“Hänsel und Gretel” von Engelbert Humperdinck gehört zum Weihnachtsrepertoire der Wiener Volksoper. Auch heuer gelang diese spätromantische Oper wieder mehrmals zur Aufführung. Die Inszenierung des früheren leider schon verstorbenen Volksopernchefs Karl Dönch ist auch heute noch mustergültig und traumhaft schön, wenn bloss die Engel weniger geschwätzig, sondern würdiger auftreten würden. Wie seinerzeit Döch selbst, so wird auch die heutige Knusperhexe von einem Mann gespielt und gesungen: von keinem Geringeren als dem beliebten Kammersänger Adolf Dallapozza. Der gebürtige Südtiroler sang die Hexe sehr verzaubernd und optimal passend zu dieser Rolle.
Besonders hervorragend in der heurigen Aufführung waren Irmgard Vilsmaier als Gertrud, der Kinder Mutter und Birgit Steinberger als Gretel. Eher schwach hingegen Maren Engelhardt als Sandmännchen.
Verzauberte Weihnachten an der Volksoper
Frodos Reise zu den zwei Türmen: ein grossartiges Abenteuer im Kino
Wirklich erstaunlich: Üblicherweise sind zweite Teile von Kino-Filmen billiger Abklatsch. Nicht so beim zweiten Teil der “Herr der Ringe”-Trilogie: Auch “Die zwei Türme”, entstanden wieder unter der Regie von Peter Jackson mit denselben wunderbaren Schauspielern und gedreht abermals in Neuseeland sind ein einmaliges Meisterwerk in jeglicher Hinsicht.
Diesmal wird es für Frodo und Gefährten noch gefährlicher, je näher sie dem Schicksalsberg kommen. Zudem wird die menschliche Schwäche für die dunkle Seite der Macht noch intensiver spürbar. Und der Böse errichtet mit des Magiers Hilfe eine Streitmacht, die die gesamte Menschheit vernichten soll. Für Hoch-Spannung ist also gesorgt. Dieser Film: Ein unbedingtes Muss für alle Film-Freaks. Musik: Der Score von Howard Shore ist wiederum ein einmalig schönes Meisterwerk. Auch diesmal wurde er mit dem London Philharmonic Orchestra unter der Leitung des Komponisten eingespielt. Hier kann kostenlos in die Filmmusik reingehört werden. Fanartikel zum Film sind hier erhältlich.
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Rilling, der Mozart-Spiritualisierer

Mozart und geistliche Musik: beinahe ein Widerspruch in sich, obwohl der Komponist als Erzbischof Coloredos Hofmusiker doch unzählige Noten unter liturgische Texte setzte. Viel von der ursprünglichen Spiritualität und Begeistertung blieb jedenfalls nicht übrig, als Mozart seinerzeit das Hauptwerk seines hochverehrten und geschätzten “Musikgottes” Georg Friedrich Händel, den “Messias”, in ein laizistisches umarbeitete. Dennoch wagte es Helmuth Rilling im Wiener Musikverein am 18. Dezember den “Messias” in der Mozart-Bearbeitung zur Aufführung zu bringen. Weiterlesen »
Hilary und Su brillieren, aber bewegen nicht
Sie musizierten temperamentvoll, fehlerfrei und brillant: die Starviolinistin Hilary Hahn und ihre Pianistin Natalie Su am 16. Dezember im Wiener Musikverein. Doch Virtuosität allein genügt mir letztlich nicht. Was mir fehlte, war das eigentliche Leben in den beiden Musikerinnen. Ich war nur einmal ganz kurz im ersten Satz der Bach-Partita berührt von Hilary. Ansonsten war die Interpretation zwar technisch makellos und auch von schönem Klang, aber durch ihre Persönlichkeit bewegt haben mich die Beiden leider nicht: Was (noch) nicht ist, kann aber vielleicht doch noch mal werden irgendwann vielleicht…
Priester postuliert
Santa Claus und der Weihnachtsmann haben nichts mit dem Heiligen Nikolaus zu tun. Diese Ansicht vertritt Eckhard Bieger, Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für ZDF und Kinderkanal. Um dies klarzustellen, hat der Jesuit eine Nikolaus-Initiative in Frankfurt gestartet. Eine Nikolaus-CD klärt mit Liedern, Geschichten und Gedichten über den Schutzpatron der Kinder auf. Aufkleber in Form eines Verbotsschildes (Bild) sollen “weihnachtsmannfreie Zonen” schaffen.
