<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Elmar Leimgruber &#187; Medienfreiheit</title>
	<atom:link href="http://www.redakteur.cc/tag/medienfreiheit/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.redakteur.cc</link>
	<description>Elmar Leimgruber online</description>
	<lastBuildDate>Mon, 10 Nov 2025 00:33:56 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.4</generator>
		<item>
		<title>Reporter ohne Grenzen: UNO soll gegen Dschihadisten vorgehen</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/reporter-ohne-grenzen-uno-soll-gegen-dschihadisten-vorgehen/</link>
		<comments>http://www.redakteur.cc/reporter-ohne-grenzen-uno-soll-gegen-dschihadisten-vorgehen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 May 2015 07:58:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redakteur.cc]]></category>
		<category><![CDATA[Astrid Frohloff]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Baschar Al-Assad]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerjournalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Dschihadisten]]></category>
		<category><![CDATA[Fred Anchormann]]></category>
		<category><![CDATA[Hani Al-Zitani]]></category>
		<category><![CDATA[Hussein Ghareer]]></category>
		<category><![CDATA[Information]]></category>
		<category><![CDATA[Informations-Offensive]]></category>
		<category><![CDATA[Irak]]></category>
		<category><![CDATA[IS]]></category>
		<category><![CDATA[James Foley]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Kriegsverbrechen]]></category>
		<category><![CDATA[Mazen Darwish]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Raad al-Asawi]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen (ROG)]]></category>
		<category><![CDATA[Rubina Möhring]]></category>
		<category><![CDATA[Salaheddin TV]]></category>
		<category><![CDATA[Steven Sotloff]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
		<category><![CDATA[UN-Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UNO]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.redakteur.cc/?p=16102</guid>
		<description><![CDATA[Die internationale Journalistenorganisation &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; (ROG) fordert den UN-Sicherheitsrat auf, dem internationalen Strafgerichtshof die Verbrechen an Journalisten im Irak und in Syrien vorzulegen: &#8220;Dschihadisten in Syrien und dem Irak, aber auch das syrische Regime begehen seit Jahren grausame Kriegsverbrechen an Journalisten, ohne irgendeine Strafverfolgung befürchten zu müssen“, kritisiert ROG-Vorstandssprecherin Astrid Frohloff anlässlich des heutigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Saving-Independent-Journalism-thumb-350x412.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-16103" title="Saving Independent Journalism-thumb-350x412" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Saving-Independent-Journalism-thumb-350x412.jpg" alt="" width="279" height="330" /></a>Die internationale Journalistenorganisation &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; (ROG) fordert den UN-Sicherheitsrat auf, dem internationalen Strafgerichtshof die Verbrechen an Journalisten im Irak und in Syrien vorzulegen: &#8220;Dschihadisten in Syrien und dem Irak, aber  auch das syrische Regime  begehen seit Jahren grausame Kriegsverbrechen  an Journalisten, ohne  irgendeine Strafverfolgung befürchten zu müssen“, kritisiert  ROG-Vorstandssprecherin Astrid Frohloff anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Pressefreiheit: &#8220;Wenn Ankündigungen für  einen  besseren Schutz keine hohlen Phrasen sein sollen, muss der   UN-Sicherheitsrat jetzt konkrete Schritte unternehmen, um die Schuldigen   für Kriegsverbrechen an Medienschaffenden in Syrien und im Irak zur   Rechenschaft zu ziehen.&#8221;</p>
<p>Zum diesjährigen Tag der Pressefreiheit  veröffentlicht Reporter ohne  Grenzen einen Sonderbericht aus Anlass des  30-jährigen Bestehens der  Organisation. Darin blickt sie auf Erfolge  ihrer bisherigen Arbeit  zurück und umreißt wichtige aktuelle  Herausforderungen im Kampf für  mehr Pressefreiheit. <a title="30 Jahre Reporter ohne Grenzen" href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/uploads/tx_lfnews/media/30_Years_Defending_Media_-_RSF.pdf" target="_blank">Der Bericht &#8220;Saving Independent Journalism&#8221; ist hier (englisch) online abrufbar.</a> Im vergangenen Jahr  hatte die deutsche Sektion von  Reporter ohne Grenzen ihr 20-jähriges  Bestehen begangen. Laut ROG wurden seit Jahresbeginn bis heute (3. Mai) bereits 24 Journalisten getötet.<a title="30 Jahre Reporter ohne Grenzen" href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/uploads/tx_lfnews/media/30_Years_Defending_Media_-_RSF.pdf" target="_blank"><span id="more-16102"></span></a></p>
</div>
<div><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Fred-Anchormann.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-16108" title="Fred Anchormann" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Fred-Anchormann.jpg" alt="" width="340" height="241" /></a>&#8220;Ohne Pressefreiheit sind Nachrichten keine Nachrichten&#8221;: Unter diesem  Motto startet die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen in Österreich anläßlich des  Internationalen Tages der Pressefreiheit am 3. Mai eine neue Kampagne. Die Hauptrolle spielt  hierbei eine Handpuppe, Fred Anchormann. In einer fiktiven Nachrichtensendung treibt er  willenlos, inhaltslos und von unsichtbarer Hand geführt, sein Unwesen in TV-Spots, Anzeigen und  bei diversen Online- Aktionen:</div>
<div>&#8220;Eine Schreckensvision, die ohne schreckliche Bilder auskommt.  Dafür aber umso mehr der wachsenden Bedrohung der Medienfreiheit durch  Zensur, wirtschaftlichen Druck oder politischen Mißbrauch ein Gesicht  gibt, das zum Nachdenken und Diskutieren anregen soll. Ist doch  Pressefreiheit ein Bürgerrecht, das uns alle betrifft.&#8221;, so Rubina  Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich, die zu dem  Thema auch eine umfassende Informations-Offensive ankündigt.</div>
<div>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div>Die  Kriegsverbrechen an Medienschaffenden im Irak und in Syrien müssten  aufgeklärt und die Konfliktparteien von weiteren Taten abgeschreckt  werden, heißt es in einem Brief von ROG an den UN-Botschafter  Litauens, das im Mai den Vorsitz des Sicherheitsrats führt. Namentlich  verweist das Schreiben auf Angriffe der Dschihadistengruppen Islamischer  Staat und Al-Nusra-Front sowie auf Übergriffe der syrischen Regierung  gegen Journalisten.</div>
<div>
<p>Der UN-Sicherheitsrat ist eine der wenigen  Instanzen, die bestimmte Völkerrechtsverbrechen an den Internationalen  Strafgerichtshof verweisen kann. Der Rat hat schon 2006 in seiner <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/Redaktion/Nothilfe/Sicherheit_von_Journalisten/06_UN_Resolution_1738_Eng.pdf">Resolution 1738</a> vorsätzliche Angriffe auf Journalisten und Medienmitarbeiter in  bewaffneten Konflikten verurteilt. 2013 und 2014 verabschiedete die  UN-Vollversammlung Resolutionen zur Sicherheit von Journalisten und zur  Notwendigkeit, Verbrechen gegen Medienschaffende zu bestrafen. Zuletzt  stellte ein Bericht der unabhängigen internationalen <a title="Externer Link: http://www.ohchr.org/EN/HRBodies/HRC/IICISyria/Pages/IndependentInternationalCommission.aspx" href="http://www.ohchr.org/EN/HRBodies/HRC/IICISyria/Pages/IndependentInternationalCommission.aspx" target="_blank">Syrien-Untersuchungskommission an den UN-Menschenrechtsrat</a> am 5. Februar fest, dass in dem Land Journalisten verschwinden sowie festgenommen, gefoltert und getötet werden.</p>
<p><a title="30 Jahre Reporter ohne Grenzen" href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/uploads/tx_lfnews/media/30_Years_Defending_Media_-_RSF.pdf" target="_blank"></a>Reporter ohne Grenzen genießt Beraterstatus  bei den Vereinten Nationen und setzt sich auf zahlreichen Ebenen dafür  ein, die in vielen Ländern verbreitete <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/themen/straflosigkeit/">Straflosigkeit für Verbrechen gegen Journalisten</a> zu beenden. Zu den Forderungen der Organisation gehört auch, beim  UN-Generalsekretär den Posten eines Sonderbeauftragten für den Schutz  von Journalisten zu schaffen.</p>
