Mit ‘Hilfe’ getaggte Artikel

Dienstag, 1. Oktober 2013, von Elmar Leimgruber

1. Oktober: Internationaler Tag der älteren Menschen

Der 1. Okober ist der Internationale Tag der älteren Menschen. An das Schicksal älterer Flüchtlinge erinnert Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, aus Anlass des heutigen Weltaltentages. Besondere Defizite gibt es demnach bei der Behandlung chronischer Krankheiten von älteren Menschen.

„Alte Menschen und Kinder, die sich auf der Flucht befinden, sind am dringendsten auf Hilfe angewiesen. Die über 60-Jährigen aber haben keine starke Lobby hinter sich. Sie leiden still und sind meist auf sich allein gestellt. Ihre Not wird zu oft übersehen“, kritisiert Oliver Müller, Leiter von Caritas international. Aktuell leiden u.a. ältere syrische Flüchtlinge unter dieser fehlenden Aufmerksamkeit, wie eine soeben veröffentlichte Studie der Caritas Libanon mit dem Titel „Forgotten Voices“ zeigt. Für die Untersuchung wurden 175 ältere syrische Flüchtlinge und 45 ältere, aus Syrien stammende, palästinensische Flüchtlinge befragt.

Der Studie zufolge fehlt es syrischen Flüchtlingen, die älter als 60 Jahre sind, insbesondere an medizinischer Hilfe. 66 Prozent der Befragten im Libanon beschreiben ihren Gesundheitszustand als „schlecht“ oder „sehr schlecht“. 87 Prozent der Befragten gaben in der Studie an, dass sie nicht in der Lage sind, sich regelmäßig die notwendigen Medikamente zu leisten. Chronische Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Herzerkrankungen können deshalb nicht adäquat behandelt werden.

Zum Teil, so die Studie, ist der schlechte Gesundheitszustand auf eine unzureichende Ernährung zurückzuführen. Nach eigenen Angaben essen viele der älteren syrischen Flüchtlinge zugunsten jüngerer Familienmitglieder bewusst weniger. Die Studie weist aber auch auf die besonderen Potenziale der älteren Flüchtlinge hin: So erwiesen sich alte Menschen in der Ausnahmesituation der Flucht oft als Ruheanker für die unter besonderem Stress stehen Familien. Zudem seien sie aufgrund des Respekts, den sie wegen ihres Alters genießen, oftmals besser in der Lage, bei Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingsgruppen und der lokalen libanesischen Bevölkerung zu vermitteln.

Die Caritas hat seit Ausbruch der Kämpfe in Syrien im März 2011 nach eigenen Angaben bislang 125.000 Flüchtlinge im Libanon unterstützen können. Von den bei Caritas Libanon registrierten Flüchtlingen sind 1100 Personen älter als 60 Jahre. Für sie stellt die Caritas Libanon u.a. Mobilitätshilfen, an die spezifischen Bedürfnisse alter Menschen angepasste Kleidung und spezifische Hygieneartikel wie Inkontinenzwindeln bereit.

 

Die vollständige Studie der Caritas International ist hier (englisch) abrufbar. Caritas international ist das Hilfswerk der deutschen Caritas und gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 165 nationalen Mitgliedsverbänden. Ein Lebensmittelpaket für eine Familie (6 Personen) für 1 Monat kostet 60 Euro (Zucker, Salz, Reis, Bohnen …), ein Hygienepaket für eine Familie kostet 25 Euro (Zahnbürsten, Seife, Papierhandtücher …). Daruf weist die Caritas Österreich hin.

Spenden mit Stichwort „Nothilfe Syrien“:

- Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00 oder online unter: www.caritas-international.de
- Caritas Österreich: Kennwort: Nothilfe Syrien PSK BLZ 60.000 Kto.-Nr. 7.700.004
- Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin, Spendenkonto 502 502 bei der Evangelischen Darlehensgenossenschaft, BLZ 2106 0237 oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/
- Nachbar in Not: Kennwort: Flüchtlingshilfe Syrien Bankleitzahl: 20111 Kontonummer: 400-400-440/00

 

Montag, 26. August 2013, von Elmar Leimgruber

Syrien-Krieg: Eine Million Flüchtlingskinder

Eine Million Flüchtlingskinder aus Syrien: Ein Junge im Zelt eines Flüchtlingscamps. © UNICEF/Wreford. US-Präsident Barack Obama zögert noch. Europäische Staaten wie Frankreich und Großbritannien überlegen, die Rebellen mit Waffen zu versorgen, während Russland Waffen an die Regierung Syriens schickt. Und auch der Iran solidarisiert sich mit Syriens Diktator Baschar Al-Assad.

