Das Philharmonia Orchestra London unter der Leitung von Lorin Maazel, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Paavo Järvi und das Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Metha sind nur einige wenige Höhepunkte der diesjährigen Meraner Musikwochen, die vom 26. August bis zum 26. September im Südtiroler Edel-Kurort Meran stattfinden. Ebenfalls unter anderem live in Meran zu erleben: The Academy of St.Martin in the Fields, die Tschechische Philharmonie, die Prager Symphoniker, das Russian National Orchestra und I Virtuosi Italiani unter der Leitung des Weltklasse-Cellisten Mischa Maisky.
Auch Freunde von authentischer Barockmusik kommen voll auf ihre Kosten. Die britische Sopranistin Emma Kirkby, die sich vor allem in Aufnahmen mit der Academy of Ancient Music von Christopher Hogwood einen internationalen Namen gemacht hat, tritt in Meran mit geistlichen Werken Händels und Vivaldis auf. Es begleitet sie London Baroque.
Charly Chaplin ist gemeinhin bestens bekannt als politischer Komiker und Schauspieler. Die wenigsten hingegen wissen, dass dieser Regisseur, der sich lange Zeit hindurch dem Tonfilm verweigerte, auch den Großteil der Melodien zu seinen Stummfilmen selbst komponierte. Der Original Score (Filmmusik) zu seinem zeitlosen Streifen “Modern Times” wird vom Filmorchester Babelsberg in Meran live gespielt als Begleitung zum gleichnamigen Chaplin-Film. Hier handelt es sich zweifellos um einen der Höhepunkte der diesjährigen Meraner Festwochen.
Andreas Cappello, dem Intendanten der Meraner Festwochen ist es demnach auch in diesem Jahr gelungen, ein qualitativ hochwertiges und abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen. Nähere Infos und Tickets gibt’s auf der Homepage der: Meraner Musikwochen
1 Jahr Elmars Kulturbesprechungen
Weit über 70 Kulturbesprechungen, -Kritiken und -Hinweise innerhalb eines Jahres: ein recht beachtliches Ergebnis für ein Jahr (gemeinnützige und freiwillige) Onlinepräsenz.
Glückwünsche zum ersten “Geburtstag” und Dank an die Leser. Wir freuen uns auf viele weitere Jahre.
Oliver King: The Lion King
Kein noch so schönes Foto vermag es zu vermitteln, keiner sprachlich noch so herrlich formulierten Rezension wird es gelingen, das wiederzugeben, was den Besucher des Disney-Musicals “Der König der Löwen” im Londoner Lyceum Theatre erwartet. Jegliche noch so ideale Vorahnung wird von der Realitaet übertroffen. Die Sänger, Taenzer und Schauspieler sind weit überdurchschnittlich, allen voran Gugumana Thamini als stimmgewaltige und eindrucksvolle Rafiki, Brian Forbes als liebevoll um das Gesamtwohl des Gleichgewichts der Natur besorgte König Mufasa und Brian Makiwane als jugendlich aufmüpfiger Hakuna Matata-lebender Simba.
Ein ganz ausserordentliches Talent in jeglicher Hinsicht aber ist Oliver King, der in die Rolle des Löwenkindes Sima schlüpft. Er ist ein ausgezeichneter Tänzer, ein weit überdurchschnittlicher Sänger (auch die Kombination von beidem zusammen meistert er problemlos) und ein vielversprechender Schauspieler. Von ihm wird man in Zukunft sicher noch sehr viel lesen, hören und sehen können. Sofern er nicht zusehr schon als Kind “verheizt” wird, ist Oliver King in Zukunft sicher ein ganz grosser Superstar. Für mich ist es heute schon. Die Standing Ovations am Ende der Vorstellung waren mehr als gerechtfertigt.
HIER können Sie schon mal ins Musical reinhören.
Totally LondON: wonderful!
Michael Nyman (weltbekannter Pianist und Komponist in einer Solopiano-Performance), die Bollywood Brass Band (weltbekannte lautstarke Blechblaesertruppe) und Courtney Pine (weltbekannter Jazz-Saxophonist) in Gratisauftritten und für jedermann zugänglich. Ist das möglich?
Unwahrscheinlich, aber wahr. John Livingstone, der Bürgermeister Londons, lud vergangenes Wochenende die Bürger der Stadt und die Touristen in seinen Amtsitz, die neuerbaute City Hall nahe der Tower Bridge. Zu erleben waren bei freiem Eintritt nicht nur oben erwähnte Konzerthöhepunkte, sondern auch Workshops, u.a. zu den Themen Singen, Tanzen, Percussion, Theater und Creative Writing. Zudem sorgten die DJs Yeast (Video) sowie Max Reinhardt und Rita Ray (Musik) fuer kunstvolle audiovisuelle Darbietungen.
