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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Nikolaus Berlakovich</title>
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		<title>Das kann Spindeleggers Mannschaft leisten:</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 22:09:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das neue ÖVP-Regierungsteam (v.l.n.r.): Kurz, Waldner, Karl, Spindelegger, Fekter, Töchterle, Mikl-Leitner Foto: © ÖVP Jakob Glaser Nun steht sie also: die neue ÖVP-Regierungsmannschaft unter ihrem designierten Parteichef Michael Spindelegger: Dabei ändert sich Einiges: Während die bisherige Justizministerin Claudia Bandion-Ortner sowie Familien-Staatssekretärin Verena Remler und Finanz-Staatssekretär Reinhold Lopatka aus der Regierung ausscheiden, wird die bisherige Innenministerin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_9134" class="wp-caption alignright" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/oevp-team-spindeleggerk_c-OEVP-Jakob-Glaser.jpg"><img class="size-medium wp-image-9134 " title="oevp-team-spindeleggerk_c OEVP Jakob Glaser" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/oevp-team-spindeleggerk_c-OEVP-Jakob-Glaser-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Das neue ÖVP-Regierungsteam (v.l.n.r.): Kurz, Waldner, Karl, Spindelegger, Fekter, Töchterle, Mikl-Leitner<br />
Foto: © ÖVP Jakob Glaser</h4>
</dl>
</div>
<p>Nun steht sie also: die neue ÖVP-Regierungsmannschaft unter ihrem designierten Parteichef Michael Spindelegger:</p>
<p>Dabei ändert sich Einiges: Während die bisherige Justizministerin Claudia Bandion-Ortner sowie Familien-Staatssekretärin Verena Remler und Finanz-Staatssekretär Reinhold Lopatka aus der Regierung ausscheiden, wird die bisherige Innenministerin Maria Fekter Finanzministerin und die derzeitige Wissenschaftsministerin Beatrix Karl Justizministerin. Neue Innenministerin wird die Niederösterreicherin Johanna Mikl-Leitner und sie erhält mit dem erst 24-jährigen JVP-Chef Sebastian Kurz einen Integrations-Staatssekretär.<span id="more-9129"></span></p>
<p>Ebenfalls neu im Regierungsteam ist der Rektor der Universität Innsbruck, Karlheinz Töchterle, während Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Nikolaus Berlakovich (wer?) ihre Posten behalten wie auch sein Parteichef Spindelegger Aussenminister bleibt. Das Aussenministerium erhält zudem mit Museumsquartier-Chef Wolfgang Waldner einen Staatssekretär, während das Familien-Staatssekretariat in der neuen Regierungsmannschaft fehlt. An Stelle des scheidenden ÖVP-Generalsekretärs Fritz Kaltenegger übernimmt nun der Tiroler Hannes Rauch diese Position.</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_9136" class="wp-caption alignleft" style="width: 180px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Kurzk-DSCN2212.jpg"><img class="size-medium wp-image-9136 " title="Kurzk DSCN2212" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Kurzk-DSCN2212-213x300.jpg" alt="" width="170" height="240" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Der erst 24-jährige JVP-Chef und Jus-Student Sebastian Kurz wird neuer Staatssekretär für Integration</h4>
</dl>
</div>
<p>Über das, was ich mir von der ÖVP unter dem neuen Parteichef Michael Spindelegger erwarte, habe ich <a title="Spindelegger und die Zukunft des Landes" href="http://www.redakteur.cc/spindelegger-und-die-zukunft-des-landes/" target="_blank">bereits geschrieben</a>. Jetzt geht es darum zu sehen, ob das neue ÖVP-Regierungsteam in der Lage ist, die ÖVP aus der tiefsten Krise seit ihrer Gründung herauszuführen. Einiges spricht dafür, so auch, dass die Grünen einen Rechtsruck und die FPÖ einen Linksruck orten:</p>
