Ganz schön viele Promis waren zugegen bei der gestrigen österreichischen Staatsmeisterschaft im Kaffeeverkosten. Und hier sind sie, meine Eindrücke in Bildern:
Grundsätzliche Infos zum Ereignis finden Sie hier und meinen Kommentar zu diesem Ereignis finden Sie hier.
Kaffee ist Geschmacksache. Gar keine Frage. Auch welcher Kaffee wem zu welcher Tageszeit und wo schmeckt. Dennoch: es gibt auch leckeren Kaffee, den Kaffeegeniesser grundsätzlich zu schätzen wissen. Und damit meine ich keinesfalls dieses bräunliche warme Wässerlein, das man zuweilen in Wien auch in angeblich guten Traditions-Cafes vorgesetzt bekommt und dies zu einem teils unterträglich hohen Preis.
Ich erlaube mir in diesem Zusammenhang auch einen selbstkreierten Scherz, den ich seit Jahren über die Wiener Kaffeehauskultur erzähle: Warum sitzen so viele Menschen in Wien den ganzen Nachmittag über in Kaffeehäusern bei einer Tasse Kaffee? Ja, weil er so grauslich schmeckt und dabei so schweineteuer ist, dass man eben seine drei bis vier Stunden benötigt, um dieses Gesöff runterzubekommen.
Ok, ich gebe es zu: in den letzten paar Jahren hat sich selbst in Wien auch Einiges zum Guten verändert, aber noch immer bekommt man vor allem in relativ wenigen Wiener Kaffeehäusern noch keinen wirklich guten Kaffee. Dies trifft sicher nicht auf alle Wiener Kaffeehäuser zu -ich denke da vor allem an ein Traditionshaus, in dem es unwiderstehlich herrlichen Kaffe gibt- aber was sonst teilweise als Kaffee serviert wird, ist unter jeder Kritik. Und hier sollte sich vor allem in einer Stadt mit Kaffekultur was zum Positiven hin ändern, finde ich.
Aber nun zum eigentlichen Thema: Gestern fand -wie berichtet- in Wien die österreichische Staatsmeisterschaft im Kaffeeverkosten statt. An sich eine sehr gute Idee, vor allem weil bei der anschliessenden Kaffeegala mit jeder Menge Prominenten im Festsaal des Wiener Rathauses für einen guten Zweck Kaffee verkostet wurde: zu Gunsten des Wiener Stephansdoms (für diesen wurde zudem auch ein Bild des Malers Michael Fuchs versteigert). Als Sieger in diesem Promiwettbewerb ging übrigens der Entertainer Comedian und Sänger Mad Mat Schuh hervor.
Aber nun muss ich echt senfen: Laut den Wettbewerbsregeln wird der zu verkostende Kaffee “in einer guten Standard-Filtermaschine” zubereitet und in “vorgewärmte Thermosflaschen” abgefüllt. Kaffee aus einer Filtermaschine? Was soll das für ein Kaffee sein (obwohl es selten, aber doch auch leckeren Filterkaffee gibt) und inwiefern steht dies für die Wiener Kaffee(haus)kultur? Ok, ich gebs zu,ziemlich so ähnlich schmeckt so manches Kaffeewässerchen tatsächlich in Wiener Cafes. Also bitte: Und das bei einer Staatsmeisterschaft: So gehts nun wirklich nicht!
Bei aller Sympathie für den charmanten Moderator Karl Hohenlohe und bei aller Solidarität für den guten Zweck, der durchaus lobenswert ist: Ich ersuche die Verantwortlichen für die Kaffeeverkostungs-Staatsmeisterschaft, für die Zukunft die Regeln dahingehend zu verändern, dass frischgemahlener und frischgebrühter Bohnenkaffee serviert wird, wie es sich wohl gehört. Dafür müsste sich schon der Österreichische Kaffee- und Teeverband stark machen ganz im Sinne der Kaffeekultur in Österreich und Wien. Dann werde ich mich vielleicht nächstes Jahr auch persönlich an der Verkostung beteiligen. Und bis dahin gönne ich mir meine Kaffees weiterhin immer wieder gern in jenem edlen Wiener Haus, in dem der Kaffee doch tatsächlich noch besser schmeckt als bei mir zuhause, wo ich ihn natürlich auch nur frischgemahlen und serviert geniesse.
Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass für die Besucher der Kaffeegala frischer Automatenkaffee angeboten wurde. Aus Neugier habe ich diesen verkostet. Und als begeisterter Kaffeekenner und Kaffeegeniesser muss ich leider sagen: der war maximal unterer Durchschnitt: er schmeckte verdächtig nach einer Marke, die sich trotz Aromalosigkeit ind er Werbung mit einem “Verwöhnaroma” schmückt, auf meine Frage, welcher Kaffee denn verwendet wurde, antwortete man mir aber: er sei speziell für den Automatenhersteller gefertigt worden: na dann:-)
Wer endlich mal unter Beweis stellen möchte, dass er ein wahrer Kaffeekenner ist, hat am Montag die Gelegenheit dazu. Ab 13.00 Uhr startet im Wiener Rathaus die 4. Österreichische Kaffeverkostungs-Staatsmeisterschaft.
Man muss laut dem Veranstalter kein Experte sein, um bei der Staatsmeisterschaft mitmachen zu können. Eine gewisse Affinität zu Kaffee sollte aber doch gegeben sein. Dazu noch feine Geschmacksnerven wie bestes Unterscheidungsvermögen – und schon hat man die besten Zutaten für eine Teilnahme am 3. Mai 2010 beisammen. In einem VIP-Bereich werden sich zudem auch Prominente am Kaffetesten beteiligen.
Laut Bedingungen wird je Teilnehmer eine Serie von acht Triangular-Sets aufgebaut. Jedes Triangular besteht aus 3 Bechern, von denen jeweils 2 identischen Kaffee enthalten. Das Ziel für den Teilnehmer ist es, den 3. Kaffee zu identifizieren, der von den 2 gleichen verschieden ist. Die 8 Triangular-Sets sind für jeden Teilnehmer gleich aber die Reihenfolge der Becher in jedem Set jedes mal neu angepasst werden. Der Becher mit dem Kaffee, der sich von den anderen unterscheidet, wird am Boden mit einem Zeichen markiert. Zubereitet wird der Kaffee selbst “in einer guten Standard-Filtermaschine”.
Der Sieger der österreichischen Kaffeeverkostungs-Staatsmeiserschaft wird am Abend nach dem Bewerb im Rahmen der von café+co und dem Echo Medienhaus organisierten Kaffee-Gala, die ebenfalls im Rathaus stattfindet, vorgestellt und vertritt Österreich bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in London.
“Gemeinsam mit der SCAE (Speciality Coffee Association of Europe -Austrian Chapter) wollen wir die begonnene Erfolgsgeschichte fortsetzen und daher die Kaffeeverkostungs- Staatsmeisterschaft weiterhin in Österreich durchführen. Diese Veranstaltung soll den Kaffee, der bereits zum ‘Österreichischen Kulturgut’ gehört, eine zusätzliche Öffentlichkeit geben.” so Gerald Steger, Vorsitzender der Geschäftsführung von café+co.
Mehr Infos zur Staatsmeisterschaft sind online verfügbar und mein Kommentar folgt anschliessend an die Veranstaltung.
Ja, wenn man bloss nicht so abhängig wäre von diesen und jenen Einnahmequellen! Ja, dann könnte man unabhängigern und kritischen Journalismus pflegen. Und dann könnte man mehr und bessere Redakteure engagieren anstatt nur “Praktikanten” oder maximal Content-Füller. Ja, wenn es den Zeitungen bloss wirtschaftlich gut ginge, ja dann könnte man..
