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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Überwachung</title>
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	<description>Elmar Leimgruber online</description>
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		<title>Reporter Ohne Grenzen verklagen BND (Unterschriftenaktion)</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2015 10:52:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die gemeinnützige internationale Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) verklagt den deutschen Bundesnachrichtendienst (BND) wegen Verletuung des Fernmeldegesetzes und fordert zu einer Unterschriftenaktion auf. ROG wirft dem Bundesnachrichtendienst vor, den E-Mail-Verkehr der Organisation mit ausländischen Partnern, Journalisten und anderen Personen im Zuge seiner strategischen Fernmeldeüberwachung ausgespäht zu haben: Der BND &#8220;beeinträchtigt massiv die Arbeit von ROG [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/ROG-Petition-gegen-BND.jpg"><img class="size-full wp-image-16181 alignright" title="ROG-Petition gegen BND" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/ROG-Petition-gegen-BND.jpg" alt="Grafik: ROG-Webseite" width="312" height="139" /></a>Die gemeinnützige internationale Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) verklagt den deutschen Bundesnachrichtendienst (BND) wegen Verletuung des Fernmeldegesetzes und fordert zu einer Unterschriftenaktion auf. ROG wirft dem Bundesnachrichtendienst vor, den E-Mail-Verkehr der  Organisation mit ausländischen Partnern, Journalisten und anderen  Personen im Zuge seiner strategischen Fernmeldeüberwachung ausgespäht zu  haben:</p>
<p>Der BND &#8220;beeinträchtigt massiv die Arbeit von ROG und verletzt die Interessen der Organisation&#8221;, so ROG. Die Klage wurde am Dienstag (30. Juni 2015) beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingereicht. In einer <a title="ROG-Klage und Onlinepetition" href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/?id=1345" target="_blank">Online-Petition</a> ruft ROG daher zudem zur Unterstützung der Klage auf, die auch das Verkehrsanalysesystem &#8220;VerAS&#8221; einschliesst. <span id="more-16178"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Für zahlreiche Journalisten aus Deutschland und aus autoritären Staaten wie Usbekistan, Aserbaidschan oder China sei ROG ein regelmäßiger und wichtiger Ansprechpartner, an den sie sich mit schutzwürdigen Anliegen oder vertraulichen Informationen wenden. Die Ausforschung der Kommunikation durch den BND bedeute jedoch, dass sich die Journalisten mit ihren persönlichen Anliegen nicht mehr darauf verlassen können, dass ihre Kommunikation vertraulich bleibt, kritisiert ROG.</p>
<p>Wie aus dem jährlichen Bericht des Parlamentarischen Kontrollgremiums vom 08. Januar 2015 hervorgeht, hat der BND im Zuge der strategischen Fernmeldeüberwachung im Jahr 2013 schätzungsweise hunderte Millionen Mails mit Suchbegriffen durchforstet und schließlich mehr als 15.000 Mails mit Treffern ermittelt, die genauer untersucht wurden. Zu den Schwerpunkten der Arbeit von ROG gehören die Staaten des Nahen und Mittleren Ostens und der ehemaligen Sowjetunion. Im fraglichen Zeitraum stand die Organisation mit zahlreichen Journalisten und zivilgesellschaftlichen Akteuren über Themen wie die Tätigkeit von Geheimdiensten in engem Austausch. Nach allem, was über die vom BND verwendeten Suchbegriffe bekannt ist, muss ROG deshalb davon ausgehen, dass auch zahlreiche E-Mails der Organisation erfasst und weitergehend bearbeitet wurden.</p>
<p>Reporter ohne Grenzen vertritt die Auffassung, dass diese Überwachungspraxis unverhältnismäßig ist und vom Gesetz zur Beschränkung des Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnisses (kurz G10-Gesetz) nicht gedeckt ist. Angesichts dieser Überwachung sieht ROG den Informantenschutz für Journalisten nicht mehr garantiert und die freie Berichterstattung in Deutschland bedroht. Den Medien ist es nicht mehr ausreichend möglich, ihrer Rolle als vierte Gewalt in einer demokratischen Gesellschaft nachzukommen.</p>
