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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Sexualverhalten</title>
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		<title>WHO: 18 Mio. Kinder in Europa werden misshandelt</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Sep 2013 22:09:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Allein in der europäischen Region der Weltgesundheitsorganisation WHO werden über 18 Millionen Kinder im Alter von unter 18 Jahren misshandelt (physischer, sexueller oder emotionaler Missbrauch bzw. Vernachlässigung und Verelendung). Diese Zahlen entstammen einem neuen Bericht des Regionalbüros zur Prävention von Kindesmisshandlungen und sollten laut WHO jeden Politikgestalter wachrütteln, der mit der Umsetzung des Europäischen Rahmenkonzepts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/WHO-Kindesmisshandlung-Europa.jpg"><img class="size-medium wp-image-15416 alignleft" title="WHO-Kindesmisshandlung-Europa" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/WHO-Kindesmisshandlung-Europa-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" /></a>Allein in der europäischen Region der Weltgesundheitsorganisation WHO werden über 18 Millionen Kinder im Alter von unter 18 Jahren misshandelt (physischer, sexueller oder emotionaler Missbrauch bzw. Vernachlässigung und Verelendung). Diese Zahlen entstammen  einem neuen Bericht des Regionalbüros zur Prävention von  Kindesmisshandlungen und sollten laut WHO jeden Politikgestalter wachrütteln, der  mit der Umsetzung des Europäischen Rahmenkonzepts für Gesundheit und  Wohlbefinden „Gesundheit 2020“ befasst ist.</p>
<p>Die Details: Die Misshandlungen der Kinder enden manchmal tödlich. 852 Kinder im  Alter von unter 15 Jahren sterben in der Region jedes Jahr auf diese  Weise. Doch diese Todesfälle sind nur die Spitze eines Eisbergs. In dem  auf der 63. Tagung des WHO-Regionalkomitees für Europa vorgelegten  Bericht wird davon ausgegangen, dass Misshandlungen sehr hohe  Prävalenzraten erreichen: 29,1% bei emotionalen Misshandlungen, 22,9%  bei physischen Misshandlungen und 13,4% bei sexuellem Missbrauch von  Mädchen bzw. 5,7% von Jungen.<span id="more-15415"></span></p>
<p>Junge, alleinstehende, arme und schlecht ausgebildete Eltern, die in   sozial benachteiligten Umfeldern leben, können laut WHO eher gefährdet sein, ihre   Kinder zu misshandeln. Die soziale und kulturelle Akzeptanz der   körperlichen Züchtigung von Kindern, Ungleichheit, wirtschaftliche   Sorgen und die Gesetzgebung üben alle einen Einfluss auf die   Misshandlung von Kindern aus. Kindesmisshandlungen sind auch eng   verknüpft mit Alkohol- sowie Drogenmissbrauch in der Familie,   Erziehungsstress und häuslicher Gewalt. Arme Kinder sind am härtesten   betroffen: die Raten tödlicher Misshandlungen sind in Ländern mit   niedrigem bis mittlerem Volkseinkommen doppelt so hoch wie andernorts   und innerhalb der Länder sind die Zahlen in Familien mit geringerem   Einkommen ein Mehrfaches derjenigen am oberen Ende der   Gesellschaftspyramide.</p>
<p>Kindesmisshandlungen wirken sich nicht nur verheerend auf das Leben  der  Opfer aus, sie verursachen auch einen gesellschaftlichen und   wirtschaftlichen Schaden in der Größenordnung von 10 Mrd. Euro. Die   Belege für einen Zusammenhang zwischen Misshandlungen und der Ausbildung   einer psychischen Erkrankung sind eindeutig. Kindesmisshandlung kann   die Ursache für bis zu ein Viertel der Krankheitslast durch psychische   Störungen wie Depressionen, Angstzustände, Essstörungen,   Verhaltensstörungen, Suizidversuche, Selbstbeschädigung sowie den Konsum   illegaler Drogen sein. Sie wirkt sich auf den Schulgang aus und führt   zu schlechteren Abschlüssen sowie geringeren  Beschäftigungsperspektiven.  Es besteht auch ein starker Zusammenhang  mit riskantem Sexualverhalten  und die Belege für eine Verknüpfung mit  der Ausbildung von Adipositas  und anderen nichtübertragbaren  Krankheiten häufen sich. Gewalttätigkeit  wird wie in einem Teufelskreis  von einer Generation zur nächsten  weitergegeben.</p>
<p>„Es ist an der Zeit, dass wir Kindesmisshandlung als ein Thema der  öffentlichen Gesundheit anerkennen und nicht ausschließlich als  Gegenstand der Kriminaljustiz oder des Sozialwesens behandeln. Gegen  Kindesmisshandlung kann ein ganzheitlicher gesundheitspolitischer Ansatz  präventiv wirken und diese Chance dürfen wir nicht verpassen. In den  kommenden Monaten werden wir eine Reihe von Maßnahmen vorbereiten,  welche die Länder hierzu ergreifen können, und wir sind gerne bereit,  sie hierin zu unterstützen“, sagt Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa.</p>
<p>Prävention kostet weniger als die Bewältigung der Folgen einer  Misshandlung. Ein Ansatz der öffentlichen Gesundheit und die nachhaltige  Umsetzung evidenzbasierter Maßnahmen wie der folgenden sind  erforderlich:</p>
<ul>
<li>Gezielte Interventionsprogramme für gefährdete Familien durch  Hausbesuche während der ersten Jahre zur Unterstützung der Eltern bei  der Erziehung,</li>