<p>Dschihadisten haben in <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/syrien/">Syrien</a> und dem <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/irak/">Irak</a> schon <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/is-fuehrt-erbarmungslosen-medienkrieg/?tx_lfnews_detail[action]=show&amp;tx_lfnews_detail[controller]=NewsItem&amp;cHash=6c94231fa993482f4cffbcb12ef8e78a">Dutzende Journalisten entführt oder getötet</a>. Unter anderem haben sie sich zu den Enthauptungen der US-Journalisten James Foley und Steven Sotloff sowie zu einem Selbstmordanschlag auf den Sitz von <em>Salaheddin TV</em> im irakischen Tikrit bekannt, bei dem mehrere Mitarbeiter des  Fernsehsenders starben. Im irakischen Samarra enthauptete sie öffentlich  den Fotografen und Kameramann Raad al-Asawi.</p>
<p>Das syrische Regime verschleppt, misshandelt und foltert seit Beginn der Proteste gegen Präsident Baschar al-Assad im März 2011  systematisch Journalisten und Bürgerjournalisten. Zu den bekanntesten  Fällen gehören Mazen Darwish, Hussein Ghareer und Hani Al-Zitani vom <em>Syrischen Zentrum für Medien- und Meinungsfreiheit</em>, die wegen ihres Einsatzes für Pressefreiheit in Syrien seit Februar 2012 ohne Gerichtsurteil festgehalten werden. Im Bürgerkrieg in Syrien sind bislang mehr  als 170 Medienschaffende wegen ihrer journalistischen Arbeit getötet  worden, die meisten davon syrische Bürgerjournalisten.</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.redakteur.cc%2Freporter-ohne-grenzen-uno-soll-gegen-dschihadisten-vorgehen%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.redakteur.cc/reporter-ohne-grenzen-uno-soll-gegen-dschihadisten-vorgehen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Julia Ortner (ZIB 2), Johannes Kaup (Ö1) und Kurt Kuch (News) mit Rennerpreis ausgezeichnet</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/rennerpreis-2012-vergeben/</link>
		<comments>http://www.redakteur.cc/rennerpreis-2012-vergeben/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 18 Dec 2012 09:59:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redakteur.cc]]></category>
		<category><![CDATA[Ö1]]></category>
		<category><![CDATA[ÖJC]]></category>
		<category><![CDATA[Österreichischer Journalisten Club (ÖJC)]]></category>
		<category><![CDATA[Brigitte Voykowitsch]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Oxonitsch]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Kotanko]]></category>
		<category><![CDATA[Corenlia Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Karl Renner Publizistikpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Edith Meinhart]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Kaup]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Journalistenpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Judith Brandner]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Kovarik]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Ortner]]></category>
		<category><![CDATA[Kurt Kuch]]></category>
		<category><![CDATA[Kurt Langbein]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[ORF]]></category>
		<category><![CDATA[Profil]]></category>
		<category><![CDATA[Reinhard Seiss]]></category>
		<category><![CDATA[Rennerpreis]]></category>
		<category><![CDATA[ZIB2]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.redakteur.cc/?p=14034</guid>
		<description><![CDATA[Rennerpreis-Verleihung: Johannes Kaup, Reinhard Seiss, Julia Kovarik, Edith Meinhart, Cornelia Krebs, Harald Vaca, Kurt Langbein, Prof. Mag. Ulike Truger, Fred Turnheim, Christoph Kotanko, Julia Ortner, Brigitte Voykowitsch, Kurt Kuch, Oswald Klotz und Norbert Welzl Foto: ÖJC/Hannes Hochmuth Die ZIB2-Fernsehredakteurin Julia Ortner (ORF) , der Aufdeckungsjournalist Kurt Kuch (News) und der Ö1-Radiojournalist Johannes Kaup (ORF) wurden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_14038" class="wp-caption alignright" style="width: 250px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Rennerpreis-2012.jpg"><img class="size-medium wp-image-14038   " title="Julia Ortner (ZIB 2), Johannes Kaup (Ö 1) und Kurt Kuch (News) mit Rennerpreis ausgezeichnet" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Rennerpreis-2012-300x212.jpg" alt="" width="240" height="170" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Rennerpreis-Verleihung: Johannes Kaup, Reinhard Seiss, Julia Kovarik, Edith Meinhart, Cornelia Krebs, Harald Vaca, Kurt Langbein, Prof. Mag. Ulike Truger, Fred Turnheim, Christoph Kotanko, Julia Ortner, Brigitte Voykowitsch, Kurt Kuch, Oswald Klotz und Norbert Welzl<br />
Foto: ÖJC/Hannes Hochmuth</h4>
</dl>
</div>
<p>Die ZIB2-Fernsehredakteurin Julia Ortner (ORF) , der Aufdeckungsjournalist Kurt Kuch (News) und der Ö1-Radiojournalist Johannes Kaup (ORF) wurden gestern Abend im Wiener Rathaus mit dem Dr. Karl Renner Publizistikpreis 2012 ausgezeichnet.</p>
<p>Nominiert waren, neben den Ausgezeichneten, in der Kategorie Print: Christoph Kotanko und Reinhard Seiss, in der Kategorie Radio: Judith Brandner und Brigitte Voykowitsch und in der Kategorie Fernsehen: Julia Kovarik. Laudatoren waren: Edith Meinhart (profil), Cornelia Krebs (ORF-Radio) und der langjährige TV-Journalist Kurt Langbein.<span id="more-14034"></span></p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Rennerpreis-2012-DSCN5542.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14040" title="Rennerpreis 2012 DSCN5542" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Rennerpreis-2012-DSCN5542-300x224.jpg" alt="" width="240" height="179" /></a>ÖJC-Präsident Fred Turnheim kritisierte die massiven Kündigungswellen in den österreichischen Medienunternehmen und forderte von der Medienbranche mehr Mut und Zuversicht: &#8220;Ich wage hier zu behaupten, dass es nicht im Sinne unseres Staatsgründers ist, dass die vierte Säule der Demokratie so bewusst geschwächt wird. Es darf nicht im Sinne einer bürgerlichen Demokratie sein, dass sich die Medien wegen eines falsch verstandenen, fast psychotischen Sparzwanges gerade selbst pulverisieren&#8221;. Der &#8220;Dr. Karl Renner-Publizistikpreis&#8221; wird vom Österreichischen  Journalisten Club (ÖJC) für hervorragende, langjährige journalistische  Tätigkeiten vergeben.<br />
Wiens Bildungs-Stadtrat Christian Oxonitsch unterstrich in seiner Festrede die Bedeutung des kritischen Journalismus: &#8220;Die Weigerung Zustände so zu nehmen wie sie scheinbar sind und Erkenntnisse weiterzugeben, ist ihre Verantwortung. So entsteht kritischer und fairer Journalismus. Unsere Aufgabe &#8211; und die aller mündiger Bürger &#8211; ist dies zu ermöglichen, indem wir ein Klima der Offenheit und Transparenz schaffen.&#8221; Medien seien Transporteure von Information an unterschiedliche Zielgruppen aber auch Informationsverdichter und Aufklärer: &#8220;Wir bekennen uns ohne Einschränkung zur medialen Freiheit. Gleichzeitig sehen wir es als Aufgabe der Öffentlichen Hand, Medienfreiheit zu schützen und zu fördern&#8221;, so Oxonitsch.</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.redakteur.cc%2Frennerpreis-2012-vergeben%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.redakteur.cc/rennerpreis-2012-vergeben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>23.11: Internationaler Tag gegen Straffreiheit für Verbrechen an Journalisten</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/unesco-spindelegger-und-medienfreiheit/</link>
		<comments>http://www.redakteur.cc/unesco-spindelegger-und-medienfreiheit/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Nov 2012 23:04:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redakteur.cc]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionsplan]]></category>
		<category><![CDATA[Alison Bethel McKenzie]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Interagency Meeting]]></category>
		<category><![CDATA[International Freedom of Expression Exchange (IFEX)]]></category>
		<category><![CDATA[Internationaler Tag gegen Straffreiheit für Verbrechen an Journalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales Presse Institut (IPI)]]></category>
