<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Elmar Leimgruber &#187; Tests</title>
	<atom:link href="http://www.redakteur.cc/tag/tests/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.redakteur.cc</link>
	<description>Elmar Leimgruber online</description>
	<lastBuildDate>Mon, 10 Nov 2025 00:33:56 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.4</generator>
		<item>
		<title>Öko-Test: Vitaminpillen machen krank</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/oko-test-vitaminpillen-machen-krank/</link>
		<comments>http://www.redakteur.cc/oko-test-vitaminpillen-machen-krank/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2015 23:02:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redakteur.cc]]></category>
		<category><![CDATA[Öko-Test]]></category>
		<category><![CDATA[Calzium]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Folsäure]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Jod]]></category>
		<category><![CDATA[Konsumentenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Magnesium]]></category>
		<category><![CDATA[Mineralstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Multivitaminpillen]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrungsergänzungsmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangere]]></category>
		<category><![CDATA[Test]]></category>
		<category><![CDATA[Tests]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin C]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamine]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamine aus dem Supermarkt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.redakteur.cc/?p=15995</guid>
		<description><![CDATA[Es ist zwar seit über 20 Jahren bekannt und auch durch Studien belegt, aber die Werbelügen, dass Vitamine gesund machen, werden nach wie vor von vielen, besonders von gesundheitsbewussten Menschen geglaubt, bedauert &#8220;Öko-Test&#8221;.  Vitamine sind – wenn der Arzt sie nicht verschreibt – nicht nur überflüssig, sondern sie können auch krank machen. Öko-Test erklärt im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Ökotest-Vitamine-Cover-T1502.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-15998" title="Ökotest Vitamine Cover T1502" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Ökotest-Vitamine-Cover-T1502.jpg" alt="" width="281" height="397" /></a>Es ist zwar seit über 20 Jahren bekannt und auch durch Studien belegt, aber die <a title="Werbelügen" href="http://www.redakteur.cc/?s=Werbelüge" target="_blank">Werbelügen</a>, dass <a title="Vitamine" href="http://www.redakteur.cc/?s=Vitamine" target="_blank">Vitamine</a> gesund machen, werden nach wie vor von vielen, besonders von gesundheitsbewussten Menschen geglaubt, bedauert &#8220;Öko-Test&#8221;.  Vitamine sind –  wenn der Arzt sie nicht verschreibt – nicht nur überflüssig, sondern sie können  auch krank machen. Öko-Test erklärt im neuen Sonderheft SPEZIAL –  Vitamine und Mineralstoffe, wie  man sich am besten mit lebenswichtigen  Nährstoffen versorgt, aber auch  wo Hersteller den Verbrauchern etwas  aufschwatzen, was sie gar nicht  benötigen.</p>
<p>Es gibt aber auch Menschen  mit Mehrbedarf: Schwangere benötigen  viel Folsäure, Raucher mehr  Vitamin C und E und Veganer oftmals  zusätzlich Vitamin B12.<span><strong> Zu den Inhalten der aktuellen Öko-Test Spezial in Kürze:<span id="more-15995"></span></strong></span></p>
<p><span><strong>• Multivitamin-Pillen: </strong>Eine Vitamin-Langzeitstudie an über 38.000 Teilnehmer kommt zum Ergebnis: Viele Supplemente erhöhten die Sterblichkeitsrate: Multivitamine um 2,4 Prozent, Zink um 3 Prozent, Eisen um 3,9 Prozent, Vitamin B6 um 4,1 Prozent, Folsäure um 5,9 und Kupfer sogar um 18 Prozent. In einer weiteren Studie hatte das fettlösliche Vitamin E das Risiko für Prostatakrebs bei gesunden Männern erhöht. Die Einnahme einer Kombination von Vitamin E plus Selen oder von Selen allein erhöhte das Risiko zwar nicht, verringerte es aber auch nicht. Ähnlich verhält es sich laut Ökotest auch mit Multivitamin-Säften, die großteils mit künstlichen Vitaminen überdosiert sind.<br />