<p>Eine harte Linie der Unterscheidung zwischen &#8220;echten&#8221; Flüchtlingen und Zuwanderungswilligen aus finanziellen Gründen gemäß den Richtlinien sowohl der UNO als auch der EU ist sicherlich weiterhin sinnvoll und die bislang in NÖ für die Bereiche Soziales und Familie zuständige Landesrätin Johanna Mikl-Leitner dürfte hierfür auch die entsprecheden Fähigkeiten mitbringen. Dass ihr mit JVP-Chef Kurz ein Staatssekretär für Integration zur Seite gestellt wird, zeigt, dass die ÖVP die Anliegen der Jugend ernst nimmt. Ich appelliere daher an die Kollegen im Medienbereich, ihn nicht von vorne herein negtaiv zu schreiben, sondern ihm die Chance zu arbeiten zu lassen.  Ich bin gespannt und neugierig, wie sich der junge Wiener in dieser zweifelsohne schwierigen Funktion behaupten wird. Ich traue sie ihm -trotz seines katastrophalen und äusserst peinlichen Wiener Geil-O-Mobil-Wahlkampfes (es ist nicht geil, selbst Geld zum Fenster rausschmeissen zu können, wo viele andere Jugendliche sich kaum das Nötigste zum Leben leisten können!) und entgegen vielen anderen Kommentatoren- durchaus zu, befürchte aber gleichzeitig, dass er sowohl von Medien, als auch von den Oppositionsparteien, aber leider auch parteiintern in der ÖVP politisch &#8220;verheizt&#8221; werden könnte. In diesem Fall würde ich ihm empfehlen, rechtzeitig auszusteigen.</p>
<p>Innsbrucks Uni-Rektor Töchterle ist sicherlich DIE Überraschung in der Regierungsmannschaft, kommt er politisch doch eher von den Grünen. Dass er in punkto Universität als direkt Betroffener auch schon bisher den ÖVP-Standpunkt vertreten hat, war für diese Ernennung sicherlich hilfreich. Und es ist wünschenswert, dass Töchterle nicht nur den Weg von vernünftigen Zugangsbeschränkungen verbunden mit mässigen Studiengebühren fortführt, sondern auch und vor allem dafür sorgt, dass die Universitäten (nicht nur von der öffentlichen Hand) die nötigen Gelder erhalten, um längerfristig finanziell überleben zu können. Zudem sind Universitätsreformen überlegenswert, die auch dazu führen könnten, dass wenigstens so manche unnötige Fachhochschule zumindest teilweise überflüssig wird.</p>
<p>Für die öffentlichen Gelder wird in Zukunft Maria Fekter zuständig sein, was ich durchaus für vernünftig halte. Sie hat in der Innenpolitik Standhaftigkeit bewiesen und wird dies hoffentlich auch in Budgetfragen beweisen: Wenn Österreich nicht auch in ein paar Jahren den EU-Rettungsschirm beanspruchen will, muss ein strikter Sparkurs gefahren werden, der auch nicht Halt vor Verwaltungsreformen und -aus Verantwortung den künftigen Generationen gegenüber- auch nicht bei schmerzhaften Einschnitten im Pensionssystem Halt machen darf. Fekter dürfte für diese Ausgabe geeignet sein.</p>
<p>Dass Beatrix Karl nun vom Wissenschafts- ins Justizministerium wechselt, ist zweifelsohne als Kompromiss zu deuten: Sie wird zwar einerseits -wie auch bisher- hierzu ihren Standpunkt vertreten und wird zudem das Gespräch zu ihren Beamten, Richtern und Staatsanwälten suchen. Ob die Grazer Jus-Professorin auch für mehr Transparenz und ein positiveres Image der Justiz wird sorgen können, wird sich zeigen. Der angeblich nicht gefragte ex-Rechnungshofpräsident und jetzige Korruptionsjäger Franz Fiedler wäre sicherlich eine Idealbesetzung für diesen Posten gewesen, aber ich fürchte, er hätte wohl den beiden Koalitionspartnern SPÖ und ÖVP in dieser Funktion mehr Sorgen als Freude bereitet.</p>
<p>Während Reinhold Mitterlehners (der übrigens bei der Vorstellung der neuen Mannschaft fehlte) Wirtschaftspolitik Zweifel an seiner Kompetenz aufkommen lassen, -ganz zu scvhweigen von seiner desaströsen Einstellung zum Thema Familie, für das er ebenfalls zuständig ist- verwundert mich die Verlängerung seiner Funktion, die allerdings spätestens dann enden dürfte, wenn -und diese Spekulation sei mir gestattet- der jetzt neu ernannte Staatssekretär im Aussenministerium,Wolfgang Waldner, dessen Nachfolge antritt. Dieser hat bewiesen, dass er wirtschaftlich und dennoch auch künstlerisch erfolgreich arbeiten kann.</p>
