Mit ‘Markus Schleinzer’ getaggte Artikel

Sonntag, 25. März 2012, von Elmar Leimgruber

Diagonale: Das sind die Preisträger 2012

Sebastian Meise „Stillleben“
Foto: © Alexi Pelekanos

Am heutigen Sonntag geht die diesjährige Diagonale in Graz zu Ende. Und gestern Abend wurden im Orpheum Graz die Filmpreise 2012 vergeben. Der Große Diagonale-Preis für den besten österreichischen Spielfilm 2011/2012 ging an Sebastian Meise für „Stillleben“. „Nicht wertend und moralisierend stellt „Stillleben“ die schwierige Frage nach dem Beginn von Schuld, thematisiert die Teilhabe einzelner Familienmitglieder und übernimmt zugleich ihre Anwaltschaft“ begründet die Jury ihre Entscheidung für diesen Film.

Das „Kunstobjekt“ als Auszeichnung für den Besten Schauspieler, gestaltet und gestiftet von Elfie Semota ging an Johannes Silberschneider: Der Große Diagonale Schauspielpreis wurde bereits im Rahmen der Diagonale-Eröffnung am 20. März verliehen. Der Diagonale-Schauspielpreis 2012 für einen bemerkenswerten Auftritt einer österreichischen Schauspielerin und eines österreichischen Schauspielers in einem Film der Diagonale 2012 ging an Christine Ostermayer für „Anfang 80“ und an Michael Fuith für „Michael“, der Preis für Innovative Produktionsleistung im Bereich Film 2011/2012 an epo-film für „Atmen“.

Bester Schauspieler 2012: Johannes Silberschneider
Foto: © Joachim Gern

Als Bester österreichischer Dokumentarfilm 2011/2012 wurde „Richtung Nowa Huta“ von Dariusz Kowalski ausgezeichnet, weil durch „Orte und Menschen, Situationen, Gesten und soziale Rituale… die Vergangenheit gegenwärtiger“ ist als sie scheint. Josef Dabernig erhielt bei der diesjährigen Diagonale für „Hypercrisis“ die Auszeichnung als Bester innovativer Experimental-, Animations- oder Kurzfilm 2011/2012. Der Preis als Bester Kurzspielfilm 2011/2012 geht an Catalina Molina für „Unser Lied“, während Houchang Allahyari und Maziyar Moshtagh Gohary mit „Das persische Krokodil“ als Bester Kurzdokumentarfilm 2011/2012 ausgezeichnet werden. Der Beste Nachwuchsfilm des Jahres 2011/2012 ist laut Jury „Der Besuch“ von Conrad Tambour.

Drehbuch-Preisträger 2012
Foto: © Alexi Pelekanos

Weitere Diagonale-Preise 2012 gingen an Gerald Kerkletz für „Stillleben“ und „Michael“ (Diagonale-Preis Bildgestaltung des Verbandes  Österreichischer Kameraleute AAC), an Wolfgang Widerhofer für „Michael“ (Beste künstlerische Montage Spielfilm 2011/2012), an Joerg Burger für „The Future´s Past – Creating Cambodia“ (Beste Bildgestaltung Dokumentarfilm 2011/2012), an Dieter Pichler für „American Passages“ (Beste künstlerische Montage Dokumentarfilm 2011/2012), sowie an Katrin Huber und Gerhard Dohr für „Michael“ (Bestes Szenenbild Spielfilm 2011/2012). Katrin Huber erhielt für „Kuma“ zudem eine Lobende Erwähnung. Der Preis Bestes Kostümbild Spielfilm 2011/2012 geht an Katharina Wöppermann für „Stillleben“. Beliebteste Langfilm-Premiere der Diagonale 2012 war Bernd Liepold-Mossers „Griffen – Auf den Spuren von Peter Handke“, der vom Publikum gewählt wurde.

Die Drehbuchpreise wurden bereits am 23. März verliehen und zwar an Christoph Brunner und Kevin Lutz für das Treatment, „Constantin Nikolaus Bickermann“ (Hauptpreis Kinofilm) und an Hüseyin Tabak für das Treatment „Es war einmal in Wien“ (Förderpreis Kinofilm). Die Thomas Pluch Drehbuchpreise 2012 erhielten Markus Schleinzer für „Michael“ (Hauptpreis)  sowie Thomas Reider und Sebastian Meise für „Stillleben“ und Stefanie Franz für „Papa“(Würdigungspreise).
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Freitag, 4. November 2011, von Elmar Leimgruber

„Missbrauch“ und „Terror“ von Viennale ausgezeichnet

Markus Schleinzer und Igor Hauzenberger erhielten den Wiener Filmpreis 2011
Foto: © Robert Newald

Mit der Verleihung des Wiener Filmpreises ging die diesjährige 49. Viennale, das internationale Filmfestival Wien zu Ende. Zum dritten Mal wurde der «Wiener Filmpreis» gesondert in den Kategorien «Spielfilm» und «Dokumentarfilm»  vergeben. Es gibt zwei gleichwertige Auszeichnungen, von denen jede mit Geldspenden und Sachwerten in der  Höhe von 12.000 Euro dotiert ist.

Als bester Spielfim wurde  „Michael“ (über Missbrauch) von Markus Schleinzer, als bester Dokumentarfilm „Der Prozess“ (über den Prozess gegen geschäftsschädigende Tierschützer nach dem Terror-Paragraphen) von Gerald Igor Hauzenberger ausgezeichnet. Die Viennale 2011 ging mit dem Abschlussfilm „The Ides of March“ von George Clooney zu Ende.

Viennale 2011
Foto: © Alexander Tuma

Eine lobende Erwähnung geht an „David Wants to Flyvon“ von David Sieveking, der Viennale-Standard-Publikumspreis an „El lugar más pequeño“ von Tatiana Huezo Sánchez aus Mexiko, der Fipresci-Preis (Preis der internationalen Filmkritik) an „Yatasto“ von Hermes Paralluelo aus Argentinien 2011, während der MehrWERTFilmpreis der Erste Bank (bestehend aus einem Aufenthaltsstipendium in New York)  ebenfalls an „Der Prozess“ von Gerald Igor Hauzenberger vergeben wird.

Weil Kurzfilme in der Kette von Vertrieb und Verleih generell benachteiligt sind, vergibt die Erste Bank auf Empfehlung der Jury zudem einen Kurzfilmpreis (dotiert mit je 2.000 Euro) an den Kreis Wiener Neustadt, Johann Lurf sowie an Schneiderei (Vaginale VI) und Sommerurlaub (Vaginale VII) von Kurdwin Ayub.

Das Festival zählte heuer laut Veranstalter 96.700 Besucher bei 347 Vorstellungen, und die Gesamtauslastung lag bei 79,9%. Die gemeinsam mit dem Filmmuseum veranstaltete diesjährige Retrospektive «Chantal Akerman»verzeichnete 4.500 Besucher, allein die Premiere des neuen Films von Chantal Akerman im Gartenbaukino sahen über 500 Menschen. Internationale Gäste der Viennale waren in diesem Jahr waren unter anderem David Cronenberg, Nanni Moretti, Harry Belafonte, Jeremy Thomas, André Wilms Valérie Massadian, Laura Citarella, Nadav Lapid, Alex Ross Perry, Bertrand Bonello, Stefano Savona, Mathieu Demy, Azazel Jacobs, Klaus Lemke und Ruth Klüger.