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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Werbelüge des Jahres</title>
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		<title>Vorwurf: Mediziner lassen sich von Danone und Unilever missbrauchen</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jun 2012 14:01:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es kann nicht sein, dass sich Ärzte von Konzernen wie Danone oder Unilever als Markenbotschafter missbrauchen lassen. Um Becel pro.activ, Actimel und Activia zu bewerben, haben die Hersteller Unilever und Danone über Jahre hinweg versucht, Ärzte zu instrumentalisieren, wirft ihnen die Konsumentenschutzorganisation foodwatch vor: Ziel der speziellen Marketingkampagnen: Mediziner sollten die Functional-Food-Lebensmittel in ihren Praxen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kann nicht sein, dass sich Ärzte von Konzernen wie <a title="Danone" href="http://www.redakteur.cc/?s=Danone" target="_blank">Danone</a> oder <a title="Unilever" href="http://www.redakteur.cc/?s=Unilever" target="_blank">Unilever</a> als Markenbotschafter missbrauchen lassen. Um <a title="Becel" href="http://www.redakteur.cc/?s=becel" target="_blank">Becel  pro.activ</a>, <a title="Actimel" href="http://www.redakteur.cc/?s=actimel" target="_blank">Actimel</a> und <a title="Activia" href="http://www.redakteur.cc/?s=Activia" target="_blank">Activi</a>a zu bewerben, haben die  Hersteller Unilever und  Danone über Jahre hinweg versucht, Ärzte zu  instrumentalisieren, wirft ihnen die Konsumentenschutzorganisation <a title="foodwatch" href="http://www.redakteur.cc/?s=foodwatch" target="_blank">foodwatch</a> vor:<strong></strong> Ziel der  speziellen Marketingkampagnen: Mediziner sollten die  Functional-Food-Lebensmittel in ihren Praxen an Patienten empfehlen. Die  Konzerne setzten dabei auf irreführende Angaben und verschwiegen relevante  Informationen, wie die Verbraucherorganisation foodwatch heute in Berlin  kritisierte.</p>
<p>&#8220;Nicht nur die Pharmaindustrie, sondern auch  Lebensmittelhersteller bedrängen Ärzte, den Patienten ihre zweifelhaften  Produkte anzudienen&#8221;, erklärte Oliver Huizinga von foodwatch. &#8220;Das  Ärzte-Marketing läuft genauso irreführend und manipulativ wie die direkte  Werbung an Endverbraucher.&#8221;<span id="more-12905"></span></p>
<p>Beispiele von -laut foodwatch- fragwürdigen  Ärzte-Kampagnen:<strong><br />
</strong></p>
<ul>
<li>Im April 2012 veröffentlichte Unilever einen Offenen Brief an die    Ärzteschaft in Form ganzseitiger Anzeigen in der Ärztezeitung und im    Ärzteblatt über seine mit Pflanzensterinen angereicherte, cholesterinsenkende    Margarine. &#8220;Über 45 Humanstudien wurden durchgeführt, um sowohl die Sicherheit    als auch die Wirksamkeit von Pflanzensterinen zu belegen&#8221;, argumentiert    Unilever-Deutschland-Chef Harry Brouwer und verweist darauf, dass die    &#8220;wichtigsten europäischen Fachgesellschaften für Kardiologie (ECS) und    Atherosklerose (EAS)&#8221; Pflanzensterin-angereicherte Lebensmittel in ihre    Empfehlungen zur Behandlung erhöhter Cholesterinwerte aufgenommen hätten.    Unilever unterschlägt dabei, dass eben diese Leitlinien den gesundheitlichen    Nutzen und die Sicherheit solcher Produkte anzweifeln &#8211; darin heißt es:    &#8220;Aktuell gibt es keine Daten, die belegen, dass die Cholesterinsenkung    mithilfe von Pflanzensterinen präventiv gegen koronare Herzkrankheiten wirkt.    Um die Sicherheit von Lebensmitteln mit Pflanzensterinzusatz bei regelmäßiger    Einnahme zu garantieren, sind außerdem Langzeitstudien nötig.&#8221;</li>
<li>Im November 2011 verschickte Unilever Broschüren und Bestellscheine für    kostenlose Beratungsmaterialien per Post an Arztpraxen. Vor allem die    &#8220;Online-Services für Sie und Ihre Patienten&#8221; auf den Internetseiten    herzalter.de, mein-fettrechner.com und becel.de wurden beworben, verbunden mit    dem Appell: &#8220;Empfehlen Sie unsere Online-Services auch Ihren Patienten.&#8221; Die    wissenschaftlichen Zweifel an Lebensmitteln mit Pflanzensterinen verschweigt    Unilever auch hier, so foodwatch..</li>
