Donnerstag, 10. November 2011, von Elmar Leimgruber

Erfindermesse iENA prämiert Nachwuchstalente

Erfindermesse iENA
Grafik: iena.de

Der 9. November ist der Internationale Tag der Erfinder und der heutige 10. November der Welttag der Wissenschaft für Frieden und Entwicklung der UNESCO. Die iENA, die Internationale Fachmesse „Ideen-Erfindungen-Neuheiten“ in Nürnberg, überzeugte mit tollen Ideen aus aller Welt und bot den Erfindern Kontakte zu Fachbesuchern aus 41 Ländern.  Vom hohen Niveau der Erfindungen zeigte sich auch die Fachjury der iENA beeindruckt, die insgesamt 120 Goldmedaillen, 176 Silbermedaillen und 93 Bronzemedaillen vergab und besonders herausragende Erfindungen mit Sonderpreisen auszeichnete.

Der „Große Preis der iENA 2011“ ging diesmal an simply2show Georg Witkowski, der bei der iENA ein Interaktives Schaufenster- Touch-System vorstellte, bei dem die Passanten durch Berühren der Schaufensterscheibe Produktinformationen über das Warensortiment auf einem Bildschirm abrufen können. Vier österreichische Schüler-Teams ergatterten drei zweite Plätze und einen dritten Platz im Wettbewerb um die kreativste Jugenderfindung. Insgesamt wurden 800 Erfindungen und Produktneuheiten aus 30 Ländern präsentiert. In den einzelnen Kategorien wurden folgende Medaillen vergeben: Weiterlesen »

Mittwoch, 9. November 2011, von Elmar Leimgruber

EU will härtere Gesetze gegen Sexualverbrechen an Kindern

Österreichs Justizministerin Beatrix Karl

Die Verpflichtung der Mitgliedsstaaten zu härterer Gesetzgebung bei Sexualverbrechen an Kindern sowie zum Löschen von Kinderpornoseiten im Internet hat das EU-Parlament kürzlich beschlossen. Die Richtlinie zur Bekämpfung von sexuellem Missbrauch und sexueller Ausbeutung von Kindern und Kinderpornographie, auf die sich Europaabgeordnete und Innenminister der Mitgliedstaaten bereits geeinigt haben, wird EU-weite Bestimmungen zur Prävention, Strafverfolgung von Tätern und zum Opferschutz einführen. Die Mitgliedstaaten haben nun zwei Jahre Zeit, die neuen Regeln in ihre jeweilige nationale Gesetzgebung zu übersetzen.

Null Toleranz für Gewalt gegen Kinder will Österreichs Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) bereits jetzt mit ihrem Kinderschutzpaket rechtlich fixieren: In der Strafgesetznovelle 2011 sind strengere Strafen für Gewalt gegen Kinder, das Verbot von Cyber-Grooming, sowie eine Nachschärfung beim Thema Kinderpornographie enthalten. Außerdem wird die Liste von jenen Delikten erweitert, die, obwohl im Ausland begangen, in Österreich strafbar sind. So sollen in Zukunft die österreichischen Strafgesetze ohne Rücksicht auf die Gesetze des Tatorts bei Genitalverstümmelung und schwerer Nötigung gelten: Dazu zählen auch Zwangsverheiratungen. Der Strafrahmen hierfür beträgt künftig bis zu fünf Jahre Haft. Weiterlesen »

Dienstag, 8. November 2011, von Elmar Leimgruber

UNO-Bericht fordert globale Finanzmarktsteuer

Die Einführung innovativer Finanzierungsquellen wie eine Devisentransaktionssteuer und eine „grüne“ Wirtschaftspolitik, die nicht nur auf Nachhaltigkeit setzt, sondern auch soziale Gerechtigkeit fördert, sind dringend notwendig. Auch dies geht aus der aktuellen Ausgabe des weltweit renommierten UN- Berichts über die menschliche Entwicklung (HDI) hervor, der -wie berichtet- vom UN-Entwicklungs­programm (UNDP) und der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) letzthin vorgestellt wurde. Die Autorinnen und Autoren des Berichts unterstützen demnach zur Finanzierung des Klimaschutzes und zur Verringerung von Ungleichheit und extremer Armut die Forderung nach einer internationalen Devisentransaktionssteuer bzw. einer allgemeineren Finanztransaktionssteuer.