		<category><![CDATA[IPDC]]></category>
		<category><![CDATA[Irina Bokova]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Medienfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Spindelegger]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Report of the Safety of Journalists and the Issue of Impunity]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit von Journalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Straffreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[UN-Aktionsplan]]></category>
		<category><![CDATA[UNESCO]]></category>
		<category><![CDATA[Unesco-Programm zur Medienförderung (IPDC)]]></category>
		<category><![CDATA[Verbrechen an Journalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Verfolgung]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.redakteur.cc/?p=13866</guid>
		<description><![CDATA[Vom 22. bis 23. November 2012 fand in Wien mit österreichischer Unterstützung das 2. Interagency Meeting der UNESCO zum Thema Sicherheit von Journalisten und der Straflosigkeit von Angriffen auf Journalisten statt. Medienfreiheit, als ein Grundpfeiler des demokratischen Rechtstaates, kann nur durch eine unabhängige Berichterstattung gewährleistet werden, betonte Österreichs Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger:  Der Einsatz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 22. bis 23. November 2012 fand in Wien mit österreichischer Unterstützung das 2. Interagency Meeting der UNESCO zum Thema Sicherheit von Journalisten und der Straflosigkeit von Angriffen auf Journalisten statt. Medienfreiheit, als ein Grundpfeiler des demokratischen Rechtstaates, kann nur durch eine unabhängige Berichterstattung gewährleistet werden, betonte Österreichs Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger:  Der Einsatz für die Sicherheit von Journalisten gehöre daher zu den Prioritäten der österreichischen Menschenrechtsarbeit. <a title="Spindelegger/McKenzie: Berichten unter Lebensgefahr" href="http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/503211_Berichten-unter-Lebensgefahr.html" target="_blank">Ein gemeinsamer Gastkommentar des Vizekanzlers mit Alison Bethel McKenzie (Exekutiv-Direktorin des Internationalen Presse Instituts (IPI)) zum Thema &#8220;Berichten unter Lebensgefahr&#8221; ist hier abrufbar.</a><span id="more-13866"></span></p>
<p>Das globale Netzwerk International Freedom of Expression Exchange (IFEX) hat am 23. November 2011 zum ersten &#8220;Internationalen Tag gegen Straffreiheit für Verbrechen an Journalisten&#8221; aufgerufen: Der Schutz von Journalisten gegen Angriffe und die Bekämpfung von  Straffreiheit der Täter sind grundlegende Voraussetzungen für die  Presse- und Meinungsfreiheit. Die UNESCO nahm dies auch zum Anlass, um an getötete Journalisten und unaufgeklärte Fälle zu erinnern. Die UNESCO hat zudem erste Schritte zur Verabschiedung eines umfassenden UN-Aktionsplans zur Sicherheit von Journalisten eingeleitet. Der Aktionsplan soll dazu beitragen, die häufige Straffreiheit von Verbrechen gegen Journalisten zu unterbinden. Im September dieses Jahres hatte die UNESCO dazu ein erstes Inter-Agency-Treffen der Vereinten Nationen einberufen.</p>
<p>Der Aktionsplan wird im März 2012 dem Zwischenstaatlichen Rat des UNESCO-Programms zur Medienförderung (IPDC) vorgelegt. Im Rahmen der IPDC-Ratssitzung wird UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova den dritten &#8220;Report of the Safety of Journalists and the Issue of Impunity&#8221; vorstellen. Der zweite, 2010 veröffentlichte Bericht hat verdeutlicht, dass Vergehen gegen Journalisten in den meisten Fällen nicht geahndet und Journalisten so zu leichten Opfern gemacht wurden.</p>
<p>Der neue Bericht soll das Ausmaß der Verbrechen gegen Journalisten dokumentieren. Allein in den letzten zehn Jahren wurden weltweit mehr als 500 Journalisten ermordet. Viele weitere Journalisten wurden während der Ausübung ihres Berufes verletzt und verwundet. Die große Mehrheit der Opfer sind lokale Journalisten, die gezielt verfolgt werden. Die UNESCO ist die einzige UN-Organisation mit dem Mandat, die Pressefreiheit zu schützen. Sie setzt sich weltweit für die Unterstützung verfolgter Journalisten ein.</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.redakteur.cc%2Funesco-spindelegger-und-medienfreiheit%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.redakteur.cc/unesco-spindelegger-und-medienfreiheit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kein Grund zu feiern: 10 Jahre NINE ELEVEN</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/10-jahre-nine-eleven/</link>
		<comments>http://www.redakteur.cc/10-jahre-nine-eleven/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 10 Sep 2011 22:09:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redakteur.cc]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Dunja Mijatovic]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Kommission]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Kommission (EU-Kommission)]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Freimut Duve]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Sabathil]]></category>
		<category><![CDATA[Ian Kelly]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechtsverletzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Muslime]]></category>
		<category><![CDATA[Nine Eleven]]></category>
		<category><![CDATA[Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Presseclub Concordia]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen (ROG)]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terroranschläge]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[World Trade Center (WTC)]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.redakteur.cc/?p=10405</guid>
		<description><![CDATA[Heute vor 10 Jahren war NINE ELEVEN, das wohl schockierendste Ereignis nach dem zweiten Weltkrieg. Und auch wenn sicherlich die wahren Hintergründe der damaligen Anschläge auf das World Trade Center  (WTC) in New York noch nicht gänzlich aufgeklärt sind: Es begann damit ein trauriges Kapitel vor allem der US-Geschichte, das -im Namen des &#8220;Kampfes gegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Heute vor 10 Jahren war NINE ELEVEN, das wohl schockierendste Ereignis nach dem zweiten Weltkrieg. Und auch wenn sicherlich die wahren Hintergründe der damaligen Anschläge auf das World Trade Center  (WTC) in New York noch nicht gänzlich aufgeklärt sind: Es begann damit ein trauriges Kapitel vor allem der US-Geschichte, das -im Namen des &#8220;Kampfes gegen den Terror&#8221; zu einer &#8220;neuen Dimension&#8221; des Überwachungsstaates auch in Europa und von einem grundsätzlichen Misstrauen bis zu einer Hetzjagd gegen Muslime im Allgemeinen führte.</em></p>
<p><em>redakteur.cc trauert um die vielen Toten damals und solidarisiert sich mit zahlreichen Verletzten von damals, die teilweise immer noch unter Spätfolgen leiden, fordert vollständige eine Aufklärung der tragischen Ereignisse und appelliert an alle (vor allem Kolleginnen und Kollegen im journalistischen Bereich), auch hier differenziert zu denken und nicht die einfachsten Thesen einfach wiederzukäuen: Nicht jeder (inszenierte) Feind ist ein Feind. Und manchmal ist sogar der beste (politische) Freund der eigentliche Feind. E.L.<span id="more-10405"></span><br />
</em></p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_10408" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Experten-Kommission-Nine-Eleven_EU-Kommission_Thomas-Preiss.jpg"><img class="size-medium wp-image-10408 " title="9/11: Expertenkonferenz im EU-Haus (09.09.2011)" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Experten-Kommission-Nine-Eleven_EU-Kommission_Thomas-Preiss-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Expertenkonferenz über Nine Eleven in Wien<br />
Foto: EU-Kommission/Thomas Preiss</h4>
</dl>
</div>
<p>10 Jahre nach den Terroranschlägen (Nine Eleven) analysierte eine  hochkarätige Konferenz mit Medien- und Sicherheitsexperten im Haus der Europäischen Union in Wien die  Auswirkungen auf Europa und die Welt. Die Teilnehmer waren sich darüber einig, dass heute die Meinungsfreiheit wichtiger denn je ist. Die Veranstaltung wurde von Reporter ohne Grenzen (ROG) Österreich in  Kooperation mit der OSZE, dem Medienhaus, dem Presseclub Concordia sowie  der EU-Kommissionsvertretung in Österreich organisiert:</p>
