Endlich: Sozial-Supermarkt für Wien kommt

In Graz gibt es bereits zwei Filialen eines speziellen Supermarktes, in dem Bedürftige günstig Lebensmittel einkaufen können. Der Betreiber, die Vinzenzgemeinschaft, plant nun im Juni die Öffnung eines weiteren solchen Sozialsupermarktes in Wien.
Das Konzept ist denkbar einfach: Im sogenannten Vinzimarkt werden Waren angeboten, die ansonsten von den Supermarktketten vernichtet werden und zwar zum Preis von maximal 30 Prozent des Normalwertes. Angeboten werden falsch verpackte oder etikettierte, leicht beschädigte oder sonstige Waren, die für den herkömmlichen Verkauf nicht (mehr) geeignet sind, deren inhaltliche Qualität aber dennoch garantiert ist. Ebenso werden Waren kurz vor dem Ablaufdatum, die vorher mittels Stichproben auf ihre Genusstauglichkeit geprüft wurden, verkauft.
Abgelaufene Lebensmittel sind als solche gekennzeichnet und werden unter Aufischt der Lebensmittelbehörde verkauft.
Da diese Nahrung sehr günstig angeboten wird, kann sie aus guten Gründen auch nur von Bedürftigen gekauft werden. Und die Bediensteten der Geschäfte arbeiten ehrenamtlich. Weitere Freiwillige werden gesucht.
Ich begrüße diese Initiative, die bedürftigen Menschen im alltäglichen Leben weiterhilft, anstatt Lebensmittel zu vernichten, wie dies zumindest eine Lebensmittelkette macht, die, wenn es schon so „verdammt hart ist, der Beste zu sein“, auch sozial entsprechend handeln sollte (siehe dazu u.a. auch meine Kommentare hier auf meinsenf.net vom 2.5.2008, vom 24.4.2008, vom 8.4.2008 und vom 20.2.2008). Nähere Informationen zu diesem Projekt gibt es auch online bei der Vinzenzgemeinschaft

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