Da kommen dann schon äusserst interessante Ideen: Er habe “keine Ahnung, wohin der Zug fährt”, sagte da beispielsweise Charles E. Ritterband, NZZ-Korrespondent in Wien beim heutigen 11. Europäischen Zeitungskongress im Wiener Rathaus: seine Zeitung habeschwerwiegende finanzielle Probleme; vielleicht könnte man ja subventionieren… Dazu: Thomas Leif, SWR-Chefreporter und Vorsitzender von Netzwerk Recherche: Ja, kritischer Journalismus müsste eigentlich subventiert werden.Aha, wie wer? Ob er sich das so vorstellt, wie das in Österreich traditionell gehandhabt wird, frage ich ihn. Ob er das für wünschenwert hält, dass der jeweilige Bundeskanzler je nach seiner politischen Farbe den Chefredakteur des Republik-Blattes “Wiener Zeitung” ersetzt oder dass er genauso auch durch die Bestellung seiner politischen Lieblinge Wahlergebnisse im ORF-Publikumsrat umkrempeln kann? Nein, das meine er nicht, antwortete Leif: Es müsste eine wirklich unabhängige Stiftung gegründet werden, hinter der Verleger, die Wirtschaft… stehen. Ziel müsse jedenfalls die Subventionierung von kritischem Journalismus sein.
Ich bin dafür, ja natürlich. Aber dann müssten wirklich alle wichtigen Medienhäuser miteinander darin vertreten sein, aber nicht deren Geschäftsführer, sondern vor allem Redakteure. Und natürlich gehören auch Journalistenvertretungen in das Entscheidungsgremium einer solchen Stiftung und in Österreich zudem auch noch Vertreter der Sozialpartner. Es müsste jedenfalls sichergestellt werden, dass wirkliche Unabhängigkeit in dieser Stiftung herrscht und dass die freie Meinungsäusserung, die Pressefreiheit und die kritische Berichterstattung ohne wirtschaftliche oder p0litische Zensur ermöglicht, gefördert und auch finanziell unterstützt werden.
Aber zu glauben, dass dies so kommen könnte, ist leider illusorisch. Denn letztlich zählen unterm Strich die harten Zahlen und Fakten und wer finanziert, will Einfluss nehmen. Dabei -und hier bin ich auch vollkommen einer Meinung mit Leif- : Echter Fortschritt einer Gesellschaft ist nur möglich, wenn die Mächtigen in Politik und Wirtschaft einer medialen “Kontrolle” unterstehen und wenn man als Medium aktiven kritischen Journalismus praktiziert, selbst dann, wenn Societynews viel mehr “Einschaltquoten” bringen.
Ich appelliere an alle Verantwortlichen in den Medien, sich durch niemanden unterdrücken oder erpressen zu lassen, weder durch jene, die Inserate schalten noch durch Politiker oder durch sonstwem. Journalismus muss wirklich frei und unabhängig sein. Wenn sich alle daran halten, wird sich was ändern. Ohne einen freien und kritischen Journalismus hingegen gibt es kein Wachstum und keinen Fortschritt. Es muss im Sinne aller Verantwortlichen sein, eine echte freie und unabhängige Berichterstattung zu ermöglichen, ja sogar zu fördern.
Die allgemein übliche Volksverdummung durch Massenmedien fortzusetzen ist unverantwortlich, denn “Journalismus ist nicht Konsumgut, sondern Kulturgut” (Ritterband). Es kann nicht so sein, wie es der deutsche Buchautor Tom Schimmeck provokant formulierte: Journalisten sind oft in der Redaktion ohne Aussenkontakt “gefangen” und sind daher oft die Letzten, die wirklich mitbekommen, was “draussen” passiert. Und es braucht daher eine neue “Verantwortung im Journalismus” (Hilde Schwabeneder, Italien- und Vatikankorrespondentin des ORF), was natürlich auch eine Frage der Finanzierbarkeit ist (Moderator Michael Fleischhacker “Die Presse”: “Die Hauptbedrohung ist ökonomischer Natur”). Und schon stehen wir wieder am Anfang der Frage…
Zumindest jene Journalisten, die Wert auf ihre Gesundheit legen und diese auch feststellen lassen, sind übergewichtig. Dies ergab eine Reihenuntersuchung von Journalistinnen und Journalisten, die der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) in Zusammenarbeit mit der UNIQA Versicherungen AG durchgeführt hat. Demnach ist der Körperfettanteil bei Journalisten höher als die des Wiener Durchschnitts. Dies spricht laut ÖJC für einen erhöhten Anteil an stressbedingtem Übergewicht.
