Bundeskanzler Schüssel: Helfen wir den Flutopfern! / 16 Mio. Euro aus Ö

„Das Global Village ist angesichts dieser verheerenden Flutkatastrophe Wirklichkeit geworden“, sagte Bundeskanzler Wolfgang Schüssel nach dem Fachministerausschuss über die Folgen der Flutkatastrophe. Als finanzielle Unterstützung wird Österreich insgesamt 16 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Davon stellt die öffentliche Hand 8 Millionen Euro bereit, weitere 8 Millionen Euro kommen aus privaten Spenden. Die Europäische Union wird mit insgesamt 300 Millionen Euro finanzielle Hilfe geben.
„Was dort geschah, betrifft uns alle, nicht nur wegen der österreichischen und europäischen Urlauber“, sagte Schüssel weiter. „Es ist unsere solidarische Verantwortung, dort zu helfen. Österreich ist geholfen worden, und nun hilft Österreich“, betonte der Bundeskanzler Schüssel, der gleichzeitig allen dankte, die vor Ort und in Österreich „Dienst an der Allgemeinheit leisten. Nur durch das Zusammenhelfen aller kann diese Katastrophe bewältigt werden. Diese Gemeinsamkeit spüren wir. Österreich konzentriert sich darauf, die Österreicher zu finden, zu bergen und heim zu bringen. Medizinjets, die von der Bundesregierung bereitgestellt wurden, werden verletzte Österreicher, die in den betroffenen Ländern in Behandlung sind, so bald als möglich nach Hause bringen.“ Die Behandlungskosten werden von Reiseversicherungen und von der Solidargemeinschaft der österreichischen Krankenkasse übernommen, das Gesundheitsministerium übernimmt die Organisation.
„Besonders wichtig ist nun aber die solidarische Hilfe. Die gute Botschaft für das neue Jahr ist daher, dass wir etwas Gutes in den betroffenen Ländern bewirken wollen“, meinte der Kanzler. Schüssel lobte die Parlamentsparteien und gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass in diesen Tagen „alle an einem Strang ziehen.“ Die Bundesregierung hat gemeinsam mit den Bundesländern für die unmittelbare Soforthilfe zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. „Österreich wird sich außerdem an allen internationalen Hilfsprogrammen beteiligen“, betonte der Kanzler. „Vor allem wollen wir nachhaltige Hilfe gewährleisten. Die Europäische Union hat bereits 30 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, diese Zahl kann noch verzehnfacht werden,“ erklärt Bundeskanzler Schüssel.

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