Die Zeit sei gekommen, in der eine solche Steuer sich auch problemlos umsetzen ließe, heißt es in dem Bericht. Eine Abgabe von lediglich 0,005 Prozent auf Devisengeschäfte könnte pro Jahr 40 Milliarden Dollar oder mehr einbringen, schätzt der Bericht. Eine solche Steuer würde es ermöglichen, dass diejenigen, die am meisten von der Globalisierung profitieren, denen helfen, die am wenigsten davon haben. Allein zur Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel, vor allem in Südasien und in Afrika südlich der Sahara, werden jährlich rund 105 Milliarden Dollar benötigt. Weiterlesen »

Montag, 7. November 2011, von Elmar Leimgruber

Fraunhofer entwickelt Roboterspinne für Gefahreneinsätze

Die Roboterspinne des Fraunhofer Instituts
Foto: © Fraunhofer IPA

Wissenschafter des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) haben einen Laufroboter in Spinnenform entworfen. Spinnen sind sehr beweglich, einige springen sogar. Diese Fähigkeit verdanken sie ihren hydraulisch betriebenen Gliedern. Fraunhofer hat jetzt einen Laufroboter mit 20 cam langen Spinnenbeinen konstruiert, der den Antrieb der Spinnenbeine zum Vorbild hat. Elastische Faltenbälge dienen als Gelenke.

Das im 3D-Druckverfahren gefertigte Leichtgewicht erkundet für den Menschen unzugängliches Terrain. Ein Prototyp des Roboters ist vom 29. November bis zum 2. Dezember auf der Messe EuroMold 2011 in Frankfurt auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand (Halle 11, Stand C66) zu sehen. Weiterlesen »

Sonntag, 6. November 2011, von Elmar Leimgruber

Arbeiterkammer fordert Jugendschutz bei Handytarifen

Jugendschutz ist für die Handybetreiber meist ein Fremdwort, ortet die Arbeiterkammer in einer neuen Erhebung. Demnach gibt es bei Vertragshandys für Kids kaum Sicherheit, weder bei den Kostenlimits noch bei Internetsperre. Die Folge davon: Hohe Handyrechnungen sind für viele Jugendliche bereits die Einbahn in die Verschuldung.

Die AK hat diesbezüglich bei vier Anbietern nachgefragt. Das Ergebnis ist ernüchternd: Auf Nummer sicher gehen Kids mit Wertkartenhandys. Bei Vertrags-Handys fehlen oft individuelle Kostenlimits, Anbieter-Internetsperren und einheitliche Kontrollen für bestimmte Inhalte. Manche Anbieter haben einen Minischutz – die wenigen Extras sind uneinheitlich und kosten teilweise etwas, kritisiert die AK.

Für besten Schutz sorgen Wertkarten, raten die meisten Handyanbieter. Aber das entspricht aber laut AK nur selten der Realität. Bei Wertkarten gibt es Extras für die Kleinen – zum Beispiel kostenlose Kinder-TV-Kanäle sollen die Kleinen bei Drei bei Laune halten. Ist das Guthaben alle, können Kids bei Orange ein “Call me”-SMS zur Wiederauflade-Erinnerung an die Eltern senden, zeigt der AK Test.

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Freitag, 4. November 2011, von Elmar Leimgruber

“Missbrauch” und “Terror” von Viennale ausgezeichnet

Markus Schleinzer und Igor Hauzenberger erhielten den Wiener Filmpreis 2011
Foto: © Robert Newald

Mit der Verleihung des Wiener Filmpreises ging die diesjährige 49. Viennale, das internationale Filmfestival Wien zu Ende. Zum dritten Mal wurde der «Wiener Filmpreis» gesondert in den Kategorien «Spielfilm» und «Dokumentarfilm»  vergeben. Es gibt zwei gleichwertige Auszeichnungen, von denen jede mit Geldspenden und Sachwerten in der  Höhe von 12.000 Euro dotiert ist.

Als bester Spielfim wurde  “Michael” (über Missbrauch) von Markus Schleinzer, als bester Dokumentarfilm “Der Prozess” (über den Prozess gegen geschäftsschädigende Tierschützer nach dem Terror-Paragraphen) von Gerald Igor Hauzenberger ausgezeichnet. Die Viennale 2011 ging mit dem Abschlussfilm “The Ides of March” von George Clooney zu Ende. Weiterlesen »

Donnerstag, 3. November 2011, von Elmar Leimgruber

Die Zeit ist reif für eine europäische Zentralregierung

Nein, das kann so nicht weitergehen mit der Europäischen Union (EU). Ich bin bekanntlich ja überzeugter Europäer und sehe auch keine Alternative zu einem vereinten Europa. Und ein Rückfall in einen Vielstaaten-Europa wäre verheerend.

