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Sonntag, 29. September 2013, von Elmar Leimgruber

Heute ist Welt-Herz-Tag

Herz-Kreislauferkrankungen sind die Todesursache iNummer 1 in Österreich, ja in ganz Europa. Im Vorjahr waren 42,7 Prozent der Todesfälle in Österreich darauf zurückzuführen. Und nur eine nachhaltige Änderung des Lebensstils minimiert die Risikofaktoren. Darauf weist die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse (NÖGKK) hin und bietet anlässlich des heutigen Welt-Herz-Tags Tips für eine gesunde Lebensweise an.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass man mit den richtigen vorbeugenden Maßnahmen die Hälfte der Todesfälle verhindern kann, die auf Herz-Kreis-lauferkrankungen zurückzuführen sind. „Tun Sie etwas für Ihr Herz“, appelliert NÖGKK-Chefarzt-Stv. Christoph Holzer: „Zu den größten Risikofaktoren gehören Bluthochdruck, Rauchen, Bewegungsmangel, Übergewicht, Veränderungen im Fettstoffwechsel, Diabetes mellitus oder übermäßiger Alkoholkonsum“: Zu viel Alkohol setzt dem Herzen zu. Keine Kompromisse darf es bei der Zigarette geben: Mit dem Rauchen sollte man überhaupt aufhören, erklärt der Arzt:

„Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung spielt beim Kampf gegen den Herztod eine wichtige Rolle. Vor allem die mediterrane Kost mit viel Gemüse und Obst sowie Fisch und Olivenöl senkt das Herzinfarktrisiko.“ Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems würden zudem fälschlicherweise oft als „männliches Problem“ gesehen. Gerade die Statistiken der vergangenen Jahre würden jedoch beweisen, dass auch immer mehr Frauen daran sterben.

Allein in Niederösterreich sind 2012 mehr als 7000 Menschen an den Folgen von Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall gestorben. Von Herzinsuffizienz (Herzschwäche) sind 60 000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher betroffen.

NÖGKK-Tipps für mehr Herzgesundheit:

– Stellen Sie Ihren Speiseplan um und achten Sie auf eine gesunde Ernährung. Essen Sie täglich fünf Portionen Gemüse oder Obst. Eine ballaststoffreiche Kost ist kalorienarm und reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Gönnen Sie sich mehr Fisch und reduzieren Sie Fleisch.

– Tauschen Sie ein bisschen Blut gegen wichtige Informationen. Lassen Sie Ihre Blutfettwerte kontrollieren und sich im Falle erhöhter Werte vom Arzt behandeln. Das richtige Fett hilft bei der Vermeidung arteriosklerotischer Veränderungen. Verwenden Sie deshalb pflanzliche Öle wie Raps- oder Olivenöl. Sie sind reich an (guten) ungesättigten Fettsäuren. Vermeiden Sie möglichst Transfettsäuren, die häufig in industriell gefertigten Nahrungsmitteln vorkommen.

– Übergewicht ist gefährlich: Nehmen Sie ab und schränken Sie zusätzlich den Alkoholkonsum ein. Der Body-Mass-Index (BMI)  sollte unter 25 liegen. Die Reduktion von alkoholischen Getränken hat einen positiven Effekt auf den Blutdruck.

– Bluthochdruck ist ein Risikofaktor für die Entstehung von Arteriosklerose und Herzinsuffizienz. Lassen Sie deshalb den Blutdruck messen. Wiederholte Werte über 140/90 mmHg deuten auf Bluthochdruck hin.

– Sagen Sie der Zigarette ade und geben Sie das Rauchen auf! Nikotinkonsum ist einer der Hauptrisikofaktoren für eine Herz-Kreislauferkrankung. Hilfe und umfassende Beratung erhalten Sie beim von der NÖGKK betriebenen Rauchertelefon unter der Nummer 0810 810 013 (max. 10 Cent/Minute) oder auf www.rauchertelefon.at

– Vorsicht, Zuckerkranke mit Typ-2-Diabetes haben ein höheres Infarktrisiko. Lassen Sie deshalb von Ihrem Hausarzt die Blutzuckerwerte genau einstellen. Hilfe für Betroffene bietet das Krankenkassen-Gesundheitsprogramm „Therapie Aktiv – Diabetes im Griff“. Mehr Informationen erhalten Sie von Ihrem Arzt und unter www.noegkk.at bzw. www.therapie-aktiv.at

– Keine Hektik. Vermeiden Sie Stress oder versuchen Sie, ihm ein Ventil zu geben. Gönnen Sie sich eine Auszeit – nicht nur Ihr Herz wird es Ihnen danken.