Doch während sich die restliche Welt -trotz schätzungsweise 100.000 Toten und über 6,5 Mio. Menschen auf der Flucht- immer noch nicht darauf einigen kann, den sinnlosen Krieg in Syrien endlich zu beenden, wird die Situation vor allem der Flüchtlingskinder aus Syrien immer dramatischer:

Nach Angaben des Büros von UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay wurden während des Krieges in Syrien bislang rund 7.000 Kinder getötet. UNHCR und UNICEF schätzen, dass zusätzlich innerhalb Syriens mehr als zwei Millionen Kinder als so genannte Binnenvertriebene auf der Flucht sind. Und die Zahl syrischer Flüchtlingskinder, die ihre Heimat wegen der Gewalt verlassen mussten, ist indes auf eine Million gestiegen. Darauf weisen UNICEF-Exekutivdirektor Anthony Lake und UN-Flüchtlingskommissar António Guterres in einer gemeinsamen Erklärung hin:

„Dieses einmillionste Flüchtlingskind ist nicht nur Statistik“, betont UNICEF-Exekutivdirektor Anthony Lake. „Es ist ein reales Kind, dass aus seiner vertrauten Umgebung gerissen wurde, vielleicht sogar aus seiner Familie, konfrontiert mit schrecklichen Erlebnissen, die wir kaum nachvollziehen können.“ Nach Angaben beider UN-Organisationen sind die Hälfte aller syrischer Flüchtlinge Kinder. Die Meisten von ihnen befinden sich in Libanon, Jordanien, in der Türkei, in Irak und Ägypten. Vermehrt fliehen Syrer auch nach Nordafrika und Europa. Mehr als 740.000 syrische Kinderflüchtlinge sind laut UN-Angaben unter elf Jahren.

„Worum es geht, ist nichts weniger als das Überleben und Wohlergehen einer Generation von unschuldigen Menschen“, bekräftigt UN-Flüchtlingskommissar António Guterres. „Die Jugend Syriens verliert ihre Heimat, ihre Familien, ihre Zukunft. Selbst wenn sie Zuflucht in einem anderen Land gefunden haben, so bleiben sie doch traumatisiert und verzweifelt. Sie brauchen dringend einen Grund, Hoffnung zu haben.“ Beide UN-Organisationen weisen auf die Gefahr hin, dass Flüchtlingskinder zur Kinderarbeit herangezogen werden; darüber hinaus drohen Zwangsheirat, sexuelle Ausbeutung und Menschenhandel. Mehr als 3.500 syrische Kinder sind unbegleitet oder ohne ihre Eltern über die Grenzen nach Jordanien, Libanon und Irak gekommen.

„Wir müssen uns alle schämen“, ergänzt Lake, „denn während wir daran arbeiten, das durch diesen Krieg verursachte Leid zu mindern, hat die Weltgemeinschaft es versäumt, die Verantwortung für dieses Kind zu übernehmen. Wir sollten innehalten und uns fragen, ob wir weiterhin die Kinder Syriens ihrem Schicksal überlassen können.“ Wer den Verpflichtungen des humanitären Völkerrechts nicht gerecht wird, soll für seine Taten zur Verantwortung gezogen werden, fordern die beiden UN-Organisationen.

UNHCR hat bislang eine Million Kinder registriert und ihnen so eine Identität gegeben. Neugeborene werden mit Geburtsurkunden und Dokumenten ausgestattet, um sie vor Staatenlosigkeit zu schützen. UNHCR arbeitet dafür, dass alle Familien und Kinder eine sichere Unterkunft finden können. In einem ihrer größten Nothilfeeinsätze unterstützen UNHCR und UNICEF Millionen betroffene Familien und Kinder. Beispielsweise konnten UNICEF und seine Partner insgesamt 1,3 Millionen syrische Kinder in den Nachbarstaaten gegen Masern impfen. 167.000 Kinder erhielten psychologische Betreuung, mehr als 118.000 Kinder konnten auch im Exil weiter zur Schule gehen, 222.000 mit Trinkwasser versorgt werden.

 

Insgesamt werden jedoch mehr als fünf Milliarden US-Dollar benötigt, um mit den Engpässen im Bereich Bildung, Gesundheit und Versorgung sowohl der Flüchtlingskinder als auch der Kinder in den Aufnahmegemeinden adäquat umgehen zu können. Mehr Ressourcen müssen eingesetzt werden, um gefährdete Flüchtlingskinder schneller ausfindig machen zu können, damit sie und ihre Aufnahmegemeinden rechtzeitig Unterstützung erhalten, erklären die UN-Organisationen.

