<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Elmar Leimgruber &#187; Rubina Möhring</title>
	<atom:link href="http://www.redakteur.cc/tag/rubina-mohring/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.redakteur.cc</link>
	<description>Elmar Leimgruber online</description>
	<lastBuildDate>Mon, 10 Nov 2025 00:33:56 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.4</generator>
		<item>
		<title>Reporter ohne Grenzen: UNO soll gegen Dschihadisten vorgehen</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/reporter-ohne-grenzen-uno-soll-gegen-dschihadisten-vorgehen/</link>
		<comments>http://www.redakteur.cc/reporter-ohne-grenzen-uno-soll-gegen-dschihadisten-vorgehen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 May 2015 07:58:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redakteur.cc]]></category>
		<category><![CDATA[Astrid Frohloff]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Baschar Al-Assad]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerjournalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Dschihadisten]]></category>
		<category><![CDATA[Fred Anchormann]]></category>
		<category><![CDATA[Hani Al-Zitani]]></category>
		<category><![CDATA[Hussein Ghareer]]></category>
		<category><![CDATA[Information]]></category>
		<category><![CDATA[Informations-Offensive]]></category>
		<category><![CDATA[Irak]]></category>
		<category><![CDATA[IS]]></category>
		<category><![CDATA[James Foley]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Kriegsverbrechen]]></category>
		<category><![CDATA[Mazen Darwish]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Raad al-Asawi]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen (ROG)]]></category>
		<category><![CDATA[Rubina Möhring]]></category>
		<category><![CDATA[Salaheddin TV]]></category>
		<category><![CDATA[Steven Sotloff]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
		<category><![CDATA[UN-Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UNO]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.redakteur.cc/?p=16102</guid>
		<description><![CDATA[Die internationale Journalistenorganisation &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; (ROG) fordert den UN-Sicherheitsrat auf, dem internationalen Strafgerichtshof die Verbrechen an Journalisten im Irak und in Syrien vorzulegen: &#8220;Dschihadisten in Syrien und dem Irak, aber auch das syrische Regime begehen seit Jahren grausame Kriegsverbrechen an Journalisten, ohne irgendeine Strafverfolgung befürchten zu müssen“, kritisiert ROG-Vorstandssprecherin Astrid Frohloff anlässlich des heutigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Saving-Independent-Journalism-thumb-350x412.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-16103" title="Saving Independent Journalism-thumb-350x412" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Saving-Independent-Journalism-thumb-350x412.jpg" alt="" width="279" height="330" /></a>Die internationale Journalistenorganisation &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; (ROG) fordert den UN-Sicherheitsrat auf, dem internationalen Strafgerichtshof die Verbrechen an Journalisten im Irak und in Syrien vorzulegen: &#8220;Dschihadisten in Syrien und dem Irak, aber  auch das syrische Regime  begehen seit Jahren grausame Kriegsverbrechen  an Journalisten, ohne  irgendeine Strafverfolgung befürchten zu müssen“, kritisiert  ROG-Vorstandssprecherin Astrid Frohloff anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Pressefreiheit: &#8220;Wenn Ankündigungen für  einen  besseren Schutz keine hohlen Phrasen sein sollen, muss der   UN-Sicherheitsrat jetzt konkrete Schritte unternehmen, um die Schuldigen   für Kriegsverbrechen an Medienschaffenden in Syrien und im Irak zur   Rechenschaft zu ziehen.&#8221;</p>
<p>Zum diesjährigen Tag der Pressefreiheit  veröffentlicht Reporter ohne  Grenzen einen Sonderbericht aus Anlass des  30-jährigen Bestehens der  Organisation. Darin blickt sie auf Erfolge  ihrer bisherigen Arbeit  zurück und umreißt wichtige aktuelle  Herausforderungen im Kampf für  mehr Pressefreiheit. <a title="30 Jahre Reporter ohne Grenzen" href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/uploads/tx_lfnews/media/30_Years_Defending_Media_-_RSF.pdf" target="_blank">Der Bericht &#8220;Saving Independent Journalism&#8221; ist hier (englisch) online abrufbar.</a> Im vergangenen Jahr  hatte die deutsche Sektion von  Reporter ohne Grenzen ihr 20-jähriges  Bestehen begangen. Laut ROG wurden seit Jahresbeginn bis heute (3. Mai) bereits 24 Journalisten getötet.<a title="30 Jahre Reporter ohne Grenzen" href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/uploads/tx_lfnews/media/30_Years_Defending_Media_-_RSF.pdf" target="_blank"><span id="more-16102"></span></a></p>
</div>
