Viele der guten alten (Stille Nacht, O du fröhliche, O Tannenbaum, Alle Jahre wieder…) Weihnachtslieder, vor allem aber das nervigste Weihnachtlied aller Zeiten (Last Christmas: wer wird denn beim heurigen immer ans letzte Weihnachten denken???) können viele von uns nimmer hören, weil man damit eingedödelt wird, dass einem die Weihnachtsstimmung rasch vergehen könnte.
So habe ich in diesem Jahr höchstpersönlich ein paar der uralten Weihnachtslieder neu eingesungen und produziert; natürlich klingen sie bei mir gaaaaanz anders als gewohnt.
na dann: Frohe Weihnachten damit*:-)
– O du fröhliche
– Alle Jahre wieder
– Maria durch ein’ Dornwald ging
– O Tannenbaum
– (I WÜNSCH’ DIR) FROHE WEIHNACHTEN
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*ACHTUNG: DIE VON MIR GESUNGENEN LIEDER SIND INKLUSIVE MEINER BEARBEITUNGEN URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT. JEGLICHE VERWENDUNG BZW. VERWERTUNG BEDARF MEINER SCHRIFTLICHEN ZUSTIMMUNG.
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Weihnachts-Songs mal ganz anders
Show Mystery Holiday on Ice ab 25.10. in vielen Städten
Am 25. Oktober startet die 64. brandneue Saison von Holiday On Ice in Hamburg und tourt dann bis zum Frühjahr kommenden Jahres durch halb Europa.
Mit einer magischen Inszenierung und mit atemberaubenden Illusionen enthüllen die Zauberkünstler Andreas und Chris Ehrlich das neue und erfrischend schöne Holiday on Ice-Gesicht: Die 19jährige Tala Caruna Stalling wird deutschlandweit auf über 35.000 Plakaten zu sehen sein und auf Galapremieren und Presseterminen Holiday on Ice vertreten.
Die Holiday on Ice-Solisten Tiffany Sfikas und Bert Cording zeigen faszinierende Ausschnitte aus Romanza, der Show, die am 22. November 2006 in Nürnberg ihren Tournee-Auftakt feiert.
Die Tickets für die Mystery Sensation Holiday On Ice Tour 2006/2007 kosten zwischen 15 und 44 Euro, Kinder zahlen je die Hälfte und können hier bestellt werden.
Bonifatius bringt auch heute reiche Frucht (gesehen am 23. August 2006)
Ich hatte es am 4. August hier angekündigt, und hier ist sie meine Kritik zum derzeitig wohl mutigsten Musicalprojekt Europas:
Bonifatius, ein gebürtiger Engländer, wird im 8. Jahrhundert von Papst Gregor II. damit beauftragt, das heidnische Deutschland zu missionieren. Unterstützung erhält er hierbei u.a. von seinem Schüler Sturmius und von den Söhnen Karl Martells.
Viele Anhänger des heidnischen Fürsten Radbod verlassen nach einer öffentlichen Konfrontation mit Bonifatius ihren Götterglauben und bekehren sich zum Christentum. Doch der Mainzer Bischof Gewilip, der durch Mord an den Bischofsstuhl kam, führt ein lasterhaftes Leben und beutet die Menschen aus. Bonifatius lässt ihn durch den Papst absetzen, wodurch er sich die Rache Gewilips zuzieht: Bonifatius wird in einen Hinterhalt gelockt und getötet.
Der in die schöne Wirtshaustochter Alrun verliebte Sturmius entscheidet sich angesichts der neuen Situation mit deren Unterstützung für ein klösterliches Leben als 1. Abt des Klosters Fulda.
Ein Musical über einen Heiligen: kann das funktionieren? Erstaunlich, aber ja: es kann: heuer bereits im dritten Jahr wird das Werk von Dennis deMartin und von Peter Scholz in Fulda aufgeführt und das ausverkauft. Und im Oktober übersiedelt “Bonifatius” in Musicaltheater Bremen.
Das Musical ist großartig, wenn der Musikkenner auch zuweilen Einflüsse vor allem von Vangelis, Sylvester Levay und Alan Menken heraushört.