UNICEF ruft daher dringend zu Spenden für die syrischen Kinder auf: Hier online spenden. Für 28 Euro kann UNICEF ein syrisches Flüchtlingskind mit Kleidung versorgen. Für 53 Euro erhält eine Flüchtlingsfamilie eine große Decke, eine Babydecke, warme Kinderkleidung und einen Kocher. 102 Euro kostet ein Hygieneset mit Wasserreinigungstabletten, Eimer, Kanister und Seife für zehn Flüchtlingsfamilien.

Gleichwohl gilt: Geld ist nur ein Teil der Antwort, die es braucht, um der Not der Kinder gerecht zu werden. Während verstärkte Anstrengungen benötigt werden, eine politische Lösung der Krise in Syrien herbeizuführen, müssen die Konfliktparteien aufhören, Zivilisten zur Zielscheibe zu machen und Kinder zwangsweise zu rekrutieren. Kinder und ihre Familien müssen Syrien sicher verlassen können. Die Grenzen müssen offen bleiben, damit sie eine sichere Zuflucht finden können, fordern UNICEF und UNHCR.

 

Mittwoch, 5. Dezember 2012, von Elmar Leimgruber

Weihnachten: Schenken Sie doch heuer ein Kamel!

Mit einem Kamel wird nachhaltig wirksam eine bessere Zukunft für Familien in Kenia geschaffen.
Foto: Konstantin Bolotinsky, iStockphoto.com, Caritas

„Schenken mit Sinn“ bereitet nicht nur geliebten nahen Menschen Freude, sondern auch Menschen in Not eine Freude. Die Caritas lädt alljährlich mit einer provokanten Aufforderung zum Nachdenken und Spenden ein. „Schenken Sie doch heuer ein Kamel!“ lautet der diejährige Spruch:

„Ob ein Kamel für Nomaden in Kenia, ein Esel für eine äthiopische Familie, ein Babystartpaket für eine notleidende Mutter in Österreich oder einen Schlafsack für einen obdachlosen Menschen: Ihr Geschenk macht Sinn – und doppelt Freude.“ Und für die Spende kommt auf Wunsch ein  T-Shirt, per Post ins Haus. Dadurch lässt sich Ihre gute Tat „anfassen“ und weiterschenken – an Ihren Vater, Ihre Schwester, Ihre Oma oder wen auch immer Sie beschenken möchten. So macht Schenken Sinn.“ Nähere Infos sind unter Tel. 03512/71642 erhältlich und online abrufbar.

Einige sinnvolle Caritas-Geschenksideen:

375 Euro: Ein Neustart mit einem Kamel:
Ein Kamel bedeutet für Nomaden in Kenia Hoffnung, Zukunft und Leben. Dambala Galggallo lebt mit ihrem Mann und ihren sieben Kindern im Norden Kenias. Sie sind Nomaden und ziehen mit dem Vieh von einer Weide zur nächsten. Zwischen 2010 und 2011 herrschte in der Region eine verheerende Dürre. Der Verlust des einzigen Kamels traf die Familie hart. Denn Kamelmilch versorgt nicht nur eine ganze Familie, sondern der Überschuss kann auch am Markt verkauft und der Erlös in die Ausbildung der Kinder investiert werden. Die Caritas verteilt an benachteiligte Familien Kamele und sichert so ihre Zukunft.

Eine Grundausstattung für Babys hilft notleidenden Familien in Österreich.
Foto: Caritas

20 Euro: Babypaket für einen guten Start:
Viele der schwangeren Frauen, werdenden Väter und Familien, die sich an die Sozialberatungsstellen der Caritas wenden, leben unter der Armutsgrenze und können die grundlegenden Bedürfnisse ihrer Kinder nicht sichern. Um diesen Familien zu helfen, unterstützt die Caritas sie mit Decken, Bodys, Strampelanzügen, Windeln und anderen notwendigen Babyartikeln. Das Babypaket stellt für Menschen, die unter der Armutsgrenze leben, eine unglaublich große Entlastung dar.

50 Euro: Ein Schlafsack für einen obdachlosen Menschen:
Das Wohnzimmer von Franz ist die Straße. Die Passanten sind sein Fernsehprogramm. Mit dem Wetter arrangiert er sich, und wenn es ganz schlecht ist, weicht er in eine Notschlafstelle aus. Einfach heimkommen gibt es nicht, ebenso wenig regelmäßige Mahlzeiten. Mit 50 Euro schenken Sie einem obdachlosen Menschen einen Schlafsack und warmes Essen und sichern so sein Überleben.

