Niki Lauda führt AUA aus der Krise

Den Austrian Airlines (AUA) geht es -gelinde gesagt- nicht gut. Zuerst 60 Mio. Euro Verlust im ersten Quartal dieses Jahres, dann will auch noch jener Saudi-Scheich, der die AUA mit 150 Mio. Euro „retten“ wollte aussteigen, weil er angeblich getäuscht wurde.
Das Ganze ist ein Trauerspiel. Und auch, wenn es weder der Republik Österreich, die über die ÖIAG knapp 43% der AUA-Anteile hält, passt noch dem AUA-Vorstand: Niki Lauda hat wieder einmal recht mit seiner Analyse, die er der ZIB 2 (ORF 2) gab: Ein regionale Fluglinie kann langfristig weder durch staatliche Finanzspritzen noch durch private Investoren wirklich saniert werden.
Ob Scheich Al Jaber jetzt also bei der AUA einsteigt oder nicht, ändert also nicht viel, weil dies die AUA langfristig nicht retten wird können.
Bei allem Verständnis für den Unabhängigkeitwillen der AUA: Es gibt langfristig keine Alternative als mit einer großen Fluglinie zumindet weitgehend zusammenzuarbeiten und so Synergieeffekte zu nützen; nur so kann eingespart werden. Dies sagte Nika Lauda gestern abend in der ZIB2. Und ich sage dazu: Richtig: So und nicht anders kann und wird die AUA auch gerettet werden können. Und ich ergänze noch: die Lufthansa, vor deren Übernahme sich die AUA sosehr fürchtet, wäre ideal als Partner der AUA: immerhin sind beide Airlines schon seit Jahren StarAlliance-Partner.
Und noch ein Gedanke am Rande: Vielleicht wäre gerade jetzt Niki Lauda der ideale Mann an der Spitze der AUA.

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