Mit ‘Österreich’ getaggte Artikel

Sonntag, 18. April 2010, von Elmar Leimgruber

Österreichischer und deutscher Luftraum weiterhin gesperrt

Foto: © Leimgruber

Die Aschewolke, die nach dem Vulkanausbruch auf Island nach den jüngsten Prognosen auch den österreichischen Luftraum erreichen wird, sorgt jetzt auch für massive Behinderungen im Luftverkehr über Österreich. Dies teilt die für die Flugraum-Überwachung zuständige Behörde Austro Control mit. Weite Teile des Luftraumes über Europa sind bereits geschlossen.

Austro Control muss daher im Sinne der höchstmöglichen Sicherheit für Flugzeuge und Passagiere den Luftraum über Österreich sperren. Derzeit sind keine Starts und Landungen an den Flughäfen Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz und Klagenfurt möglich.

Die Sperre des österreichischen Luftraumes wurde bis Montag 6:00 Uhr verlängert. Der obere Luftraum wird nach jetzigem Stand ab einer Höhe von 7.500m schrittweise geöffnet. Dies betrifft ausschließlich den Überflugsverkehr.

Der Austro Control Flugwetterdienst beobachtet die Lage der Wolke kontinuierlich. Davon wird auch die weitere Vorgehensweise abhängig gemacht.

Die Aschewolke, die sich nach dem Vulkanausbruch auf Island über dem gesamten deutschen Bundesgebiet ausgebreitet hat, sorgt laut der deutschen Flugsicherung bis mindestens Montag, 14.00 Uhr, für einen Verkehrsstillstand im deutschen Luftraum. Betroffen sind alle 16 internationalen Flughäfen sowie die Regionalflughäfen.

Auf Anweisung des Bundesverkehrsministeriums steuert die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH den Verkehr bis auf weiteres auf null. In enger Abstimmung mit dem Deutschen Wetterdienst wird diese Maßnahme regelmäßig überprüft. Nach den derzeit vorliegenden Informationen ist unklar, wie lange es noch zu Beeinträchtigungen des Flugverkehrs kommen wird.

Während in Deutschland derzeit keine Flüge nach Instrumentenflugregeln stattfinden, sind Flüge nach Sichtflugregeln (VFR-Flüge) nach wie vor möglich. Die Verantwortung dafür liegt beim Piloten. Ein VFR-Flug ist am Samstag am Frankfurter Flughafen gelandet. Es handelte sich um einen Überführungsflug der Deutschen Lufthansa von München nach Frankfurt, also einen Flug ohne Passagiere. Die DFS erwartet im Laufe des Wochenendes weitere solcher Überführungsflüge dieser und anderer Airlines. Grund dafür ist, dass die Fluggesellschaften bestrebt sind, ihre Flugzeuge an diejenigen Flughäfen zu bringen, an denen sie nach Ende der Verkehrsbeschränkungen vorrangig benötigt werden.

Die AUA bietet bieten (laut Newsletter) Kunden die Möglichkeit, sich bis 20. April zu entscheiden, ob sie die Reise zum gewünschten Zielort doch noch zu einem späteren Zeitpunkt (bis spätestens 31. Mai 2010) antreten möchten. Für dieses Umbuchen entstehen keine Gebühren. Anstelle eines Fluges kann der Kunde auch einen alternativen Transport, beispielsweise eine Bahnreise, in Anspruch nehmen. Der Flugcoupon verbleibt in diesem Fall bei Austrian Airlines. Auf Wunsch wird das Ticket refundiert.

Sonntag, 18. April 2010, von Elmar Leimgruber

Österreichischs Bischöfe plädieren für Ehe, Familie und viele Kinder – Deutsche “Woche für das Leben” eröffnet

Die Mitglieder der Österreichischen Bischofskonferenz
Foto: bischofskonferenz.at

Mit dem Appell, mehr Mut zu Ehe und Kindern aufzubringen, wenden sich die österreichischen Bischöfe an die österreichische Bevölkerung: “Mit jedem Kind kommt neue Hoffnung in die Welt”. In ihrem gemeinsamen Hirtenbrief, der heute in den Kirchen verlesen wird, schreiben die Bischöfe: “Haben Sie Mut! Liebe, Familie, viele Kinder – das sind nicht veraltete Konzepte, sondern ganz aktuelle Antworten auf viele Fragen und Probleme unserer Zeit”, heißt es in einem gemeinsamen Hirtenbrief zur bevorstehenden ersten “Woche für das Leben”, die Ende Mai/Anfang Juni österreichweit stattfinden wird. In Deutschland wurde indes die von der deutschen Bischofskonferenz und dem Rat der Evangelischen Kirche initiierte “Woche für das Leben”, die dort noch bis zum 24. April stattfindet, mit einem ökumenischen Gottesdienst eröffnet.

Familien hätten es heute nicht leicht: Verzichte und Einschränkungen seien “unvermeidlich” und jede Ehe sei “mit Opfern und Anstrengungen verbunden”, heisst es im Hirtenbrief der österreichischen Bischöfe. Die Entscheidung für Familie und Kinder trage aber “reiche Frucht”, da in Familien “die Fülle des Lebens greifbar gegenwärtig” werde. Die Währung “ZZZ” sei hier entscheidend: “Zeit, Zärtlichkeit und Zuwendung sind die wichtigste Währung in der Familie”. Daher sei auch der Staat gefragt: “Eltern, die sich für die familiäre Betreuung ihrer Kinder entscheiden, dürfen finanziell nicht schlechter gestellt werden, als diejenigen, die ihre Kinder betreuen lassen und daher erwerbstätig sein können,” schreiben die Bischöfe.

