Mit ‘Autobahnnetz’ getaggte Artikel

Sonntag, 25. August 2013, von Elmar Leimgruber

ADAC-Umfrage: Ja zur Straße – Nein zur PKW-Maut

Für beträchtliches -auch politisches- Aufsehen in Deutschland sorgt derzeit der Automobilclub ADAC, mit über 18 Millionen Mitgliedern der zweitgrößte weltweit: Ein klares Nein zu Pkw-Vignette oder –Maut. 20 Prozent des deutschen Autobahnnetzes sind laut ADAC zwar in schlechtem oder sehr schlechtem Zustand und zudem müssten rund 25 Prozent der Brücken saniert oder erneuert werden. Aber das Geld hierfür sei schon vorhanden:

Die deutschen Autofahrer bezahlten an spezifischen Abgaben wie Mineralölsteuer, anteilige Mehrwertsteuer und KFZ-Steuer jährlich 53 Milliarden Euro an den Staat. Für die Straßeninfrastruktur würden jedoch nur 19 Milliarden Euro ausgegeben, der Rest versickere im sonstigen Staatshaushalt, erkärt der Autofahrerclub. Aufgabe der Politik sei es daher, die von den Autofahrern schon heute bezahlten Steuern und Abgaben so zu verwenden, dass damit der Erhalt der Straßeninfrastruktur dauerhaft gesichert werden kann. Dies wolle auch die Bevölkerung, wie eine aktuelle Umfrage belege.

Zwingend notwendig ist nach Ansicht des ADAC, einen Teil der von den Autofahrern bereits geleisteten Abgaben zweckgebunden für den Erhalt und den Ausbau der Straßeninfrastruktur zu verwenden. Diese Forderung ist Kern eines neuen 6-Punkte-Plans, der nun votrgestellt wurde. Darin fordert der Club außerdem, dass finanzielle Zusagen für Infrastrukturprojekte mehrjährig und verbindlich sein müssen. Im Fokus künftiger Infrastrukturpolitik stehen der Erhalt von Straßen und Brücken sowie die Engpassbeseitigung chronisch überlasteter Autobahnen.

Eindrucksvoll bestätigt würden diese Forderungen durch aktuelle Ergebnisse einer repräsentativen Infratest-Umfrage im Auftrag des ADAC. Demnach fordern 86 Prozent der deutschen Autofahrer, dass mehr Geld in die Straßen investiert wird. Weitere Kostenbelastungen wie etwa eine Pkw-Maut befürworten nur 28 Prozent der Autofahrer. Von allen Modellen zur Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur findet das ADAC Modell „Auto finanziert Straße“ den größten Anklang (46 Prozent). Dieses Konzept sieht neben einer effizienten und nachvollziehbaren Priorisierung besonders wichtiger Straßenbauprojekte eine Festsetzung der konkret benötigten Finanzmittel vor. Dank der damit gewonnenen finanziellen Planungssicherheit kann der Werterhalt der Infrastruktur gesichert werden.

Das Misstrauen gegenüber der Politik ist jedoch groß: mehr als zwei Drittel der Befragten rechnen nicht damit, dass die von den Autofahrern bezahlten Abgaben tatsächlich für den Erhalt und den Ausbau der Straßen verwendet werden. Hier ist die Politik nun gefordert:

ADAC Präsident Peter Meyer: „Die Politik macht es sich sehr einfach: Jedes Jahr aufs Neue hebelt sie die gesetzliche Zweckbindung der Mineralölsteuer aus und verwendet die zur Verfügung stehenden Milliarden für alles Mögliche, nur nicht für die Straßen. Ich fordere die nächste Bundesregierung auf, den Straßen die benötigten und vorhandenen finanziellen Mittel so schnell wie möglich bereitzustellen und durchsichtige, populistische Abkassiermodelle à la Seehofer endgültig zu den Akten zu legen.“

Dienstag, 8. Januar 2013, von Elmar Leimgruber

Gratis Internet Surfen auf Asfinag Autobahnrastplätzen – Vignette 2013

Die österreichische Autobahngesellschaft Asfinag bietet ab sofort Gratis Internet auf ihren Rastplätzen an: Die Benutzer der Asinag-Raststionengelangen dort automatisch in das neue Asfinag-Portal mit kompakten Infomöglichkeiten zum Thema Maut und zur aktuellen Verkehrssituation. Bereits 27 der insgesamt 36 Rastplätze auf den Auztobahnen sind mit kostenlosem W-LAN-Zugang ausgestattet. Der Link zum neuen mobilen Internetportal der Asfinag: http://www.asfinag.at/wifi.