<p>Was mich indes aber wirklich stört ist das, was mich seit Langem an der &#8220;neuen&#8221; ÖVP stört: Nicht nur, dass Familien, Kinder, Jugendliche und Studenten im letzten Bundesregierungs-Budget durch unsoziale und unverantwortliche Streichungen ganz besonders belastet wurden: in der Regierung Spindelegger fehlt das Familien-Staatssekretariat. Da &#8220;Familienminister&#8221; Mitterlehner schon eine Fehlbesetzung diesbezüglich darstellt, ist die zusätzliche Streichung des Familien-Staatssekretariats ein sehr schlechtes Signal. Da tröstet es wenig, dass Neo-Parteichef Spindelegger das Thema Familie, das ihm zweifelsohne persönlich (aber auch als Politiker?) wichtig ist, zur Chefsache erklärt hat. Und hier nehme ich ihm beim Wort, vor allem, was die Budgets der kommenden Jahre betrifft: die Familie muss wieder -auch die finanzielle- Grundfeste der Gesellschaft sein. Und -nicht nur in diesem Punkt- muss Spindelegger zeigen, dass er nicht jene&#8221;graue Maus&#8221; ist, dessen Image ihm anhaftet, sondern dass er klare und eindeutige Entscheidungen trifft und auch gegenüber dem Koalitionspartner SPÖ durchkämpft.</p>
<p>Spindelegger hat jetzt zwar seine Regierungsmannschaft &#8220;der besten Köpfe&#8221; bestellt. Aber ob dies alles auch zu einer Trendwende der ÖVP zurück zu einer echten Volkspartei, zu einer Partei für das Volk führen wird, hängt maßgeblich von seiner Persönlichkeit als Führungskraft und realistischen Visionär ab. Und hier heisst es ab sofort: kräftig zubeissen in den sauren Apfel.</p>
<p>Weitere politische Kommentare (Auswahl):</p>
<p>- <a title="Spindelegger und die Zukunft Österreichs" href="http://www.redakteur.cc/spindelegger-und-die-zukunft-des-landes/" target="_blank">über Spindelegger und die Zukunft Österreichs</a></p>
<p>- <a title="Italien, die Flüchtlinge und die EU" href="http://www.redakteur.cc/das-belagerte-italien-und-die-unsolidarische-maria-theresia/" target="_blank">über das flüchtlingsbelagerte Italien und mangelnde Solidarität der EU</a></p>
<p>- <a title="Führungswechsel in der ÖVP: Jetzt!" href="http://www.redakteur.cc/fuehrungswechsel-in-der-oevp-jetzt/" target="_blank">zum Thema: Führungswechsel in der ÖVP: jetzt!</a></p>
<p>- <a title="Über den Korruptionssumpf" href="http://www.redakteur.cc/ueber-lobbying-und-korruption/" target="_blank">über den Korruptions-Sumpf</a></p>
<p>- <a title="Solidarität in der EU" href="http://www.redakteur.cc/das-belagerte-italien-und-die-unsolidarische-maria-theresia/" target="_blank">über das Unsolidarische in der EU</a></p>
<p>- <a title="Was ist mit den Deutschen los?" href="http://www.redakteur.cc/die-zukunft-der-deutschen/" target="_blank">über die orientierungslosen Deutschen</a></p>
<p>- <a title="Thema: Atomenergie" href="http://www.redakteur.cc/zukunft-der-energie/" target="_blank">Zum Thema Atomenergie</a></p>
<p>- <a title="Über Südtirol und die italienische Einheit" href="http://www.redakteur.cc/suedtirols-nein-zu-italienischen-einheitsfeiern/" target="_blank">über Südtirols Nein zu den italienischen Einheitsfeiern</a></p>
<p>- <a title="Nato und Häupl" href="http://www.redakteur.cc/der-wiener-buergermeister-und-die-nato/" target="_blank">über die Macht des Wiener Bürgermeisters und seine Marionetten</a></p>
<p>- <a title="Über die ÖVP im Sterben" href="http://www.redakteur.cc/volkspartei-verzweifelt-gesucht/" target="_blank">über die ÖVP im Sterben</a></p>
<p>- <a title="Österreich wird sterben" href="http://www.redakteur.cc/oesterreich-wird-sterben/" target="_blank">zum Budget 2011</a></p>
<p>- <a title="Die Hoffnung stirbt zuletzt" href="http://www.redakteur.cc/die-hoffnung-stirbt-zuletzt/" target="_blank">zum Wiener Wahlergebnis</a></p>
<p>- <a title="Es muss anders werden in Wien" href="http://www.redakteur.cc/es-muss-anders-werden-in-wien/" target="_blank">im Vorfeld der Wien-Wahl</a></p>