Dem Londoner Bürgermeister kann zu diesem gelungenen WE, für das es im übrigen stark verbilligte Bus-Tagesfahrkarten (1 Pfund!) für ganz London gab, nur gratuliert werden.
Hogwood mit der Academy of Ancient Music: Excellent, very excellent!
Ein Konzert der absoluten Superlative war am 27. Mai in St. John’s Smith Square in London zu erleben: Die Academy Of Ancient Music spielte auf historischen Instrumenten unter der Leitung ihres Gründers Christopher Hogwood Werke von Mozart und Haydn.
Mozarts Symphonie Nr. 25 wirkte ungewohnt hart, “aggressiv” und feierlich, während Haydns “Surprise”-Symphonie edler, spannender und eleganter niemals klingen könnte.
Der Solist des Abends, Christophe Coin, bewies, dass er nicht nur in Studioeinspielungen hervorragend treffsicher und seinem Instrument, dem Cello herrliche Klänge zu entlocken vermag, sondern dies -vielleicht noch besser- live vor Publikum.
Kurz zusammengefasst: ein herrlicher Konzertabend, von dem ich wohl noch länger zehren werde.
P.S.: Ein Hinweis für alle, die jetzt Christopher Hogwood auch mal live hören möchten: Im dem Konzert anschliessenden Gespräch verriet mir der Maestro, dass er im kommenden Jahr nach Wien kommen und da das Wiener Kammerorchester dirigieren wird. Sein eigenes Orchester hingegen wird bereits am 10. August im Theater an der Wien gastieren. Unter der Leitung von Paul Goodwin werden Werke von Beethoven zur Aufführung gebracht.
In das Haydn-Cellokonzert mit Christophe Coin und unter der Leitung von Christopher Hogwood kann HIER reingehört werden.
Prom Praise in London: Mal was ganz anderes!
Die Royal Albert Hall, jenes rundliche Gebäude, in dem schon aussergewöhnlichste Musikereignisse stattfanden, beispielsweise Liveauftritte von Deep Purple gemeinsam mit dem Royal Philharmonic Orchestra (und erst vor ein paar Jahren mit dem London Symphony Orchestra), oder wo Robbie Williams kürzlich die Fachwelt davon überzeugte, dass ihm durchaus aus Swing im Blut liegt, in dieser historischen Halle stand am 24. Mai geistliche Musik auf dem Programm.
Unter dem Motto “Prom Praise” gastierte das Londoner All Souls Orchestra unter der Leitung von Noel Tredinnick. Special Guest war die amerikanische Saengerin Crystal Lewis.
Crystal Lewis hat eine beeindruckende Stimme, die der Withney Houston sehr ähnelt, wenn auch Chrystal noch um einiges klarer singt und durch ihre unverwechelbare Art innerlich aufzurütteln und zu bewegen vermag.
Zur Aufführung gelangen einige wenige Instrumentalaufnahmen -darunter das bekannte “Exodus”-Thema aus der Feder von Ernest Gold- aber vor allem klassische geistliche Lieder. Dabei legte der Veranstalter, Langham Arts Trust, St. Pauls Church, Wert darauf, dass es sich bei diesem Abend um einen Gottesdienst, um einen Lobpreis Gottes handelte. So betete “Missionar” Richard Bewes auch am Ende des Abends nicht nur um Frieden unter den Völkern, sondern auch fuer alle Kirchen und deren Leiter.
Alles in allem ein sehr bewegender und schöner Konzertabend.
Chorleiterlehrgang 2003 im August in Graz
Von Samstag, 16. August bis Sonntag, 24. August findet im Bildungshaus Schloss St. Martin in Graz der Chorleiterlehrgang 2003 statt. Veranstalter ist das Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.
Ziele des Lehrganges sind laut Aussendung die Aus- und Weiterbildung von Chorleitern, Jugendleitern, Lehrern und Erziehern auf dem Gebiet der Chorleitung.
Anmeldungen sind bis spätestens Donnerstag, 15. Mai beim Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen möglich: Ingrid Filler-Just, Telefon 01/71100-3213. Nähere Informationen gibt es bei der Musikfabrik NÖ: Gottfried Zawichowski, Telefon 02272/65051 bzw. 0664/1106142, E-Mail: Musikfabrik@aon.at oder im Internet unter http://www.musikfabrik.at
Frohe Ostern:-)
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Ich wünsche Ihnen, Ihren Angehörigen und Ihren Freunden ein frohes und erfülltes Osterfest
Elmar Leimgruber
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