Die Kirche sei nicht gegen Familienplanung, aber: “Nicht nur, was einen Verstoß gegen die Integrität des Lebens darstellt, ist zu vermeiden, auch Verhütung untergräbt die gegenseitige Hingabe der Eheleute und damit ihre Liebe,” denn die Entscheidung für oder gegen ein Kind sei “ein sehr wichtiger und folgenreicher Schritt: Es ist eine Entscheidung für oder gegen einen konkreten Menschen”. In einer verantworteten Elternschaft sei neben dem partnerschaftlichen Gespräch auch die Frage nach dem Willen Gottes wichtig, der “vermutlich manches Elternpaar zum einen oder anderen Kind stärker einlädt, als es sich selbst zutraut.”

Der vollständige Hirtenbrief der österreichischen Bischöfe ist hier downloadbar.

Ziel der österreichweiten “Woche für das Leben” ist es, die “Schönheit und der Würde des Lebens” hervorzuheben. Dazu wird es in den Diözesen ein buntes Programm an Gottesdiensten, Familienfesten, Kinderwallfahrten oder Segensfeiern für Kinder und Schwangere geben. Bei Begegnungen mit Verantwortungsträgern in Politik, Gesellschaft und Kirche soll außerdem die Lebensschutzthematik inhaltlich vertieft werden. In den einzelnen Diözesen gibt es dabei unterschiedliche Akzente zur “Woche des Lebens”. Fixpunkt ist jeweils ein zentraler Gottesdienst als “Fest des Lebens” mit Eltern und Kindern.

Beim diesjährigen Motto der “Woche des Lebens” in Deutschland: “Gesunde Verhältnisse” gehe es um “das Zusammenspiel der einzelnen Teile der Gesellschaft zum Wohl des Ganzen und umgekehrt”, sagte Erzbischof Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, in seiner Predigt: “Gesundheit muss bezahlbar bleiben”. “Im solidarisch finanzierten Gesundheitswesen ist damit auch ganz konkret der finanzielle Beitrag gemeint, den jeder nach seinem persönlichen Vermögen zu leisten hat. Hier müssen starke Schultern mehr tragen als schwache, das ist unbestritten. Aber gemeint sind auch die eigene Vorsorge und das Bemühen, der Gemeinschaft nicht ohne Not zur Last zu fallen. Solidarität läuft ansonsten Gefahr, ausgebeutet zu werden,” mahnte Zollitsch, der zudem auch “einen medizinisch-biotechnischen Machbarkeitswahn” ortet und kritisiert. Der badische Landesbischof Ulrich Fischer, Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) forderte ein ganzheitliches Gesundheitsverständnis, das Leib und Seele umfasse: “Krankheit und Behinderung gehören zur Normalität unseres verletzlichen, begrenzten und verwundeten Lebens”. Die “Woche für das Leben” in Deutschland feiert in diesem Jahr ihr 20jähriges Bestehen. Seit drei Jahren steht sie unter dem Oberbegriff “Gesund oder krank – von Gott geliebt”. Unter dem Motto “Gesunde Verhältnisse” beschäftigt sie sich in diesem Jahr mit einer gerechten Verteilung der Ressourcen im Gesundheitssektor.

Ziel der österreichweiten “Woche für das Leben” ist es, die “Schönheit und der Würde des Lebens” hervorzuheben. Dazu wird es in den Diözesen ein buntes Programm an Gottesdiensten, Familienfesten, Kinderwallfahrten oder Segensfeiern für Kinder und Schwangere geben. Bei Begegnungen mit Verantwortungsträgern in Politik, Gesellschaft und Kirche soll außerdem die Lebensschutzthematik inhaltlich vertieft werden. In den einzelnen Diözesen gibt es dabei unterschiedliche Akzente zur “Woche des Lebens”. Fixpunkt ist jeweils ein zentraler Gottesdienst als “Fest des Lebens” mit Eltern und Kindern.

Beim diesjährigen Motto der “Woche des Lebens” in Deutschland: “Gesunde Verhältnisse” gehe es um “das Zusammenspiel der einzelnen Teile der Gesellschaft zum Wohl des Ganzen und umgekehrt”, sagte Erzbischof Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, in seiner Predigt: “Gesundheit muss bezahlbar bleiben”. “Im solidarisch finanzierten Gesundheitswesen ist damit auch ganz konkret der finanzielle Beitrag gemeint, den jeder nach seinem persönlichen Vermögen zu leisten hat. Hier müssen starke Schultern mehr tragen als schwache, das ist unbestritten. Aber gemeint sind auch die eigene Vorsorge und das Bemühen, der Gemeinschaft nicht ohne Not zur Last zu fallen. Solidarität läuft ansonsten Gefahr, ausgebeutet zu werden,” mahnte Zollitsch, der zudem auch “einen medizinisch-biotechnischen Machbarkeitswahn” ortet und kritisiert.

Der badische Landesbischof Ulrich Fischer, Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) forderte ein ganzheitliches Gesundheitsverständnis, das Leib und Seele umfasse: “Krankheit und Behinderung gehören zur Normalität unseres verletzlichen, begrenzten und verwundeten Lebens”.

Die “Woche für das Leben” in Deutschland feiert in diesem Jahr ihr 20jähriges Bestehen. Seit drei Jahren steht sie unter dem Oberbegriff “Gesund oder krank – von Gott geliebt”. Unter dem Motto “Gesunde Verhältnisse” beschäftigt sie sich in diesem Jahr mit einer gerechten Verteilung der Ressourcen im Gesundheitssektor.