<p>- <a title="SOS ORF" href="http://www.redakteur.cc/warum-wehren-sich-die-orf-journalisten-nicht-gegen-faymanns-bevormundung/" target="_blank">zur Machtergreifung der SPÖ im ORF</a></p>
<p>- <a title="Was sind Freie Medien?" href="http://www.redakteur.cc/was-sind-freie-medien-info-und-kommentar/" target="_blank">über Freie Medien</a></p>
<p>- <a title="Die Wahrheit ist zumutbar" href="http://www.redakteur.cc/bundesregierung-wahrheit/" target="_blank">über die österreichische Bundesregierung</a></p>
<p>- <a title="Hans Dichand ist tot -Lang lebe Hans Dichand" href="http://www.redakteur.cc/im-gedenken-an-hans-dichand/" target="_blank">über den Medienmacher Hans Dichand</a></p>
<p>- <a title="Böse Sache, Herr Strache" href="http://www.redakteur.cc/strache-rassismus/" target="_blank">über HC Strache</a></p>
<p>- <a title="Die SPÖ und die unwiderstehliche Macht des Populismus" href="http://www.redakteur.cc/spoe-populismus/" target="_blank">über SPÖ Niessl</a></p>
<p>- <a title="Über Helmut Zilk" href="http://www.redakteur.cc/helmut-zilk-platz-meine-wurdigung/" target="_blank">über Helmut Zilk</a></p>
<p>- <a title="Im Gedenken an Bruno Kreisky" href="http://www.redakteur.cc/im-gedenken-an-bruno-kreisky/" target="_blank">über Bruno Kreisky</a></p>
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		<title>Macht, Liebe und Versuchung: Kardinal Schönborn zelebrierte Requiem für Hans Dichand</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 22:02:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kardinal Schönborn zelebrierte das Requiem für Hans Dichand Foto: © Leimgruber Wer Macht hat, ist mehr als alle anderen versucht, das Wesentliche aus den Augen zu verlieren. Daher gelte es nach dem Tod Hans Dichands die Frage zu stellen: &#8220;Wie gehen wir mit der uns anvertrauten Macht um?&#8221; fragte Wiens Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn beim [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_5496" class="wp-caption alignleft" style="width: 214px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Dichand-RequiemIMG_4005.jpg"><img class="size-full wp-image-5496" title="Dichand-RequiemIMG_4005" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Dichand-RequiemIMG_4005.jpg" alt="" width="204" height="306" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Kardinal Schönborn zelebrierte das Requiem für Hans Dichand<br />
Foto: © Leimgruber</dd>
</dl>
</h4>
<p>Wer Macht hat, ist mehr als alle anderen versucht, das Wesentliche aus den  Augen zu verlieren. Daher gelte es nach dem Tod Hans Dichands die Frage zu stellen:  &#8220;Wie gehen wir mit der uns anvertrauten Macht  um?&#8221; fragte Wiens Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn beim Requiem im Wiener Stephansdom für den einflussreichsten Medienmacher Österreichs seit Jahrzehnten.</p>
<p>Der am 17. Juni verstorbene  Herausgeber der Kronenzeitung habe viel Macht gehabt in einer  Zeit, da die vierte Macht im Staat &#8211; die Medien &#8211; oft zur ersten werde, erklärte Schönborn. Am &#8220;Zahltag&#8221; beim Tritt vor Gottes Richterthron aber zählten weder vorangegangene Wahltage noch die öffentliche bzw.  veröffentlichte Meinung, sondern die nach Paulus entscheidende Frage für ein geglücktes, gottgefälliges Leben: &#8220;Hast  du geliebt?&#8221;<span id="more-5491"></span></p>
<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_5497" class="wp-caption alignright" style="width: 316px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Dichand-RequiemIMG_4064.jpg"><img class="size-full wp-image-5497" title="Dichand-RequiemIMG_4064" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Dichand-RequiemIMG_4064.jpg" alt="" width="306" height="224" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Die Familie Dichand wurde von der Öffentlichkeit abgeschirmt in einer abgedunkelten Limousine vom Stephansplatz weggefahren<br />
