McGegan und Labelle als Frühlingsboten in Wien

International live und durch zahlreiche Einspielungen schon bestens bekannt, war McGegan am 9. Jänner im Wiener Musikverein zu Gast, um einen Abend mit Musik Georg Friedrich Händel zu geben. Er dirigierte die Wiener Akademie lebendig und beschwingt, ja es wurde Frühling: Freude über das Wiedererwachen der totgeglaubten Natur wurde breit.
Dazu das herrliche Zwitschern der kanadischen Sopranistin Dominique Labelle, deren Interpretation von Händel-Arien und des erst unlängst entdeckten „Gloria“ in Wien ihr den Weg in eine grosse sängerische Zukunft beschert haben dürften. Sie singt mit einer Leichtigkeit und dennoch mit Kraft wo erforderlich: ein selten erlebtes Talent am Konzertboden. Die Kälte des wiedereingebrochenen Winters in Wien schmolz hinweg bei diesem Konzert der Superlative, bei dem auch die Wiener Akademie beweisen konnte, dass sie zu den weltbesten Spitzenformationen im kammermusikalischen Bereich zählen, sollte sich dies auch noch nicht überall herumgesprochen haben.
Händels Wassermusik-Suite Nr. 1 klang so, wie man sie sich als Freund guter Musik wünscht: feierlich, galant und vor allem leicht. Besonderes Lob geht auch an den jungen Organisten Jeremy Josehph, der Händels Orgelkonzert Nr. 13 bravourös interpretierte.

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