Freitag, 20. Januar 2006, von Elmar Leimgruber

Wien feiert Fest für Mozart

Mozartkugeln und Marzipan: Wolfgang Amadeus Mozart verkommt mal wieder zu Kitsch. Und auch die Stadt Wien feiert Wolferls 250. Geburtstag zwischen dem 27. und 29. Jänner mit einem großen Fest: nicht nüchtern und rationell, sondern genau so, wie er -von wenigen lobenswerten Ausnahmen abgesehen- viele Touristen bringt und die Herzen vor allem der Wirtschaft erfreut.
Wenigstens einige wenige Kulturtreibende machen sich Gedanken über den echten Mozart und seine Musik, hier vor allem einer, der lange genug verschmäht und endlich gewürdigt wird: Nikolaus Harnoncourt.
Das Echte, ja das Authentische ist es letztlich, was einer der größten Söhne Österreichs, Wolfgang Amadeus Mozart, sich ja auch verdient hat.
In diesem Zusammenhang verweise ich auf die Gesamtaufnahme der Mozart-Symphonien mit der Acamedy Of Ancient Music (auf historischen Instrumenten) unter dem Dirigenten und Musikwissenschaftler Christopher Hogwood. Hier hören Sie Mozart unverfälscht, authentisch, rationell, manchmal gar “unklassisch”, ja zuweilen sogar leidenschaftlich, jedoch nie unbeherrscht.
Wer Mozart dennoch lieber in zeitgemäße Musik gepackt wissen möchte, dem sei das Musical “Mozart” von Sylvester Levay mit Einschränkungen zu empfehlen, das übrigens auch in Wien seine Welt-Uraufführung erlebte.

Samstag, 14. Januar 2006, von Elmar Leimgruber

Wien: Mozarts Musik in Malereien

Mozarts Musik in Bilder gesetzt hat die deutsche Künstlerin Christel Bak-Stalter. Im Haus der Musik sind ihre Bilder vom 17. Jänner bis 17.Dezember im überdachten Innenhof bei freiem Eintritt zu sehen, teilt das Haus der Musik mit.

Die Künstlerin malte zu verschiedenen Sinfonien Mozarts wie der Jupitersinfonie, zu einem Flötenkonzert, dem Credo aus der großen Messe und den Divertimenti. Die Bilder entstanden beim simultanen Hören des jeweiligen Werkes, wobei abwechslungsreiche Bildkompositionen entstanden.

Das Haus der Musik, 1., Seilerstätte 30, ist täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet. http://www.hdm.at/

Samstag, 31. Dezember 2005, von Elmar Leimgruber

Ein erfülltes und gesundes…

… Neues Jahr 2006 wünscht Ihnen Elmar Leimgruber.
Möge es auch positiver für die EU und ihre Bevölkerung verlaufen, möge vor allem die interne Gesprächs-KULTUR innerhlb der Europäischen Union sich verbessern. Zu diesem Thema habe ich einen Neujahrsimpuls verfasst, den Sie auf meiner Spezialseite nachlesen können. ich freue mich auf Ihre Reaktionen.

Freitag, 23. Dezember 2005, von Elmar Leimgruber

Frohe, friedliche…

… und erfüllte Feiertage sowie ein glückliches NEUES JAHR wünscht Ihnen

Dienstag, 20. Dezember 2005, von Elmar Leimgruber

Musical House Of Dreams würdigt Friedensreich Hundertwasser

Unter Anwesenheit der Grand Damen des österreichischen Fernsehens Chris Lohner und Brigitte Xander sowie weiterer Prominenter aus Kultur und Politik wurde Friedensreich Hundertwasser gefeiert. Der als Friedrich Stowasser geborene österreichische Künstler und Naturschützer wäre am 15. Dezember 77 Jahre alt geworden.

Anlässlich seines Geburtstages wurde visavis vom Hundertwasserhaus in der Wiener Kegelgasse das Theater House of Dreams errichtet und das gleichnamige Multimedia-Musical der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieses lohnt sich allemal, anzusehen.


Die Adaptierung der Räumlichkeiten als Theater nahm Hundertwassers langjähriger Mitarbeiter Werner Spiegelwerner vor. House Of Dreams stammt aus der Feder des weltweit bekannten österreichischen Komponisten Roland Baumgartner, den nun der Beiname Tausendklang ziert. Neben Chris Lohner, Johannes Rödhammer und Helmuth Seufert sind Domino Blue, Joachim Moser, Gerald Pichowetz und Jenny Bell in den Hauptrollen zu sehen.

Das 45 Minuten währende Multimedia-Musical wird ab sofort täglich jederzeit zwischen 10.00 und 18.00 Uhr vorgeführt, bei Bedarf sind Abendgalavorstellungen um 19.00 Uhr vorgesehen.

Sonntag, 6. November 2005, von Elmar Leimgruber

Late Night in Bangkok made in Vienna

Innerhalb von zweieinhalb Stunden von Wien nach Bangkok und zurück inklusive einer Late Night Show? Mag unrealistisch klingen, ist es aber nicht. Das habe ich heute nämlich höchstpersönlich erlebt und zwar im Wiener Theater Center Forum.

Thomas Thalhammer hat Melodien aus bekannten Musicals wie u.a. Romeo & Julia, Chess, Chicago, Elisabeth zusammengefügt zu einem eigenen Werk:

Moderator Bobby LaVaille (Michael Eisterer) begrüßt die “prominenten” Studiogäste seiner Late Show, die ihre teils skurilen Lebensgeschichten freilich musikalisch vortragen. Natürlich darf da auch Mausi Lügner (Mara Sievers, die übrigens die professionelle Choreographie verantwortet) nicht fehlen, die auch beim Publikum im Theater Center Forum bestens ankommt.

Obwohl zuweilen die Live-Stimmen der Sängerinnen und Sänger im Vergleich zur eingespielten Musik etwas zu leise wirken, ist die Late Show in Bangkok auf jeden Fall zu empfehlen: sie wird derzeit nur noch einmal, nämlich morgen wiederum um 19.30 Uhr im Wiener Theater Center Forum gezeigt.

Nähere Infos unter: http://www.mu2ical.at

Samstag, 5. November 2005, von Elmar Leimgruber

Willy Astor, das Publikum und der Ernst des Lebens

Wenn Willy Astor ins Ausland fährt, in diesem Fall letzthin nach Wien, da gibts viel zu lachen. Der bayerische Komödiant kam, sah und siegte: Nicht nur, dass er das Publikum zum Leben braucht wie jeder andere Mensch das Wasser, ist aussergewöhnlich: Der Soloabend mit ihm begann um 19.30 Uhr im Wiener Museumsquartier und hörte erst um 23.00 Uhr auf. Selbst in der Pause, in der sich jeder andere Künstler gern ausruht, kam er ins Fojer und gab Autogramme.

Astor ging auch während seiner Show direkt auf das Publikum ein, interviewte bereits zu Beginn einige Leute im Publikum und bezog sich im Laufe des Abend auch immer wieder auf deren Aussagen.

Dieser Mann ist nicht nur ein herausragender und einmaliger Wortakrobat und Komödiant, er ist auch, was noch nicht so bekannt sein dürfte, auch ein ausgezeichneter Komponist von meditativer Instrumentalmusik sowie von ernsten musikalischen Balladen. Auch so konnte das scherzverwöhnte Publikum seinen Willy Astor in Wien erleben.

Schade für jeden, der diesen einmaligen Abend nicht miterleben konnte, noch bedauerlicher, wer bislang nicht mal seinen Namen kannte…

CDs und weitere Werke von Willy Astor mit Hörproben finden Sie hier.

Montag, 3. Oktober 2005, von Elmar Leimgruber

Endlich: Attenboroughs SHADOWLANDS auf DVD

Freunde des anspruchsvollen Films können sich freuen: Endlich erscheint dieser einzigartige auf einer wahren Begebenheit beruhende Film auch in deutscher Sprache auf DVD: Shadowlands
Sir Anthony Hopkins spielt hier den britischen Philosophen C.S. (Clive Staples) Lewis, der zu Beginn des 20. Jhs. lebte und u.a. durch seine Kinderbücher Weltruf errang. Eines dieser Bücher kommt in Kürze in die Kinos: Der König von Narnia.
In diesem Film geht es aber vor allem um den Philosophen Lewis, der sich wie kaum ein zweiter mit der Ursache für menschliches Leid beschäftigt und darüber auch an der Universität Oxford unterrichtet.
Seine sichere Einsicht gerät jedoch ins Wanken, als er eine amerikanische Schriftstellerin (gespielt von Debra Winger) kennenlernt und Leid und Schmerz sein eigenes Leben ergreifen…
Von den Darstellern meisterhaft interpretiert und von Lord Richard Attenborough einfühlsam inszeniert. Ein Muß für jeden, der sich mit anspruchsvollen, ernsthaften und berührenden Themen auseinandersetzen möchte.
Die Original-Filmmusik, die ich ebenfalls besonders hervorheben möchte, stammt übrigens von George Fenton (Deep Blue, Blue Planet, Sweet Home Alabama…).

Freitag, 16. September 2005, von Elmar Leimgruber

Dringend: Christopher Hogwood morgen in Eisenstadt

Christopher Hogwood, der “Erfinder” der historischen Aufführungspraxis kommt für einen Gastauftritt nach Österreich.
Auf Schloss Esterhazy in Eisenstadt (Burgenland) gelangen Werke von Prokofiew, Haydn und Mozart zur Aufführung. Christopher Hogwood, der sich in den letzten Jahren neben seinem Spezialgebiet, der Alten Musik, zunehmend Werken des 20. Jahrhunderts widmete, dirigiert das Kammerorchester Basel ab 19.30 Uhr. Werde vor Ort sein und über dieses einzige Hogwood-Konzert in Österreich berichten.
Restkarten in Höhe von 59,- 53,- 47,- 42,- 36,- 29,- 22,- Euro sind online und an der Abendkasse erhältlich.
Am Sonntag um 11.00 Uhr und um 15.00 Uhr bringt zum Abschluss der Haydn Festspiele 2005 die Österr.-Ung. Haydn Philharmonie unter der Leitung von Adam Fischer Werke von Mozart und Haydn zur Aufführung.

Donnerstag, 30. Juni 2005, von Elmar Leimgruber

Auch dank “kulturfreundlicher” Stadt Wien: LAURA: das wars.

Obwohl dieses Musical ein sehr idealistisches Projekt war, tat die -ach so kulturfreundliche- Stadt Wien nichts, um es zu fördern. Während dort, wo offenbar eh genug Geld verdient wird, von seiten der Stadt noch mehr Geld sogenannten “Künstlern” nachgeschmissen wird, fand es trotz mehrmaliger Einladung zu den Premieren und Vostellungen niemand Zuständiger für sinnvoll, daran teilzunehmen.
Dass es trotzdem sogar in Wien ein Publikumserfolg wurde, ist dem Team und allen Darstellern zu verdanken und natürlich dem begeisterten Publikum selbst, das bereitwillig dafür sorgte, dass noch mehr zu den weiteren Vorstellungen erschien, und dies obwohl uns trotz bester Öffentlichkeitsarbeit mit wenigen lobenswerten Ausnahmen alle Medien ignorierten und totschwiegen (ein Skandal sondergleichen!).
Das auf idealistischen Beinen stehende Musical ist und das Verhalten der Stadt Wien und ihrer Verbündeten ist das beste Beispiel dafür, dass Kultur in Wien offenbar nur dann gestützt und gefördert wird, wenn man eh schon Geld wie Heu hat, dass Idealismus im Kulturbereich aber eher bestraft als honoriert wird.
Muss man in Wien tatsächlich Hof-Kultur betreiben, um als Künstler anerkannt zu sein? In erster Linie geht es nicht um das Geld, obwohl das auch sehr wichtig ist (immerhin wurde monatelang kostenlos geprobt und einstudiert!). Aber zumindest Anerkennung für Geleistetes kann jeder erwarten. Traurig und bedrückend und beschämend, dass diese Situation eine Stadt betrifft, die immer betont, wie kulturfreundlich sie doch ist.