<p>Dabei genießen Journalisten in Deutschland wie auch in anderen demokratischen Ländern ein Zeugnisverweigerungsrecht, das sie dazu berechtigt, gegenüber Ermittlungsbehörden die Quellen ihrer Recherchen zu verschweigen. Auch der Kommunikationsverkehr von Journalisten in der Demokratie steht unter einem besonderen Schutz. Mit seiner Klage will ROG dieses Recht von Journalisten durchsetzen.</p>
<p>Verschiedene Studien sind übereinstimmend zu dem Ergebnis gekommen, dass sich Journalisten angesichts von Massenüberwachung in ihrer Arbeit bedroht fühlen und gezwungen sehen, ihre Arbeitsweise zu ändern oder bestimmte Recherchen nicht weiter zu verfolgen. In Einzelfällen schrecken Informanten sogar davor zurück, Journalisten zu kontaktieren, weil sie fürchten, vom Geheimdienst enttarnt zu werden. Informanten und Whistleblower sind jedoch eine Grundvoraussetzung für unabhängige, journalistische Berichterstattung in einer Demokratie.</p>
<p>Die juristische Überprüfung der Überwachungspraxis durch das Bundesverwaltungsgericht soll auch die Glaubwürdigkeit Deutschlands gegenüber der willkürlichen Praxis autoritärer Staaten wie China, Saudi-Arabien oder Turkmenistan stärken. Die UN-Vollversammlung hat Ende 2013 die Resolution „Right to Privacy in the Digital Age“ verabschiedet, die die Bundesregierung mit initiiert hatte.</p>
<p>Es erscheint uns jedoch wenig glaubwürdig, wenn die Bundesregierung einerseits versucht, andere Regierungen zu mehr Achtung der Informationsfreiheit zu bewegen, und deutsche Nachrichtendienste gleichzeitig einer ähnlichen Praxis folgen und Bürger ebenfalls massenhaft ausspähen. Die Bundesregierung muss stattdessen die in der Resolution genannten Forderungen auch im eigenen Land umsetzen und sicherstellen, dass die deutschen Geheimdienste sich bei ihren Überwachungsmaßnahmen an geltende Gesetze halten.</p>
<p>ROG klagt deswegen auch gegen den Einsatz des Verkehrsanalysesystems „VerAS“. Mit diesem Programm erhebt und verarbeitet der BND seit dem Jahr 2002 Metadaten auch von deutschen Bürgern, die im Zusammenhang mit ihrer Kommunikation anfallen. Dabei erfasst der Nachrichtendienst neben Telefonverbindungen, SMS und E-Mails auch das Surfen im Internet sowie die Nutzung von sozialen Netzwerken. Für diese Art von Datensammlung und -analyse gibt es keine gesetzliche Grundlage; sie muss deshalb sofort eingestellt werden.</p>
<p>Aus Sicht der Sicherheitsbehörden verfolgt  „VerAS“ das Ziel, Beziehungen zwischen Terrorverdächtigen zu erkennen und auf diese Weise geheime Pläne oder ganze Netzwerke aufzudecken. Dieses Verfahren wird so umfassend angewandt, dass auch Journalisten erfasst werden können, die nur indirekt und über bis zu vier weitere Kommunikationspartner mit einem Terrorverdächtigen in Verbindung gebracht werden können. Auf diese Weise kommt  der BND eigenen Angaben zufolge auf rund 500 Millionen Metadaten pro Monat, die er erfasst. Angesichts dieser immensen Datensammlung ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch die Verbindungsdaten von ROG als internationaler Organisation vom BND gespeichert wurden.</p>
<p>&#8220;Der Schutz des Post- und Telekommunikationsgeheimnisses ist ein weltweit geachtetes Menschenrecht. Deshalb haben Reporter ohne Grenzen und andere zivilgesellschaftliche Gruppen bereits im März eine umfassende Kontrolle der deutschen Geheimdienste angemahnt. Wir wiederholen heute unsere Forderung, dass es keine Überwachungsmaßnahmen ohne gesetzliche Grundlage geben darf, weder im Inland noch im Ausland&#8221;, betont Reporter ohne Grenzen.</p>
