Mit ‘Pressefotografie’ getaggte Artikel

Montag, 16. April 2012, von Elmar Leimgruber

Nationalbibliothek und APA kooperieren

Im Bild (v.l.): Klemens Ganner (Geschäftsführer APA-PictureDesk), Konrad Tretter (Geschäftsführer APA), Johanna Rachinger (Generaldirektorin Österreichische Nationalbibliothek) und Hans Petschar (Direktor Bildarchiv und Grafiksammlung der ÖNB)
Foto: APA/Herbert Neubauer

Die Wissenschaft in Österreich ist künftighin um ein Archiv reicher: Die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) und die Austria Presse Agentur (APA) schließen eine Kooperation zur systematischen Sammlung und Archivierung historischer und gegenwärtiger Pressefotografie in Österreich. Diese einzeigartige Kooperation präsentierten Hans Petschar, Direktor von Bildarchiv und Grafiksammlung der ÖNB und Klemens Ganner, Geschäftsführer APA-PictureDesk bei der „International Newspaper Conference“ in Paris unter dem Thema „Archiving the Press Photo at the National Library of Austria“.

Ziel ist es, aktuelle Pressefotos der APA über das Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig mit der Archivierung des APA-Materials wurde vereinbart, dass APA-PictureDesk die Bestände der ÖNB nun auch international anbieten kann. Derzeit stehen 236.000 ÖNB-Bilder in der Datenbank zur Verfügung. „Historische Bildbestände waren schon bis dato ein Schwerpunkt in der Bilddatenbank auf www.picturedesk.com – nun können wir auch Kunden auf internationaler Ebene servicieren“, betont Ganner.

„Als erste Nationalbibliothek weltweit beginnen wir mit der systematischen Sammlung zeitgenössischer Pressefotografie eines Landes“, freut sich Johanna Rachinger, Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek. Monat für Monat werden aus der aktuellen Produktion der APA-Bildredaktion jene Bestände von
Expertinnen und Experten der ÖNB ausgewählt und archiviert, die auch noch in 100 Jahren ein lebendiges und vielfältiges Bild des öffentlichen Lebens in Österreich vermitteln werden. Konrad Tretter, Geschäftsführer der APA, ergänzt: „Wir freuen uns über die Vertiefung der Zusammenarbeit – seit 2008 vertreibt die Bildagentur
APA-PictureDesk das ÖNB-Bildmaterial in Österreich. Diese Erweiterung stellt aus unserer Sicht ein sehr gelungenes Beispiel für eine ‚Public-Private Partnership‘ dar.“

Einen Bogen zur Geschichte schlägt Petschar: „Mit der Archivierung und Zugänglichmachung des umfangreichen APA-Fotoarchivs von 1985 bis zur Gegenwart schließen wir mit einem Schlag eine historische Lücke in der Bilddokumentation des ausgehenden 20. Jahrhunderts und des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts. Die systematische Sammlung der aktuellen Pressefotografie eröffnet eine völlig neue Dimension der Bilddokumentation Österreichs in der Österreichischen
Nationalbibliothek.“

Mittwoch, 1. Februar 2012, von Elmar Leimgruber

Journalistenclub startet umfassende Lehrredaktion

Mit einer Lehrredaktion für alle Medienbereiche startet der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) erstmals in Österreich „eine ganzheitliche außeruniversitäre Journalistenausbildung. Im Rahmen seiner Journalismus & Medien Akademie unter dem Titel „Journalismus 2020“ werden angehende Journalistinnen und Journalisten ab dem Wintersemester 2012/13 in einem zweisemestrigen Kurs von renommierten Journalisten in allen journalistischen Bereichen (Print, Hörfunk, Fernsehen und Multimedia) praxisnah unterrichtet werden.

Aufnahmebedingung ist das Bestehen des ÖJC-Assessment-Centers. Die Lehrveranstaltungen umfassen während der zweisemestrigen Dauer insgesamt 238 Unterrichtseinheiten, wobei eine abendliche Lehrveranstaltung mit vier Unterrichtseinheiten pro Woche plus jeweils ein Wochenende pro Monat als zweitägige Blockveranstaltung angeboten werden. Der Zeitplan orientiert sich an der Semestereinteilung der österreichischen Universitäten. Die Kosten betragen 890 Euro pro Semester. Die Studierenden an der Journalismus & Medien Akademie des ÖJC erhalten nach Abschluss der Ausbildung und nach Bestehen einer kommissionellen Prüfung ein Zertifikat.

