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Dienstag, 6. Dezember 2011, von Elmar Leimgruber

Und der Bozner Flughafen wird doch größer

Entgegen Bedenken von Umweltschützern und betroffenen Gemeinden (siehe entsprechenden Bericht mit Kommentar) hat die Südtiroler Landesregierung die Verlängerung der Start- und Landebahn des Bozner Flughafens beschlossen. Der vorgesehene Masterplan zur Flughafenentwicklung sieht eine Anpassung der Länge der Start- und Landebahn sowie der Sicherheitsstreifen vor. Beschlossen wurde zudem, dass künftig drei Linien den Südtiroler Flughafen zu erschwinglichen Preisen international anbinden und möglichst umweltfreundliche Flugzeuge landen sollen.

Um in Folge einer entsprechenden Neuausschreibung der Betriebs-Konzession durch die staatliche Flugbehörde ENAC für den Bozner Flughafen nicht „jeden Einfluss auf den Flughafen zu verlieren“,  habe die Landesregierung sich bei die Anpassung des Flughafens an die neuen Bestimmungen für einen Flughafen der Kategorie 2C entschieden, begründete Südtirols Landeshauptmann Luis Durnwalder die Entscheidung im Anschluss an die Landesreagierungssitzung:

„Wir haben uns für die zweite Alternative entschieden und das Flughafenentwicklungskonzept gutgeheißen, mit dem wir uns um eine Verlängerung der Betriebskonzession bewerben“, so Durnwalder. Konkret sieht das Konzept vor, dass die aktuelle Start- und Landebahn von 1296 Metern auf eine nutzbare Länge von 1431 Metern gebracht wird.

Im Zuge der Entwicklung des Flughafens werde das Land neue Linien ausschreiben. „Wir wollen in jedem Fall die vier Flüge nach Rom beibehalten, dazu sollen Verbindungen mit Wien und eventuell Frankfurt kommen“, so Durnwalder. Anliegen der Landesregierung ist, dass diese Flüge zu erschwinglichen Preisen angeboten werden. „Wir denken an etwa 200 Euro“, so der Landeshauptmann. Auch in der Ausschreibung verankert werde die Nutzung möglichst umweltfreundlicher Flugzeuge. Darüber hinaus soll die Belastung nicht steigen: „Wir werden dafür sorgen, dass das Plus an Starts und Landungen der Linienflüge durch ein Minus bei der Sportfliegerei ausgeglichen wird“, erklärt Durnwalder. Und auch für eine weitere Reduzierung der Militärflüge werde man sich einsetzen.