<li>Präventionsprogramme gegen Kopftraumata durch Misshandlung  (Schüttelsyndrom), Verringerung der Verfügbarkeit von Alkohol und  intensive soziale und medizinische Unterstützung für stark gefährdete  Familien.</li>
<li>Interventionen wie Kampagnen in den Massenmedien, Programme für  soziale Normen und Maßnahmen zur Linderung der Armut sind viel  versprechend, allerdings ist in der Europäischen Region noch weitere  Forschung erforderlich.</li>
</ul>
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		<title>Jugendliche gefährden leichtsinnig ihre Gesundheit</title>
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		<pubDate>Sun, 08 May 2011 22:09:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_9331" class="wp-caption alignright" style="width: 165px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Vorsorge-Untersuchung.jpg"><img class="size-full wp-image-9331 " title="Vorsorge-Untersuchung" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Vorsorge-Untersuchung.jpg" alt="" width="155" height="97" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Vorsorge-Untersuchung Jetzt!<br />
Grafik: aerztekammer.at</h4>
</dl>
</div>
<p>Jugendliche haben offenbar &#8220;Null Bock&#8221; auf Prävention im Gesundheitsbereich und leben zudem sehr leichtsinnig, was den Umgang mit dem Thema AIDS und Safer Sex betrifft. Ersteres kritisiert die österreichische Ärztekammer, welche Gesundheits-Infokampagnen auch an Schulen fordert. Zweiteres geht aus einer Umfrage hervor, die das Netzwerk SchülerVZ durchgeführt hat. Über <a title="Alkoholismus unter Schülern" href="http://www.redakteur.cc/alkoholmissbrauch-von-schulern-nach-wie-vor-hoch/" target="_blank">Alkoholismus</a> und <a title="Land der rauchenden Kinder" href="http://www.redakteur.cc/osterreich-land-der-rauchenden-kinder-offentliches-bewusstein-muss-sich-andern/" target="_blank">Nikotinsucht</a> habe ich hier bereits berichtet, heute soll es um weitere Aspekte der Gesundheit unter Jugendlichen gehen.<span id="more-9324"></span></p>
</div>
<p>Ein &#8220;sträfliches&#8221; und gefährliches Desinteresse der Jugend an Gesundheitsvorsorge ortet der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Walter Dorner. &#8220;Nur verschwindend geringe 5,5 Prozent der 18- bis 24-jährigen Männer und 7,6 Prozent der Frauen sind 2009 zur kostenlosen Vorsorgeuntersuchung gegangen&#8221;, stellt der Ärztechef fest. Dabei würden gerade in jungen Jahren die Grundsteine für die spätere Gesundheit gelegt. Gemeinsam mit ÖÄK-Vizepräsident und Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte, Günther Wawrowsky, forderte er flächendeckende Image- und Infokampagnen auch an Schulen. &#8220;Prävention ist eine Frage der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung. Hier muss über Ressort- und Parteigrenzen hinweg an einem Strang gezogen werden, um schon die Jugendlichen zu erreichen&#8221;, sagte Wawrowsky. In Österreich würden nur 1,5 Prozent der öffentlichen Gesundheitsausgaben für <a title="Vor allem Männer sind Arztmuffel" href="http://www.redakteur.cc/maenner-sind-arztmuffel/" target="_blank">Prävention</a> aufgewendet. Das sei stark verbesserungswürdig, so Wawrowsky.</p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/AIDS-Schleife.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-9330" title="AIDS-Schleife" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/AIDS-Schleife.jpg" alt="" width="160" height="240" /></a>Ebenso leichtsinnig gehen viele Jugendliche offenbar auch mit der nach wie vor lebensgefährlichen Immunschwächekrankheit AIDS um: Schüler unterschätzen die Relevanz des Virus nach dem Motto: &#8220;AIDS betrifft mich nicht&#8221;: Eine aktuelle Umfrage im Online-Netzwerk SchülerVZ zeigt, dass sich die meisten Schüler zwar schon einmal Gedanken über HIV und AIDS gemacht haben, das Thema aber in ihrem eigenen Sexualverhalten nicht als relevant erachten. Bei der nicht-repräsentativen Befragung von 780 SchülerVZ-Nutzern gaben 77 Prozent der Jugendlichen an, bereits über HIV und AIDS nachgedacht zu haben. Zwei Drittel der Befragten meinen jedoch, dass die Pandemie sie selbst und ihr persönliches Umfeld nicht betrifft. Über 15 Prozent der auf SchülerVZ befragten Jugendlichen gaben zudem an, nie in der Schule über AIDS aufgeklärt worden zu sein und fast sieben Prozent stehen der Verwendung von Kondomen beim Sex eher kritisch gegenüber.</p>
<p>Allein in Deutschland leben heute jedoch laut Robert Koch Institut ungefähr 70.000 Menschen mit HIV/AIDS und es werden jedes Jahr mehr. Trotzdem ist die Krankheit in der Öffentlichkeit immer weniger präsent und für viele Menschen daher eine abstrakte Problematik, zu der sie keinen persönlichen Bezug herstellen. Thomas Elias, Geschäftsführer der AIDS-Hilfe Bremen, stellt fest: &#8220;Im Gegensatz zu früher werden die Menschen noch seltener mit Betroffenen konfrontiert&#8221;. Darüber hinaus trägt mangelnde Aufklärung dazu bei, dass die Gefahr einer HIV-Infektion nicht erkannt wird.</p>
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