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	<title>Elmar Leimgruber &#187; VÖZ</title>
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		<title>Internationaler Tag und Feinde der Pressefreiheit 2013</title>
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		<pubDate>Fri, 03 May 2013 07:31:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum heutigen Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai stellt Reporter ohne Grenzen (ROG) die neue Liste der „Feinde der Pressefreiheit“ vor. Sie umfasst rund 40 Staatschefs, paramilitärische Gruppen und kriminelle Netzwerke, die unabhängige Journalisten verfolgen und versuchen, Medien gleichzuschalten. Neue „Feinde der Pressefreiheit“ sind demnach Ägypten, Syrien und Pakistan. Die Liste ist hier abrufbar. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Top-Pressefreiheit-2013.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14860" title="Top-Pressefreiheit 2013" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Top-Pressefreiheit-2013-161x300.jpg" alt="" width="129" height="240" /></a>Zum heutigen Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai stellt <em>Reporter ohne Grenzen</em> (ROG) die neue Liste der „Feinde der Pressefreiheit“ vor. Sie umfasst  rund 40 Staatschefs, paramilitärische Gruppen und kriminelle Netzwerke,  die unabhängige Journalisten verfolgen und versuchen, Medien  gleichzuschalten. Neue „Feinde der Pressefreiheit“ sind demnach Ägypten, Syrien und Pakistan. <a title="ROG-Liste der Pressefreiheit 2013" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/docs/130502_Feinde_der_Pressefreiheit_final.pdf" target="_blank">Die Liste ist hier abrufbar.</a></p>
<p>Zahlreiche Organisationen beziehen zum heutigen Welttag der Pressefreiheit Stellung, darunter der Österreichische Journalisten Club (ÖJC): &#8220;Pressefreiheit ist unteilbar. Wenn man die Morde an Journalisten in  Mexiko, Syrien und Afghanistan verurteilt, dann muss man auch im eigenen  Haus, zum Beispiel bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für freie  und demokratische Medien, für Ordnung sorgen&#8221;, argumentiert  ÖJC-Präsident Fred Turnheim und fordert einen &#8220;Runden Tisch zur Verbesserung der Pressefreiheit in Österreich&#8221;.<span id="more-14856"></span></p>
<p>Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) appelliert aus Anlass des Internationalen  Tags der Pressefreiheit an die Medienunternehmer in  Deutschland, die Arbeitsbelastung der Journalisten zu  reduzieren und die redaktionelle Personalausstattung zu verbessern: „Die Pressefreiheit muss gelebt werden“, forderte  DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Das ist nur möglich, wenn  Journalistinnen und Journalisten die Möglichkeit haben, frei und  kritisch zu recherchieren.“ Eine unterbesetzte Redaktion sei dazu ebenso  wenig in der Lage wie ein freier Journalist, der mehr auf Masse als auf  Klasse setzen müsse, um wirtschaftlich zu überleben, so Konken.</p>
<p>Die Österreichische Journalistengewerkschaft fordert zum heutigen Tag freien Zugang zu Information sowie die Sicherung der materiellen Basis der Medien und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. &#8220;Österreichs Politiker und Behörden betrachten die Information der Bürgerinnen und Bürger immer noch als Akt obrigkeitlicher Gnade. Wir fordern daher die gesetzliche Verankerung einer behördlichen Informationspflicht&#8221;, so Franz C. Bauer, Vorsitzender der Journalistengewerkschaft in der GPA-djp. Der freie Zugang zur Information dürfe nicht Gegenstand behördlicher und politischer Willkür bleiben.</p>