</span></p>
<p><span><strong>• Vitamin C und Zink:</strong></span> Das Wundermittel gegen Erkältungen gibt es nicht. Dies gilt auch für Vitamin C und Zink und Zink kann zudem zu Überkeit führen. ÖKO-TEST hat 21 Nahrungsergänzungsmittel mit Zink und Vitamin C eingekauft und unter die Lupe genommen. Gerade mal drei der 16 Produkte erreichen überhaupt ein &#8220;ausreichend&#8221;. Grund: Für einen Nutzen solcher Präparate gibt es keinerlei Belege. Eine vollwertige Ernährung enthält prinzipiell ausreichende Mengen an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, um den Bedarf eines Erwachsenen problemlos zu decken. Um etwaige positive Wirkungen bei Erkältungen erzielen zu können, enthalten die untersuchten Präparate im Übrigen viel zu wenig Zink. Die in den Studien angesprochenen Mengen dürfen in Nahrungsergänzungsmitteln nämlich nicht zum Einsatz kommen. Für Nahrungsergänzungsmittel hingegen enthalten die meisten Präparate zu viel Zink, gut die Hälfte auch zu viel Vitamin C.</p>
<p><span><strong>• Multivitaminpräparate für Kinder:</strong></span> Es gibt nun mal Kinder, die einen großen Bogen um Obst oder Grünzeug  machen. Damit sie dennoch keine Mangelerscheinungen bekommen, greifen  ihre besorgten Eltern gern zum „Rundum-Sorglos-Präparat“. Keines der 5 getesteten Produkt ist eine Empfehlung wert. Zwei erreichen mit Ach und Krach ein &#8220;befriedigend&#8221;. Zu hohe Dosierungen, fragwürdige Auslobungen und mangelnder Nutzen sorgen für zwei &#8220;ungenügende&#8221; Gesamturteile. Zwei Produkte enthalten außerdem Natriumbenzoat. Das Konservierungsmittel steht in Verdacht, relativ häufig Allergien auszulösen. Zudem: Ein Nutzen von Multivitaminpräparaten für gesunde Kinder ist nicht ersichtlich.</p>
<p><span><strong>• Vitamine für Schwangere: </strong></span>.Hier schneidet kein Präparat mit &#8220;sehr gut&#8221; ab. Alles, was über Folsäure und Jod hinausgeht, ist mit einer angemessenen Ernährung zu decken. Außerdem sind Vitamine und Mineralstoffe in vielen getesteten Produkten überdosiert.</p>
<p><span><strong>• Magnesiumpräparate:</strong></span> Magnesium ist an vielen Vorgängen im Körper beteiligt. Es spielt beim  Zell- und Knochenaufbau eine Rolle und ist wichtig für die Nerven- und  Muskeltätigkeit. Allerdings leiden die wenigsten Menschen unter einem  Magnesiummangel. Dazu kommt: Eine Überdosierung kann zu Durchfällen  führen. Im Test schnitten nur die Arzneimittel, die gegen ärztliche Verschreibung verabreicht werden, sehr gut weg, Nahrungsergänzungsmittel erreichten maximal ein befriedigend.</p>
<p><strong><span>• Calcium- plus Vitamin-D-Präparate:</span></strong> Wer unter Osteoporose leidet, bricht sich die Knochen häufig schon aus  dem geringsten Anlass. Kombipräparate aus Vitamin D und Calcium sollen  vorbeugen oder den Knochenschwund aufhalten. Der Nutzen der Arzneimittel ist belegt, die Nahrungsergänzungen spart man sich besser, denn nur die Arzneimittel schneiden mit sehr gut im Test ab: Nach der Leitlinie Osteoporose des Dachverbands Osteologie sollte die Gesamtzufuhr an Calcium aus Nahrung und Nahrungsergänzungen 1.500 Milligramm (mg) nicht überschreiten, täglich 1.000 mg Calcium mit der Nahrung reichen aus. Da diese leicht erreicht werden, sind &#8211; nach Rücksprache mit einem Arzt &#8211; oft reine Vitamin-D-Präparate die bessere Wahl. Der Nutzen von Nahrungsergänzungsmitteln mit Vitamin D für den gesunden Verbraucher ist nicht belegt. Ausnahme: Ältere Menschen, bei denen eine höhere Zufuhr den Knochenabbau vermindert.</p>