Die Inszenierung ist mit Ausnahme der prächtigen und sehr passenden Kostüme eher spartanisch und vor allem auf Lichteffekte setzend. Aber genau das passt auch, um zu verhindern, dass “die Botschaft” des großartigen Werkes übersehen wird.
Ethan Freeman (Bonifatius) ist zweifelsohne gesanglich und schauspielerisch ein begnadeter Musialstar, er war aber im Vergleich zum einmaligen Reinhard Brussmann (Bonifatius-Urbesetzung) zumindest in der Aufführung am 23. August in Fulda zu wenig authentisch. Dabei liebe ich es vor allem in Musicals, wenn Funken der Begeisterung durch die Hauptdarsteller aufs Publikum überspringen.
Wirklich großartig in jeder Hinsicht und wie geschaffen für seine Rolle aber ist und bleibt Stefan Poslovski.
Sensationell gut interpretiert auch Daniel Dodd-Ellis den Heidenfürsten Radbod. Ebenfalls beeindruckend ist Simone Kerchner als “Mutter”: sie hat nicht nur eine überdurchschnittlich gute Stimme, sondern sie singt jeglichen Soul-Part im Musical so intensiv, dass ich dabei Gänsehaut bekam.
Bonifatius ist ein Werk, das jeder Musicalfan zumidnest einmal in seinem Leben gesehen haben sollte: viele Möglichkeiten dazu gibts derzeit allerdings nicht mehr: noch bis 6.9. im Schlosstheater Fulda und dann vom 12.-28. Oktober im Musicaltheater Bremen. Weitere Infos zum Musical und Tickets gibts hier. Im kommenden Juli startet übrigens das zweite ebenfalls mutige Musicalprojekt dieses Teams: Elisabeth von Thüringen.
Reinhold Messners Montain Museum
Obwohl ich kein Fan von Reinhold Messner bin (ich kann vor allem mit seiner “Philosophie” und seinem “Möchtegern-Prophet”-Gehabe sowie seiner extremen “Geld-Orientierung” (egal woher es kommt nix anfangen): sein Messner Montain Museum auf Schloss Sigmundskron bei Bozen in Südtirol ist sehenswert.
Ok, es herrscht Buddha, was dem eher tradionell christlichen Südtirol fremd vorkommen mag. Aber der Himalaja als höchster Berg der Welt liegt nun mal im Fernen Osten und dort herrschen Hinduismus und Buddhismus als Religionen vor.
Man betritt bei diesem Bergmuseum ein irgendwie andere, ja fremde Welt. Vielleicht war es auch die, die mich -neben dem wunderbaren Rund- und Fernblick auf das herrliche Südtirol- irgendwie faszinierte.
Etwas jedoch fehlt: es gibt keine wirklichen Wegweiser, was jedoch auch symbolische Bedeutung haben könnte: auch auf Berggipfel gibt es zuweilen verschiedene Wege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.
Wer Unkonventionelles mag, wird demnach seine Freude haben am Bergmuseum von Reinhold Messner auf Schloss Sigmundskron bei Bozen, der Hauptstadt Südtirols.
Telemann in Eppan (Südtirol)
Der Kultur Kontakt Eppan lud ein und das Orchestra del Teatro Olimpico di Vicenza kam und interpretierte Georg Philip Telemann. Zu Beginn noch etwas unbeholfen und ungenau musizierend fand das Ensemble unter Leitung von Giancarlo De Lorenzo im Laufe des Konzerts sowohl seinen Rhythmus als auch seine präzisen Töne.
DAS Highlight des Abends in Eppan jedoch war die Fagottistin Laura Costa; sie spielt nicht nur präzise, sondern strahlt zudem auch musikalische Persönlichkeit aus, was die Solisten an der Oboe (Paolino Tona) und an der Blockflöte (Elena Contin) vermissen lassen. Von Costa wird man in Zukunft sicher noch viel hören und lesen.
Bonifatius-Musical startet ins dritte Erfolgsjahr
Bereits im dritten Jahr startet heute das unabhängige Erfolgsmusical “Bonifatius” von Dennis DeMartin und Peter Scholz in Fulda. Musikalisch und inhaltlich beeindruckend und mit Ethan Freeman
(bekannt u.a. aus Walt Disney’s Die Schöne und das Biest – Wiener Musical-Produktion
und aus “Evita”
) in der Hauptrolle wird diese Produktion auch heuer wieder viele Menschen nach Fulda führen, um zu erleben, wie ein guter Mensch letztlich sterben muss, weil er bösen Menschen ein Dorn im Auge ist.
