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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Weltdrogenbericht 2011</title>
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		<title>UNO: Synthetische Drogen und Medikamentenmissbrauch im Vormarsch</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jun 2011 22:13:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sucht: Medikamenten-Missbrauch und synthetische Drogen nehmen zu Der weltweite Drogenmarkt ist zwar stabil. Der Konsum von synthetischen Drogen und Medikamentenmissbrauch nehmen hingegen zu. Dies geht aus dem aktuellen Welt-Drogenbericht 2011 der UNO hervor, der im Vorfeld des alljährlich am 26. Juni begangenen Internationalen Tags gegen Drogenmissbrauch und unerlaubten Suchtstoffverkehr (Welttag gegen Drogen) veröffentlicht wurde. Demnach [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Medikamente-PICT2720.jpg"><img class="size-medium wp-image-9786" title="Digital Camera" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Medikamente-PICT2720-300x214.jpg" alt="" width="300" height="214" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Sucht: Medikamenten-Missbrauch und synthetische Drogen nehmen zu</h4>
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<p>Der weltweite Drogenmarkt ist zwar stabil. Der Konsum von synthetischen Drogen und Medikamentenmissbrauch nehmen hingegen zu. Dies geht aus dem aktuellen <a title="UNO-Weltdrogenbericht" href="www.unodc.org/wdr" target="_blank">Welt-Drogenbericht 2011 der UNO</a> hervor, der im Vorfeld des alljährlich am 26. Juni begangenen Internationalen Tags gegen Drogenmissbrauch und unerlaubten Suchtstoffverkehr (<a title="Welttag gegen Drogen" href="http://www.un.org/en/events/drugabuseday/" target="_blank">Welttag gegen Drogen</a>) veröffentlicht wurde. Demnach sind die globalen Märkte für Kokain, Heroin und Cannabis entweder geschrumpft oder stabil geblieben, während die Produktion und der Missbrauch von Medikamenten und synthetischen Drogen angestiegen ist.</p>
<p>Der illegale Anbau von Opium- und Coca-Pflanzen beschränkte sich auf einige wenige Länder. Obwohl die Produktion von Opium stark zurück ging und der Anbau von Coca leicht reduziert wurde, war die Produktion von Heroin und Kokain insgesamt gleichbleibend.<span id="more-9783"></span></p>
<p>Cannabis  aber bleibt mit Abstand die Droge, die weltweit am meisten  produziert und  konsumiert wird, obwohl die Datenbasis hierzu laut UNO eher dünn ist.  2009 haben  zwischen 2,8 und 4,5 Prozent der weltweiten Bevölkerung  zwischen 15 und  64 Jahren – das sind 125 bis 203 Millionen Menschen –  Cannabis  mindestens einmal konsumiert. Während die Cannabis-Gras   (Marihuana)-Produktion weit verbreitet ist, besonders auf dem   amerikanischen Kontinent und in Afrika, wird Cannabisharz weiterhin fast   ausschließlich in zwei Ländern produziert: Marokko, das Westeuropa und   Nordafrika beliefert, und Afghanistan, das die Märkte in Südwestasien   bedient. 2010 war Cannabis profitabler für afghanische Bauern als  Opium.  2010 war in Afghanistan Cannabisharz eine weitaus profitablere  Pflanze  als Opium.</p>
<p>&#8220;Drogen verursachen jährlich  200.000 Tote. Da Menschen mit einem   schwerwiegenden Drogenproblem den  Großteil der Drogenkonsumenten   ausmachen, ist die Behandlung dieses  Problems einer der besten Wege,   den Markt zusammenzuschrumpfen,“ warnte Yury Fedotov, Exekutivdirektor des UNO-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC). 2009 haben die   UNO-Mitgliedsstaaten die Gültigkeit des  internationalen   Drogekontrollregimes  während des High-Level Segments  der   Suchtstoffkommission bestätigt. Exekutivdirektor Fedotov betonte das Prinzip der „gemeinsamen Verantwortung“ und die Notwendigkeit, nationale, regionale und internationale Bemühungen in eine umfassende Strategie für Anbau, Produktion und Handel von Drogen einzubauen.</p>