45 Euro: Ein Esel für den Fortschritt:
Täglich holen die Frauen der Gemeinde Meja Lalu (Äthiopien) Feuerholz und Wasser, um ihre Familien zu versorgen und nehmen dabei stundenlange Fußmärsche auf sich. Ein Esel bedeutet für diese Frauen, die bis zu 18 Stunden täglich arbeiten und schwere Lasten schleppen, eine große physische Entlastung. Doch die meisten Familien haben zu wenig Geld, um ein Tier zu kaufen. Das Nutztierprojekt der Caritas unterstützt Frauen finanziell bei der Anschaffung von Eseln und entlastet sie damit bei ihrer täglichen Arbeit.

120 Euro: Eine Nähmaschine fürs Leben:
Thérèse aus der Demokratischen Republik Kongo erkrankte im Alter von vier Jahren an Meningitis und verlor dadurch ihr Gehör. Heute wird sie wie über 100 andere Kinder und Jugendliche von eigens ausgebildeten LehrerInnen in der Gehörlosenschule in Kasenga unterrichtet. In der Schule erlernen die Jugendlichen verschiedene Berufe wie Schneider, Schuster, Tischler oder Maurer und können nach ihrem Abschluss für sich selbst sorgen. Thérèse möchte Schneiderin werden. Für den Start in die berufliche Selbständigkeit benötigen die AbsolventInnen der Gehörlosenschule in Kasenga ein Startpaket. Auch Thérèse bekommt eine Nähmaschine, wenn sie ihre Ausbildung abgeschlossen hat. Damit kann sie im erlernten Beruf arbeiten und unabhängig werden.

30 Euro: Wärme für eine Familie in Not:
Frau M. ist verzweifelt. Sie ist Alleinerzieherin eines dreijährigen Sohnes, der Ex-Mann will keine Alimente zahlen und der Halbtagsjob als Sprechstundenhilfe ist auch Geschichte. „Am schlimmsten war die Angst dass wir aus der Wohnung rausmüssen oder ich nicht einmal das Kinderzimmer heizen kann“, sagt die junge Mutter. 313.000 Menschen in Österreich können ihre Wohnung nicht angemessen heizen. Die Gründe: zu wenig Einkommen bei steigenden Energiepreisen, unsanierte Wohnungen sowie veraltete Heizungs- und Elektrogeräte. Die 36 Sozialberatungsstellen der Caritas kümmern sich um diese Menschen und sorgen nicht nur für Wärme, sondern auch für eine umfassende Sozialberatung.

Freitag, 9. November 2012, von Elmar Leimgruber

„Weihnachten im Schuhkarton®“ für Kinder in Not

Mal eine Hilfaktion, die primär nicht Geld sammelt, sondern Sachwerte für Kinder: Noch bis Donnerstag, den 15. November, werden im Rahmen der (nach eigenen Angaben) weltweit größten Geschenk-Aktion für Kinder in Not Weihnachts-Päckchen in Schuhkartons angenommen. Im Rahmen der diesjährigen  Initiative „Weihnachten im Schuhkarton®“ wird nun das 100-millionste Kind beschenkt.

Mitmachen ist ganz leicht:  Einfach einen Schuhkarton besorgen, Deckel und Boden separat mit  Geschenkpapier bekleben und das Päckchen mit Geschenken für einen Buben oder ein Mädchen der Altersklasse 2-4, 5-9 oder 10-14 füllen. Bis zum Abgabeschluss kann jeder sein Geschenk-Paket für ein bedürftiges Kind in Weißrussland bei einer der rund 200 offiziellen Annahmestellen in Österreich abliefern. Bewährt hat sich laut Initiatoren eine Mischung aus Kleidung, Spielsachen, Schulmaterialien, Hygieneartikeln und Süßigkeiten. Eingepackt werden dürfen nur Geschenke, die zollrechtlich im Empfängerland erlaubt sind. Eine Packanleitung sowie alle Abgabestellen sind online zu finden oder können über die Hotline unter +43 7672 21850 erfragt werden.

Die Aktion startete im Jahr 1990 und ist internationale unter dem Namen „Operation Christmas Child“ bekannt. Im vergangenen Jahr kamen allein in Österreich über 27.000 Päckchen zusammen, im gesamten deutschsprachigen Raum rund 500.000. Weltweit wurden 2011 über 8,6 Millionen Päckchen an bedürftige Kinder verschenkt.

Die überkonfessionelle Initiative des christlichen Hilfswerks Geschenke der Hoffnung e. V., welche in 20 Ländern tätig ist, wird von zahlreichen evangelischen und katholischen Kirchengemeinden unterstützt. In den Empfängerländern in Osteuropa geben Gemeinden unterschiedlicher Konfessionen die Päckchen im Rahmen einer Weihnachtsfeier weiter. Zusätzlich zu den Geschenkpaketen wird dort ein Heft mit biblischen Geschichten angeboten.

