Mit ‘Weltkulturerbe’ getaggte Artikel

Dienstag, 3. Juli 2012, von Elmar Leimgruber

UNESCO benennt 26 neue Welterbestätten

Das Welterbekomitee der UNESCO hat auf seiner 36. Tagung in St. Petersburg insgesamt 26 Stätten neu in die Liste des Welterbes (Weltkulturerbe) aufgenommen, darunter aus Deutschland das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth, aus Brasilien die Kulturlandschaft Rio de Janeiro und aus Iran die Jame-Moschee in Isfahan. Damit stehen nun weltweit 962 Stätten auf der UNESCO-Welterbeliste: 745 Kulturerbestätten und 188 Naturerbestätten, 29 Stätten zählen sowohl zum Kultur- als auch zum Naturerbe.

Erstmals sind die Republik Kongo, Palau, Palästina und Tschad in der Liste vertreten. In diesem Jahr lagen dem Welterbekomitee 33 Nominierungen vor. Die Geburtskirche Jesu Christi in Palästina wurde wegen ihres schlechten Erhaltungszustands gleichzeitig in die „Liste des gefährdeten Welterbes“ aufgenommen.

Vier weitere Stätten hat das Komitee als „besonders gefährdet“ eingestuft: die historische Hafenstadt Liverpool in Großbritannien, die Moscheen, Mausoleen und Friedhöfe von Timbuktu und das Grabmal von Askia in Mali sowie die Festungen Portobello und San Lorenzo an der karibischen Küste in Panama. Zwei Stätten wurden von der Liste des bedrohten Welterbes gestrichen: die Festung und Shalimar-Gärten in Lahore, Pakistan, und die Reisterrassen in den philippinischen Kordilleren. Auf der Liste des gefährdeten Welterbes stehen jetzt insgesamt 38 Stätten.

Die UNESCO-Welterbekonvention ist seit 40 Jahren das international bedeutendste Instrument, das von der Völkergemeinschaft zum Schutz des Kultur- und Naturerbes beschlossen wurde. Seit 1972 haben den Vertrag 189 Staaten unterzeichnet, wovon 157 auf der Welterbeliste repräsentiert sind. Kriterien für die Anerkennung als UNESCO-Welterbe sind unter anderem der außergewöhnliche universelle Wert der Stätte sowie ein Managementplan, der den Erhalt für zukünftige Generationen sicherstellt.

Die 20 neuen Kulturerbestätten im Detail:

  • Bahrain: Perlenzucht als Zeugnis einer Inselökonomie
  • Belgien: Bedeutende Orte des wallonischen Bergbaus
  • Brasilien: Kulturlandschaft Rio de Janeiro
  • China: Xanadu – ehemalige Hauptstadt des Mongolenherrschers Kublai Khan
  • Côte d’Ivoire: Historischer Stadtkern von Grand-Bassam
  • Deutschland: Markgräfliches Opernhaus Bayreuth
  • Frankreich: Bergbaugebiet Nord-Pas de Calais
  • Indonesien: Kulturlandschaft auf Bali: das Subak-System als Manifestation der Tri Hita Karana-Philosophie
  • Iran: Jame-Moschee in Isfahan
  • Iran: Mausoleum Gonbad-e Qābus
  • Israel: Stätten der menschlichen Evolution im Karmel-Gebirge
  • Kanada: Kulturlandschaft Grand Pré
  • Malaysia: Archäologische Stätten im Lenggong-Tal
  • Marokko: Rabat – moderne Hauptstadt mit historischem Kern
  • Palästina: Geburtskirche Jesu Christi und Pilgerweg in Bethlehem
  • Portugal: Garnisonsstadt Elvas und ihre Befestigungsanlage
  • Schweden: Holzbauernhäuser in der Provinz Hälsingland
  • Senegal: Kulturlandschaften der Bassari, Fula und Bedik
  • Spanien/Slowenien: Historische Stätten der Quecksilbergewinnung: Almadén und Indrija
  • Türkei: Neolithische Stätte Çatalhöyük

Die fünf neuen Naturerbestätten:

  • China: Fossilienfundstätte von Chengjiang
  • Indien: Westghats-Gebirge
  • Kongo (Republik), Kamerun, Zentralafrikanische Republik: Sangha Tri-Nationalpark
  • Russland: Naturpark Lena-Felsen
  • Tschad: Seenlandschaft von Ounianga

Eine neue Kultur- und Naturerbestätte:

  • Palau: Südliche Lagune der Rock Islands
Freitag, 9. September 2011, von Elmar Leimgruber

Donau-Uni lädt Journalisten nach Krems

Donau-Universität Krems Altgebäude
Foto: Suzy Stöckl

Ein Problem nach dem Studium oder im Berufsleben ist auch jener „Alltag“, der daran hindert, sich beruflich auch weiter forzubilden. Die Donau-Universität Krems in Österreich ist als „Europas einzige staatliche Universität für Weiterbildung“ vor allem auf diese Zeit nach dem Studium focussiert und bietet daher „Lebenslanges Lernen als Herausforderung“ und dies „lebensbegleitend“ an. Um auch Journalisten einen Einblick in ihre postuniversitäre Tätigkeit zu gewähren, bietet die Donau-Uni nun Journalisten zu einer Recherchereise nach Krems ein.

Biomedizinisches Labor der Donau-Uni Krems
Foto: Christof Lackner

Im Rahmen ihres Medien-Dialog-Programms lädt die Donau-Universität Krems vom 27. bis 28. September 2011 Redakteure und freie Journalisten aus den Ressorts Bildung und Wissenschaft zu einer Recherchereise nach Krems ein, um mehr über universitäre Weiterbildung im Kontext der „Lebenslanges Lernen-Strategie“ zu erfahren und einen Einblick in Lehre und Forschung der Universität zu erhalten. Waren beim Start des universitären Weiterbildungszentrums 1995 93 Studierende eingeschrieben, bilden sich heute mehr als 5.000 aus 70 Ländern weltweit an der Kremser Universität weiter.

Neben Gesprächen mit Professoren und Projektleitern steht auch eine Führung durch die Labore des Zentrums für Biomedizinische Technologie auf dem Programm. Es zählt (nach eigenen Angaben) zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen zum Thema Blutreinigung. Außerdem ist ein Besuch im Lichtlabor des Departments für Bauen und Umwelt vorgesehen. Das optionale Rahmenprogramm umfasst unter anderem eine Exkursion in das Weltkulturerbe Wachau. Reise- und Aufenthaltskosten übernimmt die Universität im Rahmen ihres Medien-Dialog-Programms.  Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen werden via Email bis 15. September entgegengenommen.