elmar Leimgruber

Deutscher Fernsehpreis 2012 gedenkt Dirk Bach (+51)

Der deutsche Comedian Dirk Bach verstarb am 1. Oktober 2012 überraschend
Foto: CC Manfred Werner

Am Dienstag, 2. Oktober 2012 wurde im Coloneum Köln der Deutsche Fernsehpreis verliehen. Die Entscheidungssitzung der Jury wurde überschattet von der Nachricht vom überraschenden Tod des Schauspielers und Entertainers Dirk Bach. Die Juryvorsitzende Christiane Ruff: “Mit großer Betroffenheit hat die Jury die Nachricht vom Tode Dirk Bachs aufgenommen. Mit ihm verliert das deutsche Fernsehen eine seiner großen und prägenden Persönlichkeiten. Er wird uns allen sehr fehlen. Unsere Anteilnahme gilt seinem Lebensgefährten, seiner Familie und seinen Freunden.”

Frank Elstner erhält in diesem Jahr den Ehrenpreis der Stifter des Deutschen Fernsehpreises. „Frank Elstner steht mit seinem Lebenswerk für die große deutsche Fernseh-Unterhaltung. Bei den gestrigen Juryentscheidungen erhielt das ZDF, das die Gala am Donnerstag ausstrahlt, vier Preise. Die ARD und SAT.1 erhalten jeweils drei Preise, RTL, VOX und ProSieben je einen Preis. Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen. Die Stifter sind in diesem Jahr: Anke Schäferkordt (Geschäftsführerin Mediengruppe RTL Deutschland), Vorsitz, Monika Piel (Intendantin WDR/für die ARD), Nicolas Paalzow (Geschäftsführer SAT.1) und Thomas Bellut (Intendant ZDF). Weiterlesen »

Dienstag, 2. Oktober 2012, von Elmar Leimgruber

“Less Risk – More Fun”: Brettspiel zur Vermeidung von Risiken

Weil laut Umfrage ein Großteil der Menschen in Österreich keine Ahnung in Versicherungsfragen hat, zieht der Österreichische Versicherungsverband (VVO) nun Konsequenzen: Um vor allem Jugendliche umfassend und spielerisch über Risiken und Versicherung zu informieren, wurde das neue Brettspiel “LESS RISK – MORE FUN” entwickelt. Das Spiel entstand als Kooperation des VVO mit der “Initiative für Teaching Entrepreneurship” sowie der “Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems” (KPH) und wurde von Johannes Lindner und Gerald Fröhlich entwickelt. Und das Beste: man muss es nicht kaufen, sondern es ist für Schulen kostenlos.

Ziel des Spiels “LESS RISK – MORE FUN”, bei dem bis zu zwölf Spieler teilnehmen können, ist es, möglichst unbeschadet Risiken unterschiedlicher Lebensphasen zu bewältigen und letztlich das “Ziel” zu erreichen: gesund und glücklich alt zu werden. Das Spiel ist als Rollenspiel konzipiert und kann auf Zeit, mit einer bestimmten Anzahl an Runden oder bis zum Erreichen des Ziels gespielt werden. Hierbei wird miteinander und nicht gegeneinander gespielt. Das Spiel richtet sich an Jugendliche ab zwölf Jahren und kann in zwei unterschiedlichen Levels jeweils auf Deutsch und auf Englisch gespielt werden. Weiterlesen »

Montag, 1. Oktober 2012, von Elmar Leimgruber

Evita in Baden: Nur “nett” ist zu wenig

Jasmina Sakr, Franz Csencsits, Maya Hakvoort, Boris Pfeifer, Reinwald Kranner

Sie war bereits Kaiserin Elisabeth von Österreich und ist es es auch nach wie vor in Japan. Ich schätze sie sehr und ich liebe ihre Stimme. Und große Frauenrollen (wie jene von Sisi) liegen ihr grundsätzlich auch: Maya Hakvoort. Der holländische Musicalstar glänzte in den vergangenen Monaten zudem mit einem äußerst lobenswerten Solo-Programm. Und diesen Sommer war Maya in Baden erneut Evita, der strahlende, wenn auch keineswegs unproblematische Polit-Star Argentiniens. Aber -wie schreibe ich es am besten- irgendwie war ich hier enttäuscht von der großen Maya Hakvoort.

Sie ist dieser anspruchsvollen Rolle grundsätzlich zwar wohl gewachsen, so hoffe ich. So gibt es auch Songs, die sie grandios und in der nötigen Professionalität interpretiert. Dennoch darf besonders jener Song, auf den alle warten, nicht ohne große innere Stärke gesungen werden: “Ruf nicht nach mir Argentinien” (wieso heisst der unbegreiflicherweise in Baden so, wo ihn jedermann mit dem Text “Wein nicht um mich Argentinien” (deutscher Text: Michael Kunze) kennt und er im englischen Original auch “Don’t cry for me Argentina”  lautet?) zieht den Zuschauer zwar gleich auch von der Inszenierung her in den Bann, aber dann ist weder Maya präsent als Evita noch der Zuschauer bei ihr, bis es ihr erst wieder mühsam gelingt, das Publikum zurückzuerobern. Weiterlesen »