– Bleiben Sie in Bewegung. Tun Sie etwas für Ihre Fitness, aber übertreiben Sie es nicht. Regelmäßige Bewegung verbessert den Fettstoffwechsel, senkt Übergewicht und Blutdruck und hilft, den Blutzucker zu normalisieren. So schaffen Sie es, mehrere Risikofaktoren gleichzeitig zu minimieren.

Freitag, 6. September 2013, von Elmar Leimgruber

Mit Südtiroler Verdienstorden ausgezeichnet: Edmund Stoiber, Wolfgang Schüssel, Michael Häupl und Erwin Pröll

Zwölf Persönlichkeiten sind nsind am 5. September 2013 auf Schloss Tirol bei Meran in Südtirol mit dem Großen Verdienstorden des Landes Südtirol ausgezeichnet worden. Zu den Neugekürten gehören unter anderem Österreichs ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, Bayerns ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber, die Ex-Landeshauptleute aus Tirol, der Steiermark und dem Trentino Wendelin Weingartner, Waltraud Klasnic und Lorenzo Dellai, Wiens Bürgermeister Michael Häupl und Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll.

„Sie sind Beispiele dafür, dass Südtirol immer auf Freunde zählen konnte, auch in Zeiten, als es uns nicht gut ging“, erinnerte Landeshauptmann Luis Durnwalder bei der Verleihung. Der Große Verdienstorden ist die höchste Auszeichnung, die Südtirol an seine Freunde im Ausland verleihen kann. Der Preis wird stets am 5. September, dem Jahrestag der Unterzeichnung des Pariser Vertrags, verliehen.

Der ranghöchste unter den heutigen Geehrten war Wolfgang Schüssel, von 2000 bis 2007 Bundeskanzler der Republik Österreich und seit 2007 Abgeordneter zum Nationalrat. Schüssel habe sich als Außenminister und Kanzler stets schützend vor Südtirol gestellt und sich immer offen für die Vorstellungen der Südtiroler gezeigt. „Wolfgang Schüssel hat immer ein gutes Wort für uns in Rom eingelegt, hat durch sein Verhandlungsgeschick viel für Südtirol herausgeschlagen“, erklärte der Landeshauptmann.

Mit Edmund Stoiber konnte Landeshauptmann Durnwalder heute zudem einen ehemaligen Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern (1993 bis 2007) mit dem Großen Verdienstorden des Landes Südtirol auszeichnen. „Edmund Stoiber ist ein Vorbild für uns, weil er ein Bayern geschaffen hat, das offen fürs Neue ist, ohne seine Wurzeln dafür aufzugeben“, so der Landeshauptmann. Auch dank der Schützenhilfe der Bayern sei es Südtirol darüber hinaus gelungen, für seine Anliegen auf europäischer Ebene Gehör zu finden.

Die (in strikter alphabetischer Reihenfolge vorgenommene) Ehrung von Wendelin Weingartner bildete heute den Abschluss der Feier zur Verleihung des Großen Verdienstordens des Landes Südtirol auf Schloss Tirol. Weingartner ist in Südtirol alles andere als ein Unbekannter, war er doch von 1993 bis 2002 Landeshauptmann des Bundeslandes Tirol und ist auch heute noch regelmäßig in Südtirol unterwegs. Er werde sich stets an den Moment erinnern, in dem er gemeinsam mit Weingartner den Grenzbalken am Brenner entfernt habe: „Das war der schönste Tag in meiner politischen Laufbahn“, so der Landeshauptmann, der an weitere gemeinsame politische Kämpfe erinnerte: an die Gründung der Uni Bozen, den Brennerbasistunnel und nicht zuletzt die Euregio, die bereits unter Weingartner auf den Weg gebracht worden sei.

Auch einen langjährigen Wegbegleiter konnte Landeshauptmann Durnwalder heute mit Lorenzo Dellai auszeichnen, seit Frühjahr Kammerabgeordneter in Rom, von 1999 bis 2012 aber Landeshauptmann des Trentino und als solcher eine der treibenden Kräfte hinter der Gründung der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino. „Ich hatte das Glück, mit Dir zusammenarbeiten zu dürfen: einem überzeugten Autonomisten, einem guten Verwalter und verlässlichen Freund“, so der Landeshauptmann, der betonte, dass es auch dank des Verständnisses Dellais gelungen sei, Kompetenzen von der Region an die beiden Länder zu delegieren und so auch wichtige Geldmittel einzusparen: „Ohne das Trentino wäre dies nie möglich gewesen“, so Durnwalder.