<p>Den diesjährigen Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai nimmt der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) zum Anlass, mit einer Kampagne die Bedeutung von unabhängigen Zeitungen und Magazinen für die Wahrung der Pressefreiheit hervor zu streichen. &#8220;Wenngleich Soziale Medien Möglichkeiten des Meinungsaustausches bieten und Suchmaschinen Werkzeuge zur Informationsbeschaffung sind, können sie keine objektive Information gewährleisten oder gar die &#8216;Watchdog&#8217;-Funktion der freien Presse ersetzen&#8221;, zeigt sich VÖZ-Präsident Thomas Kralinger überzeugt.</p>
<p>Auf Platz 1 des ROG-Rankings der Pressefreiheit steht nicht mehr Norwegen (jetzt Platz 3) wie im Vorjahr, sondern heuer Finnland, gefolgt von den Niederlanden. Österreich verliert 7 Positionen und stürzt von Platz 5 auf 12. Die Schweiz verliert 6 Positionen und und belegt nun den 14. Platz, während Deutschland nur leicht absackt und jetzt auf Rang 17 liegt.</p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Schlusslichter-Pressefreiheit-2013.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14861" title="Schlusslichter Pressefreiheit 2013" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Schlusslichter-Pressefreiheit-2013-222x300.jpg" alt="" width="222" height="300" /></a>Neu auf der ROG-Liste der &#8220;Feinde de Pressefreiheit stehen u.a. die  Muslimbruderschaft in Ägypten, die syrische Rebellengruppe  Al-Nusra-Front und bewaffnete Rebellen im pakistanischen Baluchistan.  Andere, wie die baskische Untergrundorganisation ETA und den  birmanischen Präsidenten Thein Sein, zählt <em>Reporter ohne Grenzen </em>hingegen nicht mehr zu den „Feinden der Pressefreiheit“. Andere  „Feinde der Pressefreiheit“ stehen seit Jahren unverändert auf  der  ROG-Liste. Dazu gehören RUSSLANDS Präsident Wladimir Putin, die   Staatschefs von ASERBAIDSCHAN und BELARUS, Ilcham Alijew und Alexander   Lukaschenko, Drogenkartelle aus MEXIKO, Mafiagruppen aus ITALIEN und   Taliban-Chef Mullah Omar. Neu ist in diesem Jahr die Form, in der ROG   die „Feinde“ präsentiert: Sie stellen sich in ironischen Selbstporträts   vor oder werden in Form fiktiver Anklagen für ihre Verbrechen gegen die   Pressefreiheit zur Rechenschaft gezogen.</p>
<p>In  ÄGYPTEN tauschten die Muslimbrüder mithilfe ihrer Mehrheit im Parlament  und ihrem Kandidaten Mohammed Mursi als Präsident die Herausgeber und  Chefredakteure staatlicher Zeitungen aus und ersetzten sie mit Getreuen.  Der von Mursi ernannte Generalstaatsanwalt Talaat Abdullah überzieht  kritische Journalisten mit Klagen wegen Verleumdung, Beleidigung des  Präsidenten und Verunglimpfung des Islam. Ausländische Korrespondenten  werden als Spione diffamiert, einheimische Kollegen mit Gewalt bedroht.</p>
<p>In  SYRIEN, wo seit Beginn des Aufstandes im März 2011 mindestens 23  Journalisten und 59 Bürgerjournalisten getötet wurden, zählt ROG  Präsident Baschar al-Assad seit Jahren zu den „Feinden der  Pressefreiheit“. Auf der aktuellen Liste stehen jedoch auch gegen ihn  kämpfende Rebellen. Die im April 2011 gegründete Al-Nusra-Front greift  systematisch Mitarbeiter syrischer Staatsmedien an, entführt  Journalisten und bedroht ausländische Korrespondenten, die die Rebellen  kritisieren. Neu hinzugekommen sind auf der Liste der „Feinde der  Pressefreiheit“ 2013 außerdem religiöse Extremisten auf den MALEDIVEN  und bewaffnete Gruppen in PAKISTAN, die in der rohstoffreichen Provinz  Baluchistan für mehr Unabhängigkeit kämpfen.</p>