<p>Weltweit haben rund 210 Millionen Menschen, oder 4,8 Prozent der  Bevölkerung im Alter von 15-64 Jahren, mindestens einmal illegale  Substanzen im letzten Jahr konsumiert. Der allgemeine Drogenkonsum,  inklusive des problematischen Teils, (0,6 Prozent der Bevölkerung von 15  bis 64 Jahren) ist stabil geblieben. Die Nachfrage nach Substanzen, die  nicht international kontrolliert werden, ist dagegen enorm gestiegen.  Die Wirkung von Cannabis wird zudem durch synthetische Cannabinoide  nachgeahmt, bekannt auch unter dem Namen „Spice“.</p>
<p>Der weltweite Schlafmohn-Anbau hat 2010 195.700 Hektar erreicht, eine  leichte Steigerung im Vergleich zu 2009. Die Opium-Produktion sank  dagegen um 38 Prozent auf 4.860 Tonnen, da Schädlinge einen großen Teil  der Ernte zerstört hatten. Trotzdem hat Afghanistan den größten Anteil  an der Opium-Produktion weltweit (3.600 Tonnen oder 74 Prozent). Während  der Anbau in Afghanistan stabil blieb, wurde der globale Trend von  Steigerungen in Myanmar bestimmt, wo der Anbau im Vergleich zu 2009 um  20 Prozent gestiegen ist. Als Resultat ist auch die Opium-Produktion in  Myanmar von 5 Prozent der weltweiten Produktion im Jahr 2007 auf 12  Prozent im Jahr 2010 angestiegen. Die weltweite Opium-Produktion sank  zwischen 2007 und 2010 um 45 Prozent, vor allem infolge der schlechten  Erträge 2010, doch dieser Trend wird sich laut UNO vermutlich nicht fortsetzen.</p>
<p>Die  weltweite Anbaufläche für Coca sank 2010 auf 149.100 Hektar, ein  Rückgang von 18 Prozent seit 2007. Der  US-Kokain-Markt ist den letzten Jahren massiv eingebrochen. Trotzdem ist  er noch immer der größte weltweit mit einem Verbrauch von 157 Tonnen im  Jahr 2009, was 36 Prozent des Gesamtverbrauchs entspricht. Der  zweitgrößte Kokain-Markt ist Europa, speziell West- und Mitteleuropa, wo  der Verbrauch auf 123 Tonnen geschätzt wird. In den vergangenen  zehn Jahren hat sich der Kokainverbrauch indes in Europa verdoppelt (obwohl er  in den letzten Jahren relativ stabil geblieben ist). Geschätzte 21  Tonnen Kokain sind 2009 über Westafrika nach Europa gekommen.</p>
<p>Sprunghaft  ansteigende Produktion, Handel und Verbrauch von Amphetaminen begleitet  von einer Rückkehr des Opium-Anbaus und des Heroinhandels geben in  Südostasien Anlass zur Sorge. Viele  nicht regulierte Substanzen werden als „legal highs“ und Ersatz für  illegale Aufputschmittel, wie etwa Kokain oder Ecstasy, vermarktet.  Methaphetamin, eine im hohen Maße süchtig machende Substanz, breitet  sich derzeit über Ostasien aus und  verzeichnet auch in Nordamerika seit  2009 wieder einen Anstieg, nachdem es einige Jahre rückläufig war. In  der Tat war 2009 ein Rekordjahr hinsichtlich der Beschlagnahmung  synthetischer Drogen, größtenteils vorangetrieben durch das Abfangen von  Methaphetamin – das 2009 (15,8 Tonnen) im Vergleich zu 2008 (11,6  Tonnen) um mehr als ein Drittel anstieg – vor allem in Myanmar. Obwohl  Myanmar eine der Hauptquellen für Methaphetamin-Pillen in Südostasien  ist, entwickelt sich auch Afrika zu einer Quelle für Methaphetamin, das  für Ostasien bestimmt ist.</p>
<p>Der UNO-Weltdrogenbericht wurde am Hauptsitz der Vereinten Nationen vom erst kürzlich wiedergewählten UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon sowie von Yury Fedotov, Joseph Deiss, Präsident der Generalversammlung, Gil Kerlikowske, Direktor der Drogenkontrollbehörde des Weißen Hauses und Viktor Ivanov, Direktor der russischen Drogenkontrollbehörde vorgestellt.</p>
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