<p>Reporter sind wichtige Akteure bei der Aufdeckung und Vorbeugung von Unrecht und Menschenrechtsverletzungen. Ihre Arbeit in den Jahren nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hat dazu beigetragen, Sicherheit zu gewährleisten, aber auch Missstände im Umgang mit Sicherheit aufzudecken. Auch in Zeiten verschärfter Sicherheitsmaßnahmen muss die Meinungsfreiheit und die Arbeit von Medien vorbehaltlos unterstützt werden. Dies ist die zentrale Erkenntnis der Medientagung &#8220;Nine Eleven &amp; Europe &#8211; 10 Years of Security Policy versus Freedom of Expression&#8221;, die heuer im Haus der Europäischen Union stattfand.</p>
<p>&#8220;Auf Freiheit und Verantwortung zu achten, schien mir die notwendige Aufgabe des journalistisches Berufes&#8221;, resümierte der Gründer und erste Beauftragte für Medienfreiheit der OSZE, Freimut Duve. Seine Nachfolgerin im Amt, Dunja Mijatovic, ergänzte, dass sich das Mandat des OSZE-Beauftragten nicht verändert habe. Es gehe darum, das Recht auf freie Meinungsäußerung zu wahren und gleichzeitig dem berechtigten Anliegen der Regierungen nachzukommen, ihre Bürgerinnen und Bürger zu schützen.</p>
<p>Gerhard Sabathil, Direktor beim Europäischen Auswärtigen Dienst stellte klar, dass Nine Eleven für Europa ein einschneidendes Ereignis war und unterstrich die Solidarität Europas mit Amerika: &#8220;Amerika ist auf der Idee der Freiheit und Sicherheit entstanden; ohne Freiheit gibt es keine Sicherheit. Dies ist auch die Botschaft des Arabischen Frühlings.&#8221; Ian Kelly, US-Botschafter bei der OSZE, unterstrich die Rolle Neuer Medien bei der kollektiven Aufarbeitung von Nine Eleven. Auch die anwesenden Vertreter internationaler Journalistenvereinigungen betonten die Rolle des Internets für Transparenz.</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.redakteur.cc%2F10-jahre-nine-eleven%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.redakteur.cc/10-jahre-nine-eleven/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>26. April: Welttag des geistigen Eigentums</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/26-april-welttag-des-geistigen-eigentums/</link>
		<comments>http://www.redakteur.cc/26-april-welttag-des-geistigen-eigentums/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 Apr 2011 22:02:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redakteur.cc]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju)]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Journalisten-Verband (DJV]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Wernecke]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Konken]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Rundfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Tarifvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[UNO]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrechte]]></category>
		<category><![CDATA[ver.di]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinte Nationen]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
		<category><![CDATA[Welttatg des geistigen Eigentums]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.redakteur.cc/?p=9194</guid>
		<description><![CDATA[Anlässlich des Welttags des geistigen Eigentums am 26. April fordern der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di die Verlage und Rundfunkunternehmen als unmittelbare Nutzer journalistischer Leistungen auf, die Urheberrechte ihrer Autoren zu respektieren. Texte zum Preis eines Butterbrots, Hörfunkbeiträge für einen Apfel und ein Ei, Fotos und Videos gratis, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich des Welttags des  geistigen Eigentums am 26. April fordern der Deutsche  Journalisten-Verband (DJV) und die Deutsche Journalistinnen- und  Journalisten-Union (dju) in ver.di die Verlage und Rundfunkunternehmen als  unmittelbare Nutzer journalistischer Leistungen auf, die Urheberrechte  ihrer Autoren zu respektieren. Texte zum Preis eines Butterbrots,  Hörfunkbeiträge für einen Apfel und ein Ei, Fotos und Videos gratis,  dazu alle Rechte ausschließlich und inklusive: Solche Zumutungen der  Medienunternehmen trocknen den professionellen und kreativen  Journalismus aus und schaden massiv der Medienfreiheit, schreibt der DJV.<span id="more-9194"></span></p>
<p>„Wer für die  Medien am Input spart, sollte sich nicht wundern, wenn der Output  Qualitätsmaßstäben nicht standhält“, erklärte dazu der DJV-Vorsitzende  Michael Konken. „Nicht zuletzt von journalistischer Qualität lebt aber  die Demokratie“, ergänzt der stellvertretende Bundesvorsitzende und  Fachbereichsleiter Medien in ver.di Frank Werneke: Leistungen sind  zu bezahlen – aufwandsgerecht und fair.</p>
<p>Die öffentliche  Meinung fußt auf verlässlich recherchierten und verständlich verfassten  Nachrichten und Berichten in Wort, Bild und Ton, auf Einschätzungen und  Kommentaren, auf Features und Hintergrundinformationen. Diese  professionellen Leistungen von Journalisten sind weder zum Nulltarif zu  haben noch durch Enteignung der Urheber zu erlangen. Immerhin lebten die Urheber von ihren Rechten.</p>
<p>Dumpingpreise  und rechtswidrige Geschäftsbedingungen mögen mancherorts  zwar branchenüblich  sein, sie sind aber weder wirtschaftlich noch ethisch  gerechtfertigt  und gefährden auf Dauer die Qualität des Journalismus, erklärt der DJV. Verträge dürfen demnach nicht nur  abgeschlossen werden, sie sind auch umzusetzen, gleich ob es sich um  Tarifverträge oder um gemeinsame Vergütungsregeln handelt, etwa um die  vom DJV und der dju in ver.di mit den Zeitungsverlegern vereinbarten  Gemeinsamen Vergütungsregeln für freie Journalisten an Tageszeitungen. DJV und dju rufen  daher die Medienunternehmen auf, endlich eine angemessene Balance  zwischen ihren Vergütungen und den Leistungen und Rechten ihrer Autoren  zu akzeptieren.</p>
<p>Der von den Vereinten Nationen (UNO) im Jahr 2000 ausgerufene Tag des geistigen Eigentums wird seither jährlich am 26. April begangen.</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.redakteur.cc%2F26-april-welttag-des-geistigen-eigentums%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.redakteur.cc/26-april-welttag-des-geistigen-eigentums/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Türkei: ROG kritisiert Verhaftung von Journalisten</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/pressefreiheit-in-der-tuerkei/</link>
		<comments>http://www.redakteur.cc/pressefreiheit-in-der-tuerkei/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Apr 2011 22:14:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redakteur.cc]]></category>
		<category><![CDATA[Ahmet Sik]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-Francois Julliard]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Nedim Sener]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen (ROG)]]></category>
		<category><![CDATA[Sibel Günes]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Türkische Journalistenvereinigung (TGC)]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.redakteur.cc/?p=9164</guid>
		<description><![CDATA[Das Menschenrecht auf Presse- und Meinungsfreiheit wird in der Türkei nach wie vor massiv unterdrückt. Darauf wiesen am gestrigen Mittwoch Reporter ohne Grenzen (ROG) und die Türkische Journalistenvereinigung (TGC) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Istanbul hin. Die Lage der Medienfreiheit in der Türkei sei besorgniserregend: Investigativ arbeitende Journalisten riskierten, festgenommen, körperlich angegriffen oder bedroht zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Menschenrecht auf Presse- und Meinungsfreiheit wird in der Türkei nach wie vor massiv unterdrückt. Darauf wiesen am gestrigen Mittwoch Reporter ohne Grenzen (ROG) und die Türkische Journalistenvereinigung (TGC) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in  Istanbul hin. Die Lage der Medienfreiheit in der Türkei sei besorgniserregend: Investigativ arbeitende  Journalisten riskierten, festgenommen, körperlich angegriffen oder  bedroht zu werden. ROG-Generalsekretär Jean-François Julliard  forderte die türkische  Regierung unter Premierminister Recep Tayyip  Erdogan auf, den Schutz  der Pressefreiheit zu einer „nationalen  Priorität“ zu machen. <span id="more-9164"></span></p>