Foto: © Leimgruber</dd>
</dl>
</h4>
<p>Hans Dichand habe seine Frau, seine Kinder, seinen Beruf und seine Zeitung ohne Zweifel sehr geliebt. Und er habe auch das Land Österreich leidenschaftlich geliebt &#8220;und oft auch aufgeregt&#8221;. Die Seelenmesse sei Ausdruck der christlichen Überzeugung, dass der Tod &#8220;nicht Ende, sondern Durchgang&#8221; sei, und zugleich Aufforderung, für die Seele  dieses &#8220;großen, aber gewiss auch umstrittenen Österreichers&#8221; zu  beten, sagte der Kardinal.</p>
<p>Dichand habe zudem ein gutes Gespür dafür gehabt, dass Religion und Glaube kostbare Sinnressourcen in einer Zeit seien, die diese dringend braucht. Schönborn wies darauf  hin, dass der &#8220;Krone&#8221;-Chef offen für Anliegen der Caritas und  Diakonie gewesen sei, und nannte es &#8220;nicht selbstverständlich&#8221;, dass Dichand dem Evangelium in seiner Zeitung allsonntäglich Platz gab: &#8220;Hat es die restlichen Seiten der Zeitung durchsäuert?&#8221;, fragte der Erzbischof in Anlehnung an das Bibelwort von Sauerteig und Brot.</p>
<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_5500" class="wp-caption alignleft" style="width: 221px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Dichand-SterbebildchenIMG_40971.jpg"><img class="size-full wp-image-5500" title="Dichand-SterbebildchenIMG_4097" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Dichand-SterbebildchenIMG_40971.jpg" alt="" width="211" height="306" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Wer sich im Stephansdom ins Kondolenzbuch eintrug, erhielt Sterbebildchen des Verstorbenen</dd>
</dl>
</h4>
<p>In einer ersten Stellungnahme nach dem Tod des Krone-Chefs hatte der Kardinal Dichand als einen &#8220;großen Publizisten und  Zeitungsmacher&#8221; und als einen, &#8220;dem die Menschen mit ihren Sorgen und Freuden ein Anliegen waren,&#8221; gewürdigt: &#8220;Man musste nicht alle seine Entscheidungen und Vorlieben teilen&#8221;, so der Kardinal. &#8220;Aber eines stand außer Streit:  seine Überzeugung, dass Religion zum Menschen gehört, dass die  Geschichte Österreichs ohne die katholische Kirche nicht  verständlich ist und dass die Botschaft des Evangeliums eine Antwort  auf die Fragen des heutigen Menschen nach dem Woher, Wohin und Wozu  des Lebens sein kann,&#8221; so der Wiener Erzbischof.</p>
<p>Am Trauergottesdienst für den erfolgreichen Publizisten, der ohne Leichnam stattfand (der Verstorbene war bereits vorher im privaten Kreis beigesetzt worden) und an dem Kameras nicht zugelassen waren, nahmen neben seiner Familie auch zahlreiche Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben teil, darunter Bundeskanzler Werner Faymann, Aussenminister Michael Spindelegger, Unterrichtsministerin Claudia Schmied, Umweltminister Nikolaus Berlakovich, Gesundheitsminister Alois Stöger, Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl, ORF-Generalintendant Alexander Wrabetz, die Landeshauptleute von Wien (Michael Häupl), Niederösterreich (Erwin Pröll) und Burgenland (Hans Niessl), Hannes Androsch, Ursula Stenzel, Dagmar Koller und Barbara Rosenkranz.</p>
<p>Weitere Meldungen zum Thema:</p>
<p>- <a title="Kardinal Schönborn wünscht sich Höhenflüge" href="http://www.redakteur.cc/kardinal-schoenborn-koenig/" target="_blank">Kardinal Schönborn gibt Medienempfang</a></p>
<p>- <a title="Meinung: Hans Dichand ist tot -Lang lebe Hans Dichand" href="http://www.redakteur.cc/im-gedenken-an-hans-dichand/" target="_blank">Hans Dichand ist tot -Lang lebe Hans Dichand</a></p>
<p>- <a title="Dichands Österreich und die EU" href="http://www.redakteur.cc/dichands-osterreich-und-die-eu/" target="_blank">Dichands Österreich und die EU</a></p>
<p>- <a title="Wolfgang (Fellners) Österreich" href="http://www.redakteur.cc/wolfgangs-osterreich/" target="_blank">Wolfgangs Österreich</a></p>
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