Mit ‘Weltuntergang’ getaggte Artikel

Sonntag, 23. Februar 2020, von Elmar Leimgruber

Analyse: Die All-Gegenwart der großen Depression

Was ist bloss los mit uns?

Eine Hiobsbotschaft nach der anderen, eine (politische) Panikattacke nach der anderen, ein Weltuntergangsszenario nach dem anderen.

Und damit meine ich nicht die immer realistischer wirkenden Kino-Blockbuster, sondern das reale Leben:

Der Eine führt eine Art Krieg: Zuallererst wir, dann vielleicht die anderen. Der Zweite führt sein Land raus aus der EU und ist auch noch stolz darauf. Der Dritte und der Vierte kochen ihr ganz eigenes nur ihnen selbst mundendes Süppchen innerhalb der EU. Und zudem mehren sich weltweit auch noch Naturkatastrophen und Virenerkrankungen…

Und in Österreich, wo  man jetzt eigentlich erfreut applaudieren müsste, dass schwarzblau Geschichte ist und so bald wohl auch nicht mehr wiederkommen kann, zerfliesst man an Selbstmitleid und Intrigen auf unterstem Sandkasten-Level nach dem Motto: “Du kleiner Werner: Ich weiss, der kleine Basti und du ihr liebt euch: ist schon ok. Aber du weisst schon, dass der böse ist: der spielt nur mit dir, weil es gut ist für ihn. Spiel doch lieber mit mir, der kleinen Beate oder mit der kleinen Pam, aber auf keinem Fall mit dem kleinen Norbert: wir sind viel lieber und besser für dich.

Dazu belastet uns in Österreich wirtschaftlich aktuell noch eine Industrie-Rezession, gefolgt von Arbeitsloskgeit. Und der Gesamtwirtschaft im EU-Raum scheints immer noch so miserabel zu gehen, dass mittlerweile seit Jahren die Zinsen im Minus sind, um das kranke Pflänzchen Konjunktur nicht gänzlich umzubringen.

Der Extremismus nimmt seit Jahren auf allen Seiten zu: nicht nur im Islamismus, sondern auch sowohl Linksextremismus (vor allem in Form von Denunziation, Blossstellung, Stigmatisierung und medialer Vernichtung) als auch Rechtsextremismus (der nicht mal vor Anschlägen zurückschreckt9: Dem zunehemnden Radikalismus auf allen Seiten müsste dringend Einhalt geboten werden.

Die medial weltweit hofierte Unglücksprophetin Greta Thunberg wirft uns seit Langem vor, dass sie unseretwegen keine Zukunft hat, obwohl sie -im Gegensatz zu anderen Kindern und Jugendlichen weltweit- in Wirklichkeit immer genügend zu essen, zu trinken, zu wohnen und zu reisen haben wird, also durch Wohlstand geadelt ist.Es gibt seit Langem einen Kampf gegen “Hass im Netz” und dabei gehts immer nur um die einen Täter und and die entsprechenden Opfer, während die anderen Täter und Opfer keiner Rede wert sind.

Zudem steht -entgegen allen anderen Beteuerungen- mit Sicherheit eine weitere Flüchtlingswelle an Europas Pforten und wartet sehnsüchtigst auf die Öffnung.

Und zu allem Überdruss: Die bisher angeblich eifrigsten Verfechter unserer Demokratie überlegen ernsthaft, rasch unsere Demokratie zu hinterfragen und “anzupassen”, sobald die Wahlergebnisse nicht mehr deren politischen Erwartungen entsprechen.

Und obwohl fast jeder “da oben”, der in einem warmen Sessel sitzt und meist auf Kosten der einfachen Steuerzahler ein Vielfaches von dem verdient, als dessen Verteidiger er sich nach aussen hin verkauft, genau weiss, dass seine Ideen und Visionen aus längst vergangenen Jahrzehnten niemals funktionieren könne  und dass er einer der ersten wäre, der für dieses System den Platz räumen müsste, fahren sie fort mit all ihrer destruktiven und zerstörerischen Politik, die niemals das Wohl aller Menschen (im eigenen Verantwortungsbereich und Land) im Blick hat, sondern Tabuisierung, Dramatisierung, Ideologisierung, Panikmache mit dem Ziel der totalen Gleichschaltung, der Blossstellung, Unterwerfung und Unterdrückung, Verhaftung und Ermordung aller andersdenkenden -weil eigenständig denkenden- Menschen.

Ja, genau darauf gehen wir zu: auf eine Zeit, in der wir durch die ständig neu allerorten projezierten Weltuntergangsszenarien sosehr in Orientierungslosigkeit und Angst und Panik verfallen, dass wir noch billigere Manipulationsopfer für Diktaturen jeglicher Farbe werden und einfach so funktionieren, wie uns einige Science Fiction-Filme schon das künftige Ziel ausgemalt haben.