<li>Auf www.actimel.de steht bis heute ein passwortgeschützter  Expertenbereich    speziell für &#8220;Ärzte und Wissenschaftler&#8221; zur  Verfügung. Danone dokumentiert    dort Fortbildungen zu Themen wie  &#8220;Probiotika und Immunsystem&#8221;, die das    Unternehmen gesponsert hat. Der  Konzern bietet Zusammenfassungen seiner    Studien an, mit denen  jahrelang die Gesundheitseffekte von Actimel belegt    werden sollte.  Danone suggeriert, Actimel sei mehr als ein gewöhnlicher    Joghurt und  könne unter anderem vor Erkältungen schützen. Dies wird durch die     Studien jedoch nicht belegt.</li>
<li>Bereits 2008 legte Danone  Actimel-Gutscheine in Arztpraxen aus, um in    einem vertrauenswürdigen  Umfeld für den Joghurt zu werben.</li>
</ul>
<p>foodwatch hatte Unilever bereits kritisiert, weil das Unternehmen in seiner  Werbung an Verbraucher suggeriert, dass ein gesundheitlicher Nutzen belegt sei,  und Hinweise auf mögliche Nebenwirkungen verschleiert.<br />
<strong></strong></p>
<p>&#8220;Actimel activiert Abwehrkräfte&#8221; &#8211; jahrelang hat Danone den Eindruck erweckt,  der probiotische Joghurtkeim &#8220;L. casei defensis&#8221; könne vor Erkältungen schützen. Inzwischen wurden die ursprüngliche Werbung und das Ärzte-Marketing von  der Realität überholt: Der &#8220;Defensis&#8221;-Keim ist heute offiziell nur noch für den  &#8220;typischen und leckeren Actimel-Geschmack&#8221; und für einen &#8220;starken Start in den  Tag&#8221; verantwortlich. Denn mit gesundheitsbezogenen Aussagen für den Joghurt-Keim  darf Danone nicht mehr werben: Es gibt keinen von der Europäischen  Lebensmittelbehörde zugelassenen Claim. Die Genehmigung einer Aussage zum Schutz  vor Erkältungen hatte Danone gar nicht erst beantragt &#8211; stattdessen einen Claim  über die Wirkung auf Durchfallerkrankungen. Dieser Antrag wurde jedoch  abgelehnt; weitere Anträge zog Danone zurück, bevor es zur Prüfung  kam, so foodwatch.</p>
<p>Bei der Wahl zum von foodwatch ausgeschriebenen Goldenen  Windbeutel 2011 hatte das Produkt den zweiten Platz  belegt. 2009 erhielt Actimel den Goldenen Windbeutel für die dreisteste Werbelüge des  Jahres. Becel pro.activ ist  derzeit einer von fünf Kandidaten für den &#8220;Goldenen  Windbeutel&#8221; 2012, der noch  bis zum 18. Juni laufenden Verbraucherwahl  zum Preis für die Werbelüge des  Jahres auf <a href="http://www.abgespeist.de" target="_blank">www.abgespeist.de</a>.</p>
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		<title>Ferreros Milchschnitte ist Werbelüge des Jahres</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jun 2011 22:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die &#8220;Milch-Schnitte&#8221; von Ferrero wurde von Konsumenten zur dreistesten Werbelüge des Jahres gewählt. Vertreter der Konsumentenschutzorganisation foodwatch begaben sich daher zum deutschen Firmengelände des italienischen Süßwarenproduzenten, um ihm den Goldenen Windbeutel 2011 zu überreichen. Die Annahme wurde verweigert. Laut Werbung eine leichte Zwischenmahlzeit, tatsächlich aber schwerer als Schoko-Sahnetorte: Zehntausende Verbraucher haben die &#8220;Milch-Schnitte&#8221; bei einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Header_Milchschnitte_final_fw.de_ger.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-9685" title="Header_Milchschnitte_final_fw.de_ger" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Header_Milchschnitte_final_fw.de_ger-300x235.jpg" alt="" width="300" height="235" /></a>Die &#8220;Milch-Schnitte&#8221; von Ferrero wurde von Konsumenten zur dreistesten Werbelüge des Jahres gewählt. Vertreter der Konsumentenschutzorganisation <a title="Foodwatch" href="http://www.redakteur.cc/?s=foodwatch" target="_blank">foodwatch</a> begaben sich daher zum deutschen Firmengelände des italienischen Süßwarenproduzenten, um ihm den Goldenen Windbeutel 2011 zu überreichen. Die Annahme wurde verweigert.</p>