<p><strong>• Basische Nahrungsergänzung:</strong> Zwar kann auch eine abwechslungsreiche, gesunde Ernährung einen gewissen Säureüberschuss erzeugen, doch &#8220;beim gesunden Erwachsenen sind die Regulationssysteme des Säure-Basen-Haushalts auch bei einer einseitigen Ernährung in der Lage, Säure- und Basenüberschüsse zu kompensieren und auszuscheiden&#8221;, erklärt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Viele Basenpulver enthalten zudem Hydrogencarbonate. Die eingesetzten Mengen lassen aber Folgen wie Völlegefühl, Aufstoßen und Blähungen erwarten, denn in der empfohlenen Tagesdosis entsprechen sie häufig denen von Arzneimitteln gegen Sodbrennen.</p>
<p><strong><span>• Nahrungsergänzungsmittel aus Supermärkten und Discountern:</span></strong> Nicht genug Vitamine gefuttert, ein leichtes Kratzen im Hals oder  einfach müde und schlapp – wer keine Lust auf lange Wartezeiten beim  Arzt hat oder teure Apothekenpreise scheut, der findet auch im  Supermarkt und bei den Discountern eine Reihe von  Nahrungsergänzungsmitteln. Zwölf (der insgesamt 47) Präparate, vor allem pflanzliche Arzneimittel mit Baldrian oder Artischocke sowie die Meerwasser-Nasensprays landen ganz vorne. Am Tabellenende tummeln sich wegen fehlender Studien mit Wirksamkeitsbelegen die Venencremes sowie mangels adäquater Dosierung und Deklaration etliche Nahrungsergänzungsmittel. Die Bilder ähneln sich bei allen Discountern mit Ausnahme von Lidl, dessen vier Brausetabletten allesamt ein &#8220;befriedigend&#8221; erhalten.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Ebenso im neuen Sonderheft:</strong></span></p>
<p><span><strong>• Das Geschäft mit den Vitaminen:</strong></span> Künstlich hergestellte Vitamine landen längst nicht nur in Pillen,  Riegeln und Getränken. Sie stecken beispielsweise auch in Kosmetika,  Sonnenschutzmitteln und Tierfutter. Dank der enorm vielfältigen  Nachfrage drängen immer mehr Hersteller ins gut gehende Geschäft. Einen  offenen Einblick in konkrete Marktanteile und Umsatzzahlen gibt die  Branche aber nicht.</p>
<p><span><strong>• Richtig gut einkaufen und kochen:</strong></span> Von A wie Apfel oder Avocado bis Z wie Zitrone oder Zwiebel – mit  frischen Zutaten schmeckt das Essen nicht nur besser, sondern steckt  auch voller Vitamine und Mineralstoffe. Aber es hängt auch von der  richtigen Zubereitung ab, wie viele davon letztlich auf dem Teller  landen.</p>
<p>Das Öko-Test Spezial zum Thema Vitamine und Minseralstoffe ist in Deutschland um 5.80 Euro im Zeitschriftenhandel sowie <a title="Öko-Test online" href="http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?action=harch" target="_blank">online</a> erhältlich.</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.redakteur.cc%2Foko-test-vitaminpillen-machen-krank%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.redakteur.cc/oko-test-vitaminpillen-machen-krank/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ärzte ohne Grenzen: Tödliche Tuberkulose im Vormarsch</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/multiresistente-tuberkulose-im-vormarsch/</link>
		<comments>http://www.redakteur.cc/multiresistente-tuberkulose-im-vormarsch/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 23:06:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redakteur.cc]]></category>
		<category><![CDATA[AIDS]]></category>
		<category><![CDATA[Ansteckung]]></category>
		<category><![CDATA[Ärzte ohne Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Behandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnoseverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Früherkennung]]></category>