Aber trotzdem: so kann es nicht weitergehen: Die EU muss zu einer wirklichen Union Europas werden. Es kann nicht so sein wie bisher, dass jeder Staat zuallererst seine eigenen Nationalinteressen vertritt und so weiterwurstelt wie bisher und Schulden anhäuft in Massen, in dessen Folge ihn die Gemeinschaft dann auch noch finanziell auffangen muss. Weiterlesen »

Mittwoch, 2. November 2011, von Elmar Leimgruber

UNO: Norwegen hat welthöchste Lebensqualität

Norwegen bleibt nach wie vor weltweit das Land mit der höchsten Lebensqualität. Dies geht aus dem aktuellen UNO-Bericht zur menschlichen Entwicklung hervor, der heute vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht wurde. Zu den ersten zehn Ländern des HDI-Rankings gehören demnach außerdem Australien, die Niederlande, die USA, Neuseeland, Kanada, Irland, Liechtenstein, Deutschland und Schweden. Werden jedoch die Ungleichheiten in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Einkommen berücksichtigt, fallen etwa die USA vom 4. auf den 23. Platz zurück.

Österreich liegt im HDI-Ranking übrigens auf dem 19. Platz, während die Schweiz Platz 11, Frankreich den 20., Spanien den 23., Italien den 24., Großbritannien den 28. und das schwerverschuldete Griechenland den 29. Platz belegen. Der HDI wurde vor 20 Jahren als Gegenmodell zu rein ökonomischen Entwicklungs-Gradmessern entwickelt. Er berücksichtigt auch statistische Daten zu Gesundheit, Umwelt und Bildung. Der vollständige Bericht kann hier (in englischer Sprache) kostenlos downgeloadet werden. Weiterlesen »

Dienstag, 1. November 2011, von Elmar Leimgruber

Jungschar sieht Halloween kritisch

Während Halloween der Wirtschaft heuer allein in Wien einen zusätzlichen Umsatz von 12 Millionen Euro bringt, sieht die Katholische Jungschar eine zunehmende Kommerzialisierung des Brauchtums rund um den heutigen Allerheiligentag kritisch. Deren Bundesvorsitzende Christina Schneider sieht in der Entwicklung die Gefahr einer Verflachung in der Auseinandersetzung mit dem Tod:

“Der Umgang mit dem Sterben wird in der modernen Gesellschaft immer mehr ausgeblendet”. Zu Allerheiligen und Allerseelen gehört die Erinnerung an die Verstorbenen und auch die Beschäftigung mit der eigenen Sterblichkeit”. Ein Allerheiligen-Impuls ist hier bei redakteur.cc abrufbar und eine Facebookseite zum Mitdiskutieren gibts hier. Weiterlesen »

Montag, 31. Oktober 2011, von Elmar Leimgruber

Weltspartag: 10 Prozent besitzen 54 Prozent des gesamten Vermögens

Eine wenig erfreuliche Info zum Weltspartag 2011, der alljährlich am heutigen 31. Oktober begangen wird, bietet in diesem Jahr die österreichische Armutskonferenz: Die reichsten 10 Prozent der  Bevölkerung besitzen über 54 Prozent des gesamten Geldvermögens. Wenn also berichtet wurde, dass jeder Österreicher durchschnittlich um die 50.000 Euro an Geldvermögen besitzt, so stimmt dies so nicht, so die Armutskonferenz. Insgesamt hätten nur zwei Prozent der Sparkonten Einlagen über 50.000 Euro.

Die soziale Ungleichheit wird in und nach Wirtschaftskrisen größer, wie der renommierte britische Sozialwissenschafter Tony Atkinson anhand von vierzig Wirtschaftskrisen beobachtet hat. Der World Wealth Report berichtet bereits wieder von einem Anstieg des Reichtums der Reichsten um 8%, bei gleichzeitiger Armut und Arbeitslosigkeit. “Wir sehen eine zunehmende Ungleichheit innerhalb der Arbeitseinkommen und gleichzeitig eine wachsende Schere durch wieder steigende Vermögenseinkommen bei wenigen ganz oben.”, so die Armutskonferenz, welche Daten der Österreichischen Nationalbank (ÖNB) zitiert: Weiterlesen »