In der Flexibilität (hier fallen z.B. Muskelverkürzungen etc. auf) der Rumpfkraft und der Wirbelsäulenmessung entsprechen die Ergebnisse der Journalisten dem Durchschnitt der Wiener Bevölkerung. Die Ergebnisse zur Balance (wichtig zum Beispiel für die Sturzprävention) waren deutlich schlechter als die des Wiener Durchschnitts. Dafür waren die Ergebnisse zur Ausdauer besser als die des Durchschnitts der Wiener Bevölkerung. Untersucht wurden rund 50 Journalisten von Print-, Elektronischen- und Onlinemedien.
Derzeit wird laut ÖJC an einem Programm gearbeitet, dass auch ÖJC-Mitgliedern in den Bundesländern erlaubt, kostenlos die Leistungen des UNIQA-VitalTrucks, das Teil der Initiative “Betriebliches Gesundheitsmanagement von UNIQA” ist, in Anspruch zu nehmen. Dessen Team, das pro Tag bis zu 100 Personen testet, besteht aus 18 Personen (Ärzte, VitalCoaches und deren Assistenten).
Nach Moskau bekommt nun auch Wien seinen Roten Platz: Weil der in Wien regierenden SPÖ auch in ihrem ureigensten roten Wiener Gemeindebezirk, in Favoriten, immer mehr der traditionell roten Arbeiterschaft zur blauen FPÖ überwechseln, will sie sich ein Denkmal schaffen: Der Platz vor dem traditionellen Viktor Adler Markt auf der Favoritenstrasse soll zum Roten Platz in Wien werden: Die SPÖ will den Platz kurzerhand mit rotem Gussasphalt betonieren.
Die Opposition ist sich einig wie selten sonst: ÖVP, Grüne und FPÖ sind geschlossen dagegen, dass dieser Platz rot wird und für die Umfärbung 45.000 Euro fliessen: Anstatt in ein “SPÖ-Denkmal” und ein “SPÖ-Identitätszeichen” zu investieren, soll das Geld in Schulsanierungen investiert werden, fordert die ÖVP laut “heute”. Die FPÖ wünscht sich anstelle dieses Projekts “mehr Grün” und die Grünen wollen dafür die Umgestaltung “vergessener Plätze”.
Stimmt alles nicht, schreibt dazu die Magistratsabteilung (MA) 28 Strassenverwaltung und Strassenbau der Stadt Wien, die eine entsprechende Meldung der Wiener Gratis-Tageszeitung “heute” als “schlichtweg falsch” zurückweist: “Die Mehrkosten betragen schätzungsweise 10.000 Euro”, sagt Bernhard Engleder, Abteilungsleiter der MA 28 und betont, dass die rote Färbung des Gussasphalts eine gestalterische Maßnahme ist, die den Übergang von der Favoritenstraße zum Viktor-Adler- Markt signalisiert und darüber hinaus auch noch kostengünstiger ist als andere Farbvarianten”.
“heute” antwortet darauf, dass in der Sitzung der Favoritner Bezirksvertretung 45.000 Euro Mehrkosten genannt worden seien, aber es nun plötzlich “nur” mehr 10.000 Euro seien.