Noch im Amt (und das immerhin seit 1994) ist Michael Häupl, Bürgermeister der Stadt und Landeshauptmann des Landes Wien, der seit heute auch zu den Trägern des Großen Verdienstordens des Landes Südtirol zählt. Häupl regiere in einem der wichtigsten „Bezugspunkte, so etwas wie der heimlichen Hauptstadt“ der Südtiroler und habe seine Stadt stets für Südtirol geöffnet, betonte Durnwalder bei der heutigen Ordensverleihung.

Als einziger nicht zur Verdienstordensverleihung erscheinen konnte Niederösterreichs Langzeit-Landeshauptmann Erwin Pröll. Pröll hat sein Amt seit 1992 inne und ist damit der dienstälteste amtierende Landeshauptmann Österreichs. Seit Amtsantritt habe es eine enge Zusammenarbeit zwischen Südtirol und Niederösterreich gegeben, viele Impulse seien von diesem Bundesland für Südtirol ausgegangen, so Durnwalder heute bei der Verleihungs-Feier.

Mit Waltraud Klasnic konnte Landeshauptmann Durnwalder heute eine weitere ehemalige Amtskollegin mit dem Großen Verdienstorden auszeichnen. Klasnic war von 1996 bis 2005 „Frau Landeshauptmann“ des Bundeslandes Steiermark und sei als solche stets aufgeschlossen für die Zusammenarbeit mit Südtirol gewesen, so der Landeshauptmann. Die Steiermark habe vor allem in Forschung und Entwicklung schneller aufgeschlossen, als dies Südtirol getan habe: „Auch deshalb haben wir uns viel von der Steiermark abgeschaut“, so Durnwalder.

Gleich zwei deutschen Bundesländern stand dagegen Bernhard Vogel als Ministerpräsident vor. Von 1976 bis 1988 war Vogel, dessen Bruder Hans Jochen übrigens auch schon mit dem Großen Verdienstorden des Landes Südtirol ausgezeichnet worden war, Ministerpräsident des Bundeslands Rheinland-Pfalz, von 1992 bis 2003 übte er dieses Amt in Thüringen aus. „Man hat mit Bernhard Vogel immer unkompliziert zusammenarbeiten können, obwohl er von Amts wegen keinen direkten Bezug zu unserem Land gehabt hätte“, so Durnwalder. Unter Vogel seien zahllose Kontakte zwischen Südtirol und „seinen“ beiden Ländern geknüpft worden, „und zwar auch weil wir auf die Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten zählen konnten“, so der Landeshauptmann.

Als Diplomat, Staatssekretär für Europafragen und österreichischer Außenminister Ende der 80er Jahre hat sich dagegen Peter Jankowitsch einen Namen gemacht. „Peter Jankowitsch ist nicht nur ein Vollblutpolitiker, sondern hatte auch stets ein offenes Ohr für die Südtiroler“, so der Landeshauptmann, „und das auch dann, wenn wir besondere Phantasie bei unseren Vorstellungen bewiesen haben.“

Über Kunst, Kultur und Bildung mit Südtirol verbunden ist dagegen Claudia Schmied, seit 2007 österreichische Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur. Als solche habe Schmied die Politik der Südtirol-Unterstützung tatkräftig fortgesetzt, indem nicht nur Studenten unterstützt, sondern auch die Kultur durch einen intensiven Austausch gefördert worden sei. „Auch dank der Ministerin können wir in Bozen österreichische Ensembles genießen und Ausstellungen beherbergen“, so Durnwalder.

Mit dem Großen Verdienstorden geehrt wurde heute etwa Gianclaudio Bressa, ehemaliger Bürgermeister von Belluno, Staatssekretär und mittlerweile Kammerabgeordneter. Bressa sei einer jener Vertreter des offiziellen Italien, die den Minderheiten stets mit viel Verständnis entgegen gekommen sei. „Autonomie ist für ihn nicht nur ein Begriff, sondern eine Denkweise, in der es darum geht, Entscheidungen und Verantwortlichkeiten zu teilen“, so der Landeshauptmann.