Während der heilige Nikolaus, der am 6. Dezember gefeiert wird, ein selbstloser wohltätiger Bischof gewesen sei, ist der Weihnachtsmann laut Bieger eine Erfindung einer norddeutschen Firma im 19. Jahrhundert. 1930 habe der Softdrinkgigant Coca-Cola die Figur rot eingefärbt und als Marketinginstrument entdeckt. Als solche müsse Santa Claus auch wahrgenommen werden.
CD, Plakat und Aufkleber zusammen kosten 10,50 Euro. Der Erlös aus CDs und Aufklebern kommt dem ambulanten Kinder-Hospizdienst in Halle/Saale zu Gute, das krebskranke Kinder betreut.
“La Boheme” in Dortmund
Nicht wirklich künstlerisch überwältigend waren zwar die Solisten in der Dortmunder Aufführung von Giacomo Puccinis “La Boheme” am 23. November 2002. Dafür aber ein ganz grosses Lob an die Regie (Dominik Wilgenbus) und die Bühne (Karin Fritz), die diese romantische Oper sosehr verkitscht inszenierten, dass sie nur als Meisterwerk gesehen werden kann.
In den Hauptrollen: Peter Furlong als Rodolfo und Jill-Maria Marsden als Mimi. Dirigent: Granville Walker.
Ein Deutsches Requiem im Wiener Stephansdom
Sehr schön und einfühlsam sangen sowohl die Solisten, als auch der gesamte Domchor unter Johannes Ebenbauer Johannes Brahms “Ein deutsches Requiem” im Wiener Stephansdom mitte November 2002. Der Dirigent setzte die passenden Akzente an diesem in der Requiemliteratur einmaligen Werk. Immerhin verwendete Brahms als Texte nicht die bislang üblichen aus der römischen Requiem-Liturgie, sondern deutsche Übersetzungen von ausgewählten Bibelstellen. Besonders beeindruckt hat mich persönlich die wunderbare, nichts schluckende Akustik des Stephansdoms.
Martin Perkmann singt und siegt in Wien
Nach dem erfolgreichen Casting hat der 21-jährige Grieser (Bozen/Südtirol) Martin Perkmann nun auch die zweite Hürde geschafft: Vom Fernsehpublikum gestern, Montag, zum Sieger erkoren, kommt er ins Finale der grossen ORF-Gesangs-Nachwuchs-Show “Starmania”.
Bereits seit Jahren komponiert und singt und spielt Martin Klavier und Gitarre. Seine Karriere begann er vor Jahren als Leadsänger und Komponist der Gruppe “Never Mind”, die mittlerweile in reduzierter Besetzung “Mind” heisst. Dazwischen komponierte Martin sein eigenes Musical “Romeo & Julia”, das im letzten Jahr erfolgreich aufgeführt wurde.
Ich wünsche Martin von Herzen weiterhin viel Erfolg und die Erfüllung nicht nur seiner beruflichen Träume und dass er auch künftig so bescheiden bleiben wird wie er ist.
Fast 56.000 Besucher im Südtiroler Elvis-Museum
Beinahe 56.000 Elvis-Fans besuchten in der Zeit von 1. August bis 6. Oktober das dem King des Rock’n Roll gewidmete mobile Museum in Lana (Südtirol). Dies teilte der Veranstalter, Franz Heel, mit. Sehenswürdigkeiten wie einer seiner Cadilacs sowie Tonträger und ein Wandvideo von Elvis Presley waren täglich in der Zeit zwischen 10.00 Uhr und 20.00 Uhr zubegutachten. Der Eintritt ins Museum dank grosszügiger Sponsoren frei. Im Rahmen einer Wohltätigkeitssammmlung waren im Elvis-Museum 18.101,64 Euro für den schweren Pflegefall Astrid gespendet worden.