„Die Kinder bekommen nicht nur ein unvergessliches Geschenk, sondern erfahren so auch mehr über den Hintergrund des Weihnachtsfestes“, erläutert die Projektleiterin für Österreich, Gerti Holzer. Viele Kirchengemeinden seien dankbar, dass so Brücken  zwischen ihnen und den Menschen in ihrem Umfeld gebaut werden. „Dadurch eröffnen sich oft auch Wege für eine langfristige Unterstützung der bedürftigen Familien durch die Partner vor Ort.“

Schwerpunkte der Arbeit von Geschenke der Hoffnung e.V. sind die humanitäre Hilfe sowie die Unterstützung von Kindern und Familien im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit. Der größte Partner ist die internationale Organisation Samaritan’s Purse, mit der wir – neben „Weihnachten im Schuhkarton“ – vor allem auch in Katastrophenfällen zusammenarbeiten. Die Unterstützung wird ungeachtet des religiösen, sozialen oder kulturellen Hintergrundes gewährt.

Samstag, 24. Dezember 2011, von Elmar Leimgruber

Beistand und Hilfe zu Weihnachten

Im Advent und der Weihnachtszeit sind Einsamkeit, Verzweiflung, Lebensmüdigkeit, Angst und vieles mehr besonders spürbar und eine Anlaufstelle ist die Telefonnummer 142, wenn jemand zum Reden und vor allem zum Zuhören gebraucht wird. Die Telefonseelsorge hat ein sensibles Ohr am Telefon – rund um die Uhr. Jeweils zwei Stunden Dienst bei der Telefonseelsorge leisteten in den vergangenen Tagen auch der evangelische Bischof Michael Bünker und der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn. „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass unsere Bischöfe die Nöte der Menschen wahrnehmen“, zeigt sich Marlies Matejka erfreut, außerdem werte es die ehrenamtliche Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf.

„Zuhören mit Andacht‘ ist mehr als nur die Ohren spitzen, sondern auch das wache, sensible Ohr ist wichtig“, betont Marlies Matejka, Leiterin der Telefonseelsorge in der Erdiözese Wien. „Heute ist zuhören nicht mehr selbstverständlich und viele Gespräche enden mit dem Satz ‚Danke, dass Sie mir zugehört haben'“, erzählt sie. Dabei drücke der ausgesprochene Dank aus, dass das Zuhören offensichtlich geholfen, etwas bewegt, berührt, geheilt hat. „Die Telefonseelsorge kann zuhören, weil sie rund um die Uhr nur dafür da ist“, betont Matejka. Die ökumenische Internetseelsorge ist übrigens hier aufrufbar, die Online-Seelsorge der Erzdiözese Salzburg hier.Zu Weihnachten sehnen wir uns ganz besonders nach Liebe, Familie und Harmonie. Wenn es vergönnt ist, liebende Menschen um uns zu haben sind wir gesegnet. Aber es gibt unzählige Menschen, die gerade zu Weihnachten besonders leiden: weil sie einsam sind, weil sie äußeren Zwängen und häuslichen „Weihnachts-Shows“ unterworfen sind und aus vielen anderen Gründen mehr.

Ich wünsche uns allen, dass wir zu Weihnachten mit jenen Menschen zusammen sein können, die wir lieben und welche uns lieben, und zwar nicht nur oberflächlich, sondern wirklich. Und dass uns erneut bewusst, dass von ihm alles Edle und Schöne, das erste Weihnachtsgeschenk, überhaupt ausgeht: vom menschgewordenen Sohn Gottes: Vielleicht könnte ja ein besinnlicher Besuch bei ihm, dem einfachen Kind in der Krippe, hilfreich sein, unsere alltäglichen Sorgen und Probleme relativer zu sehen und gelassener zu verarbeiten.

In diesem Sinne wünsche ich uns und Ihnen allen ein frohes, gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest

Elmar Leimgruber

Dienstag, 1. November 2011, von Elmar Leimgruber

Jungschar sieht Halloween kritisch

Während Halloween der Wirtschaft heuer allein in Wien einen zusätzlichen Umsatz von 12 Millionen Euro bringt, sieht die Katholische Jungschar eine zunehmende Kommerzialisierung des Brauchtums rund um den heutigen Allerheiligentag kritisch. Deren Bundesvorsitzende Christina Schneider sieht in der Entwicklung die Gefahr einer Verflachung in der Auseinandersetzung mit dem Tod:

„Der Umgang mit dem Sterben wird in der modernen Gesellschaft immer mehr ausgeblendet“. Zu Allerheiligen und Allerseelen gehört die Erinnerung an die Verstorbenen und auch die Beschäftigung mit der eigenen Sterblichkeit“. Ein Allerheiligen-Impuls ist hier bei redakteur.cc abrufbar und eine Facebookseite zum Mitdiskutieren gibts hier.