		<category><![CDATA[Geldmangel]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Globaler Fonds zur Bekämpfung von Aids Tuberkulose und Malaria]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Infektionskrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Kosten]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheitsformen]]></category>
		<category><![CDATA[Malaria]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Multiresistente Tuberkulose (MDR-TB)]]></category>
		<category><![CDATA[Myanmar (Birma)]]></category>
		<category><![CDATA[OHM-WHO]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Resistenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Rifampicin]]></category>
		<category><![CDATA[Schnelltest]]></category>
		<category><![CDATA[Statistiken]]></category>
		<category><![CDATA[tödliche Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Tests]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Tuberkulose (TB)]]></category>
		<category><![CDATA[Tuberkulose (TBC)]]></category>
		<category><![CDATA[Unni Karunakara]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Verbreitung]]></category>
		<category><![CDATA[Verbreitung Multiresistente Tuberkulose]]></category>
		<category><![CDATA[Wechselwirkung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.redakteur.cc/?p=12328</guid>
		<description><![CDATA[Verbreitung von Tuberkulose weltweit Grafik: OMS-WHO Multiresistente Tuberkulose (MDR-TB), also solche, gegen welche herkömmliche Medikamente nicht mehr wirken, breitet sich rasant aus. Dies berichtet die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen und fordert ein koordiniertes internationales Vorgehen zur Bekämpfung der tödlichen Krankheit. Ärzte ohne Grenzen hat im vergangenen Jahr mehr als 25.000 Tuberkulosepatienten in 29 Ländern behandelt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_12332" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Mapa_tuberculose_OMS-WHO.jpg"><img class="size-medium wp-image-12332 " title="Mapa_tuberculose_OMS WHO" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Mapa_tuberculose_OMS-WHO-300x138.jpg" alt="" width="300" height="138" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Verbreitung von Tuberkulose weltweit<br />
Grafik: OMS-WHO</h4>
</dl>
</div>
<p>Multiresistente Tuberkulose (MDR-TB), also solche, gegen welche herkömmliche Medikamente nicht mehr wirken, breitet sich rasant aus. Dies berichtet die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen und fordert ein  koordiniertes internationales Vorgehen zur Bekämpfung der tödlichen Krankheit. Ärzte ohne  Grenzen hat im vergangenen Jahr mehr als 25.000   Tuberkulosepatienten in  29 Ländern behandelt. Die Zahl der Patienten   mit resistenter TB lag im  Jahr 2010 bei 1.096. Allein in Europa erkranken übrigens weit über 400.000 Menschen (davon über 4000 in Deutschland) jährlich an Tuberkulose (TBC), der verbreitetsten tödlichen Infektionskrankheit weltwelt.</p>
<p>&#8220;Wir brauchen neue Medikamente, mehr Forschung, mehr  Behandlung und ein  klares Bekenntnis von Regierungen und internationalen  Organisationen,  diese tödliche Krankheit zu bekämpfen&#8221;, erklärt Unni  Karunakara,  internationaler Präsident von Ärzte ohne Grenzen: &#8220;Nur so  können mehr  Menschen getestet, behandelt und geheilt werden. Die Welt  kann es sich  nicht leisten, der Ausbreitung von multiresistenter  Tuberkulose untätig  zuzusehen. Wir müssen sofort handeln.&#8221;<span id="more-12328"></span></p>
