Mit ‘Daniela Zimmer’ getaggte Artikel

Mittwoch, 27. April 2011, von Elmar Leimgruber

Preisfalle Handy-Internet: AK fordert Kostensperre

Die Nutzung des Internet am Handy kann (auch im Inland) empfindlich teuer werden: Durchschnittlich knapp 750 Euro – so viel machten die Handy-Rechnungen der bei der Arbeiterkammer (AK) ratsuchenden Konsumenten aufgrund mobilen Surfens aus. Die höchsten Rechnungen waren gigantische 3.000 und  knappe 3.800 Euro. Das zeigt eine aktuelle AK Auswertung von 64 Beschwerden in nur fünf Tagen in den AK Beratungen. Die AK fordert daher eine gesetzlich verpflichtende Handy-Kostensperre.

„Die Kostenfalle bei einem internettauglichen Handy kann schnell zuschnappen“, warnt AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. „Wer etwa über seine Pauschale hinaus surft, hat mit extremen Kosten zu rechnen, weiß das aber oft nicht. Damit muss Schluss sein“, verlangt Zimmer einen raschen Beschluss der Novelle zum Telekom-Gesetz.

Derzeit wird in vielen Verträgen nur auf das inkludierte Datenvolumen hingewiesen, wie es mit den Kosten über der Pauschale aussieht, findet sich oft nur im Kleingedruckten. Was etwa beim Herunterladen eines Apps an Datenvolumen anfällt, weiß der Konsument oft nicht. Mitunter ist es auch unerklärlich, wie die Datenmengen zu Stande kommen, oder es wird unabsichtlich eine Anwendung aktiviert. „Einzelne Konsumenten klagten in der Beratung, dass sie keine Warn-SMS erhalten hatten bei Überschreiten der Pauschale, obwohl das mit dem Anbieter ausgemacht war“, so Zimmer.

Laut Entwurf zum Telekom-Gesetz kann der Telekomregulator die Betreiber zu einem automatischen und kostenlosen Sperr-Service bei Erreichen eines Höchstbetrages verpflichten. Die AK begrüßt das Vorhaben. Es müsse aber gesichert sein, dass der Regulator die Betreiber tatsächlich dazu anhalten muss und der Konsument einen Sperr-Höchstbetrag möglichst individuell festlegen kann. Die Arbeiterkammer bietet persönliche Beratung bei hohen Handyrechnungen und verweist zudem auf ihren Online-Handytarifrechner.

Mittwoch, 3. November 2010, von Elmar Leimgruber

AK fordert: Stoppt die Handy-Nebenspesen!

Einen regelrechten „Dschungel an Nebenspesen“ortet die Arbeiterkammer (AK). Demnach reicht es nicht, Grundgebühren und Minutenentgelte der einzelnen Anbieter zu vergleichen. Nebenspesen fallen oft schon automatisch mit dem Vertragsabschluss an, zum Beispiel Kosten für die Aktivierung oder die SIM-Karten-Überlassung. Der Vielfalt an Handy-Nebenspesen sind keine Grenzen gesetzt. Die AK fordert daher: Stopp den vielen Handy-Nebengebühren!

Ein Test der Konsumentenschützer bei sieben Anbietern bringt insgesamt 57 unterschiedliche Nebenspesen ans Tageslicht: Eine Zusendung der Papierrechnung kann laut AK 90 Cent bis zwei Euro kosten, Mahnspesen pro Rechnung 4,36 bis zehn Euro. Die Zahlscheingebühr kann zwei bis 3,20 Euro ausmachen. Für eine SIM-Sperre wegen nicht bezahlter Rechnungen verlangt die Mehrzahl der Anbieter 20 bis 30 Euro. Wer sein Wahlnetz wechseln möchte, zahlt bei drei Anbietern zehn bis 49 Euro. Bei vier Anbietern fallen zudem neben den üblichen Aktivierungskosten bis zu 50 Euro noch zehn Euro für die Überlassung der SIM-Karte an. Eine Wunschnummer schlägt sich mit 20 bis 200 Euro zu Buche.

Ein Muss sind etliche der Nebenspesen-Einfälle aber nicht: Bei vielen Einzelleistungen gibt es auch Anbieter, die auf die Extraverrechnung verzichten. „Oft ist es gar nicht eindeutig, ob sie tatsächlich verrechnet werden dürfen. Das muss dann meist erst gerichtlich geklärt werden.“ erklärt AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer: „So sind derzeit Verfahren anhängig, ob ein Zahlscheinentgelt gestattet ist.“

Die AK empfiehlt daher: Fragen Sie schon vor Vertragsabschluss nach, welche Nebenkosten anfallen können, etwa für die SIM-Karte und die Aktivierung. Eine Alternative zum oft kostenpflichtigen Versand von Papierrechnungen gibt es: Sie haben Anspruch auf die kostenlose Postzusendung des Einzelentgeltnachweises, der die Details zu den einzelnen Verbindungen enthält. Und: Pünktlich zahlen lohnt sich! Denn eine verspätete Zahlung einer Rechnung kann teuer kommen.

Die vollständige Studie der Arbeiterkammer zu diesem Thema ist hier downloadbar.