<p>Auf Kritik von ROG stößt seit mehreren Jahren  vor allem die  missbräuchliche Anwendung strafrechtlicher Regelungen zur  Beschneidung  der Presse- und Meinungsfreiheit. Das Anti-Terror-Gesetz  Nummer 3713  gehört demnach zu den problematischsten rechtlichen Regelungen in  der Türkei. ROG plädiert für eine Überarbeitung des  Gesetzes. Journalisten, die nur  ihre Arbeit machen würden, dürften nicht  mehr auf Grundlage dieser  Bestimmungen zu Gefängnis- oder Geldstrafen  verurteilt werden. So  würden Journalisten beispielsweise wegen  „Propaganda für eine  terroristische Organisation“ angeklagt und vor  Sondergerichten für  organisierte Kriminalität gestellt. Solche Artikel  müssten aus Sicht  von ROG dringend aufgehoben werden.</p>
<p>ROG fordert die türkischen Behörden außerdem  auf, Journalisten, die nur  aufgrund ihrer beruflichen Aktivität  verhaftet wurden, sofort  freizulassen. Türkische  Pressevertreter und Autoren bräuchten angesichts zahlreicher Tabu-Themen  viel Mut, um ihren Beruf auszuüben.</p>
<p>Die Veranstaltung bildete den Abschluss einer  mehrtägigen  Recherchereise von ROG-Vertretern in die Türkei mit dem  Ziel, die Welle  der jüngsten Verhaftungen von Journalisten zu  untersuchen und eine  Bestandaufnahme der Situation der Pressefreiheit  vorzunehmen. Während  des Besuchs in Istanbul vom 13. bis 19. April  trafen die zwei  ROG-Vertreter mit Journalisten, Medienanwälten,  Vertretern von  Berufsverbänden, mit Familienangehörigen verfolgter  Medienschaffender  und mit Vertretern der Zivilgesellschaft zusammen. An der gestrigen Pressekonferenz nahmen neben dem  ROG-Generalsekretär auch TGC-Generalsekretärin Sibel Günes sowie ein  Vertreter der Freunde der inhaftierten Journalisten Ahmet Sik und Nedim Sener teil.</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.redakteur.cc%2Fpressefreiheit-in-der-tuerkei%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.redakteur.cc/pressefreiheit-in-der-tuerkei/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ROG: Pressefreiheit-Rankings 2010 &#8211; Europa im Abwärtstrend</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/pressefreiheit-rankings-2010/</link>
		<comments>http://www.redakteur.cc/pressefreiheit-rankings-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Oct 2010 22:10:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redakteur.cc]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Birma]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Bulgarien]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Eritrea]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Finnland]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Friedensnobelpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Gefängnis]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Island]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Kosovo]]></category>
		<category><![CDATA[Liu Xiaobo]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Medienvielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechtsverletzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Montenegro]]></category>
		<category><![CDATA[Morde]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Niederlande]]></category>
		<category><![CDATA[Nordkorea]]></category>
		<category><![CDATA[Philippinen]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit-Rankings]]></category>
		<category><![CDATA[Quellenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Rangliste]]></category>
		<category><![CDATA[Rankings]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen (ROG)]]></category>
		<category><![CDATA[Repressionen]]></category>
		<category><![CDATA[ROG-Ranking]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sachensumpf-Affäre]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Serbien]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[Verfolgung]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Janukowitsch]]></category>
		<category><![CDATA[World Press Freedom Index 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Zwangsarbeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.redakteur.cc/?p=7234</guid>
		<description><![CDATA[Die Lage der Medienfreiheit in Europa hat sich weiter verschlechtert. Dies ist ein Ergebnis der am 20.10.2010 veröffentlichten Rangliste zur Lage der Pressefreiheit 2010 (World Press Freedom Index 2010) von Reporter ohne Grenzen (ROG). Der bereits bei der vorherigen Erhebung von 2009 festgestellte Abwärtstrend einiger süd- und südosteuropäischer Staaten setzt sich demnach im aktuellen ROG-Ranking [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/World-Press-Freedom-Index.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7238" title="World Press Freedom Index" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/World-Press-Freedom-Index-150x102.jpg" alt="" width="150" height="102" /></a>Die Lage der Medienfreiheit in Europa hat sich weiter verschlechtert. Dies ist ein Ergebnis der am 20.10.2010 veröffentlichten Rangliste zur Lage der Pressefreiheit 2010 (World Press Freedom Index 2010) von Reporter ohne Grenzen (ROG). Der bereits bei der vorherigen Erhebung von 2009 festgestellte Abwärtstrend einiger süd- und südosteuropäischer Staaten setzt sich demnach im aktuellen ROG-Ranking fort. Auch bei den EU-Gründungsstaaten Frankreich und Italien hat sich diese Entwicklung bisher nicht umgekehrt.</p>
<p>Gleichzeitig beobachtet ROG bei der Lage der Pressefreiheit wachsende Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedsländern: Zwischen den drei am besten platzierten EU-Ländern an der Spitze des Rankings – Finnland, die Niederlande und Schweden – und den am schlechtesten platzierten – Bulgarien, Griechenland – liegen rund 70 Positionen.<span id="more-7234"></span></p>
<p>Rund die Hälfte der 27 EU-Mitgliedsstaaten sind unter den 20 führenden Ländern der aktuellen Rangliste. Die Schere innerhalb der Staatengemeinschaft geht jedoch stark auseinander. So liegen zwölf EU-Länder, also fast die Häflte, zwischen dem 30. und 70. Rang. Am stärksten gefallen ist Griechenland (2009: Platz 35, 2010: Platz 70). Damit bildet das südeuropäische Land gemeinsam mit Bulgarien (2009: Platz 68, 2010: Platz 70) das Schlusslicht unter den EU-Staaten. In Griechenland waren körperliche Angriffe bei Demonstrationen und Drohungen gegen Journalisten ein Grund für die Abwärtsbewegung.</p>
<p>Auch bei den EU-Gründungsstaaten Frankreich (2009: Platz 43, 2010: Platz 44) und Italien (2009 und 2010: Platz 49) gibt es keine Indizien für eine Verbesserung der Situation: Grundlegende Probleme wie die Verletzung des Quellenschutzes, die zunehmende Konzentration von Medieneigentum sowie gerichtliche Vorladungen von Journalisten dauern an.</p>
<p>&#8220;Es ist beunruhigend festzustellen, wie einige EU-Mitgliedstaaten weiter Plätze in der Rangliste verlieren&#8221;, äusserte sich dazu ROG-Generalsekretär Jean-François Julliard: &#8220;Wenn die EU-Staaten keine Anstrengungen unternehmen, setzt sie ihre weltweit führende Position bei der Einhaltung von Menschenrechten aufs Spiel. Die europäischen Staaten müssen dringend ihre Vorbildfunktion wiedererlangen&#8221;, appelliert Julliard.</p>
<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_7237" class="wp-caption alignright" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/World-Press-Freedom-Rinkings-2010.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-7237" title="World Press Freedom Rinkings 2010" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/World-Press-Freedom-Rinkings-2010-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Die Pressefreiheit &#8211; Rangliste 2010<br />
Grafik: rog.at</dd>
</dl>
</h4>