<p>In anderen Ländern hat sich die Situation laut ROG verbessert. Den Präsidenten von BIRMA, Thein Sein, zählt <em>Reporter ohne Grenzen</em> nicht mehr zu den „Feinden der Pressefreiheit“. Im Zuge  innenpolitischer Reformen ließ er etliche regimekritische Journalisten  frei, schaffte die Vorzensur für Printmedien ab und erlaubt seit April  2013 die Herausgabe privater Tageszeitungen. Ebenfalls von der Liste  gestrichen wurde in SPANIEN die baskische Untergrundorganisation ETA,  die den bewaffneten Kampf weitgehend eingestellt und Ende 2012  angekündigt hat sich aufzulösen. Nach wie vor müssen einige Journalisten  im Baskenland unter Polizeischutz arbeiten, systematische Angriffe  gegen Medien beobachtete ROG allerdings im vergangenen Jahr nicht mehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Kardinal Schönborn ortet &#8220;Zwist-Fixiertheit&#8221; der Medien</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Nov 2012 23:02:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<div><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Schönborn-IMG_38631.jpg"><img class="size-medium wp-image-8069 alignleft" title="Schönborn IMG_3863" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Schönborn-IMG_38631-205x300.jpg" alt="" width="164" height="240" /></a>&nbsp;</p>
<p>Medienkritik übt der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn in neuem Public-Value-Bericht &#8220;Mehr-Wert&#8221; des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ): &#8220;Jedes Ringen wird zu       einem Kampf stilisiert, bei dem am Ende Sieg und Niederlage       bleiben&#8221;.  Zeitungen und Magazine hätten dank des &#8220;besonderen Gewichts&#8221; des gedruckten Wortes auch eine besondere Verantwortung für die Information und Meinungsbildung in einer Demokratie, schreibt der Wiener Erzbischof:</p>
<p>&#8220;Der Trend zur Fixierung auf Zwist und Kampf&#8221; hingegen sei eine &#8220;bedenkliche Entwicklung&#8221; in  der massenmedialen Berichterstattung. Nicht nur die innerkirchliche Diskussion werde derzeit fast nur anhand von Leitfragen wie &#8220;Wer teilt aus, wer steckt ein, wer gewinnt, wer unterliegt?&#8221; eindimensional abgehandelt, kritisiert Kardinal Schönborn. &#8220;Die darunterliegenden Sachfragen werden kaum noch berührt.&#8221; Das verderbe die Lust am Lesen.<span id="more-13891"></span></p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieses &#8220;Phänomen der medialen Dramatisierung&#8221; zeigt sich nach der Beobachtung Schönborns nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich: &#8220;Eheprobleme&#8221; würden gleich zu &#8220;Rosenkriegen&#8221;, wer den Vorschlag einer anderen Partei nicht aufgreift, erteile ihr &#8220;eine Ohrfeige&#8221;, wenn Politiker widersprächen, &#8220;attackieren&#8221; sie, nannte<br />
der Kardinal einige Beispiele. Er wünsche sich daher &#8220;eine vertiefte Reflexion der Medienschaffenden über die Frage&#8221; an: &#8220;Worauf richten wir eigentlich den Blick der Menschen? Zeichnen wir wirklich das Bild der Wirklichkeit?&#8221;</p>
<p>Diese Nachdenklichkeit würde auch dem wirtschaftlichen Überleben des jeweiligen Mediums dienen, meinte Schönborn. &#8220;Denn wie wir aus der Sozialforschung wissen, sind Zwietracht und Kampf höchstens im Kino ein Quotenbringer. Da, wo es um die wirkliche Welt geht, zerstören sie. Auch die Lust am Lesen.&#8221;</p>
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		<title>Journalistenclub fordert Transparenz bei politisch beauftragten Inseraten</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Oct 2010 09:36:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Forderung des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ)  für mehr Transparenz bei Inseraten der Bundesregierung ist begrüßenswert, aber nur ein inkonsequenter, erster Schritt in die richtige Richtung. &#8220;Der Österreichische Journalisten Club fordert bereits seit längerem die Offenlegung aller politisch motivierten Inserate und deren Kosten. Dabei  ist unerheblich, ob diese Inserate von der Bundesregierung, von Landtagen, Gemeinderäten, politischen Parteien oder den Sozialpartnern direkt in Auftrag gegeben wurden&#8221;, so ÖJC-Präsident Fred Turnheim. Steuergelder werden in allen Fällen verwendet und<br />