Die Jungschar ist zwar nicht grundsätzlich ggen Halloween, betont aber: Eltern haben es heute zusehends schwer gegen die geballte Marketingmacht der Konsumwelt anzukommen und ein ruhiges Allerheiligenfest zu feiern. Und auch die Grenze zwischen dem, was Ängste abbaut und Spaß macht und dem was die seelische Gesundheit von Kindern gefährdet, wird laut Schneider, sehr oft überschritten. Die Katholische Jungschar fordert daher den Verzicht auf Gewalt- und Streichandrohung, einen überlegten Umgang mit Konsumbedürfnissen und eine höhere Sensibilität gegenüber dem kindlichen Umgang mit Angst, Sterben und Jenseitsvorstellungen. Ein Positionspapier der Katholischen Jungschar zum Themen Halloween und Angst ist hier online.

Wer  besonders jetzt zu Allerheiligen seine lieben Verstorbenen vermisst und mit wem darüber reden möchte, kann sich an die vielen seelsorglichen kirchlichen Einrichtungen wenden: Die Telefonseelsorge ist in Österreich ohne Vorwahl unter der Nummer 142 anonym und kostenlos rund um die Uhr zu erreichen. Immer stärker wird auch das Internet für seelsorgliche Begleitung in Anspruch genommen. Seit mehr zehn Jahren bietet die Erzdiözese Salzburg eine Online-Beratung. Internetseelsorge auf ökumenischer Basis bietet im deutschsprachigen Raum die Plattform www.seelsorge.net.

Mittwoch, 6. Oktober 2010, von Elmar Leimgruber

Wiener Europäische Filmtage im Zeichen Humanitärer Hilfe

Europäische Filmtage: „Bewegende Bilder“
Foto: ECHO/TM/com_unit

Vom 11. bis 14. Oktober 2010 zeigt das Wiener Admiral Kino Dokumentationen und Spielfilme, die das Schicksal von Menschen in Krisengebieten aus nächster Nähe beleuchten. Veranstaltet wird „BEWEGENDE BILDER – EU-Filmtage im Zeichen humanitärer Hilfe“ vom Dienst für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO). Der Eintritt zu allen Filmen ist kostenlos.

Gezeigt werden neben erfolgreichen Spielfilmen wie „Hotel Ruanda“, „Wüstenblume“ und „Waffenstillstand“ auch Dokumentationen. Schulklassen sind eingeladen, die Vorführungen am Vormittag (Beginn 9.00 Uhr) zu besuchen. In den anschließenden Diskussionen können sich die Schüler mit Experten zum Thema „Humanitäre Hilfe“ austauschen.Sieben von zehn Österreichern halten es laut Eurobarometer 2010 für wichtig, dass die EU Humanitäre Hilfe in Drittländern Europas leistet. Die Europäische Union ist der weltweit größte Geber humanitärer Hilfe. ECHO allein hat im letzten Jahr Not leidenden Menschen in über 70 Ländern mit knapp einer Milliarde Euro geholfen.

„Ziel der Filmtage ist es, den Blick für humanitäre Krisen zu schärfen und zu zeigen, wie geholfen werden kann“, erklärt Thorsten Münch von ECHO. Die jüngsten Überschwemmungen in Pakistan machten deutlich, wie wichtig Hilfe für Menschen in Notsituationen ist. Denn ob Flutkatastrophen, Dürre, Kriege oder Hungersnöte – humanitäre
Krisen entziehen den Betroffenen ihre Lebensgrundlage.

Mittwoch, 25. August 2010, von Elmar Leimgruber

ORF startet Nachbar in Not für Pakistan – Elmar Leimgruber unterstützt Aktion

Der ORF hat seine Aktion „Nachbar in Not“ zugunsten der Flutopfer in Pakistan gestartet. Unter nachbarinnot.ORF.at und unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 222 444 kann ab sofort gespendet werden. Elmar Leimgruber, für redakteur.cc verantwortet, unterstützt diese Aktion auf besondere Weise, indem er eine eigene Kurz-ZIB (Zeit im Bild) zu diesem Anlass produziert hat und auf Youtube gestellt hat. So sollen möglichst viele User auf die Spendenaktion aufmerksam gemacht werden:

Die Dimension der Flutkatastrophe in Pakistan hat ein unvorstellbares Ausmaß angenommen. Sechs Millionen Menschen brauchen Überlebenshilfe, und die Hilfsorganisationen bitten dringend um die dafür notwendigen Spenden. Aus diesem Grund haben ORF und „Nachbar in Not“ am 18. August 2010, den Start der Hilfsaktion „Nachbar in Not – Flutkatastrophe Pakistan“ bekanntgegeben und bitten um Spenden auf das Spendenkonto PSK 90 750 700 (BLZ 60000).