In der Ausbildung geht es laut ÖJC nicht nur um den Erwerb von Grundkenntnissen der Abläufe in der Massenkommunikation und der Struktur und Organisation unterschiedlichster Medien, sondern sie erwerben vor allem berufsspezifische Fachkompetenz. Unterrichtsfächer sind u.a. Mediengeschichte, Verlagswesen, sowie Medien- und Urheberrecht, vor allem aber eine Schreibwerkstatt, in der von Print, Radio und TV über Pressefotografie bis zu Unternehmenskommunikation sämtliche journalistischen Darstellungsformen geübt werden. Dabei entstehen „echte“ Medien, die später als Vorzeigeprodukte der Kursteilnehmer dienen.

Dieses Bildungsangebot ist laut ÖJC für alle interessant, die an einer fundierten und vielseitigen journalistischen Grundausbildung interessiert sind. Überdies stellt die Lehrredaktion des ÖJC eine Chance für jene Studienanfänger dar, welche die Eingangsphase in einem mediennahen Studienzweig nicht geschafft haben und folglich für dieses Fach an der jeweiligen Universität für ihr weiteres Leben gesperrt sind. Der Lehrgang kann aber auch berufsbegleitend besucht werden. Das kommt unter Umständen dann in Frage, wenn jemand einen Umstieg etwa von Print zu TV erwägt und sich rechtzeitig ein fundiertes Fachwissen aneignen möchte. Weitere Informationen: Journalismus & Medien Akademie des ÖJC, Blutgasse 3, 1010 Wien, Mail: office@oejc.at

Montag, 16. Januar 2012, von Elmar Leimgruber

Pressefotopreis „Objektiv 2012“ ausgeschrieben

Canon und APA prämieren auch 2012 wieder die besten Pressebilder des Jahres: Zum siebenten Mal schreiben Canon Österreich und die APA – Austria Presse Agentur 2012 den renommierten nationalen Fotopreis „Objektiv“ aus. Pressefotografinnen und -fotografen sind aufgerufen, ihre spannendsten, ausdrucksstärksten und ideenreichsten Arbeiten einzureichen und sich für den Objektiv 2012 zu bewerben. Einsendeschluss ist der 1. April 2012. Einreichungen sind ausschließlich über die Online-Plattform http://einreichungen2012.objektiv-fotopreis.at möglich.

Die Fotos müssen zwischen 1. April 2011 und 31. März 2012 in einem österreichischen Medium (Print, Online oder Agentur) veröffentlicht worden sein. Der mit insgesamt 24.000 Euro Warenwert dotierte Preis hat das Ziel, auf die hervorragende Qualität heimischer Pressefotografie aufmerksam zu machen, und rückt die Menschen hinter den Kameras in den Fokus.

Objektiv 2011-Gewinner: (v.l.n.r.:) Stephan Boroviczeny (Gewinner Wirtschaft), Andreas Reichart (Gewinner Sport), Heinz Stephan Tesarek (Gewinner Chronik, Fotoserien sowie Gesamtsieger), Roland Schlager (Gewinner Innen- und Außenpolitik), Erich Reismann (Gewinner Kunst und Kultur).
FOTO: APA/Ludwig Schedl

Die Bilder werden nach inhaltlicher Aussagekraft sowie nach ästhetischen, technischen und gestalterischen Qualitätsstandards beurteilt und im Zuge eines anonymisierten Verfahrens bewertet. Gekürt werden Siegerinnen und Sieger in den Kategorien Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Chronik, Kunst und Kultur, Sport und Fotoserien.

Die Jury 2012 besteht aus langjährigen Medien- und Fotografieprofis und wird 2012 u.a. durch den legendären Pressefotografen Erich Lessing, die Standard-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid, die stv. News-Chefredakteurin Corinna Milborn sowie dem Bildarchivdirektor der Österreichischen Nationalbibliothek, Hans Petschar, unterstützt.

Im Juni 2012 werden die besten Bilder im Rahmen einer Veranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt sowie auf www.objektiv-fotopreis.at publiziert. Die prämierten Werke werden zudem gemeinsam mit der Ausstellung des unabhängigen „World Press Photo Award“ in Österreich präsentiert sowie in weiteren Ausstellungen quer durch das Land zu sehen sein. Die österreichische Nationalbibliothek übernimmt die Siegerfotos in ihre Bildarchive, womit diese für nachfolgende Generationen zu Dokumentations- und Recherchezwecken bewahrt bleiben.