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		<title>Prinzipien zum Schutz der Menschenrechte in der digitalen Welt verabschiedet</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Sep 2013 22:08:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Reporter ohne Grenzen (ROG) hat gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Gruppen aus aller Welt 13 Prinzipien zum Schutz der Menschenrechte in der digitalen Welt vorgelegt. Die von mehr als 260 Organisationen unterzeichneten Internationalen Grundsätze für die Anwendung der Menschenrechte in der Kommunikationsüberwachung wurden am Rande der aktuellen Sitzung des UN-Menschenrechtsrates in Genf vorgestellt und formulieren einen Maßstab [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Reporter ohne Grenzen (ROG) hat gemeinsam mit  zivilgesellschaftlichen Gruppen aus aller Welt 13 Prinzipien zum Schutz  der Menschenrechte in der digitalen Welt vorgelegt. Die von mehr als 260  Organisationen unterzeichneten <a title="Die Grundsätze für die Anwendung der Menschenrechte in der Kommunikationsüberwachung" href="https://de.necessaryandproportionate.org/text" target="_blank">Internationalen Grundsätze für die Anwendung der Menschenrechte in der Kommunikationsüberwachung</a> wurden am Rande der aktuellen Sitzung des UN-Menschenrechtsrates in  Genf vorgestellt und formulieren einen Maßstab dafür, inwieweit  Überwachungsgesetze und -praktiken im Einklang mit den Menschenrechten  stehen. Sie machen deutlich, dass die derzeitigen Überwachungsmethoden  zu weit gehen und eingeschränkt werden müssen. <span id="more-15458"></span></p>
<p>Konkret fordern  die Unterzeichner unter anderem, dass staatliche Maßnahmen der  Kommunikationsüberwachung ausschließlich aufgrund gesetzlicher  Vorschriften und für rechtmäßige Ziele angewendet werden dürfen. Sie  müssen nachweislich notwendig und angemessen sowie bei sorgfältiger  Abwägung der Vor- und Nachteile verhältnismäßig sein und von der Justiz  oder anderen demokratischen Aufsichtsorganen kontrolliert werden.  Regierungen sollten die Anbieter von Hard- und Software niemals zum  Einbau von Überwachungsfunktionen in ihre Systeme oder zur  Vorratsdatenspeicherung zwingen. Diese Prinzipien müssen für eigene und  fremde Bürger im In- wie im Ausland gelten, unabhängig vom Ziel der  Überwachung – ob zur Strafverfolgung, zum Schutz der nationalen  Sicherheit oder für andere Ziele.</p>
<p>Die Grundsätze sind das  Ergebnis mehr als einjähriger Beratungen mit Akteuren der  Zivilgesellschaft sowie Experten für Technologie und den Schutz der  Privatsphäre. Die Enthüllungen der vergangenen Monate unterstreichen,  wie stark die ausufernden Überwachungspraktiken auch westlicher  Geheimdienste Meinungs- und Pressefreiheit sowie andere Menschenrechte  gefährden. Menschen- und Bürgerrechtsaktivisten in aller Welt werden die  gemeinsam erarbeiteten Grundsätze als Maßstab an bestehende und  geplante Gesetze anlegen und Änderungen einfordern, wo diese nötig sind.</p>
<p>Der vollständige Wortlaut der Grundsätze in 30 Sprachen sowie die Liste der Unterzeichner ist <a title="Die Grundsätze für die Anwendung der Menschenrechte in der Kommunikationsüberwachung" href="https://de.necessaryandproportionate.org/text" target="_blank">hier</a> abrufbar. Zusätzliche Unterstützer können die Grundsätze <a title="Hier mitzeichnen!" href="https://de.necessaryandproportionate.org/about#necessaryandproportionate-sign-form" target="_blank">hier unterzeichnen</a>.</p>
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		<title>Reporter ohne Grenzen (ROG) solidarisiert sich mit Netzwerk investigativer Journalisten</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Aug 2013 22:09:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Reporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt &#8220;Schikanen gegen das Netzwerk investigativer Journalisten&#8221; wie David Miranda, Laura Poitras und Jacob Appelbaum. ROG ist zutiefst besorgt über das Vorgehen der britischen Behörden gegen David Miranda, den Lebenspartner des Guardian-Journalisten Glenn Greenwald: „Die USA und Großbritannien versuchen offenbar, das Netzwerk zu zerstören, das hinter den journalistischen Veröffentlichungen über die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Reporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt &#8220;Schikanen gegen das Netzwerk investigativer Journalisten&#8221; wie David Miranda, Laura Poitras und Jacob Appelbaum. ROG ist zutiefst besorgt über das Vorgehen der britischen Behörden gegen David Miranda, den Lebenspartner des <em>Guardian</em>-Journalisten <strong>Glenn Greenwald</strong>:  „Die USA und Großbritannien versuchen offenbar, das Netzwerk zu  zerstören, das hinter den journalistischen Veröffentlichungen über die  staatlichen Überwachungsprogramme beider Länder steht“, kritisiert der  Vorstandssprecher von Reporter ohne Grenzen, Michael Rediske. Großbritannien steht in der ROG-Rangliste der  Pressefreiheit auf Platz 29 von 179 Ländern.<span id="more-15223"></span></div>
