Sie musizierten temperamentvoll, fehlerfrei und brillant: die Starviolinistin Hilary Hahn und ihre Pianistin Natalie Su am 16. Dezember im Wiener Musikverein. Doch Virtuosität allein genügt mir letztlich nicht. Was mir fehlte, war das eigentliche Leben in den beiden Musikerinnen. Ich war nur einmal ganz kurz im ersten Satz der Bach-Partita berührt von Hilary. Ansonsten war die Interpretation zwar technisch makellos und auch von schönem Klang, aber durch ihre Persönlichkeit bewegt haben mich die Beiden leider nicht: Was (noch) nicht ist, kann aber vielleicht doch noch mal werden irgendwann vielleicht…
Priester postuliert
Santa Claus und der Weihnachtsmann haben nichts mit dem Heiligen Nikolaus zu tun. Diese Ansicht vertritt Eckhard Bieger, Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für ZDF und Kinderkanal. Um dies klarzustellen, hat der Jesuit eine Nikolaus-Initiative in Frankfurt gestartet. Eine Nikolaus-CD klärt mit Liedern, Geschichten und Gedichten über den Schutzpatron der Kinder auf. Aufkleber in Form eines Verbotsschildes (Bild) sollen “weihnachtsmannfreie Zonen” schaffen.
Während der heilige Nikolaus, der am 6. Dezember gefeiert wird, ein selbstloser wohltätiger Bischof gewesen sei, ist der Weihnachtsmann laut Bieger eine Erfindung einer norddeutschen Firma im 19. Jahrhundert. 1930 habe der Softdrinkgigant Coca-Cola die Figur rot eingefärbt und als Marketinginstrument entdeckt. Als solche müsse Santa Claus auch wahrgenommen werden.
CD, Plakat und Aufkleber zusammen kosten 10,50 Euro. Der Erlös aus CDs und Aufklebern kommt dem ambulanten Kinder-Hospizdienst in Halle/Saale zu Gute, das krebskranke Kinder betreut.
“La Boheme” in Dortmund
Nicht wirklich künstlerisch überwältigend waren zwar die Solisten in der Dortmunder Aufführung von Giacomo Puccinis “La Boheme” am 23. November 2002. Dafür aber ein ganz grosses Lob an die Regie (Dominik Wilgenbus) und die Bühne (Karin Fritz), die diese romantische Oper sosehr verkitscht inszenierten, dass sie nur als Meisterwerk gesehen werden kann.
In den Hauptrollen: Peter Furlong als Rodolfo und Jill-Maria Marsden als Mimi. Dirigent: Granville Walker.
Ein Deutsches Requiem im Wiener Stephansdom
Sehr schön und einfühlsam sangen sowohl die Solisten, als auch der gesamte Domchor unter Johannes Ebenbauer Johannes Brahms “Ein deutsches Requiem” im Wiener Stephansdom mitte November 2002. Der Dirigent setzte die passenden Akzente an diesem in der Requiemliteratur einmaligen Werk. Immerhin verwendete Brahms als Texte nicht die bislang üblichen aus der römischen Requiem-Liturgie, sondern deutsche Übersetzungen von ausgewählten Bibelstellen. Besonders beeindruckt hat mich persönlich die wunderbare, nichts schluckende Akustik des Stephansdoms.
Martin Perkmann singt und siegt in Wien
Nach dem erfolgreichen Casting hat der 21-jährige Grieser (Bozen/Südtirol) Martin Perkmann nun auch die zweite Hürde geschafft: Vom Fernsehpublikum gestern, Montag, zum Sieger erkoren, kommt er ins Finale der grossen ORF-Gesangs-Nachwuchs-Show “Starmania”.
Bereits seit Jahren komponiert und singt und spielt Martin Klavier und Gitarre. Seine Karriere begann er vor Jahren als Leadsänger und Komponist der Gruppe “Never Mind”, die mittlerweile in reduzierter Besetzung “Mind” heisst. Dazwischen komponierte Martin sein eigenes Musical “Romeo & Julia”, das im letzten Jahr erfolgreich aufgeführt wurde.
Ich wünsche Martin von Herzen weiterhin viel Erfolg und die Erfüllung nicht nur seiner beruflichen Träume und dass er auch künftig so bescheiden bleiben wird wie er ist.
Fast 56.000 Besucher im Südtiroler Elvis-Museum
Beinahe 56.000 Elvis-Fans besuchten in der Zeit von 1. August bis 6. Oktober das dem King des Rock’n Roll gewidmete mobile Museum in Lana (Südtirol). Dies teilte der Veranstalter, Franz Heel, mit. Sehenswürdigkeiten wie einer seiner Cadilacs sowie Tonträger und ein Wandvideo von Elvis Presley waren täglich in der Zeit zwischen 10.00 Uhr und 20.00 Uhr zubegutachten. Der Eintritt ins Museum dank grosszügiger Sponsoren frei. Im Rahmen einer Wohltätigkeitssammmlung waren im Elvis-Museum 18.101,64 Euro für den schweren Pflegefall Astrid gespendet worden.
Wiener Garde musizierte in Algund (Südtirol)
An die 1000 Besucher kamen zum Konzert der Gardemusik Wien unter Hans Schadenbauer nach Algund. Zu hören gab es nicht nur Musik aus der Feder von Gottfried Veit, von Sepp Tanzer, von Leonard Bernstein und von Thomas Doss, sondern vor allem aus Wien: Strauss, Lehar und Zierer. Mit dieser und mit Marschmusik punkteten die Gardisten brillant, im ersten Teil des Konzerts hingegen fehlte das gewisse “Feeling”, das man von einem professionellen Blasorchester wohl zu recht erwartete. Insgesamt gesehen durchaus ein schöner, vor allem aber ein überdurchschnittlich langer Blasmusikabend.
Meraner Musikwochen erreichen weitere Höhepunkte
Das MOZARTEUM ORCHESTER SALZBURG, KRZYSZTOF PENDERECKI, TON KOPMANN und andere international bekannte Orchester und Dirigenten sind heuer bei den Meraner Festwochen in Südtirol schon aufgetreten. Weitere folgen: BOBBY MCFERRIN, der erst kürzlich in Wien die Wiener Philharmoniker dirgierte und der in der Unterhaltungsbranche vor allem aufgrund seines Songs “Don’t worry – be happy” bekannt ist, tritt heuer am 20. September bereits zum zweiten Mal bei den Meraner Festwochen auf. CHRISTOPH DONAHNY mit dem Philharmonia Orchestra London ist am 17. September live in Meran zu erleben. Highlight dieses Sommers dürfte allerdings der weltweit bekannte Stargeiger NIGEL KENNEDY sein, der zusammen mit dem Kollegium Berliner Philharmoniker am 14. September Vivaldis “Vier Jahreszeiten” interpretieren wird. Verantwortlich für die seit Jahren äußerst erfolgreichen Festwochen in Meran ist deren Intendant Andreas Cappello. Programm und Tickets unter: http://www.meranofestival.com