<p>Auch in diesem Jahr dominieren wieder nordeuropäische Staaten die ersten Ränge.  Finnland, Island, die Niederlande, Norwegen und Schweden teilen sich zusammen mit der Schweiz den ersten Rang. Seit Veröffentlichung der ersten ROG-Rangliste im Jahr 2002 hatten alle sechs Staaten schon einmal diese Position inne. Die gesetzlichen Schutzgarantien für Medienschaffende und das hohe Maß an Respekt für die wichtige Arbeit von Journalisten in demokratischen Systemen sind in diesen Ländern vorbildlich.</p>
<p>Österreich nimmt in diesem Jahr Platz 7 ein. Die Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr (Platz 13) ist in Relation zu den anderen genannten Ländern zu sehen. Österreich hat 2010 im Ranking deshalb besser abgeschnitten, weil sich die Situation der Pressefreiheit in den anderen Ländern teilweise verschlechtert hat. Grossbritannien liegt übrigens am 19. und die USA am 20. Platz.</p>
<p>Deutschland steht in diesem Jahr – fast unverändert – auf Platz 17 (2009: Platz 18): Wie auch in anderen EU-Staaten wurden Redaktionszusammenlegungen und Stellenstreichungen negativ bewertet. Der Zugang zu Behördeninformationen bleibt ebenfalls unzureichend. Zu weiteren Kritikpunkten gehörten unter anderem das Strafverfahren gegen zwei Leipziger Journalisten in der so genannten <a title="Sachsensumpfaffäre" href="http://www.redakteur.cc/reporter-ohne-grenzen-und-djv-kritisieren-sachsen-sumpf-urteil-gegen-journalisten/" target="_blank">Sachsensumpf-Affäre</a>.</p>
<p>Anlass zur Sorge bietet darüber hinaus die Entwicklung der Türkei. Nachdem sich der EU-Anwärter schon im Index 2009 um 20 Plätze verschlechtert hatte, folgt in diesem Jahr ein weiterer Rückfall um 16 Ränge. Damit steht das südeuropäische Land auf Position 138 (2009: 122). Ins Gewicht fielen bei der schlechten Platzierung die steigende Zahl von Klagen gegen Journalisten und Medien sowie Festnahmen von Medienmitarbeitern. Die Türkei gerät somit in unmittelbare Nachbarschaft zu Russland (2009: 153, 2010: 140).</p>
<p>Zensur, Gewalt und Repressionen gehören nach wie vor zum Alltag vieler kritischer Journalisten auch in der Russischen Föderation. Die Mordserie im Erhebungszeitrum der vorherigen Rangliste hat sich jedoch nicht wiederholt. Eine äußerst schwierige Situation der Pressefreiheit dokumentiert ROG zudem seit vielen Jahren auf dem Balkan. Besonders kritisch ist die Lage in Serbien (85), im Kosovo (92) und in Montenegro (104). Drohungen gegen Journalisten und der steigende Einfluss krimineller Gruppen auf Medienunternehmen erschweren die Arbeit von Medienschaffenden in Südosteuropa erheblich.</p>
<p>Die Situation auf den untersten Positionen der Rangliste weltweit ist fast unverändert: Birma, Iran, Turkmenistan, Nordkorea und Eritrea sind erneut die Schlusslichter. Neu hinzugekommen zu der Gruppe der zehn repressivsten Staaten der Welt sind in diesem Jahr der Sudan und Ruanda. Mit der diesjährigen Rangliste wird zum neunten Mal die Situation der Pressefreiheit in 178 Staaten und Regionen weltweit verglichen. In die Bewertung wurden Verstöße gegen dieses Menschenrecht im Zeitraum von September 2009 bis August 2010 einbezogen:</p>
<p>Seit 2005 stehen Eritrea (178), Nordkorea (177) und Turkmenistan (176) ganz unten auf der Liste. Eine systematische Verfolgung von unabhängigen Medienschaffenden und ein vollständiges Fehlen von Nachrichten und Informationen kennzeichnet die Lage in den Ländern seit mehreren Jahren. &#8220;Wir sehen leider keine Verbesserung in den autoritären Staaten&#8221;, so Julliard. „Wir sind besorgt über den harschen politischen Kurs einiger Regierungen von Ländern am unteren Ende des Rankings.&#8221;</p>
<p>Die Situation hat sich auch in Ruanda (2009: 157, 2010: 169) und im Sudan (2009: 148, 2010: 172) verschärft. Die beiden Länder im Osten und Nordosten Afrikas sind deswegen auf die zehn hintersten Ränge abgerutscht. In Ruanda fielen zusätzliche Zensurmaßnahmen und Schließungen von Medien vor der Präsidentschaftswahl im August 2010 ins Gewicht. Überdies wurde ein Journalist ermordet. Im Sudan hat die Regierung ihre Überwachung der Printmedien deutlich verstärkt, mehrere Journalisten wurden verhaftet und eine oppositionelle Tageszeitung wurde geschlossen.</p>
<p>Auch Birma rangiert wieder unter den letzten zehn Staaten. Auf Versuche von Journalisten, Nachrichten jenseits von Propaganda zu veröffentlichen, reagieren die Behörden mit Gefängnis und Zwangsarbeit. Es gibt erste Anzeichen dafür, dass sich die Lage angesichts der im kommenden Monat bevorstehenden Parlamentswahl noch verschärfen wird.</p>
<p>Kaum verändert haben sich darüber hinaus die Positionen der Volksrepublik China (2009: 168, 2010: 171), des Irans (2009: 172, 2010: 175) und Syriens (2009: 165, 2010: 173). Die starke Wirtschaftsmacht China nimmt immer noch nicht ihre Verantwortung bei der Wahrung der Menschenrechte wahr. Anlässlich der Bekanntgabe der Verleihung des diesjährigen Friedensnobelpreises an Liu Xiaobo hat die Regierung wieder ihre starre Haltung manifestiert: Medienberichte über die Preisvergabe wurden zensiert, Unterstützer Lius festgenommen.</p>
<p>Im Iran haben die Menschenrechtsverletzungen gegen Journalisten und Blogger und die staatliche Zensur in diesem Jahr ein noch größeres Ausmaß erreicht. Mehr als 200 Medienschaffende sind seit Sommer 2009 aus der islamischen Republik geflüchtet. In Syrien lassen weit greifende Mechanismen zur Kontrolle von staatlichen und privaten Medien, repressive Pressegesetze und die Unterdrückung von oppositionellen oder kritischen Journalisten so gut wie keine Freiräume mehr für unabhängige Meinungsäußerung.</p>
<p>Die Philippinen, Ukraine und Kirgistan sind neben Griechenland am stärksten in diesem Jahr abgestiegen: Auf den Philippinen (2009: 122, 2010: 156) ereignete sich im vergangenen November eines der schwersten Massaker an Journalisten: Rund 30 Medienmitarbeiter kamen damals ums Leben. In der Ukraine (2009: 89, 2010: 131) verzeichnet ROG eine stetige Verschlechterung der Situation der Pressefreiheit seit Viktor Janukowitschs Wahl zum Präsidenten: Die staatliche Kontrolle über die Medien und Repressionen gegen Journalisten haben zugenommen, die Medienvielfalt nimmt ab. In Kirgistan (2009: 125, 2010: 159) gingen die politischen Unruhen mit der Verfolgung von Journalisten einher, die ethnischen Minderheiten angehören.</p>
<p>Die vollständigen Pressefreiheit-Rankings 2010 weltweit sind <a title="Pressefreiheit Rankings 2010" href="http://en.rsf.org/press-freedom-index-2010,1034.html" target="_blank">hier abrufbar</a>.</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.redakteur.cc%2Fpressefreiheit-rankings-2010%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.redakteur.cc/pressefreiheit-rankings-2010/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Deutscher Journalisten-Verband solidarisiert sich mit Berlusconi-Kritikern</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/djv-berlusconi/</link>
		<comments>http://www.redakteur.cc/djv-berlusconi/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 23:59:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redakteur.cc]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Berlusconi]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Journalistenverband (DJV)]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[DJV-Preis der Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[FNSI]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Italienischer Journalisten-Verband]]></category>
		<category><![CDATA[Marco Travaglio]]></category>
		<category><![CDATA[Medienfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Konken]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Rom]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.redakteur.cc/?p=5567</guid>
		<description><![CDATA[Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) solidarisiert sich in einer Aussendung mit italienischen Journalisten, die gegen das neue geplante Mediengesetz von Premier Silvio Berlusconi protestieren. Dieses Gesetz verbietet grundsätzlich die Berichterstattung über laufende Strafverfahren. &#8220;Ein so fundamentaler Eingriff in die Pressefreiheit ist in Europa nicht hinnehmbar&#8221;, kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken: &#8220;Die europäische Öffentlichkeit darf nicht über das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) solidarisiert sich in einer Aussendung mit italienischen Journalisten, die gegen das neue geplante Mediengesetz von Premier Silvio Berlusconi protestieren. Dieses Gesetz verbietet grundsätzlich die Berichterstattung über laufende Strafverfahren. &#8220;Ein so fundamentaler Eingriff in die Pressefreiheit ist in Europa nicht hinnehmbar&#8221;, kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken: &#8220;Die europäische Öffentlichkeit darf nicht über das hinwegsehen, was sich in Italien gegen mutige und kritische Journalisten tut.&#8221;<span id="more-5567"></span></p>
