Mit ‘Arno Aschauer’ getaggte Artikel

Montag, 21. Mai 2012, von Elmar Leimgruber

Claus Gatterer Preis 2012 geht an Ursula Scheidle und Arno Aschauer

Die beiden Ö1-Journalisten Ursula Scheidle und  Arno Aschauer erhalten für ihr Radiofeature “Was lange gärt, wird endlich Wut / Protokoll eines Asylverfahrens”, (gesendet am 28. Mai 2011 in Ö1) den Prof. Claus Gatterer Preis 2012 des Österreichischen Journalisten Club (ÖJC). Die “Ehrende Anerkennung” für sozial engagierten Journalismus geht an die ladinische Zeitung “La Usc di Ladins” (Die Stimme der Ladiner), die in Südtirol wöchentlich für die ladinische Minderheit erscheint. Der “Prof. Claus Gatterer-Preis” ist mit 5.000 Euro dotiert und wird heuer Ende Juni im Gadertal in Südtirol verliehen werden.

Der Prof. Claus Gatterer-Preis wird jährlich vom Österreichischen Journalisten Club (ÖJC) an sozial engagierte, hervorragende österreichische und Südtiroler JournalistInnen verliehen. Er ist mit 5.000 Euro dotiert. Finanziert wird der Preis vom Rennerpreis-Kuratorium und dem Gatterer-Preis-Fonds. Mitglieder der diesjährigen Jury des Prof. Claus Gatterer-Preises waren: Fred Turnheim (Vorsitzender), Zoran Dobric (Preisträger 2011), Christoph Franceschini, Helmuth Kletzander, Kurt Langbein, Christiane Laszlo, Edith Meinhart und Walther Werth.

Das Radiofeature “Was lange gärt wird endlich Wut / Protokoll eines Asylverfahrens” ist eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit dem Phänomen “Integration Made in Austria”, sowohl im privaten, als auch im halb-öffentlichen Bereich einer lokalen Kirchengemeinde. Die Recherchen zu dieser am 28. Mai 2011 auf Ö1 ausgestrahlten Sendung begannen im März 2010. Der opportune Umgang der Bundesregierung, insbesondere des Bundesministeriums für Inneres mit dem Bleiberecht, der Europäischen Menschenrechtskonvention, sowie vor allem der UN-Kinderrechtskonvention machte eine vollinhaltliche, viele Monate dauernde Recherche in diversen Gesetzestexten notwendig. Zugleich musste der aktuelle Fall der Familie Maksuti aus Gjakova/Kosovo verfolgt werden. “Diese journalistische Beharrlichkeit, die Ausdauer und der Mut der Radiomacher, wird mit dem heurigen Prof. Claus Gatterer-Preis ausgezeichnet”, so die Begründung der Jury.

“La Usc di Ladins” (Die Stimme der Ladiner), erscheint wöchentlich in Südtirol für die ladinische Minderheit. Die “Usc” ist in der Südtiroler Medienlandschaft und wohl auch überregional eine singuläre Erscheinung. Sie ist das einzige Medium, das eine unabhängige, seriöse, detaillierte und kritische Information für alle Ladiner der Dolomiten anstrebt. Die Zeitschrift ist unabhängig von allen politischen Parteien und wird von einem Verein, der “Union Generela di Ladins dla Dolomites” herausgegeben. “La Usc di Ladins verfolgt einen kritischen und eigenständigen Journalismus in Südtirol. Sie ist als ein Medium einer Sprachminderheit den Subjekten und Objekten ihrer Berichterstattung besonders nahe und hat trotzdem die notwendige journalistische Distanz bewahrt”, begründet Juryvorsitzender Fred Turnheim die Entscheidung.