<div>Dass  Miranda unter Berufung auf Anti-Terror-Gesetze über die Arbeit  Greenwalds befragt wurde, bewertete er als klaren Missbrauch. „Das  bestätigt unsere immer wieder geäußerte Befürchtung, dass die seit 2001  in vielen Ländern beschlossenen Anti-Terror-Gesetze für ganz andere, oft  beliebige Zwecke der Staatsräson benutzt werden“, sagt Rediske.</div>
<p>Ermittler hatten den Brasilianer Miranda am Sonntag beim Umsteigen auf dem Londoner Flughafen Heathrow stundenlang festgehalten und verhört.  Er hatte nach Angaben des in Brasilien lebenden investigativen  Reporters Greenwald dessen Recherchepartnerin Laura Poitras in Berlin  besucht und ihr im Auftrag des Guardian Datenträger mit verschlüsselten  Informationen zu den Recherchen über Geheimdienstprogramme überbracht;  auf dem Rückweg trug er Speichermedien bei sich, die ihm Poitras für  Greenwald mitgegeben hatte. Auch über die Inhalte dieser Datenträger  befragten die Ermittler Miranda und beschlagnahmten sie.</p>
<p>Dieses Vorgehen offenbart laut ROG, wie überbordende Behördenbefugnisse  den modernen investigativen Journalismus gefährden: Selbst dort, wo die  umfassenden Datensammlungen der NSA nicht greifen, versuchen die  Ermittler, die handelnden Personen des investigativen Netzwerks um  Greenwald persönlich abzufangen und ihnen unter Vorwänden ihre  elektronischen Geräte abzunehmen oder die Inhalte zu kopieren.</p>
<p>Ein ähnlicher Fall sind laut ROG die kontinuierlichen Schikanen gegen<strong> Laura Poitras</strong>,  die zusammen mit Greenwald in zahlreichen Artikeln immer neue  Einzelheiten aus den Unterlagen des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward  Snowden publik gemacht hat. Seit sie 2006 einen Dokumentarfilm über die  Folgen des Irak-Kriegs herausbrachte – lange vor ihren derzeitigen  NSA-Recherchen – wurde Poitras rund sechs Jahre lang bei mehr als  vierzig Gelegenheiten an Flughäfen in den USA und im Ausland verhört und  ihr Gepäck vom Sicherheitspersonal durchsucht. Dabei waren die Behörden  offenbar besonders an ihren Arbeitsunterlagen interessiert; nachdem sie  aufhörte, auf Reisen Papiere mitzuführen, konzentrierten sie sich auf  ihre Computer und Mobiltelefone und beschlagnahmten diese in einem Fall  mehrere Wochen lang. Aufgrund des eingeschränkten Rechtsschutzes bei  Befragungen an US-Grenzübergängen wurde Poitras bei diesen Verhören  anwaltlicher Beistand verwehrt.</p>
<p>Auch der Journalist, Wikileaks-Aktivist und Verschlüsselungsexperte <strong>Jacob Appelbaum</strong> hat laut Reporter one Grenzen ähnliche Schikanen erlebt. In einem Fall wurde er bei der Rückkehr  von einer Europa-Reise am US-Flughafen Newark drei Stunden lang festgehalten<a title="Opens external link in new window" href="http://www.rollingstone.com/culture/news/the-most-dangerous-man-in-cyberspace-20100818" target="_blank"> </a>und  über die jüngsten Wikileaks-Veröffentlichungen befragt. Dabei kopierten  die Ermittler Unterlagen und konfiszierten Appelbaums Computer sowie  drei Mobiltelefone.  Wegen seines Einsatzes für den Schutz der  Privatsphäre versuchten US-Ermittler, sich per Geheimbeschluss Zugriff  auf Daten seines Twitter-Kontos zu verschaffen. Auch Appelbaum war an  den Guardian-Enthüllungen zu Prism und anderen NSA-Programmen beteiligt  und hat darüber unter anderem für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel  geschrieben. Ebenso wie Poitras hält er sich derzeit in Deutschland auf,  weil sie befürchten, in den USA ständiger Überwachung ausgesetzt zu  sein.</p>