<p>Gemeinsam mit anderen Organisationen hat der italienische Journalisten-Verband FNSI für den 1. Juli zu einem Anti-Berlusconi-Protest in Rom aufgerufen, um für die Medienfreiheit in Italien zu demonstrieren. &#8220;Die ständigen Versuche Berlusconis, Presse und Rundfunk gefügig zu machen, sind mit den Grundprinzipien von Demokratie und Meinungsfreiheit in Europa nicht vereinbar&#8221;, kritisierte Konken.</p>
<p>Hintergrund sind die zahlreichen Versuche des Regierungschefs, kritische Berichterstattung zu unterdrücken. &#8220;Wir unterstützen die für den 1. Juli geplante Demonstration von Journalisten und Bürgerrechtsorganisationen in Rom und wünschen unseren italienischen Kollegen viel Erfolg.&#8221; Der DJV-Vorsitzende erinnerte in dem Zusammenhang an den DJV-Preis der Pressefreiheit, der 2009 an den italienischen Journalisten Marco Travaglio für dessen mutiges Engagement gegen die Versuche der Einflussnahme Berlusconis auf die Medien ging.</p>
<p>Weitere Beiträge (Infos und Kommentare) zum Thema Presse- und Meinungsfreiheit:</p>
<p>- <a title="Meinungsfreiheit in Gefahr" href="http://www.redakteur.cc/meinungsfreiheit-in-gefahr/" target="_blank">Juristen und Journalisten warnen: Meinungsfreiheit in Gefahr</a></p>
<p>- <a title="Terrorismus und Meinungsfreiheit" href="../terrorismusbekaempfung/" target="_blank">Kommentar: Was macht einen Terroristen aus?</a></p>
<p>- <a title="Pressefreiheit braucht keine Fesseln" href="../ojc-pressefreiheit-braucht-keine-fesseln/" target="_blank">Journalistenclub: Pressefreiheit braucht keine Fesseln</a></p>
<p>- <a title="Bedrohung des Journalistenberufs" href="http://www.redakteur.cc/deutscher-journalisten-verband-ortet-bedrohung-des-journalistenberufs/" target="_blank">Deutscher Journalistenverband ortet Bedrohung des Journalistenberufs</a></p>
<p>- <a title="Glaubwürdigkeit des Journalistenstandes" href="http://www.redakteur.cc/glaubwurdigkeit-im-journalismus/" target="_blank">Journalisten sind Lügner, inkompetent und manipuliert</a></p>
<p>- <a title="Claus Gatterer Preis 2010" href="http://www.redakteur.cc/claus-gatterer-preis-2010-geht-an-edith-meinhart/" target="_blank">Claus Gatterer Journalistenpreis geht an Edith Meinhart</a></p>
<p>- <a title="Journalistische Unabhängigkeit und wirtschaftliche Zwänge" href="../journalistische-unabhangigkeit-und-wirtschaftliche-zwange/" target="_blank">Kommentar: Journalistische Unabhängigkeit und wirtschaftliche Zwänge</a></p>
<p>- <a title="Verantwortung im Journalismus und Pressefreiheit" href="../fur-verantwortung-im-journalismus-und-pressefreiheit/" target="_blank">Kommentar: Für Verantwortung im Journalismus UND Pressefreiheit</a></p>
<p>- <a title="Verbrechen und journalistische Verantwortung" href="../verbrechen-und-journalistische-verantwortung/" target="_blank">Kommentar: Verbrechen und journalistische Verantwortung</a></p>
<p>- <a title="Tag der Pressefreiheit 2010" href="../heute-ist-internationaler-tag-der-pressefreiheit/" target="_blank">Internationaler Tag der Pressefreiheit 2010</a></p>
<p>- <a title="Reporter ohne Grenzen hilft Journalisten in Not" href="../reporter-ohne-grenzen-grundet-hilfe-fur-journalisten-in-not/" target="_blank">Reporter ohne Grenzen hilft Journalisten in Not</a></p>
<p>- <a title="Mut und Qualität im Journalismus" href="../dpa-chef-fur-qualitat-im-journalismus/" target="_blank">dpa-Chef plädiert für Mut und Qualität im Journalismus</a></p>
<p>- <a title="Press Freedom Award" href="../press-freedom-award-2010-fur-russland-ausgeschrieben/" target="_blank">Press Freedom Award für mutigen Journalismus in Russland ausgeschrieben</a></p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.redakteur.cc%2Fdjv-berlusconi%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.redakteur.cc/djv-berlusconi/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Juristen und Journalisten warnen: Meinungsfreiheit in Gefahr</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/meinungsfreiheit-in-gefahr/</link>
		<comments>http://www.redakteur.cc/meinungsfreiheit-in-gefahr/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 22:10:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redakteur.cc]]></category>
		<category><![CDATA[1848]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Khol]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Unterberger]]></category>
		<category><![CDATA[ÖJC]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Kolm]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gefängnis]]></category>
		<category><![CDATA[Gefängnisstrafe]]></category>
		<category><![CDATA[Gottfried Korn]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Ofner]]></category>
		<category><![CDATA[Hayek Institut]]></category>
		<category><![CDATA[Ingeborg Bachmann]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Rzeszut]]></category>
		<category><![CDATA[Medienfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenwürde]]></category>
		<category><![CDATA[Missbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeitsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Rosemarie Schwaiger]]></category>
		<category><![CDATA[StGb]]></category>
		<category><![CDATA[Strafgesetzbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismuspräventionsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Voltaire]]></category>
		<category><![CDATA[Wiener Zeitung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.redakteur.cc/?p=5510</guid>
		<description><![CDATA[Die beiden Politiker Andreas Khol und Harald Ofner diskutieren über Meinungsfreiheit Foto: © Leimgruber Die geplante Änderung des § 283 des Österreichischen Strafgesetzbuches (StGb) kann zu Missbrauch und zu schwerwiegenden Einschränkungen der Meinungs- und Pressefreiheit führen. Darin waren sich die Teilnehmer einer vom Hayek Institut eingeladenen hochkarätigen Podiumsdiskussion zum Thema &#8220;Meinungsfreiheit in Gefahr&#8221; im Wiener [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_5515" class="wp-caption alignright" style="width: 255px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Khol_Ofner-IMG_4115.jpg"><img class="size-full wp-image-5515" title="Khol_Ofner-IMG_4115" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Khol_Ofner-IMG_4115.jpg" alt="" width="245" height="172" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">
<h4>Die beiden Politiker Andreas Khol und Harald Ofner diskutieren über Meinungsfreiheit<br />
Foto: © Leimgruber</h4>
</dd>
</dl>
</h4>
<p>Die geplante Änderung des § 283 des Österreichischen Strafgesetzbuches (StGb) kann zu Missbrauch und zu schwerwiegenden Einschränkungen der Meinungs- und Pressefreiheit führen. Darin waren sich die Teilnehmer einer vom Hayek Institut eingeladenen hochkarätigen Podiumsdiskussion zum Thema &#8220;Meinungsfreiheit in Gefahr&#8221; im Wiener Palais Daun-Kinsky einig. Die Neufassung belegt die sogenannte &#8220;Verhetzung&#8221; mit einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren, wobei jedermann diesbezüglich angeklagt werden kann, unabhängig davon, ob die Aussagen, die zur Anklage führen, der Wahrheit entsprechen oder nicht.</p>
<p>Selbst ex-Nationalratspräsident Andreas Khol meinte zwar, dass die geplanten Änderungen &#8220;nicht zu weit gingen&#8221;, ergänzte aber, dass er &#8220;kein Freund dieser Bestimmungen&#8221; sei. Aber wenn Journalisten schon für Meinungsfreiheit plädierten, dann sollten sie auch die Persönlichkeitsrechte anderer wahren.<span id="more-5510"></span></p>