Am Dienstag 24.8. fand auf allen Medien des ORF (ORF 1, ORF 2, die Radiosender Ö3, Ö1,FM4, die ORF Regionalradios, sowie ORF.at) ein Aktionstag für „Nachbar in Not“ statt. Laut ORF wurden bisher 1,5 Mio. Euro für diese „Nachbar in Not“-Aktion gespendet, davon allein 500.000 am Aktionstag.

„Die Österreicherinnen und Österreicher haben wiederholt bewiesen, dass sie spendenfreudig sind, wenn Hilfe gebraucht wird“, sagt Sissy Mayerhoffer, Leiterin des ORF-Humanitarian-Broadcasting. „Wir hoffen, dass das Vertrauen in die bewährte Marke ‚Nachbar in Not‘ – durch die zuletzt Zehntausenden Menschen in Haiti geholfen werden konnte -, dazu beitragen wird, auch die notleidenden Menschen in Pakistan jetzt nicht zu vergessen, sondern durch so dringend notwendige Spenden zu unterstützen!“

Freitag, 19. Februar 2010, von Elmar Leimgruber

„Reporter ohne Grenzen“ gründet „Hilfe für Journalisten in Not“

ROG-Generalsekretär Jean-François Julliard und die neue ROG-Referentin für Journalisten-Nothilfe Alexandra Tryjanowski
Foto: rog.de

Die deutsche Sektion von „Reporter ohne Grenzen (ROG)“ hat ein neues Referat „Hilfe für Journalisten in Not“ gegründet, um verfolgten Medienmitarbeitern systematisch und gezielt Unterstützung zu bieten. Damit reagiert die Organisation zur Verteidigung der Presse- und Meinungsfreiheit auf die steigende Zahl von bedrohten oder geflüchteten Journalisten.

Diese Menschen sind weltweit auf Hilfe angewiesen, erklärte ROG-Generalsekretär Jean-François Julliard bei der Vorstellung des neuen Arbeitsbereichs bei einer Pressekonferenz am 19. Februar in Berlin. Juristische Hilfe bei Verfolgung, finanzielle Unterstützung und sichere Unterkunft in akuten Bedrohungssituationen sowie Hilfe auf der Flucht gehören zu den Schwerpunkten des neuen Arbeitsbereichs, für den die Juristin Alexandra Tryjanowski zuständig ist. „Journalisten, die wegen ihrer kritischen und mutigen Berichte unter Druck gesetzt werden, überfallen oder willkürlich mit Strafverfahren überzogen werden, sollen wissen, dass sie nicht allein sind. Doch das Signal geht nicht nur an die Betroffenen, sondern auch in Richtung derjenigen, die die Presse- und Meinungsfreiheit missachten“, kündigte Tryjanowski an.

Bei der Veranstaltung in den neuen Geschäftsräumen von Reporter ohne Grenzen in Berlin-Mitte wies Generalsekretär Julliard auch auf die weltweit hohe Flüchtlingszahl unter Medienschaffenden hin und übte scharfe Kritik an der Visa-Politik der EU für politische Flüchtlinge. „Viele Journalisten und Internetaktivisten riskieren ihr Leben bei illegalen Einreiseversuchen, weil es praktisch unmöglich ist, als Flüchtling ein Einreise-Visum für ein europäisches Land zu erhalten. Die EU-Staaten müssen sich ihrer Verantwortung stellen und verfolgten Medienmitarbeitern, Bloggern und Menschenrechtsaktivisten zügig und unbürokratisch helfen“, forderte der ROG-Generalsekretär. Nur so könnten diese Menschen ausreichenden Schutz finden.

Es sei zynisch, öffentlich Solidarität mit den Menschen im Iran zu demonstrieren, die für mehr Freiheit auf die Straße gehen oder über die Proteste dort berichten, und gleichzeitig die Menschen allein zu lassen, die ins Visier des iranischen Verfolgungsapparates geraten sind, weil sie unabhängige Informationen verbreitet haben.

Die EU-Visa-Praxis sehe vor, dass nur Menschen, die sich bereits auf europäischem Boden befinden, Asyl beantragen können. Die starke Sicherung der „Festung Europa“ und das ungeschriebene Prinzip „kein Asyl aus dem Ausland“ lasse den Betroffenen nur die Wahl, in prekären Situationen in Nachbarländern auszuharren oder sich für den gefährlichen Weg einer illegalen Einreise nach Europa zu entscheiden.