<p>Tuberkulose  (TB) ist eine der großen Infektionskrankheiten. Weltweit  waren im Jahr 2010  etwa 12 Millionen Menschen an TB erkrankt, etwa 1,5  Millionen sind im  Jahr 2010 daran gestorben. Derzeit gibt es  schätzungsweise 650.000  Patienten mit MDR-TB. Viele Patienten sind  sowohl mit HIV als auch mit  TB infiziert. Die Behandlung dieser  Patienten ist besonders schwierig,  weil die Medikamente  Wechselwirkungen hervorrufen. Dringend benötigt werden  Medikamente, die eine kürzere und   verträglichere Behandlung ermöglichen,  Arzneimittel für Kinder sowie   einfache und schnelle Diagnoseverfahren.  Die Behandlungsrichtlinien   müssen konkretisiert werden, um eine weitere  Ausbreitung der Krankheit   durch fehlerhafte Therapien zu verhindern.</p>
<p>Weltweit  haben jedoch nur fünf Prozent der Tuberkulosepatienten Zugang zu  einer  Untersuchung auf resistente Formen der Krankheit. Nur  schätzungsweise  zehn Prozent der MDR-TB-Patienten werden mit den  nötigen Medikamenten  behandelt. Ärzte ohne Grenzen ruft daher Regierungen, internationale Organisationen und  Pharmaunternehmen nachdrücklich auf, mehr Geld zur Behandlung der  multiresistenten Tuberkulose (MDR-TB) zur Verfügung zu stellen und  wirksame und bezahlbare Medikamente sowie Tests zu entwickeln.  Alarmierende Daten aus den Projekten der Organisation zeigen, dass  entsprechende Bakterienstämme viel weiter verbreitet sind als bisher  angenommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Norden Usbekistans etwa hat Ärzte ohne Grenzen im  Jahr 2011 bei 65 Prozent der Tuberkulosepatienten MDR-TB diagnostiziert.  Ein weltweit außergewöhnlich hoher Anteil war zuvor noch nicht in  Behandlung gewesen. Das deutet darauf hin, dass resistente  Krankheitsformen nicht mehr nur durch fehlerhafte Behandlung entstehen,  sondern sich durch Ansteckung weiterverbreiten. In der südafrikanischen  Provinz KwaZulu-Natal hat sich die Zahl der diagnostizierten TB-Fälle  nach der Einführung eines schnellen Testverfahrens mehr als  verdreifacht. Mehr als 13 Prozent der Patienten zeigen Resistenzen gegen  das gebräuchliche Tuberkulosemedikament Rifampicin. In Indien  infizieren sich schätzungsweise etwa 99.000 Patienten im Jahr mit  MDR-TB. Nur etwa jeder Hundertste erhält eine angemessene Behandlung.</p>
<p>&#8220;Wo  auch immer wir unsere Patienten auf multiresistente Tuberkulose testen,  stoßen wir auf eine alarmierend hohe Verbreitung. Wir vermuten deshalb,  dass die bisherigen Statistiken nur an der Oberfläche des Problems  kratzen&#8221;, erklärt Karunakara. &#8220;Anstatt die Anstrengungen zur Diagnose  von MDR-TB auszuweiten, schränken Regierungen und internationale  Organisationen die Finanzierung ein &#8211; zu einem Zeitpunkt, an dem wir  dringend mehr Geld bräuchten.&#8221;</p>
<p>Insbesondere der Geldmangel beim  Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria führt  dazu, dass oft keine finanziellen Mittel für neue Tuberkuloseprogramme  zur Verfügung stehen. Das gefährdet zum Beispiel die geplante Behandlung  von 10.000 MDR-TB-Patienten in Myanmar in den kommenden fünf Jahren. Im  früheren Birma infizieren sich jedes Jahr schätzungsweise 9.300  Menschen mit MDR-TB, bis jetzt werden insgesamt aber nur 300 Patienten  behandelt.</p>
<p>Für die Tuberkulosebekämpfung fehlen seit langem  angemessene und bezahlbare Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten. Die  Therapie von MDR-TB dauert bis zu zwei Jahre und kostet mehrere tausend  Euro pro Patient. Die Medikamente wurden Mitte des vergangenen  Jahrhunderts entwickelt und sind schwer verträglich. Ein neuer  Schnelltest, der die Früherkennung von MDR-TB in armen Ländern deutlich  steigern könnte, wird wegen der hohen Kosten kaum eingesetzt. Gerade  dort könnte eine Diagnose innerhalb weniger Stunden &#8211; statt mehrerer  Wochen &#8211; Menschenleben retten, so Ärzte ohne Grenzen.</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.redakteur.cc%2Fmultiresistente-tuberkulose-im-vormarsch%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.redakteur.cc/multiresistente-tuberkulose-im-vormarsch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
