Auch dank „kulturfreundlicher“ Stadt Wien: LAURA: das wars.

Obwohl dieses Musical ein sehr idealistisches Projekt war, tat die -ach so kulturfreundliche- Stadt Wien nichts, um es zu fördern. Während dort, wo offenbar eh genug Geld verdient wird, von seiten der Stadt noch mehr Geld sogenannten „Künstlern“ nachgeschmissen wird, fand es trotz mehrmaliger Einladung zu den Premieren und Vostellungen niemand Zuständiger für sinnvoll, daran teilzunehmen.
Dass es trotzdem sogar in Wien ein Publikumserfolg wurde, ist dem Team und allen Darstellern zu verdanken und natürlich dem begeisterten Publikum selbst, das bereitwillig dafür sorgte, dass noch mehr zu den weiteren Vorstellungen erschien, und dies obwohl uns trotz bester Öffentlichkeitsarbeit mit wenigen lobenswerten Ausnahmen alle Medien ignorierten und totschwiegen (ein Skandal sondergleichen!).
Das auf idealistischen Beinen stehende Musical ist und das Verhalten der Stadt Wien und ihrer Verbündeten ist das beste Beispiel dafür, dass Kultur in Wien offenbar nur dann gestützt und gefördert wird, wenn man eh schon Geld wie Heu hat, dass Idealismus im Kulturbereich aber eher bestraft als honoriert wird.
Muss man in Wien tatsächlich Hof-Kultur betreiben, um als Künstler anerkannt zu sein? In erster Linie geht es nicht um das Geld, obwohl das auch sehr wichtig ist (immerhin wurde monatelang kostenlos geprobt und einstudiert!). Aber zumindest Anerkennung für Geleistetes kann jeder erwarten. Traurig und bedrückend und beschämend, dass diese Situation eine Stadt betrifft, die immer betont, wie kulturfreundlich sie doch ist.

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