“Bonifatius” ist noch bis 6. September in Fulda, live zu erleben, dann ab 12. September in Bremen. Um im kommenden Jahr wird dasselbe Team in Eisenach eine weitere Weltaufführung präsentieren, nämlich “Elisabeth”.
Ich kenne das Musical bisher nur von CD, bin jedoch zutiefst begeistert und werde es mir demnächst daher ebenfalls live ansehen und Ihnen davon berichten.
A. L. Webbers Whistle down the Wind: ein wunderschönes Märchen (gesehn am 14.7.2006)
Nach einigen Jahren Pause hat Andrew Lloyd Webber
nun in seinem Londoner Palace Theater wiederum “Whistle down the Wind”
am Spielplan. Es ist ein wunderschönes Märchen über Kinderträume und die Realität, die meist ganz anders verläuft. Das Musical aus der Feder von Webber und Jim Steinman
überzeugt in jeder Hinsicht:
Musikalisch zwar oft einfach und zuweilen an die Rockballaden Steinmans und an Webbers Jesus Christ Superstar
anknüpfend, aber die Melodien sind dennoch traumhaft schön und vor allem sind sie im Palace allesamt hervorragend interpretiert:
Ich bin immer fasziniert, welche schaupielerische und gesangliche Leistung selbst kleine Kinder hier in London erbringen: In diesem Fall war es besonders Laurence Belcher: er hat eine so klare Stimme: ein grossartiges Talent.
Gesanglich weit überdurchschnittlich auch Tim Rogers als Jesus und Claire Marlowe als Swallow.
Wer Musicals liebt, sollte sich dieses nur kurz in London laufene Highlight auf jedem Fall ansehn.
Turandot an der Royal Opera London: Ja, aber… (gesehn am 13.7.2006)
Die Inszenierung von Andrei Serban
ist klassisch und vorbildlich gelungen, so auch das Orchester der Royal Opera Convent Garden
in London: es spielt unter der Leitung von Stefan Soltesz grandios, wie es offenbar nur britische Orchester vermögen.
Eine musikalische Enttäuschung für mich hingegen war Turandot
selbst, interpretiert von Audrey Stottler
, wobei sie im Laufe der Vorstellung sich etwas verbesserte: am Anfang jedoch vermochte sie nichts ausser einer lieblosen Jodelei.
Gänsehauterzeugend und vorbildlich hingegen sofort ab dem ersten Auftritt Yu Qiang Dai
als Calaf, von dem man in Zukunft sicher noch viel hören wird: er ist ein grandioser Tenor mit Persönlichkeit und Ausdruckskraft und einer wunderschoenen Stimme.
Ebenfalls überdurchscnittlich Elena Kelessidi als Liu, dafuer weit unterdurchschnittlich, weil er kaum einen Ton wirklich traf: Francis Egerton als Kaiser Altoum.
Ein Besuch der Londoner Oper lohnt sich, und diese Vorstellung auch, wenn auch nicht ideal besetzt.
Zum Londoner Opernhaus selbst habe ich übrigens auf meiner Ulk-Seite http://www.meinsenf.net einen eigenen humorvollen Beitrag verfasst.
Avenue Q: Lustiges Puppenmusical nicht für Kinder (gesehn: 11.7.2006)
Wer bei einem Musical, in dem Puppen die Hauptrollen spielen und singen, sich eine Vorstellung fuer Kinder wünscht und erwartet, sollte auf keinem Fall in London das neue Musical “Avenue Q”
besuchen. Und auch wer sich ein Musical mit Niveau erwartet, wird enttäuscht.
Obwohl sich die Hauptpuppe nach dem Sinn seines Lebens fragt und nach seiner Bestimmung sucht, also Lösung gibts keine. Macht aber nix: Dieses Musical ist lustig und unterhaltsam und absolut nicht jugendfrei und auch die virtuelle Onlinewelt bekommt ihren Senf ab: Internet ist -wie wir im Musical bestätigt bekommen- “for Sex”: ja klar.