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		<title>DJV: Verlage demontieren Journalismus</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 22:04:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[DJV-Chef Michael Konken Foto: djv.de Michael Ebner &#8220;Die Verlagsmanager sind dabei, einen ganzen Berufsstand zu demontieren und gefährden ihre eigene Zukunft,&#8221; warnte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken bei der Eröffnung des DJV-Tages  2010 in Essen. Schließlich hingen auch Abonnements und Verkäufe von der Qualität ab, die in den Redaktionen produziert werden. &#8220;Wir haben in den vergangenen Jahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_4518" class="wp-caption alignright" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/DJV_Michael_Konken-Michael-Ebner.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-4518" title="DJV_Michael_Konken-Michael-Ebner" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/DJV_Michael_Konken-Michael-Ebner-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">DJV-Chef Michael Konken<br />
Foto: djv.de Michael Ebner</dd>
</dl>
</h4>
<p>&#8220;Die Verlagsmanager sind dabei, einen ganzen Berufsstand zu demontieren und gefährden ihre eigene Zukunft,&#8221; warnte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken bei der Eröffnung des DJV-Tages  2010 in Essen. Schließlich hingen auch Abonnements und Verkäufe von der Qualität ab, die in den Redaktionen produziert werden. &#8220;Wir haben in den vergangenen Jahren mit viel Verständnis den Verlagen über schwierige Zeiten geholfen und Einbußen hingenommen&#8221;, sagte Konken. Aber: &#8220;Das geht so nicht weiter!&#8221; <span id="more-7488"></span></p>
<p>Der Erhalt redaktioneller Arbeitsplätze und des Auftragsvolumens für Freie gehört demnach zu den wichtigsten Aufgaben der Tarifpolitik. Der Deutsche Journalisten-Verband erwartet daher von den Medienarbeitgebern, dass für die Arbeitsplätze der Journalistinnen und Journalisten die Flächentarifverträge in vollem Umfang gelten. Und das Urheberrecht dürfe nicht angetastet werden. Auch müssten Journalistinnen und Journalisten ihre Beiträge weiterhin mehrfach verwerten können. An den Erlösen der Verlage aus einem Leistungsschutzrecht müssten die Journalisten angemessen beteiligt werden, forderte Konken.</p>
<p>Gegen den Missbrauch von Leiharbeit übte erneut der DJV-Vorsitzende Kritik: Wichtig sei die zeitliche Begrenzung der Leiharbeit auf maximal zwei Jahre und eine konsequent gleiche Bezahlung. &#8220;Die Umgehung von Tarifverträgen ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein Anschlag auf die Sozialpartnerschaft in den Verlagen.&#8221; Mit großer Mehrheit nahmen die Delegierten des DJV-Tags auch die Forderung nach einem Tarifvertrag zur Qualifizierung von Journalisten an.</p>
<p>Der DJV-Verbandstag legte zudem ein klares Bekenntnis zum Informantenschutz ab und forderte ein Ende der Online-Durchsuchungen ebenso wie den Stopp von Plänen des Gesetzgebers, die Vorratsdatenspeicherung wieder einzuführen. Eine deutliche Absage wurde auch der nachrichtendienstlichen Überwachung von Journalisten und der Regelanfrage beim Verfassungsschutz im Rahmen der Akkreditierung zu Großveranstaltungen erteilt. Die DJV-Delegierten sprachen sich darüber hinaus für die Gleichbehandlung aller Berufsgeheimnisträger und gegen Ermittlungsverfahren wegen Beihilfe zum Geheimnisverrat aus, die sich gegen Journalisten richten.</p>
<p>Am Rande seiner Tagung hat sich der Deutsche Journalisten-Verband solidarisch mit dem schwer verletzten russischen Journalisten Oleg Kaschin erklärt: Er fordert in einer öffentlichen Stellungname den russischen Präsidenten Dmitrij Medwedew auf, den Überfall auf Kaschin lückenlos aufzuklären und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Kaschin war Ende letzter Woche überfallen und mit gebrochenen Beinen, Fingern und einem gebrochenen Kiefer sowie einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert und in künstliches Koma versetzt worden. Ähnlich zu diesem Fall äusserten sich auch der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) und Reporter ohne Grenzen (ROG), die vor allem kritisieren, dass in den vergangenen zehn Jahren sei kein einziges Verbrechen gegen Journalisten in Russland aufgeklärt worden sei.</p>
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