Samstag, 17. April 2010, von Elmar Leimgruber

Bischofskonferenz und Justizministerium gemeinsam gegen Kindesmissbrauch

Die katholische Kirche in Deutschland und in Österreich und das jeweilige Justizministerium arbeiten künftig enger zusammen. Dies geht aus Presseerklärungen der Bischofskonferenzen und der Justizministerien hervor. In Deutschland wollen Kirche und Justiz die vergangenen Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch gemeinsam aufklären und künftig auf diesem Gebiet noch intensiver zusammenarbeiten. Beide Seiten waren sich demnach bei einem Gespräch zwischen Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch darin einig, dass es das vorrangige Ziel der katholischen Kirche und der staatlichen Stellen ist, in enger Kooperation miteinander und mit den Betroffenen alles zu tun, um eine umfassende Aufklärung der vergangenen Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch in den kirchlichen Einrichtungen entschlossen voranzutreiben. “Im Mittelpunkt dieser Aufarbeitung müssen dabei immer die Opfer stehen, denen großes Leid zugefügt worden ist und die zum Teil als Erwachsene bis heute darunter leiden. Sie haben ein Recht auf eine ehrliche Aufklärung,” heisst es in der gemeinsamen Aussendung.

Erzbischof Zollitsch erläuterte die von der katholischen Kirche ergriffenen Maßnahmen. Die Bistümer haben bereits seit längerem jeweils eigene Ansprechpartner benannt, an die sich Betroffene mit ihren Anliegen wenden können. Seit dem 30. März 2010 steht den Opfern sexuellen Missbrauchs eine bundesweite kostenfreie Telefon-Hotline zur Verfügung. Diese Hotline ist in den letzten Tagen bereits von vielen Betroffenen in Anspruch genommen worden. Zudem werden schon unabhängige Berater eingesetzt. Erzbischof Zollitsch berichtete von den kürzlich veröffentlichten Klarstellungen des Vatikans zum Umgang mit Missbrauchsfällen in der Kirche. Dort wird insbesondere auf der strikten Einhaltung des staatlichen Rechts bei der Aufarbeitung der Fälle bestanden. Die zuständigen Gremien arbeiten zudem bereits an einer Änderung der innerkirchlichen Leitlinien von 2002 zum Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs, um deutlich zum Ausdruck zu bringen, dass Staatsanwaltschaften bei Verdachtsfällen frühzeitig eingebunden werden. Erzbischof Zollitsch bekräftigte zudem, dass dem Opferschutz eine besondere Bedeutung beigemessen werde.

Die deutsche Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger begrüßte die von der katholischen Kirche bereits ergriffenen Maßnahmen. Sie machte deutlich, dass die in Arbeit befindliche Änderung der Leitlinien zum Ausdruck bringen müsse, dass innerkirchliche Maßnahmen die Aufnahme und Durchführung staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen weder verzögern noch behindern dürften. Staatliche Behörden seien bei Missbrauchsverdacht einzuschalten. Sie begrüßte die Erklärung der Freisinger Bischofskonferenz zur Zusammenarbeit mit den staatlichen Stellen.

Der vom Bundeskabinett am 24. März 2010 eingesetzte Runde Tisch und die Berufung der ehemaligen Bundesfamilienministerin Christine Bergmann als unabhängige Beauftragte werden nach Auffassung beider Seiten einen wertvollen Beitrag dazu leisten, dass unter Beteiligung aller betroffenen Akteure eine nachhaltige Aufarbeitung der vergangenen Missbrauchsfälle gelingt und gleichzeitig Möglichkeiten der wirksamen Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch für die Zukunft entwickelt werden. Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger betonte, dass der Einsatz unabhängiger Berater zur Überwindung der Hemmschwellen der Opfer, erlittenen Missbrauch mitzuteilen, hilfreich sei.

Anlässlich des Gesprächs wurde vereinbart, dass sich die Deutsche Bischofskonferenz auch an der Unterarbeitsgruppe aktiv beteiligen wird, die sich unter dem Vorsitz des Bundesministeriums der Justiz mit der rechtlichen Aufarbeitung befasst. Neben der Durchsetzung des staatlichen Strafanspruchs wird eine der zentralen Fragen dieser Unterarbeitsgruppe sein, wie das Leid der Opfer in den Fällen, die bereits verjährt sind, angemessen anerkannt werden kann.

In Österreich sind sich die österreichische Justizministerin Bandion-Ortner und Kardinal Christoph Schönborn darin einig, dass Gewalt und sexueller Missbrauch ein gesamtgesellschaftliches Problem sei, dem es gelte in Zusammenarbeit mit allen gesellschaftlichen Kräften entgegenzutreten. Justizministerin Claudia Bandion-Ortner verwies darauf, dass staatliche Stellen auf Basis von Medienberichten oder Anzeigen tätig würden und Ermittlungsverfahren ganz unabhängig davon eingeleitet werden, aus welchem Bereich die Täter stammen.

Kardinal Schönborn verwies seinerseits darauf, dass staatliche Gesetze zur Meldung von Vergehen natürlich stets und überall befolgt werden sollen, wie dies auch in einem vor kurzem veröffentlichten päpstlichem Schreiben festgehalten ist. Jedenfalls kommt es kirchlicherseits zur Anzeige, wenn dies das Opfer wünscht oder eine Anzeige im Sinne der Prävention notwendig ist, so Schönborn.

Laut dem Nachrichtenmagazin “Profil” sind derzeit übrigens neun Priester in Österreich wegen Missbrauchsvorwürfen ausser Dienst.