Montag, 1. Oktober 2012, von Elmar Leimgruber

Goldenes Komturkreuz für Südtirols Landeshauptmann Durnwalder

Südtirols Landeshauptmann Durnwalder erhält Goldenes Komturkreuz von Niederösterreichs Landeshauptmann Pröll
Foto: NLK Filzwieser

Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll hat seinem Südtiroler Amtskollegen Luis Durnwalder die höchste Auszeichnung, das Goldene Komturkreuz verliehen. Im Zuge eines Arbeitsgespräches wurden vor allem Fragen der Europa-, der Arbeitsmarkt- und der Energiepolitik erläutert. Pröll bezeichnete die Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und Südtirol als ein „gutes Beispiel, wie es gelingen kann, dass Regionen gut voneinander profitieren können”.Beide Länder, so betonten heute die Landeshauptleute Durnwalder und Erwin Pröll, könnten voneinander lernen und müssten in Brüssel ihre Stimme “zum Chor vereinen”.

Landeshauptmann Pröll erinnerte an die niederösterreichische Initiative im Zusammenhang mit der neuen EU-Förderkulisse ab dem Jahr 2014. Südtirol sei eine der ersten Regionen gewesen, die sich dieser Initiative angeschlossen habe. 208 Regionen und 114 Städte aus ganz Europa haben die „St. Pöltner Erklärung” unterzeichnet, so Pröll: „Diese ist nun Grundlage für die Verhandlungen in Brüssel. Wir hoffen, dass ein Ergebnis zu Stande kommt, das die Entwicklungsperspektiven der europäischen Regionen auch in Zukunft sichert. Denn wenn sich die einzelnen Regionen entwickeln können, ist das auch für das gesamte Europa positiv.” Weiterlesen »

Freitag, 28. September 2012, von Elmar Leimgruber

Sonnleitner: Schuldenkrise ist gewollt – Euro-Geddon naht

Walter Sonnleitner

Es ist durchaus im Sinne und Wunsch der USA, dass in Europa Schulden produziert und angehäuft werden, weil die Europäische Union (EU) abhängig von den USA bleiben soll. Diese These vertrat der Wirtschafts-Experte und langjährige ORF-Wirtschaftsredakteur Walter Sonnleitner am Rande der Präsentation seines aktuelles Buches “Retten Sie Ihr Geld: Und gewinnen Sie in der Krise”. Ab 90% des Bruttoinlandsproduktes (BIP)  an Staatsschulden sei der Staatsbankrott nahe. Die USA aber hätten bereits jetzt 100% Staatsschulden. Um also von ihren eigenen Wirtschaftsproblemen abzulenken, setzten sie daher bewusst ihre Ratingegenturen ein, um Europa zu misskreditieren, so Sonnleitner.

Und auch die Einführung des Euro sei nicht wirklich freiwillig geschehen, sondern sei der Preis für die deutsche Wiedervereinigung: Diese sei von den ärmeren Staaten Europas nur akzeptiert worden, wenn das wohlhabende Deutschland im Gegenzug dazu bereit wäre, eine gemeinsame Währung einzuführen, um auch selbst zu denselben günstigen Konditionen zu kommen wie Deutschland. Doch es könne so nicht weitergehen: Denn auch das Mästen der Martinigans habe eigentlich nur einen Zweck: sie letztlich zu schlachten. Weiterlesen »

Donnerstag, 27. September 2012, von Elmar Leimgruber

Klenk: Journalismus-Ausbildung nur für Berufstätige

 

Ressl, Hinterleitner, Turnheim, Bruckenberger, Wasserbauer, Klenk

Nur diejenigen sollten Journalismus studieren, die vorher bereits einen anderen Beruf erlernt haben. Dies forderte Florian Klenk, Chefredakteur des “Falter” beim gestrigen “Treffpunkt Medien” zum Thema “Selbstdarsteller, Redaktionsmitglied oder Web 2.0-Netzwerker -Was muss der Journalist von morgen sein?” In manchen Medien sei es zu Recht üblich, dass ein Jurist über juristische Themen schreibt und ein Arzt über medizinische Themen: dies sollte eigentlich selbstverständlich sein, meinte Klenk. Er vermisse zudem echten Journalismus, der darin bestehe, “rauszugehen, zu recherchieren und gute Geschichten” zu suchen. Der reine Agentur-Journalismus werde an Bedeutung verlieren, während “das Erzählen von guten Geschichten” immer von Bedeutung bleiben werde, zeigte sich Klenk, der auch auf Twitter “nicht privat” postet, überzeugt.

Wasserbauer, Klenk

Das Web 2.0 und Social Networks (Facebook, Twitter…) seien zwar sehr schnelle Medien, für eine Nachrichtenagentur sei aber letztlich -bei allem Bemühen um Geschwindigkeit- der Wahrheitsgehalt der Information entscheidend, erklärte Johannes Bruckenberger, Stv. Chefredakteur der Austria Presse Agentur (APA). Er ermutige seine Mitarbeiter, in sozialen Netzwerken auch selbst aktiv zu sein und diese auch zu nützen, so Bruckenberger. Weiterlesen »