Und dann wunderen wir uns noch, dass immer mehr Menschen in Europa, nicht nur in Frankreich, sondern unter anderem auch im deutschsprachigen Bereich einfach vollends die Nase voll haben und sich einfach nicht mehr “von denen da oben, die über all die öffentlich-rechtlichen Medien und die öffentliche Meinung über Gewerkschaften und NGOs beherrschen” bevormunden lassen. Und das ist gut so und zeugt von demokratischer Reife.

Ich hege daher für unsere Zukunft zwei Grundhoffnungen:

- Leben und verbreiten wir Zuversicht anstatt Angst! Möge es niemandem jemals gelingen, die Menschheit (in ihrer Gesamtheit) zu knechten und in eine Diktatur (egal ob rechts oder links) zu führen.

- Mögen in Zukunft alle Menschen in ihrem je eigenen Land in Würde und Freiheit leben, ohne dafür kämpfen zu müssen.

Ihr

Elmar Leimgruber

Donnerstag, 20. Dezember 2012, von Elmar Leimgruber

Gratis: “End Of Days” by elmadon, der Soundtrack zum Weltuntergang

Morgen, Freitag, 21.12.2012,  widerfährt uns ja bekanntlich (wers glaubt) der Weltuntergang. Wer nicht daran glaubt, bekommt hier die Begründungen geliefert, dass er mit seiner Meinung richtig liegt. Und gerade in Österreich wissen wir seit dem Jahr 1833 (!) mit Sicherheit: “Die Welt steht af kan Fall mehr lang” (der vollständige Text dazu ist hier abrufbar).

Manche haben sich Survival Kits und Ähnliches gekauft und hoffen nun, dass sie “Auserwählte” sind, welche verschont bleiben und dass der Doomsday an ihnen vorübergehen wird.

Falls die Welt aber tatsächlich untergehen sollte, dann bezweifle ich sehr, dass irgendwelche Kits oder welche materiellen Vorbereitungen auch immer sie verschonen werden: Sonst wäre es ja kein Weltuntergang. Aber jedem sei sein Weltuntergang gegönnt…

Manch andere aber haben sich vorgenommen, am 21.12.2012 genüsslich in geselliger Runde Roland Emmerichs Katastrophenfilm “2012″ anzusehen und sich des Lebens zu freuen.

Für alle, wirklich alle, die bietet das junge Wiener Musiklabel elmadonmusic ausschlißlich am Tagen des Weltuntergangs, am 21.12.2012, einen ganzen Tag lang die Möglichkeit -aus welchen Gründen auch immer (aus Begeisterung über den Weltuntergang oder darüber, dass er nicht stattfindet oder einfach aus Freude an guter neuer Musik)- den brandneuen düsteren (also dem Tag entsprechenden)  Song “End Of Days (Doomsday)” von elmadon in der Preview-Edition vollkommen kostenlos downzuloaden.

Ich will ja nicht am Weltuntergang verdienen: Ich nicht.

Wer den Song jetzt schon in voller Länge anhören möchte, unter anderem, um ihn sicherheitshalber bereits gehört zu haben, falls es am Freitag doch zum Weltuntergang kommt: Bittesehr: hier ist er in voller Länge: Viel Freude damit:-)
Über diesen Link (klick) ist der Song dann auch am ganzen Freitag 21.12.2012 (und nur dann) kostenlos downloadbar.

 

 

Sonntag, 25. November 2012, von Elmar Leimgruber

2012 und das Ende der Welt


Am 21. Dezember 2012 findet der Weltuntergang statt. Und die zunehmenden Naturkatastrophen (Erdbeben, Vulkanausbrühe, Sturmfluten, Tornados…), verbunden mit dem Klimawandel und den zahlreichen Kriegen und Hungersnöten in der Welt belegen dies auch. Davon sind viele Menschen weltweit -auch bezugnehmend auf Nostradamus und vor allem auf einen Maya-Kalender- überzeugt.

Natürlich wird es den Weltuntergang, den “End Of Days” geben: Irgendwann. Aber dass dies zu unseren Lebzeiten geschieht, ist um ein Vielfaches unwahrscheinlicher als dass es erst in Millionen oder Milliarden von Jahren passieren wird. So betrachtet ist natürlich Vieles bei der diesbezüglichen Panikmache nichts als ein lukratives Geschäft mit der Angst.

Gewiss ist die Apokalypse sogar biblisch vorhergesagt. Doch es steht da genauso geschrieben, dass  kein Mensch weder den Tag noch die Stunde weiß, wann das geschehen wird. Dies sollten auch gewisse christliche Kreise ernstnehmen, die sonst auch immer so genau hinschauen, was geschrieben steht. Weltuntergangs-Prognosen gabs zu allen Zeiten (und wird es vermutlich auch immer geben) und -seien wir beruhigt- trotzdem ist er bislang niemals geschehen, der letzte Tag. Und -das mag jetzt besonders auf Aberglaube Ansprechende schockieren-: dass am 21.12.2012 die Welt untergeht, glauben nicht einmal die Maya selbst. Den Planeten Nibiru, der zum selben Zeitpunkt mit der Erde kollidieren soll, gibt es -wissenschaftlich betrachtet- nicht, und auch Polsprünge, Sonnenstürme oder die Prophezeiungen des Nostradamus werden im Dezember nicht zum Ende der Welt führen.