Weitere Meldungen zu diesem Thema:

- Ostern, Auferstehung der Kirche?

- Vom Recht der Kinder, Nein zu sagen

- EU will strengere Gesetze gegen Menschenhandel und Kindesmissbrauch

Mittwoch, 14. April 2010, von Elmar Leimgruber

Musikmarkt Österreich: 22 Mio. verkaufte Songs 2009

Die österreichischen Konsumenten haben im Jahr 2009 182 Millionen Euro für Musik auf den unterschiedlichsten physischen und digitalen Formaten ausgegeben. Dies teilt IFPI, der Verband der Österreichischen Musikwirtschaft mit. Rechnet man alle Formate zusammen, so kommt man demnach auf rund 22 Mio verkaufte Songs und Alben. Im Vorjahresvergleich steht damit einer Steigerung bei den abgesetzten Stückzahlen von 3 % wertmäßig ein leichter Rückgang von nur mehr 1,6% gegenüber.

Der österreichische Musikmarkt konnte 2009 nach Jahren einschneidender Umsatzrückgänge trotz Wirtschaftskrise stabilisiert werden. Der Gesamtumsatz von 182 Millionen Euro setzt sich aus vielen verschiedenen Musikformaten und –Produkten zusammen: Mit dem Verkauf von physischen Tonträgern (CD-Alben, CD-Singles, Musik-DVDs, Vinyl und Musikkassetten) wurde ein Umsatz von 162,5 Mio Euro erzielt, ein Minus von 6%. Dennoch ist die CD nach wie vor das meist gekaufte Musik-Format. Mit plus 38 % konnte der Online-Musikmarkt erneut deutlich zulegen und steuert bereits knapp 16 Mio Euro zum Gesamtumsatz bei. Durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder wie Merchandising, Content-Lizenzierung oder Ticketverkauf wurden in 2009 bei steigender Tendenz zusätzliche Einnahmen von 3,5 Mio Euro erzielt. Insgesamt hielten sich die Umsatzeinbußen in Grenzen (-1,6%), die abgesetzten Stückzahlen konnten sogar um 3 % gesteigert werden.

Die Musikwirtschaft durchlebte in der letzten Dekade einen turbulenten Strukturwandel, beinahe kein Stein blieb auf dem anderen. Sie hat aber auch gelernt, die Chancen der digitalen Revolution für sich zu nutzen. Durch eine enorme Fülle neuer Angebote – vom „A la Carte“-Download bis zum pauschalen Streaming-Abo – kann den Musikkonsumenten heute eine nie da gewesene Vielfalt an innovativen Zugängen zu Musik angeboten werden. Diese Innovationen machen sich nun immer mehr bezahlt. Durch die Zuwächse gerade in den neuen Marktsegmenten kann die Musikbranche zunehmend unabhängiger vom klassischen Tonträgergeschäft agieren. Bereits 600.000 Musikfans nutzen legale Downloadshops zum Musikeinkauf, um 50 Prozent mehr als 2008. Einzelne Segmente weisen enorme Steigerungsraten auf, wie etwa der Umsatz mit dem Download kompletter Alben, der um 155 Prozent gestiegen ist. Das Album als künstlerisches Konzept hat somit auch in der digitalen Welt ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben.

Der vorliegende Marktbericht präsentiert nicht nur die Zahlen, Daten und Fakten zum österreichischen Musikmarkt 2009, sondern informiert auch über die Weiterentwicklung der vielfältigen Aktivitäten der IFPI Austria. Von SOS-Musikland über die Amadeus Austrian Music Awards bis zur Plattform Geistiges Eigentum uvm.

Der komplette Marktbericht steht hier zum Download bereit.

Dienstag, 13. April 2010, von Elmar Leimgruber

TU-Rektor Skalicky fordert Studiengebühren von 10.000 Euro jährlich (Info+Kommentar)

TU-Rektor Peter Skalicky
Foto: Österreichische Zentralbibliothek für Physik

Österreichs Unis brauchen “ein umfassendes Stipendiensystem”, “kapazitätsabhängige Beschränkungen” und “hohe Studiengebühren von mindestens 10.000 Euro pro Jahr” , um die Finanzierung der Hochschulen sicherzustellen. Dies fordert Peter Skalicky, der Rektor der Technischen Universität Wien (TU). In einem Interview mit dem “Industriemagazin” erklärt Sakalicky zudem, warum er nationale Forschungsstrategie für überflüssig hält. Die Industrie wäre, so Skalicky, “gut beraten, ihr Innovationsniveau zu heben.” Und man müsse sich jetzt “Gedanken darüber machen, wie man mit dem Ansturm an Deutschen fertig wird”.

Andere TUs, wie beispielsweise die TU Aachen und der TU München, ETH Zürich und das Imperial College in London verfügten über das vierfache Budget. Einerseits würden Techniker zwar notwendig gebraucht, andererseits: “Fakt ist, dass die technischen und naturwissenschaftlichen Hochschulen unterfinanziert sind. Wir haben also entweder zu viele Hochschulen oder zu wenig Geld. Und eines von beiden wird man ändern müssen”, betont der Rektor im Interview. Skalicky bietet sich derzeit aus finanziellen Gründen mit seiner Uni der Industrie als Dienstleister in der Grundlagenforschung an und fährt zudem ein drastisches Einsparungsprogramm (Reduzierung der Institute, Nichtnachbesetzung von Professoren-Posten…). Das vollständige Interview mit dem TU-Rektor ist beim “Industriemagazin” abrufbar.

