Montag, 14. April 2003, von Elmar Leimgruber

OSTERKLANG WIEN 2003 … daß alles für Freuden erwacht

…daß alles für Freuden erwacht: Diesen Wunsch hegt Roland Geyer, Intendant des Osterklang Wien, sich auf Mahlers Wunderhorn-Symphonie beziehend.
“Tage der Besinnung, der Trauer, der Erkenntnis und der Auferstehungsfreude bilden die emotionale wie religiöse Basis dieser Jahreszeit am Beginn des Frühlings,” schreibt Geyer.
Highlights des heurigen Osterklang Festival:
– Ein Ballett von John Neumeier nach dem Oratorium “Der Messias” von Georg Friedrich Händel, ergänzt durch geistliche Musik von Arvo Pärt.
– Das Jazz-Oratorium “Beloved Son” von und mit der Jazz-Legende Dave Brubeck.
– Das Oratorium “Israel in Ägypten” von Georg Friedrich Händel
– Das Osternacht-Konzert von The King’s Consort im Stephansdom
– Das Requiem von Hector Berlioz
– Parsifal von Wagner mit Franz Grundheber (Amfortas), Matti Salminen (Gurnemanz), Christopher Ventris (Parsifal) und Waltraud Meier (Kundry) in den Hauptrollen.
– “Frühling in Wien” der Wiener Symphoniker

Nähere Informationen zum Festival sowie Tickets sind online verfügbar.

Samstag, 12. April 2003, von Elmar Leimgruber

KOSTENLOS ONLINE: Kompendium bildungs- und forschungspolitischer Informationen

Ein Kompendium wichtiger bildungs- und forschungspolitischer Informationen ist nun online verfügbar: Ab sofort sind die “Grund- und Strukturdaten 2001/2002″ beim deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erhältlich.
In mehr als 300 Tabellen hat das BMBF aktuelles Zahlenmaterial zu den wichtigsten Belangen von Bildung und Forschung zusammengestellt. Das Nachschlagewerk enthält Statistiken über Schulen, Hochschulen, BAföG und Weiterbildung. Private und öffentliche Ausgaben in Wissenschaft und Forschung werden dargestellt und in einen internationalen Vergleich gesetzt. Die einleitenden Gesamtübersichten ermöglichen einen Überblick über die Entwicklungen seit 1960 und einen Vergleich der Daten der einzelnen Bundesländer untereinander.
Die “Grund- und Strukturdaten 2001/2002″ und die englische Version “Basic and Structural Data 2001/2002″ können kostenlos unter der e-Mail-Adresse: books@bmbf.bund.de bestellt werden. Im Internet ist die Publikation in deutscher Sprache unter: http://www.bmbf.de/pub/GuS2002_ges_dt.pdf und in englischer Sprache unter http://www.bmbf.de/pub/GuS2002_ges_engl.pdf als PDF-Datei abrufbar.

Sonntag, 6. April 2003, von Elmar Leimgruber

In Gedenken an Hans Hermann Kardinal Groer

Kardinal Groer 1991 (wie meist in einfacher Benediktiner-Kleidung) bei einem seiner öffentlichen Sprechtage als Erzbischof von Wien im Hof des Erzbischöflichen Palais
Foto: © Leimgruber

Er war sicherlich kein großer Staatsmann, auch keine rappräsentative Schönheit nach außen hin: Hans Hermann Groer: Diözesanpriester, Benediktiner, Seelsorger; Klostergründer (Zisterzienzerinnenabtei Marienfeld) und ex-Erzbischof von Wien, der am 5. April 2002 in Maria Roggendorf zu Grabe getragen wurde.
Ihm ging es nicht um die große Welt, sondern um die kleinen, scheinbar unbedeutenden Dinge, die die Welt verändern. Er setzte wichtige pastorale Akzente nicht im innovativen Sinn, sondern in dem, was dem Glauben eigen ist: im Gebet: in zahllosen Gebetsgruppen und Wallfahrten.
Er sah sich als Diener Gottes, der Kirche und des Volkes. Und dabei ging es ihm nicht darum, die Wünsche seines -geistlichen wie ungeistlichen- Umfeldes zu erfüllen, sondern einerseits auf die Stimme Gottes zu hören, andererseits auf die Stimme des einfachen Volkes, das ihm ganz besonders am Herzen lag. Inmitten des nicht-theologischen, aber gläubigen und betenden Gottesvolkes fühlte er sich denn auch am wohlsten.
Er war es auch, der wohl -weltweit einmalig- die Türen des Erzbischöflichen Palastes für jedermann öffnete: Einmal wöchentlich war Sprechtag für Kleriker, und einmal wöchentlich Sprechtag für jedermann (ohne Anmeldung!), der ihn sprechen wollte.
Er hat den Menschen vertraut, auch jenen, denen er wohl besser misstraut hätte. Aber es lag in seiner Natur, die Menschen zu lieben, gütig zu sein, herzensgut und sie manchmal auch eng zu umarmen als Zeichen der Liebe und Wertschätzung. Vieles von dem, was er tat, ist sicher missverstanden worden. Dennoch musste er sein Amt räumen, weil er schwieg zu Vorwürfen ihn betreffend. Er hat äußerst gelitten unter den öffentlichen Verfolgungen der letzten Jahre.
Was auch immer geschehen sein mag: Gott weiss es und in diesem Gott und in Maria, die Groer kindlich verehrt und geliebt hat, ruht er nun. Ihnen vertraute er zeitlebens. Sie haben ihm nun Frieden geschenkt.

Montag, 31. März 2003, von Elmar Leimgruber

Harnoncourt: Schöpfung vollbracht

Während so mancher andere Dirigent mit zunehmendem Alter müde, abgespannt und iddenloswirk: bei Harnoncourt ist es umgekehrt. Während er zwar aus seiner Sicht immer unkonventionell dirigierte, jedenfalls nie meinen Geschmack traf: Harnoncourt entwickelt sich musikalisch äußerst beeindruckend: So zu erleben am Sonntag abend (30.3.2002) im goldenen Wiener Musikvereinssaal. Haydns Schöpfung klang neu und lebendig, ja in gewisser Weise vollbrachte Harnoncourt Schöpfung, er vollzog musikalisch nach, was der Schöpfer an den sieben Tagen vollbrachte.: Die Seele erhebt sich und preist Gott aus Dankbarkeit für seine Wohltaten.
Ganz unter Kontrolle des Meister ausch sein Orchester, das Concentus Musicus, so auch wunderschön klingend wie gewohnt der Arnold Schönberg Chor. Ganz großes Lob an Tenor Michael Schade: ein selten guter Interpret geistlicher Musik. Passend auch der Bass Gerhard Gerhaher, mir etwas zu “vibrierend” hingegen die Sopranistin Dorothea Röschmann.
Alles in allem aber ein herrlich wohltuender spiritueller Abend.
Und HIER können Sie direkt in die Gesamtaufnahme der “Schöpfung” mit Nikolaus Harnoncourt reinhören und bei Gefallen auch direkt bestellen.

Samstag, 29. März 2003, von Elmar Leimgruber

ES GIBT KEINE FEINDLICHEN KINDER!

Die Kinder im Irak brauchen unsere Hilfe. UNICEF appelliert an die Konfliktparteien im Irak, die Zivilbevölkerung zu schützen, zivile Wohngebiete zu verschonen und Einrichtungen für die Kinder nicht zu zerstören. UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, hilft dort wo die Hilfe am nötigsten gebraucht wird: Direkt vor Ort im Irak. Helfen Sie helfen! Nähere Infos HIER.
Direkt und schnell unbürokratisch spenden können Sie HIER.

Freitag, 28. März 2003, von Elmar Leimgruber

Internationales Promotionsprogramm “Literatur- und Kulturwissenschaft”: Jetzt schnell bewerben!

Das vom DAAD und von der DFG geförderte Internationale Promotionsprogramm (IPP) “Literatur- und Kulturwissenschaft” an der Justus-Liebig-Universität Gießen bietet Promovierenden in den literaturwissenschaftlichen Fächern ein klar strukturiertes, forschungsintensives dreijähriges Promotionsstudium auf hohem wissenschaftlichem Niveau, das eine Qualitätssteigerung der Promotion bei gleichzeitiger Verkürzung der Promotionszeit zum Ziel hat. Das IPP ermöglicht es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, neben der Arbeit an der Dissertation im Rahmen eines breiten Spektrums von zielgruppenspezifischen Veranstaltungen wissenschaftliche und praxisorientierte Zusatzqualifikationen zu erwerben. Außerdem bietet es intensive Betreuung während der gesamten Promotionszeit und individuelle Beratung, z.B. auch bei Fragen zu einer Bewerbung für ein Stipendium. Für ausländische Doktorandinnen und Doktoranden werden spezielle Tutorien und Deutschkurse angeboten.
Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des IPP profitieren auch von der Anbindung des IPP an das bislang deutschlandweit einmalige Gießener Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften (GGK), das seit seiner Gründung im Jahr 2001 erfolgreich neue Wege in der Doktorandenausbildung entwickelt und ideale Bedingungen für die Promotion bietet.
Bewerben können sich Graduierte aus dem In- und Ausland mit einem überdurchschnittlichen ersten Hochschulabschluss (Erstes Staatsexamen, Magister, Diplom o.ä.) in einem literatur- oder kulturwissenschaftlichen Fach. Beteiligt am IPP sind HochschullehrerInnen aus den Fächern Anglistik, Germanistik, Romanistik, Slavistik und Angewandte Theaterwissenschaft.
Studienbeginn: Mitte Oktober 2003. Offizieller Bewerbungsschluss ist der 1. April 2003. In begründeten Fällen – z.B. wenn der Bewerber/die Bewerberin das Studium erst im Verlauf des Sommersemesters abschließt – können Bewerbungen auch noch bis zum 1. Juli 2003 eingereicht werden. Für eine Bewerbung sind die folgenden Unterlagen erforderlich: Lebenslauf mit detaillierter Darstellung des wissenschaftlichen Werdegangs; beglaubigte Kopien aller erforderlichen Schul- und Hochschulzeugnisse; ein Exemplar der Studien-Abschlussarbeit in gebundener Form; Gutachten mindestens eines Hochschullehrers zu Qualifikation und wissenschaftlicher Eignung; Exposé zum Dissertationsvorhaben mit Zeitplan (maximal zehn Seiten).
Bewerbungen sind zu richten an den Wissenschaftlichen Projektkoordinator des Internationalen Promotionsstudiengangs: Prof. Dr. Ansgar Nünning, Gießener Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften, Justus-Liebig-Universität Gießen, Otto-Behaghel-Str. 10A, 35394 Gießen.

Mittwoch, 26. März 2003, von Elmar Leimgruber

Musikermedizin-Kongress: Bessere Gesundheitsfürsorge für Musiker notwendig

In Deutschland sind derzeit über 40.000 Musiker als Profis im Bereich der klassischen Musik aktiv. Dies teilt die Deutsche Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin (DGfMM) mit. Ferner gibt es demnach 21 Musikhochschulen mit zusammen mehr als 20.000 Studierenden, die professionelle Musiker künstlerisch und pädagogisch ausbilden. Weiterhin zählt man über 1000 Musikschulen und zahlreiche Amateurmusikvereinigungen. Insgesamt spielen oder singen in Deutschland rund 8 Millionen Menschen in einer musikalischen Formation, davon 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche. Dieser hohe Aktivitätsgrad ist nur vergleichbar mit dem Gebiet des Leistungs- und Breitensports.
Allerdings existiert hier ein gravierender Unterschied: Die sportmedizinische Betreuung von Aktiven und Amateuren ist um Welten besser als für Musiker. Im Mittelpunkt des 9. Europäischen Kongresses für Musikermedizin, der von Freitag, den 4. April, bis Sonntag, 6. April 2003, in der Musikhochschule Freiburg, stattfindet und von der Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin (DGfMM) in Kooperation mit dem Universitätsklinikum und der Musikhochschule Freiburg veranstaltet wird, steht daher die adäquate Gesundheitsförderung von Musikern. Hier besteht Handlungsbedarf, immerhin müssen jährlich etwa 13 Prozent der aktiven Orchestermusiker wegen Berufsunfähigkeit vorzeitig ihren Job aufgeben.

Dienstag, 25. März 2003, von Elmar Leimgruber

Sommerakademie: “Mythen und Märchen in Therapie und Theater”

Die zweite Sommerakademie “Mythen und Märchen in Therapie und Theater” findet vom 14. bis 18. Mai 2003 in Bad Gandersheim (bei Hameln) statt. Durchgeführt wird sie von der Deutschen Gesellschaft für Theatertherapie in Kooperation mit der Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Soziales, Theaterpädagogik/-therapie.
Die Sommerakademie setzt sich zusammen aus einem praktischen Teil, den Workshops (14. bis 16.5.), und der Fachtagung (16. bis 18.5.), die eröffnet wird mit dem Vortrag “Gebrauch(t) die Mythen”, über die Gegenwärtigkeit des Mythos. Anschließend besteht die Möglichkeit, am Treffen der deutschen Gesellschaft für Theatertherapie teilzunehmen, um sich über die aktuellen Entwicklungen der Theatertherapie in Deutschland zu informieren, sich vernetzen und sich dort beteiligen zu können.
Nähere Infos bei:
Prof. Dr. Lilli Neumann, FH Dortmund, FB Soziales, Emil-Figge-Str. 44, 44227 Dortmund, Tel. 0231 ? 755 51 90, neumann@fh-dortmund.de Deutsche Gesellschaft für Theatertherapie, info@dgft.de

Montag, 24. März 2003, von Elmar Leimgruber

Oscars für Kidman, Brody, Polanski, Link, Chicago

Gleich drei der begehrten Oscars erhielt der Film “Der Pianist”: Beste Regie (Roman Polanski), Bester männlicher Hauptdarsteller (Adrian Prody) und beste Drehbuchadaptierung (Ronald Harwood). Beste Hauptdarstellerin 2003 ist Nicole Kidman (The Hours). Den Oscar als bester ausländischer Film erhielt Deutschland “Nowhere in Africa” unter der Regie von Caroline Link. Die meisten Oscars kassierte “Chicago”, darunter “bester Film” und beste weibliche Nebenrolle (Catherine Zeta-Jones). Die Musik-Oscars gingen an Elliot Goldenthal (“Frida”) für den Score und an Eminem für den Song “8 Mile”. Mehr zum Thema: “Kino” finden Sie übrigens regelmäßig auf meiner Kinoseite.
HIER DIE PREISE IM EINZELNEN:
- ACTOR IN A LEADING ROLE
Adrien Brody
THE PIANIST
- ACTOR IN A SUPPORTING ROLE
Chris Cooper
ADAPTATION
- ACTRESS IN A LEADING ROLE
Nicole Kidman
THE HOURS
- ACTRESS IN A SUPPORTING ROLE
Catherine Zeta-Jones
CHICAGO
- ANIMATED FEATURE FILM
SPIRITED AWAY
Hayao Miyazaki
- ART DIRECTION
CHICAGO
John Myhre (Art Direction); Gordon Sim (Set Decoration)
- CINEMATOGRAPHY
ROAD TO PERDITION
Conrad L. Hall
- COSTUME DESIGN
CHICAGO
Colleen Atwood
- DIRECTING
THE PIANIST
Roman Polanski
- DOCUMENTARY FEATURE
BOWLING FOR COLUMBINE
Michael Moore and Michael Donovan
- DOCUMENTARY SHORT SUBJECT
TWIN TOWERS
Bill Guttentag and Robert David Port
- FILM EDITING
CHICAGO
Martin Walsh
- FOREIGN LANGUAGE FILM
NOWHERE IN AFRICA
Germany
Directed by Caroline Link
- MAKEUP
FRIDA
John Jackson and Beatrice De Alba
- MUSIC (SCORE)
FRIDA
Elliot Goldenthal
- MUSIC (SONG)
8 MILE
‘Lose Yourself’
Music by Eminem, Jeff Bass and Luis Resto; Lyric by Eminem
- BEST PICTURE
CHICAGO
Martin Richards
- SHORT FILM (ANIMATED)
THE CHUBBCHUBBS!
Eric Armstrong
- SHORT FILM (LIVE ACTION)
THIS CHARMING MAN (DER ER EN YNDIG MAND)
Martin Strange-Hansen and Mie Andreasen
- SOUND
CHICAGO
Michael Minkler, Dominick Tavella and David Lee
- SOUND EDITING
THE LORD OF THE RINGS: THE TWO TOWERS
Ethan Van der Ryn and Michael Hopkins
- VISUAL EFFECTS
THE LORD OF THE RINGS: THE TWO TOWERS
Jim Rygiel, Joe Letteri, Randall William Cook and Alex Funke
- WRITING (ADAPTED SCREENPLAY)
THE PIANIST
Screenplay by Ronald Harwood
- WRITING (ORIGINAL SCREENPLAY)
TALK TO HER
Written by Pedro Almodóvar

Donnerstag, 20. März 2003, von Elmar Leimgruber

Interview mit der neuen Professorin für vergleichende Musikwissenschaften an der Universität Wien, Regine Allgayer-Kaufmann

Die Institutsgruppe Musikwissenschaft der Universität Wien hat die neue Professorin für Vergleichende Musikwissenschaft, Regine Allgayer-Kaufmann, interviewt. Das Interview ist online hier etwas gekürzt, aber mit O-Tönen verfügbar.