Endlich schaut die Welt auf Myanmar (Burma)

Es ist schon tragisch genug, dass Rangoon von einer verheerenden Naturkatastrophe erfasst wurde, der tausende Menschen zum Opfer fielen. Noch trauriger finde ich, dass erst so was passieren musste, damit die ansonsten oft so übereifrig besorgte westliche Welt sich mit Myanmar beschäftigt.
Seit Jahrzehnten herrscht in dem asiatischen Land eine Militärdiktatur, die jeglichen, auch friedlichen Widerstand gewaltsam und blutrünstig niederschlägt. So wurden Ende letzten Jahres friedlich demonstrierende buddhistische Mönche vom Militär einfach abgemetzelt, ohne dass es die restliche Welt wirklich für notwendig hielt, dagegen einzuschreiten.
Offenbar hat Myanmar keine so wertvollen Bodenschätze als dass irgendein Weltpolizist dagegen vorgehen würde. So wünsche ich mir, dass wenigstens jetzt wegen der Naturkatastrophe näher hin- anstatt weggeschaut wird, vor allem, was die Menschenrechte dort betrifft. Immerhin sind jetzt mal viele Journalisten in der Krisenregion tätig.
Mich hat zu diesem Thema übrigens schon 1996 der Film „Beyond Rangoon“ von John Boorman mit Patricia Arquette in der Hauptrolle zutiefst bewegt, den ich an diesem Thema interessierten Lesern sehr empfehlen kann. Es ist schon bezeichnend für die heutige allgemeine Gleichgültigkeit, dass dieser Film zwar als Videokassette veröffentlicht wurde, aber bis heute nicht auf DVD erschienen ist.

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