Ich bin auch dafür, dass die Unis ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung haben, um sich Forschung und Lehre nach wissenschaftlichen Kriterien auch leisten zu können. Aber dessen Finanzierung ist weder Aufgabe der Industrie (Manipulation muss weitgehendst ausgeschlossen werden: wer finanziert, bestimmt meist nicht nur das Tätigkeitsfeld, sondern oft auch die Forschungsergebnisse), noch der Studenten oder ihrer Eltern, sondern ist eindeutig Aufgabe der Öffentlichen Hand: des Staates und der Länder, auch indirekt aller Bürger in ihrer “Rolle” als Steuerzahler: Gutausgebildete und gewissenhafte Absolventen und Fachkräfte arbeiten ja letztlich auch wieder für die Allgemeinheit.

Es ist jedenfalls ganz sicher der falsche Weg, Studenten und deren Eltern 10.000 Euro jährlich an Studiengebühren abknöpfen zu wollen. Unis haben sicherlich irgendwie was Elitäres an sich, keine Frage. In Deutschland können beispielsweise fast nur mehr jene studieren, deren Schulergebnisse entsprechend gut sind. Schon das ist der falsche Weg: Bildung, auch Hochschulbildung muss grundsätzlich für jeden offenstehen.

Ich habe aber nicht grundsätzlich was gegen angemessene und gerechte Studiengebühren. Aber zum Einen müssen deren Einnahmen tatsächlich an die Unis fliessen und die Gebühren müssen für alle Studierwilligen auch leistbar sein.

Wenn aber künftig nur mehr jene studieren dürfen, die aus steinreichen Elternhäusern kommen (wer sonst kann sich 10.000 Euro jährlich für Sohnemann oder Tochter schon allein für Studiengebühren leisten), -wie vom TU-Rektor offenbar gewünscht- dann läuft hundertprozentig was falsch. Aber als Sohn des ehemaligen Siemens-Direktors hat man ja immer schon alles einfacher gehabt…

Dienstag, 13. April 2010, von Elmar Leimgruber

Neuer Medienpreis: Senioren-Rose und Senioren-Nessel

Medienpreis Senioren-Rose und Senioren-Nessel
Bild: Österreichischer Seniorenbund

Ältere Menschen sind aktiv, agil, aufgeschlossen – das ist die Realität. Unter diesem Motto steht der neue Medienpreis “Senioren-Rose” und Senioren-Nessel, der gemeinsam vom Österreichischen Journalistenclub (ÖJC) und vom Seniorenrat vergeben wird.

Die “Senioren-Rose” soll für Berichte blühen, die versuchen, die Lebensrealität der Senioren wirklichkeitsgetreu, zumindest aber korrekt darzustellen; die “Senioren-Nessel” soll hingegen alle jene brennen, die den Griff ins “Klischee-Kisterl” wagen, heisst es in einer Aussendung.

Die Preise Senioren-Rose und Senioren-Nessel werden jeweils in den Kategorien “Journalismus” sowie “Werbung” vergeben. Die Senioren-Roseund die Senioren-Nessel werden mit Sachpreisen dotiert. Vorschläge für die Senioren-Rose können alle Mitglieder des Österreichischen Journalisten Clubs sowie Redaktionen aller Print- und Funkmedien in Österreich einreichen. Vorschläge für die Senioren-Nessel können alle Seniorinnen und Senioren sowie und Seniorenorganisationen oder -vereinigungen in Österreich einreichen.

Bewertet werden Beiträge aus dem Erscheinungszeitraum 01. September 2009 bis 31. August 2010. Ende der Einreichungsfrist ist der 31. August 2010, 24.00 Uhr (Poststempel). Die Verleihung des Preises findet voraussichtlich Anfang Oktober 2010 statt.

Die Anträge sind zu richten an:
Österreichischer Journalisten Club,
Kennwort “Senioren-Rose / Senioren-Nessel 2010″,
Blutgasse 3, 1010 Wien
E-Mail: office@oejc.at

Für Seniorenrats-Präsident Andreas Khol steht dabei fest: “Schlagzeilen wie ‘Überalterung’ oder ‘Die tickende Demographiebombe’ wollen wir uns nicht länger bieten lassen. Wir Seniorinnen und Senioren sind heute so gesund, aktiv und produktiv wie nie zuvor in der Geschichte – und wir sind eine der wichtigsten Konsumentengruppen der Zukunft! Die beiden Medienpreise sollen dabei helfen, Medien- und Werbemacher für das Thema zu sensibilisieren. Es geht um Anerkennung der Senioren-Leistungen, es geht um eine korrekte Darstellung, wenn es um die Finanzierung der sozialen Systeme geht, und es geht um die Wahrung der Menschenwürde und um Verständigung zwischen den Generationen. Wir freuen uns daher, dass der ÖJC heuer diese Preise ausschreibt: Überparteilich, unabhängig und mit einem klaren Ziel: Schluss mit der Senioren-Hetze!”

Seniorenrats-Präsident Karl Blecha zum Hintergrund des Medienpreises: “Der demografische Wandel unserer Gesellschaft wird auch im Journalismus seinen Niederschlag finden. Ältere Menschen sind informations-hungriger, wissens-durstiger, medien-aktiv und kritisch. Anerkannte Juroren werden mit der ‘Senioren-Rose’ bzw. ‘Senioren-Nessel’ eine Auswahl treffen mit dem Ziel, eine Sensibilisierung und Qualifizierung der Medien zu erreichen, den Stellenwert älterer Menschen gerecht zu werden, das Miteinander der Generationen zu stärken und Diskriminierungen und Herabwürdigungen anzuprangern.”

