SPÖ will Personalhoheit für Schuldirektoren

Eigentlich hoffte ich ja, dass man in Österreich mittlerweile soweit ist -trotz dauernd neuer erschreckender Beispiele dafür, dass es dennoch praktiziert wird- nicht mehr politisch umfärben zu wollen.
Aber was Unterrichtsministerin Schmied (SPÖ) jetzt fordert, ist der Gipfel färbender Unverfrorenheit: Bekanntlich gibt es in Österreich ja -obwohl das niemand hören oder lesen will- sogenannte „rote“ und sogenannte „schwarze“ Schulen, die oft nach der politischen Farbe der Rathausmehrheit mit einem entsprechend genehmen Direktor besetzt werden.
Wenn ein auf diese Weise bestellter Direktor sich nun -ganz gemäß dem Wunsch der Unterrichtsministerin- auch noch seine Lehrer aussuchen kann, dann ist der politischen Manipulation der Schüler Tor und Tür geöffnet.
Wieso protestiert die ÖVP nicht gegen so eine Maßnahme? Weil sie die Gefahr des politischen Missbrauchs der Schule nicht erkennt oder weil sie selbst davon mehr profitieren als darunter leiden könnte?

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