<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_5514" class="wp-caption alignleft" style="width: 322px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Meinungsfreiheit-IMG_4127.jpg"><img class="size-full wp-image-5514" title="Meinungsfreiheit IMG_4127" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Meinungsfreiheit-IMG_4127.jpg" alt="" width="312" height="218" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">(v.l.n.r.) Barbara Kolm, Rosemarie Schwaiger, Gottfried Korn, Harald Ofner, Andreas Khol, Johann Rzeszut, Andreas Unterberger<br />
Foto: © Leimgruber</dd>
</dl>
</h4>
<p>Der &#8220;immer engere Spielraum für Meinungsfreiheit&#8221; bereite ihm Angst, äusserte sich Andreas Unterberger, ex-Chefredakteur der &#8220;Presse&#8221; und der &#8220;Wiener Zeitung&#8221; und nun erfolgreicher Web-Blogger: Die Rechte würden willkürlich genommen, und schon etwas öffentlich zu sagen, was irgendwem nicht gefalle, reichte aus, um wegen Verhetzung angeklagt zu werden. Früher wurde die Pressefreiheit als ein hohes Gut erkannt, &#8220;heute ist uns das Bewusstsein dafür verlorengegangen,&#8221; kritisierte Unterberger. Jeder habe heute eine Lobby, nur die Freiheit nicht, für die unsere Vorfahren 1848 auf die Barrikaden gestiegen sind&#8221;. Der sinngemässe Grundsatz von Voltaire aber gelte nach wie vor:  &#8220;Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst,“ so Unterberger, der die ersatzlose Streichung der zweiten geplanten Ziffer fordert.</p>
<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_5525" class="wp-caption alignright" style="width: 316px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Rzeszut_Unterberger-IMG_4122.jpg"><img class="size-full wp-image-5525" title="Rzeszut_Unterberger-IMG_4122" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Rzeszut_Unterberger-IMG_4122.jpg" alt="" width="306" height="211" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Ex-Gerichtshof-Präsident Johann Rzeszut und der prominente Web-Blogger Andreas Unterberger<br />
Foto: © Leimgruber</dd>
</dl>
</h4>
<p>&#8220;Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar,&#8221; zitierte ex-Justizminister und Rechtsanwalt Harald Ofner Ingeborg Bachmann und betonte, dass er seit 50 Jahren eine ständig zunehmende Aushöhlung der Meinungsfreiheit feststelle. Die geplanten Gesetzesänderungen seien zudem eine &#8220;Kriminalisierung&#8221;, weil jegliche Gefängnisstrafe über einem Jahr nicht nur zum Verlust jeglicher öffentlicher Ämter führe, sondern auch zum Ausbleiben der öffentlich-rechtlichen Person. &#8220;Ich warne vor der Rechtsvernichtung,&#8221; sagte Ofner. Er wolle sich nicht dafür einsperren lassen, weil er seine Meinung sage. Jetzt sei es Zeit Widerstand zu leisten, forderte Ofner.</p>
<p>Man müsse Bedenken offen äussern können und er fordere Gerechtigkeit, sagte Johann Rzeszut, ex-Präsident des Obersten Gerichtshofes. Die Freiheit, so auch die Meinungsfreiheit, habe ihre Wurzeln in der Menschenwürde, . Diese gelte es zu schützen. Und es brauche auch nicht immer wieder neue Gestze, erklärte Rzeszut.</p>
<p>Bei einer Veranstaltung vor ein paar Wochen hatte <a title="Fesseln für Pressefreiheit" href="http://www.redakteur.cc/ojc-pressefreiheit-braucht-keine-fesseln/" target="_blank">-wie berichtet-</a> bereits der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) vor den neuen Gesetzesparagraphen gewarnt.</p>
<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_5528" class="wp-caption alignleft" style="width: 316px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Kolm_Schwaiger_Korn-IMG_4113.jpg"><img class="size-full wp-image-5528" title="Kolm_Schwaiger_Korn-IMG_4113" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Kolm_Schwaiger_Korn-IMG_4113.jpg" alt="" width="306" height="211" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Moderatorin Barbara Kolm (Hayek Institut), &#8220;Presse&#8221;-Redakteurin Rosemarie Schwaiger, Medienanwalt Gottfried Korn<br />
Foto: © Leimgruber</dd>
</dl>
</h4>
<p>Dokumentation:</p>
<p>Gesetzestext § 283 bisher:</p>
<p>1- Wer öffentlich auf eine Weise, die geeignet ist, die öffentliche Ordnung zu gefährden, zu einer feindseligen Handlung gegen eine im Inland bestehende Kirche oder Religionsgesellschaft oder gegen eine durch ihre Zugehörigkeit zu einer solchen Kirche oder Religionsgesellschaft, zu einer Rasse, zu einem Volk, einem Volksstamm oder einem Staat bestimmte Gruppe auffordert oder aufreizt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu bestrafen.<br />
2- Ebenso ist zu bestrafen, wer öffentlich gegen eine der im Abs. 1 bezeichneten Gruppen hetzt oder sie in einer die Menschenwürde verletzenden Weise beschimpft oder verächtlich zu machen sucht.</p>
<p>Gesetzestext § 283 neu:</p>
<p>1- Wer öffentlich zu Gewalt oder Hass oder auf eine Weise, die geeignet ist, die öffentliche Ordnung zu gefährden, zu einer sonstigen feindseligen Handlung gegen eine nach den Kriterien der Rasse, der Hautfarbe, der Sprache, der Religion oder der Weltanschauung, der Staatsangehörigkeit, der Abstammung oder<br />
nationalen oder ethnischen Herkunft, des Geschlechts, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung definierte Gruppe von Personen oder gegen ein Mitglied einer solchen Gruppe wegen dessen Zugehörigkeit zu dieser Gruppe auffordert oder aufreizt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu bestrafen.<br />
2- Ebenso ist zu bestrafen, wer öffentlich eine der in Abs. 1 bezeichneten Gruppen in einer die Menschenwürde verletzenden Weise beschimpft oder verächtlich zu machen sucht.</p>
<p>Weitere Beiträge zum Thema Presse- und Meinungsfreiheit:</p>
<p>- <a title="Terrorismus und Meinungsfreiheit" href="http://www.redakteur.cc/terrorismusbekaempfung/" target="_blank">Kommentar: Was macht einen Terroristen aus?</a></p>
<p>- <a title="Pressefreiheit braucht keine Fesseln" href="http://www.redakteur.cc/ojc-pressefreiheit-braucht-keine-fesseln/" target="_blank">Journalistenclub: Pressefreiheit braucht keine Fesseln</a></p>
<p>- <a title="Journalistische Unabhängigkeit und wirtschaftliche Zwänge" href="http://www.redakteur.cc/journalistische-unabhangigkeit-und-wirtschaftliche-zwange/" target="_blank">Kommentar: Journalistische Unabhängigkeit und wirtschaftliche Zwänge</a></p>
<p>- <a title="Verantwortung im Journalismus und Pressefreiheit" href="http://www.redakteur.cc/fur-verantwortung-im-journalismus-und-pressefreiheit/" target="_blank">Kommentar: Für Verantwortung im Journalismus UND Pressefreiheit</a></p>
<p>- <a title="Verbrechen und journalistische Verantwortung" href="http://www.redakteur.cc/verbrechen-und-journalistische-verantwortung/" target="_blank">Kommentar: Verbrechen und journalistische Verantwortung</a></p>
<p>- <a title="Bedrohung des Journalistenberufs" href="../deutscher-journalisten-verband-ortet-bedrohung-des-journalistenberufs/" target="_blank">Deutscher Journalistenverband ortet Bedrohung des Journalistenberufs</a></p>
<p>- <a title="Glaubwürdigkeit des Journalistenstandes" href="../glaubwurdigkeit-im-journalismus/" target="_blank">Journalisten sind Lügner, inkompetent und manipuliert</a></p>
<p>- <a title="Claus Gatterer Preis 2010" href="../claus-gatterer-preis-2010-geht-an-edith-meinhart/" target="_blank">Claus Gatterer Journalistenpreis geht an Edith Meinhart</a></p>
<p>- <a title="Tag der Pressefreiheit 2010" href="http://www.redakteur.cc/heute-ist-internationaler-tag-der-pressefreiheit/" target="_blank">Internationaler Tag der Pressefreiheit 2010</a></p>
<p>- <a title="Reporter ohne Grenzen hilft Journalisten in Not" href="http://www.redakteur.cc/reporter-ohne-grenzen-grundet-hilfe-fur-journalisten-in-not/" target="_blank">Reporter ohne Grenzen hilft Journalisten in Not</a></p>
<p>- <a title="Mut und Qualität im Journalismus" href="http://www.redakteur.cc/dpa-chef-fur-qualitat-im-journalismus/" target="_blank">dpa-Chef plädiert für Mut und Qualität im Journalismus</a></p>
<p>- <a title="Press Freedom Award" href="http://www.redakteur.cc/press-freedom-award-2010-fur-russland-ausgeschrieben/" target="_blank">Press Freedom Award für mutigen Journalismus in Russland ausgeschrieben</a></p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.redakteur.cc%2Fmeinungsfreiheit-in-gefahr%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.redakteur.cc/meinungsfreiheit-in-gefahr/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