Aus der Reihe der ehemaligen bzw. noch amtierenden Politiker tanzt Manfred Fuchs, gebürtiger Latscher, der sich seit den 60er Jahren als Raumfahrtunternehmer in Bremen einen Namen gemacht hat und heute von Landeshauptmann Durnwalder ebenfalls den Großen Verdienstorden des Landes Südtirol entgegen nehmen konnte. Fuchs sei das Paradebeispiel dafür, wie weit Grenzen verschoben werden könnten: bis ins Weltall, so der Landeshauptmann. Der Wahlbremer sei zudem immer Ansprechpartner, wenn es in Südtirol um Innovation und Forschung gehe und ermuntere die Jugend – etwa im Rahmen des Satellitenprogramms zweier Schulen – sich schon früh mit Innovation und Technik auseinanderzusetzen.

Stellvertretend für die Geehrten sprachen Ex-Kanzler Schüssel und Gianclaudio Bressa bei der Verleihungsfeier Dankesworte. Ex-Kanzler Schüssel bezeichnete Südtirol heute als „Land der Superlative“, als Land, um das viele die Südtiroler beneideten. Dass sich heute ein großer Teil der Südtiroler als solche fühlten, als „Südtiroler“ – und zwar unabhängig von der Sprachgruppe – sei „die Erfüllung eines Traums, den viele auch in den bittersten Stunden geträumt haben“, so Schüssel. Bressa betonte dabei, dass der Verdienstorden das sichtbare Zeichen dafür sei, dass Südtirol stets Beziehungen nach außen gesucht habe. „Der Orden ist damit auch ein Symbol für die Politik von Landeshauptmann Durnwalder“, so Bressa, „der das Land von der Suche nach der eigenen Identität hingeführt hat zu einer möglichst weitreichenden Selbstverwaltung“.

„Wir freuen uns, wenn wir heute, an diesem ‚Landesfeiertag‘ unseren Freunden danken können, auch weil es viele Opfer, viel Einsatz gebraucht hat, um zu dieser Autonomie zu kommen“, so Landeshauptmann Durnwalder. Die heutige Situation Südtirols sei nicht selbstverständlich, sondern nur zustande gekommen, weil das Land auf viele Freunde habe zählen können. „Solange es einem gut geht, hat man meist viele Freunde um sich, wenn es aber einmal weniger gut geht, wenn man Freunde braucht, steht man oft leider ziemlich allein da“, so Durnwalder. Die heute Geehrten seien Beispiele für jene Persönlichkeiten, die auch in schwierigen Zeiten zu Südtirol gestanden seien.

Montag, 1. Oktober 2012, von Elmar Leimgruber

Goldenes Komturkreuz für Südtirols Landeshauptmann Durnwalder

Südtirols Landeshauptmann Durnwalder erhält Goldenes Komturkreuz von Niederösterreichs Landeshauptmann Pröll
Foto: NLK Filzwieser

Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll hat seinem Südtiroler Amtskollegen Luis Durnwalder die höchste Auszeichnung, das Goldene Komturkreuz verliehen. Im Zuge eines Arbeitsgespräches wurden vor allem Fragen der Europa-, der Arbeitsmarkt- und der Energiepolitik erläutert. Pröll bezeichnete die Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und Südtirol als ein „gutes Beispiel, wie es gelingen kann, dass Regionen gut voneinander profitieren können“.Beide Länder, so betonten heute die Landeshauptleute Durnwalder und Erwin Pröll, könnten voneinander lernen und müssten in Brüssel ihre Stimme „zum Chor vereinen“.

Landeshauptmann Pröll erinnerte an die niederösterreichische Initiative im Zusammenhang mit der neuen EU-Förderkulisse ab dem Jahr 2014. Südtirol sei eine der ersten Regionen gewesen, die sich dieser Initiative angeschlossen habe. 208 Regionen und 114 Städte aus ganz Europa haben die „St. Pöltner Erklärung“ unterzeichnet, so Pröll: „Diese ist nun Grundlage für die Verhandlungen in Brüssel. Wir hoffen, dass ein Ergebnis zu Stande kommt, das die Entwicklungsperspektiven der europäischen Regionen auch in Zukunft sichert. Denn wenn sich die einzelnen Regionen entwickeln können, ist das auch für das gesamte Europa positiv.“

Südtirols Landeshauptmann Durnwalder überreicht seinem niederösterreichischen Amtskollegen Pröll das Südtiroler Gastgeschenk
Foto: NLK: Filzwieser

Der Gedanken- und Erfahrungsaustausch sei „heute notwendiger denn je“, sagte Landeshauptmann Durnwalder in seiner Stellungnahme. Niederösterreich habe bewiesen, wie „mit Geld aus Brüssel sehr viel für die regionale Entwicklung im eigenen Land getan“ werden könne, so Durnwalder. Das Bundesland Niederösterreich gehöre zu den „blühenden Regionen Europas“ und sei „ein Land, das für viele als Beispiel dienen kann“.