ÖJC-Präsident Turnheim sieht in dieser Zusammenarbeit eine konsequente Weiterentwicklung im Qualitätssicherungsprogramm des ÖJC: “Der ÖJC vergibt seit Jahrzehnten Journalistenpreise, wie den Dr. Karl Renner Publizistikpreis, den Prof. Claus Gatterer-Preis, den New Media Journalism Award und den Europäischen Journalisten Preis. Alle diese Preise haben nur einen Sinn: Die Qualität der journalistischen Arbeit zu verbessern. Der neue Partner ist so wichtig, da die Menschen immer älter werden und daher diese Zielgruppe an Bedeutung
in der Gesellschaft gewinnt.

Montag, 12. April 2010, von Elmar Leimgruber

Generation Stubenhocker: Kinder und Jugendliche bewegen sich zu wenig und sind zu dick

Die Generation Stubenhocker muss sich mehr bewegen
Foto: tk-online.de

Nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland bewegen sich Kinder und Jugendliche eindeutig zu wenig. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach sind zwei von drei Kids an einem gewöhnlichen Schultag höchstens eine Stunde lang in Bewegung. Lediglich jeder Fünfte ist täglich ein bis zwei Stunden körperlich aktiv und nur jeder Zehnte mehr als zwei Stunden. Für die repräsentative Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der TK bundesweit 1.000 Eltern über ihre Kinder zwischen sechs und 18 Jahren befragt.

Gleichzeitig wird die “Generation Stubenhocker” immer dicker: Wie die KIGGS-Studie des Robert-Koch-Instituts ergab, sind in Deutschland bereits 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen drei und siebzehn Jahren übergewichtig. Und das nicht ohne Folgen: Dicke Kinder sind in der Schule häufig Hänseleien ausgesetzt, werden ausgegrenzt und futtern aus lauter Kummer oft immer weiter. Doch nicht nur das: Auch Krankheiten, die in der Regel erst im Alter auftreten, wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Zuckerkrankheit oder Gelenkschäden, machen sich breit.

Zwei von fünf Jungen zwischen 14 und 17 Jahren bringen es täglich auf fünf Stunden vor dem Fernseher, Computer oder der Spielekonsole. Nicht alle sind übergewichtig, aber KIGGS zeigt, dass der Anteil der Übergewichtigen mit dem Medienkonsum steigt. Unter den Mädchen, die drei Stunden und mehr vor der Glotze sitzen, ist jedes achte fettleibig. “Die Lebensweise von Kindern und Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren rasant verändert”, sagt Andrea Hoppe, Ärztin bei der TK. “Die Kinder bewegen sich weniger und verbrauchen daher auch weniger Energie. Gleichzeitig nehmen Kinder und Jugendliche aber zu viele Kalorien zu sich.” Und das Risiko ist groß, dass sie die überschüssigen Pfunde auch mit ins Erwachsenenalter schleppen. Deshalb gilt für Eltern: rechtzeitig die Notbremse ziehen!

Doch das ist leichter gesagt als getan. “Voraussetzung ist, dass die Eltern die Trägheit und das Übergewicht ihrer Sprösslinge früh erkennen und auch bereit sind, eigene Gewohnheiten zu überdenken. Denn viele Faktoren, die bei der Entstehung von Übergewicht eine Rolle spielen, werden in der Familie erworben”, sagt Hoppe. Die Ärztin rät: “Jugendliche, die zu Übergewicht neigen, sollten ihr Essverhalten auf lange Sicht ändern. Regelmäßige Mahlzeiten mit frischen und vielseitigen Gerichten können einen gesunden Rhythmus in die tägliche Ernährung bringen. Zudem ist Sport ein wichtiger Ausgleich für Fernseher, Computer und Co”, so Hoppe. Jugendliche, die sich regelmäßig bewegen, haben eine bessere Chance schlank zu bleiben oder abzunehmen. Dafür sind Ausdauersportarten wie Schwimmen, Rad fahren, Joggen und Inlineskaten am besten geeignet. Ausdauersport ist gelenkschonend und regt den Stoffwechsel an. Außerdem fördert regelmäßiger Sport die Fettverbrennung und baut Fettdepots ab. Dafür bauen die Kids beim Sport Muskelmasse auf, die wiederum dafür sorgt, dass sie noch mehr Fett verbrennen.

Dabei kommt es gar nicht auf eine spezielle Sportart an. Die Kinder sollten das tun, was ihnen Spaß macht, denn nur dann hören sie nicht nach kurzer Zeit wieder auf. Es muss nicht gleich Leistungssport sein. Schon kleine sportliche Aktivitäten im Alltag können etwas bewirken. Beispielsweise können die Schüler mit dem Rad zur Schule fahren oder eine Station früher aus dem Bus steigen und zu Fuß nach Hause gehen. Eine gute Idee ist auch regelmäßiger Sport mit der ganzen Familie. Das motiviert die Kinder deutlich stärker, als wenn sie sich allein einem Trainingsprogramm unterziehen sollen.

