Einer der großen Schwerpunkte der diesjährigen Haydn-Festpiele auf Schloss Esterhazy in Eisenstadt/Burgenland/ Österreich wird das Oratorium sein.Die Haydntage finden laut Aussendung heuer vom 7. bis 17. September statt und stehen unter dem Motto “Haydn und Händel”. Publikumsliebling und conductor in residence Adam Fischer und seine Österr.-Ung. Haydn Philharmonie werden demnach Haydns „Schöpfung„ und Händels „Messias„ sowie auch die beiden traditionellen Abschlusskonzerte zur Aufführung bringen.
Neben den großen Oratorien stehen bei den Haydntagen Messen, erlesene und selten gespielte Symphonien von Joseph Haydn sowie die großen concerti grossi von Georg Friedrich Händel am Programm.
Das Opernschaffen dieser beiden Komponisten wird vom Ensemble La Stagione Frankfurt unter Michael Schneider mit ausgewählten Arien dargestellt.
Weitere Höhepunkte des Festivals Außergewöhnlich wird auch die Aufführung der Orgelkonzerte von Händel und Michael Haydn, die vom Barock-Spezialisten Ton Koopman und dem Amsterdam Baroque Orchestra interpretiert werden sowie das Konzert mit der Händel & Haydn Society Boston, die u.a. Händels berühmte Wassermusik zur Aufführung bringen werden. Die Haydn Akademie mit dem chorus sine nomine unter Trevor Pinnock wird ebenfalls in Eisenstadt zu Gast sein wie Star-Tenor Ian Bostridge, der mit seinen sehr persönlichen Interpretationen den Hörer in jedem Konzert neu herausfordert.
Oratorien als Schwerpunkt der Haydn-Festspiele 2006 auf Schloss Esterhazy in Eisenstadt
Wiener Mozart-Musical konzertant und leider cut
Mozart
, Musical in Concert, nannten die Vereinigten Bühnen Wien Ihre leider nur wenigen Februar-Aufführungen des Musicals Mozart von Sylvester Levay
und Michael Kunze (denen wir auch den Musical-Welterfolg Elisabeth
verdanken), das 1999 in Wien seine Welturaufführung erlebt hatte. Es stört keinesfalls die konzertante Aufführung ohne Kulisse, dafür in der Musical-Garderobe. Auch das Orchester auf der Bühne ist eine angenehme Überraschung. Es verwundert jedoch, dass es nur eineinhalb Stunden Mozart-Musical zu erleben gibt.
Dafür hört man nun neue Songs, die bei der Wiener Welturaufführung
noch nicht dabeiwaren. Dennoch rechtfertigt der hohe Preis keine so kurze Aufführung.
DAS musikalische Highlight in Mozart ist Carin Filipcic als Baronin von Waldstätten: einfühlsam, direkt und brillant und ein Genuss für alle Sinne. Ebenfalls eine Traumbesetzung: Rasmus Borkowski in der Titelrolle als Mozart und besonders bewegend auch Jana Stelley als Constanze Weber: von ihr wird das musikbegeisterte Publikum sicher noch viel Beeindruckendes hören in Zukunft. Voller Power wie eh und je auch Uwe Kröger
als Fürsterzbischof Hieronymus Colloredo.
An Viktor Gernot
erinnerte mich Andre Bauer in der Rolle Mozarts Vater Leopold: gut gesungen, jedoch für diese Rolle zu jung. Caroline Vasicek als Mozarts Schwester Nannerl wirkt in der Samstag-Nachmittag-Aufführung schwach und stimmlos.
Alles in allem eine von der Besetzung erwähnter Rollen abhängige wunderbare Aufführung, die jedoch letztlich zu cut ist.
Die Saliera ist zurück: hurrrrrrraaaaaa
Die nach einem Diebstahl wiedergefundene “Saliera” von Benvenuto Cellini
ist ab dem 31. Jänner wieder von der Öffentlichkeit zu bewundern. Sie wird im Saal XXXVI der Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums Wien
(Eingangsfoyer, 1. Treppe links) nach dem Diebstahl “im Originalzustand” zu sehen sein. Dies teilte Generaldirektor Wilfried Seipel mit.
Nach einer ersten Überprüfung durch ein Restauratorenteam ist die “Saliera” laut Museumsleitung durch die Zerstörung der Glasvitrine leicht beschädigt: mit freiem Auge sind Schürfspuren an den beiden großen Figuren Neptun und Tellus erkennbar. Außerdem sind an mehreren Stellen Absplitterungen des bunten Emails sichtbar. In den nächsten Tagen wird die Skulptur jedoch einer detaillierten mikroskopischen Untersuchung unterzogen.
Vor ihrer neuerlichen Ausstellung wird die “Saliera” am Sonntag, den 29. Jänner bei einem Sponsoring-Dinner zugunsten der Sanierung der Kunstkammer den Sponsoren gezeigt.
Wien feiert Fest für Mozart
Mozartkugeln und Marzipan: Wolfgang Amadeus Mozart
verkommt mal wieder zu Kitsch. Und auch die Stadt Wien feiert Wolferls 250. Geburtstag zwischen dem 27. und 29. Jänner mit einem großen Fest: nicht nüchtern und rationell, sondern genau so, wie er -von wenigen lobenswerten Ausnahmen abgesehen- viele Touristen bringt und die Herzen vor allem der Wirtschaft erfreut.
Wenigstens einige wenige Kulturtreibende machen sich Gedanken über den echten Mozart und seine Musik, hier vor allem einer, der lange genug verschmäht und endlich gewürdigt wird: Nikolaus Harnoncourt
.
Das Echte, ja das Authentische ist es letztlich, was einer der größten Söhne Österreichs, Wolfgang Amadeus Mozart, sich ja auch verdient hat.
In diesem Zusammenhang verweise ich auf die Gesamtaufnahme der Mozart-Symphonien mit der Acamedy Of Ancient Music (auf historischen Instrumenten) unter dem Dirigenten und Musikwissenschaftler Christopher Hogwood
. Hier hören Sie Mozart unverfälscht, authentisch, rationell, manchmal gar “unklassisch”, ja zuweilen sogar leidenschaftlich, jedoch nie unbeherrscht.
Wer Mozart dennoch lieber in zeitgemäße Musik gepackt wissen möchte, dem sei das Musical “Mozart”
von Sylvester Levay
mit Einschränkungen zu empfehlen, das übrigens auch in Wien seine Welt-Uraufführung erlebte.
Wien: Mozarts Musik in Malereien
Mozarts Musik in Bilder gesetzt hat die deutsche Künstlerin Christel Bak-Stalter. Im Haus der Musik sind ihre Bilder vom 17. Jänner bis 17.Dezember im überdachten Innenhof bei freiem Eintritt zu sehen, teilt das Haus der Musik mit.
Die Künstlerin malte zu verschiedenen Sinfonien Mozarts wie der Jupitersinfonie, zu einem Flötenkonzert, dem Credo aus der großen Messe und den Divertimenti. Die Bilder entstanden beim simultanen Hören des jeweiligen Werkes, wobei abwechslungsreiche Bildkompositionen entstanden.
Das Haus der Musik, 1., Seilerstätte 30, ist täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet. http://www.hdm.at/
Ein erfülltes und gesundes…
… Neues Jahr 2006 wünscht Ihnen Elmar Leimgruber.
Möge es auch positiver für die EU und ihre Bevölkerung verlaufen, möge vor allem die interne Gesprächs-KULTUR innerhlb der Europäischen Union sich verbessern. Zu diesem Thema habe ich einen Neujahrsimpuls verfasst, den Sie auf meiner Spezialseite nachlesen können. ich freue mich auf Ihre Reaktionen.
Frohe, friedliche…
… und erfüllte Feiertage sowie ein glückliches NEUES JAHR wünscht Ihnen
Musical House Of Dreams würdigt Friedensreich Hundertwasser
Unter Anwesenheit der Grand Damen des österreichischen Fernsehens Chris Lohner und Brigitte Xander sowie weiterer Prominenter aus Kultur und Politik wurde Friedensreich Hundertwasser gefeiert. Der als Friedrich Stowasser geborene österreichische Künstler und Naturschützer wäre am 15. Dezember 77 Jahre alt geworden.
Anlässlich seines Geburtstages wurde visavis vom Hundertwasserhaus in der Wiener Kegelgasse das Theater House of Dreams errichtet und das gleichnamige Multimedia-Musical der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieses lohnt sich allemal, anzusehen.
Late Night in Bangkok made in Vienna
Innerhalb von zweieinhalb Stunden von Wien nach Bangkok und zurück inklusive einer Late Night Show? Mag unrealistisch klingen, ist es aber nicht. Das habe ich heute nämlich höchstpersönlich erlebt und zwar im Wiener Theater Center Forum.
Thomas Thalhammer hat Melodien aus bekannten Musicals wie u.a. Romeo & Julia, Chess, Chicago, Elisabeth zusammengefügt zu einem eigenen Werk:
Moderator Bobby LaVaille (Michael Eisterer) begrüßt die “prominenten” Studiogäste seiner Late Show, die ihre teils skurilen Lebensgeschichten freilich musikalisch vortragen. Natürlich darf da auch Mausi Lügner (Mara Sievers, die übrigens die professionelle Choreographie verantwortet) nicht fehlen, die auch beim Publikum im Theater Center Forum bestens ankommt.
Obwohl zuweilen die Live-Stimmen der Sängerinnen und Sänger im Vergleich zur eingespielten Musik etwas zu leise wirken, ist die Late Show in Bangkok auf jeden Fall zu empfehlen: sie wird derzeit nur noch einmal, nämlich morgen wiederum um 19.30 Uhr im Wiener Theater Center Forum gezeigt.
Nähere Infos unter: http://www.mu2ical.at