Die Zusammenarbeit zwischen Bozen und St. Pölten „findet auf allen Ebenen statt, wir lernen beide voneinander und unterstützen uns vor allem auf Brüsseler Ebene, wo wir uns nur gemeinsam gegen die Störgeräusche der Lobbyisten durchsetzen können“, betonte Landeshauptmann Durnwalder, der sich auch für die langjährige Zusammenarbeit im Zusammenhang mit alternativen Energien, Dorferneuerung und in der Weinwirtschaft bedankte.

Im Anschluss an das Arbeitsgespräch überreichte Landeshauptmann Pröll an seinen Südtiroler Amtskollegen das „Goldene Komturkreuz mit dem Stern des Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich“. In seiner Laudatio bezeichnete Pröll Durnwalder als „politische Persönlichkeit mit Profil, die weit über die Grenzen Niederösterreichs hinausstrahlt.“ Zwischen Südtirol und Niederösterreich gebe es eine „sehr tragfähige Brücke“, bedankte sich Pröll für die „unkomplizierte Form des Miteinanders“. Durnwalder zeigte sich in seinen Dankesworten „sehr stolz auf diese hohe Auszeichnung“, er wünsche sich, dass „die Beziehungen zwischen Niederösterreich und Südtirol weiterhin so aufrecht bleiben – auf politischer, aber vor allem auch auf menschlicher Ebene“.

Montag, 23. Juli 2012, von Elmar Leimgruber

Das war das BeatPatrol Festival 2012 in St. Pölten

Mindestens einmal im Jahr trifft sich die Dancefloor-Szene wenigstens für ein langes Wochenende. So war es auch an diesem Wochenende in St. Pölten (Niederösterreich): Vom 20. bis 22. Juli waren auf insgesamt 6 Bühnen die ganz großen Stars der internationalen Dance-Szene beim diesjährigen BeatPatrol-Festvival 2012 live on Stage zu erleben: Der vielfach gewählte beste DJ der Welt, Armin van Buuren war genauso in St. Pölten wie Avicii, Steve Aoki, Dada Life, Alesso, Antoine Becks, Joachim Garraud, Laidback Luke und Newcomer-DJ Nicky Romero. Insgesamt 29.000 Besucher zählten die Veranstalter trotz des regnerischen Wetters.

Und hier sind Eindrücke in Bildern (Fotos) vom BeatPatrol 2012:

Sonntag, 15. April 2012, von Elmar Leimgruber

Schallaburg meets Byzanz

Vom 31. März bis 4. November verwandelt sich die niederösterreichische Schallaburg in die Orient-Stadt Byzanz (Konstantinopel, Istanbul). Unter dem Motto „Das goldene Byzanz & der Orient“ erleben die Besucher des Renaissance-Schlosses bei einer umfassenden Ausstellung die 1000-jährige Geschichte eine Reiches, das sich teilweise von Italien bis Armenien, von der Donau bis nach Ägypten erstreckte.

Daher bot auch der Österreichische Journalistenclub (ÖJC) seinen Mitgliedern am Samstag die Möglichkeit, im Rahmen einer Studienreise sowohl die Schallaburg, als auch dessen aktuelle Ausstellung, als auch das Mostviertel kulinarisch kennenzulernen.

Hier sind Eindrücke in Bildern:

Mittwoch, 22. September 2010, von Elmar Leimgruber

Autofreier Tag: VOR bietet Tageskarte zum Einzelfahrpreis

Autofreier Tag: Zeit, seinen Wagen in die Garage zu stellen
Foto: © Leimgruber

Bereits zum elften Mal findet die Klimaschutzinitiative „Europaweiter Autofreier Tag“ im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche statt. Die Verkehrsverbünde in der Ostregion Österreichs (VOR) haben dafür ein spezielles Angebot entwickelt und so heißt es in ganz Wien, Niederösterreich und dem Burgenland am Mittwoch, 22. September 2010: „Der Einzelfahrschein wird zur Tageskarte“:

Wer ein Vollpreisticket für Bus, Bahn und Bim kauft, kann auf der gewählten Strecke beliebig viele Fahrten unternehmen. Eine gute Gelegenheit, einmal die Öffis zu probieren. Nähere Infos sowie aktuelle Fahrpläne und Tarife gibt es im Internet auf www.vor.at.