Dass die Gewährung von Visa in akuten Notfällen unerlässlich und möglich ist, zeige sich in gerade in den aktuellen Iran-Fällen: „Frankreich hat in der Irankrise großzügig Notfall-Visa an geflohene Journalisten vergeben. Diesem Beispiel sind einige europäische Länder gefolgt – Deutschland war allerdings nicht darunter“, kritisierte Julliard. ROG habe die deutsche Regierung seit Ende Oktober in mehreren Notfällen um humanitäre Visa ersucht, in keinem davon sei bisher eine Entscheidung erfolgt.

Diese zweifelhafte Praxis zwinge viele Kollegen monate- oder jahrelang in unsicheren Nachbarstaaten ihrer Heimat wie dem Jemen, Sudan, Irak oder der Türkei auszuharren – häufig ohne Einkommen, immer noch im Visier ihrer früheren Verfolger und oft zudem schikaniert von lokalen Behörden des Aufenthaltsstaates. Die Unterstützung dieser Menschen etwa mit Unterkünften und medizinischer Hilfe ist nur ein Teil der langjährigen ROG-Nothilfe-Arbeit. Seit 2006 ist am Pariser Hauptsitz der Organisation eine gesonderte Informations- , Koordinations- und Anlaufstelle für Journalisten in Not eingerichtet worden.

Die Erweiterung dieses Arbeitsbereichs in Deutschland wurde mit Geldern aus dem „Roland Berger Preis für Menschenwürde“ 2009 ermöglicht. ROG erhielt die Auszeichnung im vergangenen Jahr von der Roland Berger Stiftung für den weltweiten Einsatz für Pressefreiheit und den Schutz verfolgter Journalistinnen und Journalisten.

Reporter ohne Grenzen haben es sich zur Aufgabe gemacht, Verletzungen der Pressefreiheit zu dokumentieren, besonders schwerwiegende Verstöße bekannt zu machen und in Not geratene Journalisten zu unterstützen“, sagte Roland Berger, Gründer und Vorsitzender des Kuratoriums der Roland Berger Stiftung. „Die Auszeichnung dieser internationalen Organisation mit dem ‚Roland Berger Preis für Menschenwürde‘ soll uns alle ermutigen, das hohe Gut der Presse- und Meinungsfreiheit zu schützen und als aktive Bürger selbst zu gebrauchen.“

Die neue Referentin für Migrationsrecht, Flüchtlingsarbeit und Nothilfe, Alexandra Tryjanowski, kann in Ihrer Arbeit auf die von der deutschen ROG-Sektion seit deren Gründung im Jahr 1994 geleistete Hilfe für Medienmitarbeitende aufbauen. „Die Unterstützung in Notfällen wird auch in Berlin nicht mehr nur ad hoc erfolgen, sondern auf eine zunehmend professionelle und vernetzte Struktur zurückgreifen können. Damit wird sie schlagkräftiger, schneller und wirksamer“, kündigte Tryjanowski an, die bei der Hilfe vor Ort ansetzen möchte.

Sonntag, 24. Januar 2010, von Elmar Leimgruber

„Hope For Haiti Now“: Musik der Benefizgala jetzt downloaden

„Hope For Haiti Now“: Die Musik jetzt downloaden und helfen!

Das Who ist Who der internationalen Showbranche gab sich vor einigen Tagen die Ehre und sie alle traten für das gemeinsame Anliegen auf: um Haiti zu helfen: U. a. Madonna, Justin Timberlake, Sting, Stevie Wonder, Shakira, Beyonce, U2, Bruce Springsteen, Christina Aguilera sangen akustische Spezialversionen ihrer Songs. Und Filmgrössen wie Steven Spielberg und Julia Roberts sassen an den Spendentelefonen. Grossartig, was Initiator George Clooney da innerhalb kürzester Zeit gelungen ist.

Und ebenfalls grossartig ist, dass die Musik der Benefiz-Gala „Hope for Haiti Now“ bereits verfügbar ist. Das komplette Album mit 20 Musiktracks steht ab sofort bei iTunes um 6.99 Euro und bei amazon um 6.98 Euro zum Download bereit. Alle Einnahmen gehen zur Gänze an die Haiti-Hilfe.

Gute Musik kaufen und gleichzeitig helfen: eine grossartige Idee:

Hier dreinhören und kaufen:


Morgen, Montag, Abend gibts übrigens die grosse „Nachbar in Not“- Gala zugunsten der Opfer in Haiti im ORF.