Samstag, 10. April 2010, von Elmar Leimgruber

Über eine unschuldig-weisse Reise nach Bratislava und dann das:

Das neue Bratislava: das habe ich gesehen
Foto: © Leimgruber

Da freut man sich seit Wochen auf ein Grossereignis: Der Welt bester DJ, Armin van Buuren, live, der mit seiner Show “A State of Trance 450″ -neben Toronto und New York unter anderem auch- nach Bratislava kommen sollte. Und dann das:

Da versäumt man nicht nur den Zug, der einen nach Bratislava (für alle Nichtwiener: slowakische Stadt gleich hinter der österreichischen Grenze und etwa 80 km von Wien entfernt) fahren und wieder nach Wien zurückbringen soll mitten in der Nacht, sondern man entscheidet sich anschliessend auch, -unwillig aber doch- mit dem Auto hinzufahren (in der Nacht ca. eine Stunde Fahrtzeit pro Strecke). Und dann das:

Da ich es gewohnt bin, Tickets im Normalfall immer erst vor Ort zu kaufen, weil eine Abendkassa nun mal üblich ist, entscheide ich mich auch diesmal so. Aber keine Kassa ist weit und breit zu finden, als ich gegen 23.30 Uhr endlich am Messegelände Bratislava (Incheba Expo Aréna) ankomme und mich spontan dazu entscheide, auch kostenpflichtig direkt dort zu parken. Ich frage beim Einlass nach der Kasse, der Typ, der mir sichtlich weiterhelfen will, sagt, es gab nur Vorverkauf. Und dann das:

Und ihn hätte ich gern gesehn:
Armin van Buuren live

Darauf zücke ich einen meiner Presseausweise und frage, wo ich Pressetickets bekomme: Er verweist mich auf den VIP-Bereich an einem anderem Eingang. Auch dort kann sonderbarerweise niemand deutsch (auch nicht die Dame der internationalen Onlineticket-Organisation), weswegen ich mich auch hier in englisch zu verständigen suche. Nach einiger Wartezeit auf offenbar wen Wichtigen erscheint dieser mit auffälligem Funkgerät und mit unschuldig weissem “State Of Trance”- T-Shirt. Ich zeige ihm meinen Presseausweis und ersuche ihn um eine Pressekarte. Und dann das:


Er sagt, ich hätte mich akkreditieren müssen. Er fragt weder, für wen ich arbeite, für wen ich schreibe, noch aus welchem Land ich komme (da ich nicht slovakisch kann und auch nicht sprach, aber offensichtlich nicht aus der Slovakei, was bedeutet -und das stimmt ja auch- dass ich eigens nach Bratislava gefahren bin für dieses Event. Und nein jetzt gibts keine Pressekarte für mich. Dann verschwindet der Her im unschuldig-weissen T-Shirt wieder. Und dann das:

Ich schau mich um: Ja, dieses Bratislava ist ja echt schön… bei Nacht… und es sieht fast westlich aus mit all diesen leuchtenden Reclameschildern. Und ja, es wäre ja zu schön, wenn ich dieses Bratislava auch geniessen könnte, wie ich es vorhatte. Aber man wollte mir das ja nicht gönnen.

Ich bin ja schon Einiges gewohnt, auch von Veranstaltern: Die meisten sind aber -das muss ich lobend erwähnen- sehr flexibel, auch wenn man unangemeldet im letzten Moment erscheint und sich entsprechend qualifiziert ausweisen kann. Aber dass ich eigens wohinfahre und dann vor verschlossenen Türen stehe, das ist mir noch nie passiert.

Ich nehme an, dass der Herr im unschuldig-weissen T-Shirt der örtliche Veranstalter ist und er halt mal eben etwas überfordert war. Denn letztlich hat man als Veranstalter, wenn man grosszügig und freigiebig ist, ja nichts zu verlieren und vor allem schmerzt dies auch finanziell nicht, sondern man kann nur profitieren dadurch. Aber das hat sich offenbar bis nach Bratislava noch nicht durchgesprochen.

Wenn man als Journalist begeistert von einer Veranstaltung wäre (Vorausetzung hierfür ist natürlich, dass man sie sehen kann), dann gewinnt ja auch der Veranstalter dadurch und man selbst würde beispielsweise genauso grosszügig darüber hinwegsehen (Partnerschaften zwischen Veranstaltern und Medien sind sehr sinnvolle für beide Seiten: es ist ein gegenseitiges Nehmen und Geben und wer das nicht kapiert hat, dem ist nicht zu helfen), dass die gesamte Veranstaltung auch online und selbst auf facebook fast nur in slovakischer Sprache, aber überhaupt nicht im benachbarten Österreich vermarktet wurde, was bei einem solch internationalen Ereignis nicht angebracht ist und (nicht nur sprachlich) eigentlich nur Engstirnigkeit zum Ausdruck bringt.

Wie auch immer: Mich sieht Bratislava lang nicht mehr…

Und Armin: die nächste Show von dir kommt bestimmt. Und da komme ich eben in jene.

Und hier noch Musik von Armin van Buuren zur Auferbauung nach diesem tristen Erlebnis:

Montag, 5. April 2010, von Elmar Leimgruber

Vom Recht der Kinder, NEIN zu sagen

Kinder brauchen Ansprechpartner, wenn sie sexuell missbraucht oder misshandelt worden sind. Nicht jede Streicheleinheit und Zärtlichkeit ist gewollt. Die Kinder- und Jugendhotline “Young & Direct” des Südtiroler Jugendrings berät Kinder auch in diesem Anliegen: “Es kann sein, daß jemand zärtlich zu Dir ist, ohne daß Du es willst. Wenn die Aufforderung zum Schmusen zur Bedrängung wird, Dir Angst macht und Dich bedroht, dann sprechen wir von sexuellem Missbrauch oder sexueller Ausbeutung und Gewalt,” gibt die Beratungstelle Tips für betroffene Kinder:

“Sexueller Mißbrauch kann mit Blicken und Worten anfangen (Äußerungen über deinen Körper, deine Brust, deinen Po) und mit Berührungen und Küssen weitergehen. Es kann sein, daß Erwachsene oder ältere Jugendliche sich nackt zeigen, vielleicht spielen sie vor deinen Augen an sich herum. Vielleicht zeigen sie dir pornographische Zeitschriften oder Filme. Vielleicht wollen sie dich an Brust, Po oder Scheide berühren, oder du sollst sie an ihren Geschlechtsteilen anfassen. Fast alle Kinder und Jugendlichen, denen etwas Derartiges passiert, schämen sich und haben Angst, jemanden davon zu erzählen. Daher sieben wichtige Botschaften an dich:
Über deinen Körper bestimmst du allein: Du bist wichtig und du hast das Recht zu bestimmen, wie, wann,wo und von wem du angefasst werden möchtest. Deine Gefühle sind wichtig: Du kannst deinen Gefühlen vertrauen. Es gibt angenehme Gefühle, da fühlst du dich gut und wohl. Unangenehme und seltsame Gefühle sagen dir, dass etwas nicht stimmt. Es ist gut, wenn du dann darüber sprichst, auch wenn es schwierig ist. Es gibt angenehme und unangenehme Berührungen: es gibt Berührungen, die sich gut anfühlen und richtig glücklich machen. Es gibt aber auch solche, die komisch sind, Angst auslösen oder sogar weh tun.
Manche Erwachsene möchten dich so berühren oder von dir berührt werden, wie du es nicht willst: aber niemand hat das Recht, dich dazu zu überreden oder zu zwingen. Du hast das Recht, NEIN zu sagen: Habe den Mut, nein zu sagen, wenn dich jemand berühren möchte oder von dir berührt werden will, obwohl du es nicht möchtest.
Es gibt gute und schlechte Geheimnisse: Es gibt gute Geheimnisse, die Freude machen und spannend sind. Schlechte Geheimnisse fühlen sich schwer und unheimlich an. Solche Geheimnisse, die dir ein ungutes Gefühl geben, sollst du weitersagen, auch wenn du versprochen hast, es nicht zu tun. Sprich darüber und suche Hilfe:
Wenn dich etwas bedrückt und du unangenehme Erlebnisse hast, rede darüber und suche dir eine Person, der du vertraust. Höre nicht auf zu erzählen, bis dir geholfen wird. Überlege dir, mit welchen Menschen du über schwierige Dinge reden kannst. Du bist nicht schuld: Wenn Erwachsene deine Grenzen überschreiten – ob du nein sagen kannst oder nicht – sind immer die Erwachsenen dafür verantwortlich für das, was passiert.”
Nähere Infos, Kontaktadressen und Beratung sind unter anderem verfügbar: auf der Homepage von “Young & Direct” in Südtirol, aber auch bei der “Möwe” in Österreich, bei “Dunkelziffer” und “Schutzengel” in Deutschland und bei “Kinderschutz” in der Schweiz.
Freitag, 2. April 2010, von Elmar Leimgruber

Stadt Wien fördert E-Bikes mit maximal 300 Euro

http://www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/2010/412k.jpgBereits 170 Förderanträge für E-Bikes wurden in den letzten Wochen in Wien gestellt. Dies teilt die Stadt Wien mit, die in Kooperation mit der Wien Energie die Anschaffung von E-Bikes, E- Mopeds und E-Motorrädern mit maximal 300 Euro fördert. Wer sich von den Vorzügen eines E-Bikes überzeugen will, kann dies in Kürze beim ARGUS BIKE FESTIVAL am Wiener Rathausplatz machen vom 10. bis 11. April zwischen 9 und 18.00 Uhr. Dort gibt es heuer erstmals einen E-Bike-Test-Parcours.

In 10 Aussteller-Zelten können über 25 verschiedene E-Bike-Modelle gratis getestet werden, auf einem gesperrten Rundkurs kann man die verschiedenen Modelle und Systeme vergleichen. Zugleich gibt es dort auch Infos  über das Förderangebot der Stadt Wien.

Mit der Förderung soll ein weiterer Beitrag zur lokalen Reduzierung von Lärm und Luftemissionen im Individualverkehr und somit ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz in Wien geleistet werden. Gefördert werden 30 % des Anschaffungswertes, maximal 300 Euro. Das Förderansuchen kann unkompliziert bei der MA 22 – Wiener Umweltschutzabteilung eingereicht werden. Das Antragsformular und die wichtigsten Informationen gibt es unter www.natuerlich.wien.at zum Herunterladen.

Der eingebaute Elektromotor trägt zu einer Lärmreduzierung bei und hilft Luftschadstoffemissionen zu senken. Die Besitzer eines Elektro-Zweirads bewegen sich umweltschonend fort, ohne CO2, Feinstaub oder Stickoxide zu erzeugen. Dabei genießen sie jeden Komfort, den man auch mit einem herkömmlichen Zweirad hat: Parkplatzsuche ist kein Thema, man kommt auch bei Stau gut voran und anstrengend ist es auch nicht. Wobei E-Biker mit einem einfachen Drehgriff selbst bestimmen können, wie viel Unterstützung der Elektromotor gibt und wie stark sie selbst in die Pedale treten.

Zusätzlich wirken sich Elektromotoren auch positiv aufs Geldbörsl aus. Ein Elektro-Zweirad, dessen Akku zum Haushaltstarif von Wien Energie geladen wird, schlägt sich mit äußerst günstigen 70 Cent pro 100 Kilometer zu Buche. Ein herkömmliches Moped mit Verbrennungsmotor dagegen, das etwa 3,5 Liter Benzin auf 100 Kilometern verbraucht, verursacht Kosten von rund vier Euro – nahezu das Sechsfache.

Alle Informationen auf www.natuerlich.wien.at und www.argus.or.at