Und die Tageszeitung hat in diesem Fall mal vollkommen Recht: Mal abgesehen davon, dass rot -psychologisch betrachtet- Aggressionen fördert: Wenn man auch gewisse unsinnige Vorhaben bei den verantwortlichen Stadtvätern nicht immer verhindern kann, weil sie leider sogar genügend Geld dafür haben, um sich selbst parteipolitische Denkmäler zu setzen: zumindest können durch öffentliche Berichterstattung manchmal zumindest die Kosten hierfür auf wundersame Weise gesenkt werden. Aber als braver Bürger hilft man seiner Stadt ja gerne sparen, auch wenn uns nach den diesjährigen Wiener Gemeinderatswahlen sicherlich wieder saftige Gebührenerhöhungen (Strom, Gas, Abwasser, Müllabfuhr) ins Haus stehen werden, wie das letzte Mal auch.
Die Fläche zwischen Augustinerstraße, Albertinaplatz, Tegetthoffstraße und Führichgasse hinter der Staatsoper im ersten Wiener Gemeindebezirk trägt ab heute den Namen Helmut Zilk Platz: Im Beisein von Bundeskanzler Faymann, etlichen Mitgliedern der Wiener Landesregierung und der österreichischen Bundesregierung sowie hochrangigen Vertretern von Bundesheer und Polizei wurde der bisherige Albertina-Platz am Dienstag Vormittag von Bürgermeister Michael Häupl offiziell zum “Helmut-Zilk-Platz” umbenannt.
Es sei eine bewegende und beeindruckende Stunde, die auch Helmut Zilk sehr gut gefallen hätte, der “diese Stadt und ihre Menschen zutiefst geliebt” habe, erklärte Häupl zu Beginn seiner Eröffnungsrede. Er sei es auch gewesen, der die Errichtung des Hrdlicka-Mahnmals gegen Krieg und Faschismus mit Konsequenz und Durchhaltevermögen durchgesetzt habe. Zeit seines Lebens sei Zilk für Werte der Freiheit, der Demokratie und der Gerechtigkeit eingetreten, deshalb symbolisiere dieser Platz auch sein inhaltliches Leben und werde so dem Andenken an den großen Wiener Bürgermeister gerecht, betonte Häupl.
Die Familie Zilks – allen voran Gattin, Kammersängerin Dagmar Koller – zeigte sich laut Rathauskorrespondenz gerührt von den stattfindenden Feierlichkeiten. Helmut Zilk war von 1984 bis 1994 Bürgermeister von Wien.
Es ist höchste Zeit, dass jenem Mann ein Denkmal gesetzt wird, der wie kein anderer Wien, wie wir es heute kennen und lieben, geprägt hat: Er war zwar Sozialdemokrat (war aber auf eigenen Wunsch hin als Wiener Bürgermeister nicht Wiener SPÖ-Chef), aber er ignorierte die engen Parteigrenzen zugunsten der Menschlichkeit und des Miteinander aller in Wien lebenden Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, von ihrer Religion oder ihrer Parteiangehörigkeit. Er hatte zwar einen klaren Standpunkt und vertrat diesen auch mutig und entschieden, aber er war dennoch ein versöhnter Mensch. Und auch ein grosser Teil des vielfältigen Kulturlebens in Wien geht auf Initiativen von Helmut Zilk zurück. Er war ein vorbildlicher Politiker, dem es (im Gegensatz zu vielen anderen) nicht zuerst um sich selbst und um seinen Machterhalt ging, sondern einer, dem immer seine geliebte Stadt Wien und seine Menschen am wichtigsten waren.
Wir leben heute in einem Wien, dessen schönste Seiten vor allem von ihm grundgelegt und geprägt wurden: Die Lebensqualität, die wir sie heute in Wien kennen und schätzen, ist vielfach sein Verdienst. Helmut Zilk gebührt daher weit über seinen Tod hinaus höchste Anerkennung und Dankbarkeit.
Die ersten Flüge vom Flughafen Wien aus werden soeben vorbereitet: Flyniki startete ab Wien-Schwechat Richtung Rom. Dies geht aus den offiziellen Onlinedaten des Flughafen Wien hervor.