Alle diese Szenarien gehen vor allem auf den Erfindungsreichtum westlicher Esoteriker zurück, wobei die aktuell zu beobachtende “apokalyptische Lagerfeueratmosphäre” für einzelne Personen durchaus gefährliche Züge aufweisen kann. Das war der Tenor eines von der österreichischen Bundesstelle für Sektenfragen initiierten Vortragsabends letzthin in Wien.

“Man wird am 22.12.2012 nicht aufwachen und die Kompassnadel zeigt nach Süden”, klärt der renommierte Buchautor und Wissenschaftsjournalist Bernd Harder in seinem Versuch auf, verschiedene Endzeitszenarien für das Jahr 2012 wie den angeblichen Polsprung aufzuzeigen und wissenschaftlich zu widerlegen. Wichtig ist für den Skeptiker vor allem, dass man, bevor man nach Erklärungen sucht, schauen muss, ob die zugrunde liegenden Behauptungen überhaupt stimmen. Als Beispiel dazu führt er die fälschlicherweise angenommene Zunahme von Erdbeben an, die sich auf die steigende Anzahl von Messstationen zurückführen lassen.

Auch den Endzeitmythos um das Ende des Maya-Kalenders weiß Harder zu entkräften. Denn wie jeder Kalender zeigt auch das komplizierte Kalendersystem der Mayas “nur” Tage an und prophezeit nichts: “Der Adventkalender ist der einzige Kalender der endet.” Der Weltuntergang 2012 gründet nicht auf uralten Weissagungen, sondern auf den Ideen westlicher Esoteriker. An diesen stört Harder vor allem die Passivität, dass alles von außen kommen soll: “Wenn sie die Welt verändern wollen, sollen sie bei sich selbst anfangen.”

Beispiele und Erklärungen für die Faszination und Attraktivität des Themas Weltuntergang lieferte die Psychologin und Psychotherapeutin Ulrike Schiesser und stellte klar, dass es vor allem um Emotionen geht. Aus ihrer Beratungsarbeit an der Bundesstelle weiß sie auch, dass sich Erwachsene, die sich Sorgen machen, verstärkt in Internetforen treffen, Vorräte anhäufen oder sich nach alternativen Energiequellen umschauen. Beunruhigend kann das Spiel mit dem kleinen Schaudern dabei auch besonders für Kinder sein.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Geschäft mit der Apokalypse. “Das Internet ist eine Spielwiese der Weltuntergangsprophezeiungen und der dahinterstehende Industriezweig sehr aktiv”, so die Mitarbeiterin der Bundesstelle für Sektenfragen. Von Rasenmähern bis zu Tickets für die rettende Arche könne man auf sogenannten “Survival-Seiten” so ziemlich alles kaufen, um für den Untergang gerüstet zu sein. “Besinnliche Endzeitstimmung in jedes Wohnzimmer” bringt dann noch der “Maya-Adventkalender”, der bis zum 21.12. für jeden Tag ein kleines Katastrophenszenario bietet.

Dass die Aussicht auf einen Weltuntergang in so gut wie allen Religionen existiert, berichtete der Religionswissenschafter Franz Winter. Vor dem Hintergrund des Klassiker-Szenarios der Sintflut und hinduistischen Traditionen stellte der Religionsexperte und Mitarbeiter der Bundesstelle dem linearen Verlauf der Welt den
zyklischen gegenüber. Zwar befindet sich die Welt in der hinduistischen Kosmologie momentan im Zeitalter des Verfalls und Verderbens, dem letzten von vier Zeitaltern, aber auf das goldene wird man wohl noch warten müssen: nämlich genau 426.987 Jahre (so zumindest nach einem bekannten Berechnungsmodell).

Die Bundesstelle für Sektenfragen bietet sachliche Informationen und individuelle Beratung zum Themenbereich “sogenannte Sekten” und Weltanschauungsfragen. Dazu gehören unter anderem alternative religiöse Bewegungen, Esoterik, Guru-Bewegungen oder Satanismus. Sie agiert als zentrale Anlaufstelle sowohl für Privatpersonen, als auch für Institutionen und staatliche Einrichtungen. Die Schwerpunkte liegen auf objektiver Information und Dokumentation sowie der kostenlosen und vertraulichen Beratung von Betroffenen, Angehörigen und Bezugspersonen. Die Bundesstelle ist konfessionell ungebunden und weltanschaulich neutral.