Ab 1. Februar 2013 ist übrigens nur mehr die neue Autobahn-Vignette 2013 in der Farbe „himbeer“ gültig. Für das Vignettenjahr 2013 wurden gemäß den gesetzlichen Vorgaben die Tarife an den jährlich Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) angepasst. Die Tarife pro Fahrzeugkategorie wurden daher um +3,6 Prozent angehoben. Die Pkw Jahresvignette für 2013 kostet somit 80,60 Euro und ist bis 31. Jänner 2014 gültig. Nähere Infos dazu sind online abrufbar.

 

Raststation Hinterbrühl
Foto: Asfinag

Das kostenlose Onlineangebot auf den 27 Rastplätzen in Österreich ermöglicht aber auch einen einfachen Zugang zu den Verkehrs-Infodiensten der Asfinag, die für sämtliche Verkehrsteilnehmer von Interesse sind. Aktuelle Verkehrsmeldungen, Bilder von über 400 Verkehrskameras, Baustellen, das Wetter entlang der Fahrtroute und Hinweise zu wichtigen „Points of Interest“ in der Umgebung (wie etwa Tankstellen, Rastmöglichkeiten und vieles mehr) können über eine interaktive Straßenkarte einfach abgerufen werden.

Informationen zur Videomaut für Pkw, die eine freie Fahrt durch Mautstellen ermöglicht, und ein Link zum Download der Asfinag Verkehrs-Apps für Smartphones runden das neue Service-Portal ab. Wer sich also über die Route oder über Details der geplanten Fahrstrecke informieren möchte, erhält auf diesem Portal alle erforderlichen Informationen. Und zudem ist auch das „ganz normale“ Surfen möglich, während man sich von der Fahrt erholt.

Auch für Lenker von Lkw und Bussen bringt das Asfinag-Service Vorteile. Die individuelle Fahrleistung und die aktuell anfallenden Mautkosten können über den Mautkalkulator und das sogenannte Self-Care-Portal der Asfinag jetzt auf der Strecke noch einfacher abgerufen werden. Hinweise zu Parkmöglichkeiten für den Schwerverkehr ergänzen das neue Serviceangebot für unterwegs und erleichtern die Reiseplanung.

Auf folgenden Rastplätzen in Österreich kann bereits gratis „gesurft“ werden:

Vignettenpflicht-Streckennetz
Grafik: Asinag

– In Niederösterreich auf der A 1 die Rastplätze Viehdorf, Amstetten, Roggendorf, Schallaburg, Kirchstetten und Kesselhof, auf der A 21 der Rastplatz Hinterbrühl sowie auf der A 2 die Rastplätze Steinfeld und Wr. Neustadt und auf der A 4 Fischamend und Maria Ellend;

– In Tirol auf der A 12 die Rastplätze Weer Süd, Zirl/Inzing sowie Münster Nord und Süd und auf der A 13 Nösslach;

– In Oberösterreich auf der A 8 die Rastplätze Murau West und Murau Ost sowie auf der A 1 Hainbach Nord und Hainbach Süd sowie der neue Lkw-Schwerpunktrastplatz Oberwang.

– In der Steiermark sind es auf der A 9 die Plätze Gaishorn und Kalwang sowie auf der A 2 Herzogberg Süd und Nord;

– In Kärnten neu der Schwerpunktrastplatz Arnoldstein;

– In Salzburg auf der A 10 der Rastplatz Lanschütz.