Am 22. September ist im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche auch in Wien „Autofreier Tag“. Dann heißt es wieder Vorrang für Fußgeher, Radfahrer und natürlich den Öffentlichen Verkehr. Ziel dieser europäischen Initiative ist es, die BürgerInnen für umweltfreundliche Mobilität zu sensibilisieren, Aufmerksamkeit für Verkehrsprobleme zu schaffen und umweltverträgliche Lösungen zu suchen. Einen zusätzlichen Anreiz gibt es, das Auto am Autofreien Tag in der Garage stehen zu lassen. Wer am 22. September ein Einzelticket (nur gültig beim Kauf eines Vollpreistickets um 1,80 Euro) für die Wiener Linien löst, kann damit den ganzen Tag über durch Wien fahren.

„Der autofreie Tag“, erklärte indes Südtirols Umwelt-Landesrat Michl Laimer, „ist nicht als Verbot gedacht, sondern als Einladung, etwas Neues zu wagen.“ 32 Gemeinden sind dem Aufruf von Landesumweltagentur und Ökoinstitut gefolgt, mit dem Verzicht auf das Auto zu mehr Lebensqualität und -raum beizutragen. Das Auto sei nicht nur Verursacher der Umweltverschmutzung, sondern stelle zudem auch ein Platzproblem dar. Der autofreie Tag soll zur Bewusstseinsänderung beitragen und ist eine Einladung, das persönliche Mobilitätsverhalten zu überdenken und etwas Neues zuwagen, das besser sein kann. Bozens Bürgermeister Luigi Spagnolli zeigte sich überzeugt, dass die Bürgerinnen und Bürger es sehr genießen werden, dass die Stadt für einen Tag frei von Autos und frei für Fußgänger und Radler sei.

Samstag, 14. August 2010, von Elmar Leimgruber

Jahrhundertregen in Wien: 40 Liter pro Minute

Freitag Nacht: Blitzeinschlag Nähe Eisenstadt
Foto: © Oliver Kovacs

Innerhalb kürzester Zeit sind am Freitag 50 Liter (!!!) Regen pro Quadratmeter in 30 Minuten im Süden Wiens gefallen. Statistisch gesehen entspricht dies stellenweise einem bis zu 100jährigen Regenereignis und sieben Prozent der durcchschnittlichen Jahresregenmenge. Dutzende Male mussten die Männer von Wien Kanal ausrücken, um Hausbewohnern Hilfe zu leisten, überflutete Keller leer zu pumpen oder Verstopfungen zu beheben. Besonders betroffen von den sinnflutartigen Niederschlägen waren die Bezirke Favoriten, Simmering und Meidling.

Nach ungewöhnlich heftigen Unwettern in der Nacht von Freitag auf Samstag mit starken Gewittern, enormen Regenmengen und Sturm verkehren nun auch die Wiener Linien wieder ohne Beeinträchtigungen. Aus Sicherheitsgründen war Freitag-Nacht gegen 22:30 Uhr der Betrieb vorübergehend eingestellt worden.

Überflutete Straßen und Unterführungen sowie abgebrochene Äste auf Straßen und Gleisanlagen machten einen sicheren Betrieb vorübergehend unmöglich. Die Fahrzeuge wurden aus Sicherheitsgründen in den Stationen angehalten. Seit Samstag-Früh verkehren alle Linien wieder im Normalbetrieb.

Ganz Europa leidet derzeit unter den extremen Wetterkapriolen und extremen Hochwasserereignissen, alle europäischen Städte sind mit dem Phänomen derartiger Extremereignisse konfrontiert. In Österreich zog die Gewitterfront gestern von Süden, über das Burgenland und Niederösterreich nach Wien, und hinterließ überflutete Straßen und Keller.

Bei WC- oder Hauskanalverstopfungen und Gebrechen an Hauskanalanlagen steht rund um die Uhr ein Wien Kanal Einsatzteam unter der Telefonnummer 4000-9300 bereit. 24h Störungshotline: +43 1 4000 930

Auf redakteur.cc sind seit einigen Monaten nicht nur aktuelle Wetterberichte für ganz Europa abrufbar, sondern auch aktuelle Unwetterwarnungen.