<p>Laut  Werbung eine leichte Zwischenmahlzeit, tatsächlich aber schwerer als  Schoko-Sahnetorte: Zehntausende Verbraucher haben die &#8220;Milch-Schnitte&#8221; bei einer Online-Abstimmung auf <a href="http://www.abgespeist.de%20/">www.abgespeist.de</a> zur Werbelüge des Jahres 2011 gewählt. Der dreisteste Fall von  Etikettenschwindel geht damit in diesem Jahr auf das Konto von Ferrero.<span id="more-9682"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_9686" class="wp-caption alignright" style="width: 191px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/02_Goldener-Windbeutel-foodwatch1_ger.jpg"><img class="size-medium wp-image-9686 " title="2011_windbeutel" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/02_Goldener-Windbeutel-foodwatch1_ger-181x300.jpg" alt="" width="181" height="300" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Foodwatch vor dem deutschen Firmengelände von Ferrero mit dem Goldenen Windbeutel für die dreistete Werbelüge des Jahres<br />
Foto: foodwatch</h4>
</dl>
</div>
<p>&#8220;Die <a title="Foodwatch gegen Ferrero und Milka" href="http://www.redakteur.cc/foodwatch-gegen-junk-food/" target="_blank">&#8220;Milch-Schnitte&#8221;</a> hat mehr  Zucker, mehr Fett und mehr Kalorien als Schoko-Sahnetorte &#8211; die  Ferrero-Manager täuschen ihre Kunden nach Strich und Faden, wenn sie ein  solches Produkt als sportlich-leichte Zwischenmahlzeit bewerben&#8221;,  kritisiert Anne Markwardt, Leiterin der foodwatch-Kampagne gegen  Etikettenschwindel. &#8220;Mit einer so krass irreführenden Werbung trägt  Ferrero eine erhebliche Mitverantwortung dafür, dass in Deutschland  bereits 15 Prozent der Kinder als übergewichtig gelten.&#8221; Ferrero bewirbt  die Milch-Schnitte mit dem Slogan &#8220;Schmeckt leicht. Belastet nicht.  Ideal für zwischendurch&#8221; und mit der Unterstützung wechselnder  Spitzensportler. Tatsächlich ist das Produkt mit einem Zucker- und  Fettgehalt von insgesamt rund 60 Prozent alles andere als sportlich oder  leicht, so Foodwatch.</p>
<p>117.688 Verbraucher haben bei der Wahl zum Goldenen Windbeutel 2011 ihre Stimme abgegeben. Das Ergebnis:</p>
<p>1. Platz/Goldener Windbeutel: &#8220;Milch-Schnitte&#8221; von Ferrero (51.139 Stimmen/43,5 Prozent)<br />
2. Platz: <a title="Das Activia-Märchen" href="http://www.redakteur.cc/foodwatch-und-das-activia-marchen/" target="_blank">&#8220;Activia&#8221;</a> von Danone (33.981 Stimmen/ 28,9 Prozent)<br />
3. Platz: &#8220;nimm2&#8243; von Storck (18.932 Stimmen/ 16,1 Prozent)<br />
4. Platz: &#8220;Ferdi Fuchs Mini-Würstchen&#8221; von Stockmeyer (6.887 Stimmen/ 5,9 Prozent)<br />
5. Platz: &#8220;Schlemmertöpfchen Feine Gürkchen&#8221; von Kühne (6.749 Stimmen/ 5,7 Prozent)</p>
<p>Die Wahl lief vom 16. Mai bis zum 16. Juni 2011 auf <a href="http://www.abgespeist.de/">www.abgespeist.de</a>.  Mit diesem Portal entlarvt foodwatch die legalen Werbelügen der  Lebensmittelhersteller anhand konkreter Beispiele. Verbraucher können  über die Internetseite Beschwerde-E-Mails direkt an die Hersteller  senden, Ferrero zum Gewinn des Goldenen Windbeutels 2011 &#8220;gratulieren&#8221;  und das Unternehmen zur Änderung seiner Werbepraktik auffordern. Im Jahr 2010 hatte die Molkerei Zott den Goldenen Windbeutel für ihren  <a title="Werbelüge: Monte von Zott" href="http://www.redakteur.cc/verbraucher-finden-monte-von-zott-ist-dreisteste-werbeluge-des-jahres/" target="_blank">&#8220;Monte Drink&#8221;</a> erhalten, 2009 wählten die Verbraucher Danones  probiotischen Joghurt <a title="Actimel schützt die Abwehrkräfte?" href="http://www.redakteur.cc/wahrheitsgehalt-werbung/" target="_blank">&#8220;Actimel&#8221;</a> zur Werbelüge des Jahres.</p>
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