Falco vom Feinsten

Ich war nie ein besonders großer Falco-Fan und werde es wohl auch nie sein, obwohl er der erfolgreichste österreichische Popstar überhaupt war. Deswegen, weil jemand tot ist, muss man ihn nicht unbedingt wieder erstehen lassen jedes Jahr im Februar zu seinem Todestag; vor allem deswegen nicht, weil er selbst nichts mehr davon hat, andere aber sehr wohl durch das „Gedenken“ an ihn verdienen.
Trotz meiner Distanz diesem „Rockidol“ gegenüber habe ich mir heute den aktuellen Spielfilm „Falco – Verdammt, wir leben noch“ angesehen und mir davon auch nicht wirklich was versprochen ausser einer kurzweiligen Unterhaltung.
Und ich bin überrascht, ja positiv beeindruckt: das hätte ich mir nicht erwartet:
Unabhängig davon, ob man Falco nun liebt oder nicht: der Film ist ein künstlerisches Meisterwerk, weil er den Menschen Hans Hölzl in den Mittelpunkt stellt mit all seinen Fähigkeiten, aber auch seinen Schwächen.
Manuel Ruby; Sänger der Gruppe Mondscheiner, spielt den Falken exzellent und die Regie von Thomas Roth lässt keine Wünsche offen. Und der Tod zieht sich wie ein roter Faden durch das Epos. Also, wer Kunst liebt und sich gern mit konkreten Menschen beschäftigt: umbedingt ansehen.

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