daher hat der Steuerzahler auch das Recht zu wissen, welches Medium wie viel Geld von der öffentlichen Hand bekommt.<span id="more-7212"></span></p>
<p>Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC), mit rund 6.500 Journalistinnen und Journalisten die nach eigenen Angaben größte Journalistenorganisation in Österreich, fordert die Bundesregierung und alle im Nationalrat vertretenen Parteien zudem dringend auf, ein neues Medienrecht zu schaffen. Dies soll ein umfassendes Gesetz werden, dass im Verfassungsrang steht. &#8220;Damit wollen wir einen eindeutigen Schutz der Journalisten und ihrer Informanten erreichen&#8221;, sagt ÖJC-Präsident Fred Turnheim am Samstag zur aktuellen Diskussion über die Pressefreiheit in Österreich.</p>
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		<title>Heute ist Internationaler Tag der Pressefreiheit</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 00:15:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Abbildung: reporter-ohne-grenzen.de Heute, 3. Mai, ist der Internationale Tag der Pressefreiheit. Der Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA) rückt anlässlich dieses Tages das Schicksal all jener Journalistinnen und Journalisten ins öffentliche Bewusstsein, die aus ihrem Land fliehen mussten oder müssen, um ihrer Inhaftierung oder der Bedrohung gegen Leib und Leben zu entgehen, nur weil sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_4580" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/FotosPressefreiheit.jpg"><img class="size-full wp-image-4580" title="FotosPressefreiheit" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/FotosPressefreiheit.jpg" alt="" width="240" height="320" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Abbildung: reporter-ohne-grenzen.de</dd>
</dl>
</h4>
<p>Heute, 3. Mai, ist der Internationale Tag der Pressefreiheit.  Der Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA) rückt anlässlich dieses Tages das Schicksal all jener Journalistinnen und Journalisten ins öffentliche Bewusstsein, die aus ihrem Land fliehen mussten oder müssen, um ihrer Inhaftierung oder der Bedrohung gegen Leib und Leben zu entgehen, nur weil sie ihrer Arbeit nachgegangen sind. Dies teilt der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) mit. Es sei zudem hoch an der Zeit, die Presse- und Informationsfreiheit auch in Österreich im vollen Umfang abzusichern: &#8220;Sie sind ein Grundpfeiler unserer Demokratie und die demokratische Beteiligung hängt von Menschen ab, die gut informiert sind&#8221;, betont VÖZ-Verbandsgeschäftsführer Gerald Grünberger. Und das Redaktionsgeheimnis müsse zu seinem Schutz &#8220;verfassungsrechtlich abgesichert werden,&#8221;  fordert Grünberger.</p>
<p>Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) ruft dazu auf, der zahlreichen getöteten Journalistinnen und Journalisten in aller Welt zu gedenken. Nach Angaben des International News Safety Institute (INSI) kamen in den letzten vier Jahren 500 Medienmitarbeiter in Ausübung ihres Berufs ums Leben. Weniger als 20 Prozent der Journalistenmorde werden strafrechtlich geahndet. Das für Journalisten gefährlichste Land ist demnach der Irak.<span id="more-4579"></span>Die Axel Springer Medien DIE WELT und WELT KOMPAKT unterstützen in diesem Jahr den Internationalen Tag der Pressefreiheit als exklusiver Medienpartner der Organisation &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221;. Die Titelseiten der beiden Tageszeitungen der WELT-Gruppe werden am Montag, 3. Mai 2010, leer erscheinen &#8211; ohne Aufmacher, Nachrichten, Kommentare und Fotos. Stattdessen ist unten rechts auf den Titelseiten nur eine kleine Anzeige von Reporter ohne Grenzen (ROG) zu sehen, die auf die weltweite Bedeutung und den Stellenwert der Pressefreiheit aufmerksam macht.</p>