Und auch die Flyniki-Flüge nach Barcellona, Ägypten, Innsbruck und Mailand stehen kurz bevor. Die ersten Austrian Airlines (AUA)-Flüge starten dann kurz vor 7 nach Belgrad, Innsbruck und in die Türkei (aktueller Stand: 5.51 Uhr). Doch nach wie vor fallen an diesem ersten Tag nach dem langen “Luftstillstand” vorerst noch die meisten Flüge aus.
Der Flughafen Wien war wie die meisten Flughäfen in West-, Mittel- und Nordeuropa über Tage hindurch aufgrund einer Aschewolke lahmgelegt. Nähere Infos dazu hier.
Das ist doch mal eine echt erheiternde Meldung: Die Stadt Wien mustert mehrmals im Jahr alte Fahrzeuge und Geräte, die am Ende ihrer Lebensdauer angelangt und für den städtischen Intensivbetrieb nicht mehr geeignet sind, aus. Diese werden jedoch nicht sofort verschrottet oder entsorgt, sondern zuerst zwei- bis dreimal jährlich privaten Interessenten zum Verkauf angeboten. Und nun findet wieder eine derartige Verkaufsaktion statt. Vom 12. bis 16. April 2010 können die Fahrzeuge und Geräte von 9.00 bis 13.00 Uhr am Lagerplatz Vösendorf, Triester Str. 6a (Anfahrt stadtauswärts nach der Ketzergasse, vor dem Wiener Tierschutzhaus) in Augenschein genommen werden:
Nutzfahrzeuge des Wiener MA 48
Foto: wien.gv.at
Dies empfiehlt sich jedenfalls, sind die Fahrzeuge und Geräte doch sämtlich reparaturbedürftig und amtlich nicht überprüft. Nach dem Verkauf dienen sie in der Regel als Ersatzteilspender, wobei auch hierfür mangels technischer Prüfung keine Gewähr geleistet werden kann. Die Highlights der jetzigen Aktion sind eine Drehleiter der Wiener Feuerwehr, Klein-Transporter, Müllabfuhr-LKWs und eine große Anzahl von Winterdienstgeräten, aber auch Ersatzteile und diverse Kleingeräte sind zu haben. Angebote für die Ausstellungsstücke müssen in einem verschlossenen Umschlag mit der Aufschrift “MA 48/V3-1660/10″ bis spätestens 21. April 2010, 13.00 Uhr in der Magistratsabteilung 48, 1050 Wien, Einsiedlergasse 2, 3. Stock, Zimmer 115 einlangen. Der Zuschlag erfolgt nach öffentlicher Angebotsabgabe an den Bestbieter.
Über eine eigene Kartei können sich Interessenten automatisch über die aktuellen, zum Verkauf gelangenden Gebrauchtfahrzeuge und -geräte informieren lassen. Alles, was dafür nötig ist, ist eine Registrierung über ein Online-Formular auf www.wien.gv.at/formulare/ma48/verkauf/. Alle weiteren Informationen über den Fahrzeugverkauf und eine Übersicht über die zum Verkauf angebotenen Geräte und Vehikel findet man im Internet unter: www.wien.gv.at/umwelt/ma48/fuhrpark/fahrzeugverkauf/index.html
Da freut man sich seit Wochen auf ein Grossereignis: Der Welt bester DJ, Armin van Buuren, live, der mit seiner Show “A State of Trance 450″ -neben Toronto und New York unter anderem auch- nach Bratislava kommen sollte. Und dann das:
Da versäumt man nicht nur den Zug, der einen nach Bratislava (für alle Nichtwiener: slowakische Stadt gleich hinter der österreichischen Grenze und etwa 80 km von Wien entfernt) fahren und wieder nach Wien zurückbringen soll mitten in der Nacht, sondern man entscheidet sich anschliessend auch, -unwillig aber doch- mit dem Auto hinzufahren (in der Nacht ca. eine Stunde Fahrtzeit pro Strecke). Und dann das:
Da ich es gewohnt bin, Tickets im Normalfall immer erst vor Ort zu kaufen, weil eine Abendkassa nun mal üblich ist, entscheide ich mich auch diesmal so. Aber keine Kassa ist weit und breit zu finden, als ich gegen 23.30 Uhr endlich am Messegelände Bratislava (Incheba Expo Aréna) ankomme und mich spontan dazu entscheide, auch kostenpflichtig direkt dort zu parken. Ich frage beim Einlass nach der Kasse, der Typ, der mir sichtlich weiterhelfen will, sagt, es gab nur Vorverkauf. Und dann das:
Und ihn hätte ich gern gesehn:
Armin van Buuren live
Darauf zücke ich einen meiner Presseausweise und frage, wo ich Pressetickets bekomme: Er verweist mich auf den VIP-Bereich an einem anderem Eingang. Auch dort kann sonderbarerweise niemand deutsch (auch nicht die Dame der internationalen Onlineticket-Organisation), weswegen ich mich auch hier in englisch zu verständigen suche. Nach einiger Wartezeit auf offenbar wen Wichtigen erscheint dieser mit auffälligem Funkgerät und mit unschuldig weissem “State Of Trance”- T-Shirt. Ich zeige ihm meinen Presseausweis und ersuche ihn um eine Pressekarte. Und dann das:
Er sagt, ich hätte mich akkreditieren müssen. Er fragt weder, für wen ich arbeite, für wen ich schreibe, noch aus welchem Land ich komme (da ich nicht slovakisch kann und auch nicht sprach, aber offensichtlich nicht aus der Slovakei, was bedeutet -und das stimmt ja auch- dass ich eigens nach Bratislava gefahren bin für dieses Event. Und nein jetzt gibts keine Pressekarte für mich. Dann verschwindet der Her im unschuldig-weissen T-Shirt wieder. Und dann das:
Ich schau mich um: Ja, dieses Bratislava ist ja echt schön… bei Nacht… und es sieht fast westlich aus mit all diesen leuchtenden Reclameschildern. Und ja, es wäre ja zu schön, wenn ich dieses Bratislava auch geniessen könnte, wie ich es vorhatte. Aber man wollte mir das ja nicht gönnen.
Ich bin ja schon Einiges gewohnt, auch von Veranstaltern: Die meisten sind aber -das muss ich lobend erwähnen- sehr flexibel, auch wenn man unangemeldet im letzten Moment erscheint und sich entsprechend qualifiziert ausweisen kann. Aber dass ich eigens wohinfahre und dann vor verschlossenen Türen stehe, das ist mir noch nie passiert.
Ich nehme an, dass der Herr im unschuldig-weissen T-Shirt der örtliche Veranstalter ist und er halt mal eben etwas überfordert war. Denn letztlich hat man als Veranstalter, wenn man grosszügig und freigiebig ist, ja nichts zu verlieren und vor allem schmerzt dies auch finanziell nicht, sondern man kann nur profitieren dadurch. Aber das hat sich offenbar bis nach Bratislava noch nicht durchgesprochen.
Wenn man als Journalist begeistert von einer Veranstaltung wäre (Vorausetzung hierfür ist natürlich, dass man sie sehen kann), dann gewinnt ja auch der Veranstalter dadurch und man selbst würde beispielsweise genauso grosszügig darüber hinwegsehen (Partnerschaften zwischen Veranstaltern und Medien sind sehr sinnvolle für beide Seiten: es ist ein gegenseitiges Nehmen und Geben und wer das nicht kapiert hat, dem ist nicht zu helfen), dass die gesamte Veranstaltung auch online und selbst auf facebook fast nur in slovakischer Sprache, aber überhaupt nicht im benachbarten Österreich vermarktet wurde, was bei einem solch internationalen Ereignis nicht angebracht ist und (nicht nur sprachlich) eigentlich nur Engstirnigkeit zum Ausdruck bringt.
Wie auch immer: Mich sieht Bratislava lang nicht mehr…
Und Armin: die nächste Show von dir kommt bestimmt. Und da komme ich eben in jene.
Und hier noch Musik von Armin van Buuren zur Auferbauung nach diesem tristen Erlebnis: