Also…
eines muss ich vorweg schon mal sagen: Ich bin enttäuscht!
Natürlich liebe ich den typischen Stil von Hans Zimmer und seine typischen Sequenzen, aber in seinen “alten” Scores.
Klaus Badelt ist ein ganz hervorragender (klassischer) Komponist und Dirigent. Dass er ein echtes Talent im Musikschreiben hat, zeigte er schon mit seinem Score zu “The Time Machine”, den ich für einen der großartigsten Scores der letzten Jahre halte.
Aber was Klaus Badelt und Hans Zimmer hier mit dem Score zu “Fluch der Karibik” liefern, ist zwar recht nett, aber genaugenommen nur billiger Abklatsch von alten Zimmer-Scores vor allem von “The Rock” (Nick Glennie-Smith, der schon damals fleissig mitkomponiert hat, ist in diesem neuen Score übrigens auch wieder mit an Bord): genau dieselben Sequenzen, nur anders arrangiert und instrumentiert.
Sowas ist irgendwie überflüssig, wenn es auch sicherlich gut zum Film passen mag. ich kann dazu nur sagen: Klaus und Hans: Strengt euch ein bissi mehr an: Talent habt ihr ja.
Hier können Sie sich selbst ein “musikalisches Bild” über den Soundtrack Pirates Of The Caribbean (Fluch der Karibik) machen, indem Sie ihn anhören.
CD-Kritik: Pirates Of The Caribbean/Fluch der Karibik (Klaus Badelt/Hans Zimmer)
Mozart zum “Einnicken”
Vielleicht lag es ja an der nicht gerade beispielhaften Akustik im Eppaner Kultursaal (Südtirol), die das Mozart-Konzert des Haydn-Orchesters von Bozen und Trient am 29. 9.2003 so langweilig wirkte. Vielleicht war auch die erstaunlich geringe Zahl an Besuchern des Konzertes dafür mitverantwortlich, dass diese den Eindruck gewinnen mussten, dass sich die Begeisterung der Musiker, ihr Bestes zu geben, ziemlich in Grenzen hielt.
Sicher ist jedenfalls, dass Mozarts Jupiter-Symphonie selten so eintönig, akzentlos und langweilig klang wie bei dieser Aufführung. Und dies, obwohl sich der zweifellos begabte Dirigent Giancarlo Andreatta sichtlich alle Mühe gab, die Musiker zu motivieren.
Der erst 24-Jährige Bass-Bariton Andrea Patucelli glänzte zwar im ersten Teil des Konzertes mit Arien aus Mozarts “Don Giovanni”, seine Kollegin Rosanna Savoia aber tat sich schon schwer im Coloraturgesang.
Doch insgesamt gesehen war dieser Konzertabend mehr ein Zeitvertreib, denn ein Kunstgenuss und bestätigte wieder mal, dass das Haydn-Orchester von Bozen und Trient zwar mit passenden Dirigenten Höchstleistungen im Bereich der Romantik und der zeitgenössischen Klassik zu erbringen vermag, jedoch große Schwächen von typischen klassischen Werken hat.
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Bozen rief und Kim kam mit Rodgers-Hammerstein und Gershwin: Wonderful!
Wenn die aus den USA geborene und in London lebende Kim Criswell Songs von Richard Rodgers/Oscar Hammerstein und von George Gershwin singt, sollte kein Freund guter Musik fehlen.
Sie am Sonntag live und hautnah open air zu erleben, begleitet vom Haydn-Orchester Bozen-Trient unter der leitung des Musical-Experten Kevin Farrell war ein künstlerischer Genuss allererster Klasse: Ihre Stimme ist je nach Song einerseits zart und fein, andererseits kräftig bewegt, dann mal in höchsten Tönen schwingend, um anschliessend in den Tiefn der Musik sich zu vergraben.
Die Interpretationen waren vom Allerfeinsten, das Orchester spielte präzise und Dirigent und Sängerin waren ein herrlich eingespieltes Team.
Einfach herrlich dieser Abend, der übrigens dank der Gemeinde Bozen für alle kostenlos zu erleben war.
Das Haydn Orchester von Bozen-Trient “auf amerikanisch” finden sie HIER. Alles über Kim Criswell.
The Matrix Reload im Londoner IMAX
Noch spannender, noch actionreicher, aber auch noch verwirrender als der erste Teil: das ist Matrix Reloaded, von mir gesehn im Londoner IMAX. Die Story ist leider weniger stimmig. Dennoch lohnt sich der Film mit Keanu Reaves und Laurence Fisburne für Science Fiction Fans in jedem Fall, zumindest dann, wenn man sich das englische Original ansehn kann und das noch dazu in einem Kino mit einer 26×20 Meter grossen Leinwand und einer Soundleistung von weit über 10.000 Watt, wie dies im Londoner IMAX der Fall ist.
Die Musik zum Film: Don Davis u.a. (sehr gut und zum Streifen passend)
HIER können sie “The Matrix Reloaded” auf DVD vorbestellen.
Alles weitere zu den Matrix-Filmen
Sommerpause
Liebe Besucher der Kulturinfos
In den Sommermonaten sind wir auf Urlaub und so sind nur unregelmässig Besprechungen und Kritiken zu erwarten. Bitte um Verständnis dafür.
Dennoch können Sie weiterhin mir Ihre Kulturinfos zumailen.
Schönen und erholsamen Sommer.
1 Jahr Elmars Kulturbesprechungen
Weit über 70 Kulturbesprechungen, -Kritiken und -Hinweise innerhalb eines Jahres: ein recht beachtliches Ergebnis für ein Jahr (gemeinnützige und freiwillige) Onlinepräsenz.
Glückwünsche zum ersten “Geburtstag” und Dank an die Leser. Wir freuen uns auf viele weitere Jahre.
Oliver King: The Lion King
Kein noch so schönes Foto vermag es zu vermitteln, keiner sprachlich noch so herrlich formulierten Rezension wird es gelingen, das wiederzugeben, was den Besucher des Disney-Musicals “Der König der Löwen” im Londoner Lyceum Theatre erwartet. Jegliche noch so ideale Vorahnung wird von der Realitaet übertroffen. Die Sänger, Taenzer und Schauspieler sind weit überdurchschnittlich, allen voran Gugumana Thamini als stimmgewaltige und eindrucksvolle Rafiki, Brian Forbes als liebevoll um das Gesamtwohl des Gleichgewichts der Natur besorgte König Mufasa und Brian Makiwane als jugendlich aufmüpfiger Hakuna Matata-lebender Simba.
Ein ganz ausserordentliches Talent in jeglicher Hinsicht aber ist Oliver King, der in die Rolle des Löwenkindes Sima schlüpft. Er ist ein ausgezeichneter Tänzer, ein weit überdurchschnittlicher Sänger (auch die Kombination von beidem zusammen meistert er problemlos) und ein vielversprechender Schauspieler. Von ihm wird man in Zukunft sicher noch sehr viel lesen, hören und sehen können. Sofern er nicht zusehr schon als Kind “verheizt” wird, ist Oliver King in Zukunft sicher ein ganz grosser Superstar. Für mich ist es heute schon. Die Standing Ovations am Ende der Vorstellung waren mehr als gerechtfertigt.
HIER können Sie schon mal ins Musical reinhören.