<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_4581" class="wp-caption alignright" style="width: 181px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/101photos-ROG.jpg"><img class="size-full wp-image-4581" title="101photos-ROG" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/101photos-ROG.jpg" alt="" width="171" height="229" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Abbildung: rog.at</dd>
</dl>
</h4>
<p>Bereits seit 25 Jahren macht sich Reporter ohne Grenzen (ROG) in Österreich  für Pressefreiheit stark. Die Organisation ist seit ihrer Gründung 1985 mit Interventionen, Kampagnen und Protesten weltweit an Ort und Stelle, wenn Meinungs- und Pressefreiheit bedroht werden. Reporter ohne Grenzen in Deutschland und in Österreich veröffentlichen zum 3. Mai jeweils ein eigenes Fotobuch:</p>
<p>Das neue &#8220;österreichische&#8221; Fotoalbum, produziert in Zusammenarbeit mit der renommierten französischen Fotoagentur &#8220;Magnum Photos&#8221;, steht zugleich für das 25-jährige Jubiläum von ROG als auch für den 20. Tag der Pressefreiheit am 3.Mai. Veröffentlicht werden 101 Bilder fotografischer Größen des vergangenen Jahrhunderts: René Burri, Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, Raymond Depardon, Elliott Erwitt, Jim Goldberg, Joseph Koudelka, Steve McCurry, Martin Parr, Paolo Pellegrin and Marc Riboud.              Dieser Bildband ist bei <a title="101 Bilder für die Pressefreiheit" href="http://www.rog.at/fotobuecher/magnum-photos-101-bilder-fur-die-pressefreiheit.html" target="_blank">ROG Österreich</a> erhältlich.</p>
<p class="newsbody">Das grobkörnige Foto auf dem Cover des neuen &#8220;deutschen&#8221; Bildbandes „Fotos für die Pressefreiheit 2010“ von Reporter ohne Grenzen (ROG) steht in mehrfacher Hinsicht für eine neue Zeit: Eine ausgestreckte blutige Hand. Wem sie gehört, ist nicht zu erkennen. Das Bild wurde mit einer Handy-Kamera aufgenommen und via Twitter verbreitet. Es zeigt einen Demonstranten in Teheran nach der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Ahmadinedschad im Juni 2009. Das Foto steht für eine mutige Reformbewegung und für die wachsende Bedeutung der neuen Medien bei der Verbreitung von Bildern und Nachrichten. Eingebettet in neuem Layout sind alle Bildserien von vertiefenden Texten begleitet, in denen die unterschiedlichen Facetten von Presse- und Meinungsfreiheit beleuchtet werden. Im Blickpunkt des mehr als 100-seitigen Albums stehen 14 Länder und Gebiete, in denen ROG im Jahr 2009 massive Verstöße gegen die Pressefreiheit dokumentierte. Dieser Bildbild ist bei <a title="Fotos für die Pressefreiheit" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/publikationen/bestellen.html" target="_blank">ROG Deutschland</a> erhältlich.</p>
<p class="newsbody">Anlässlich des heutigen Gedenktages sei auch<a title="Pressefreiheit und wirtschaftliche Zwänge" href="http://www.redakteur.cc/journalistische-unabhangigkeit-und-wirtschaftliche-zwange/" target="_self"> mein neuer Kommentar zum Thema Pressefreiheit</a> sowie meine weiteren <a title="Pressefreiheit" href="http://www.redakteur.cc/?s=Pressefreiheit" target="_blank">Beiträge zum Thema Pressefreiheit</a> in Erinnerung gerufen.</p>
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		<title>Für Verantwortung im Journalismus UND Pressefreiheit</title>
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		<pubDate>Thu, 15 May 2008 06:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war äusserst interessant, der Festrede von Österreichs Medienministerin Doris Bures bei der diesjährigen ÖJC-Soiree auf Schloss Belvedere in Wien zu lauschen: Eindringlich appellierte sie dafür, dass es in Österreich doch wieder eine selbstverordnete Zensur der Medien geben möge, die auf Ethik und Moral beruht. Ich sage dazu: Nein, danke. Fred Turnheim, Präsident des ÖJC [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war äusserst interessant, der Festrede von Österreichs Medienministerin Doris Bures bei der diesjährigen ÖJC-Soiree auf Schloss Belvedere in Wien zu lauschen: Eindringlich appellierte sie dafür, dass es in Österreich doch wieder eine selbstverordnete Zensur der Medien geben möge, die auf Ethik und Moral beruht.</p>
<p>Ich sage dazu: Nein, danke.</p>
<p>Fred Turnheim, Präsident des ÖJC (Österreichischer Journalistenclub) sprach in seiner anschließenden Rede im altehrwürdigen Marmorsaal des historisches Schlosses das aus, was sich wohl auch viele anwesende Journalisten dachten: Presserat gut und schön, aber eine solche Zensur- und Moralinstanz hätte keinen Sinn, wenn sie ausschließlich aus dem Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) bestehen würde. Hier hätten nämlich genau jene keine Stimme, die gerügt werden könnten, nämlich die Journalisten.</p>
<p>Und so forderte Turnheim, dass bei allfälligen Verhandlungen einer Neugründung des Presserates der ÖJC als größte Journalistenorganisation des Landes mitbeteiligt werden müsste, um die durch Gesetze der letzten Jahre immer wieder eingeschränkte Pressefreiheit weiter zu garantieren.</p>
<p>Ich bin für einen Ehrenkodex und für Verantwortungsbewusstsein im Journalismus -beides sollte selbstverständlich sein- (siehe dazu meinen Kommentar vom 29.4.2008 hier auf meinsenf.net) und auch für ein -allerdings objektives- Gremium, das dessen Einhaltung überwacht und bei schweren Übertretungen auch rügt. Aber in dieser Institution müssen vor allem jene vertreten sein, die recherchieren und berichten, eben die Journalisten selbst und Vertreter möglichst aller Medien des Landes, keinesfalls jedoch Politiker.</p>
<p>Die moralisch-ethischen Kriterien müssen zudem von vorne herein so definiert werden, dass die Pressefreiheit keinesfalls eingeschränkt wird und dass auch klar und unmissverständlich feststeht, welches Verhalten konkret als untragbar gilt und daher gerügt werden muss. Und diese Vereinbarungen müssen auch von möglichst allen Medien unterzeichnet werden, um die gemeinsame Bereitschaft zu bezeugen, sich freiwillig ethischen Kriterien im Journalismus zu unterwerfen.</p>
<p>Der Presserat in Deutschland besteht übrigens aus vier Organisationen: dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger, dem Verband deutscher Zeitschriftenverleger, dem Deutschen Journalistenverband und dem verdi-Fachbereich Medien (Gewerkschaft). Dessen oberste Ziele sind das Eintreten für die Pressefreiheit aber auch die Wahrung des Ansehens der deutschen Presse beispielsweise durch öffentliche Rügen.</p>
<p>Im alten österreichischen Presserat, der bis 2002 in dieser Form existierte und zu ständigem Streit und letztlich zur Auflösung führte, waren der VÖZ, die Journalistengewerkschaft, sowie Entsandte des Presseclub Concordia und des Zeitschriften-Fachverbandes vertreten.</p>
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