<div><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Fred-Anchormann.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-16108" title="Fred Anchormann" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Fred-Anchormann.jpg" alt="" width="340" height="241" /></a>&#8220;Ohne Pressefreiheit sind Nachrichten keine Nachrichten&#8221;: Unter diesem  Motto startet die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen in Österreich anläßlich des  Internationalen Tages der Pressefreiheit am 3. Mai eine neue Kampagne. Die Hauptrolle spielt  hierbei eine Handpuppe, Fred Anchormann. In einer fiktiven Nachrichtensendung treibt er  willenlos, inhaltslos und von unsichtbarer Hand geführt, sein Unwesen in TV-Spots, Anzeigen und  bei diversen Online- Aktionen:</div>
<div>&#8220;Eine Schreckensvision, die ohne schreckliche Bilder auskommt.  Dafür aber umso mehr der wachsenden Bedrohung der Medienfreiheit durch  Zensur, wirtschaftlichen Druck oder politischen Mißbrauch ein Gesicht  gibt, das zum Nachdenken und Diskutieren anregen soll. Ist doch  Pressefreiheit ein Bürgerrecht, das uns alle betrifft.&#8221;, so Rubina  Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich, die zu dem  Thema auch eine umfassende Informations-Offensive ankündigt.</div>
<div>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div>Die  Kriegsverbrechen an Medienschaffenden im Irak und in Syrien müssten  aufgeklärt und die Konfliktparteien von weiteren Taten abgeschreckt  werden, heißt es in einem Brief von ROG an den UN-Botschafter  Litauens, das im Mai den Vorsitz des Sicherheitsrats führt. Namentlich  verweist das Schreiben auf Angriffe der Dschihadistengruppen Islamischer  Staat und Al-Nusra-Front sowie auf Übergriffe der syrischen Regierung  gegen Journalisten.</div>
<div>
<p>Der UN-Sicherheitsrat ist eine der wenigen  Instanzen, die bestimmte Völkerrechtsverbrechen an den Internationalen  Strafgerichtshof verweisen kann. Der Rat hat schon 2006 in seiner <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/Redaktion/Nothilfe/Sicherheit_von_Journalisten/06_UN_Resolution_1738_Eng.pdf">Resolution 1738</a> vorsätzliche Angriffe auf Journalisten und Medienmitarbeiter in  bewaffneten Konflikten verurteilt. 2013 und 2014 verabschiedete die  UN-Vollversammlung Resolutionen zur Sicherheit von Journalisten und zur  Notwendigkeit, Verbrechen gegen Medienschaffende zu bestrafen. Zuletzt  stellte ein Bericht der unabhängigen internationalen <a title="Externer Link: http://www.ohchr.org/EN/HRBodies/HRC/IICISyria/Pages/IndependentInternationalCommission.aspx" href="http://www.ohchr.org/EN/HRBodies/HRC/IICISyria/Pages/IndependentInternationalCommission.aspx" target="_blank">Syrien-Untersuchungskommission an den UN-Menschenrechtsrat</a> am 5. Februar fest, dass in dem Land Journalisten verschwinden sowie festgenommen, gefoltert und getötet werden.</p>
<p><a title="30 Jahre Reporter ohne Grenzen" href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/uploads/tx_lfnews/media/30_Years_Defending_Media_-_RSF.pdf" target="_blank"></a>Reporter ohne Grenzen genießt Beraterstatus  bei den Vereinten Nationen und setzt sich auf zahlreichen Ebenen dafür  ein, die in vielen Ländern verbreitete <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/themen/straflosigkeit/">Straflosigkeit für Verbrechen gegen Journalisten</a> zu beenden. Zu den Forderungen der Organisation gehört auch, beim  UN-Generalsekretär den Posten eines Sonderbeauftragten für den Schutz  von Journalisten zu schaffen.</p>
<p>Dschihadisten haben in <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/syrien/">Syrien</a> und dem <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/irak/">Irak</a> schon <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/is-fuehrt-erbarmungslosen-medienkrieg/?tx_lfnews_detail[action]=show&amp;tx_lfnews_detail[controller]=NewsItem&amp;cHash=6c94231fa993482f4cffbcb12ef8e78a">Dutzende Journalisten entführt oder getötet</a>. Unter anderem haben sie sich zu den Enthauptungen der US-Journalisten James Foley und Steven Sotloff sowie zu einem Selbstmordanschlag auf den Sitz von <em>Salaheddin TV</em> im irakischen Tikrit bekannt, bei dem mehrere Mitarbeiter des  Fernsehsenders starben. Im irakischen Samarra enthauptete sie öffentlich  den Fotografen und Kameramann Raad al-Asawi.</p>
<p>Das syrische Regime verschleppt, misshandelt und foltert seit Beginn der Proteste gegen Präsident Baschar al-Assad im März 2011  systematisch Journalisten und Bürgerjournalisten. Zu den bekanntesten  Fällen gehören Mazen Darwish, Hussein Ghareer und Hani Al-Zitani vom <em>Syrischen Zentrum für Medien- und Meinungsfreiheit</em>, die wegen ihres Einsatzes für Pressefreiheit in Syrien seit Februar 2012 ohne Gerichtsurteil festgehalten werden. Im Bürgerkrieg in Syrien sind bislang mehr  als 170 Medienschaffende wegen ihrer journalistischen Arbeit getötet  worden, die meisten davon syrische Bürgerjournalisten.</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.redakteur.cc%2Freporter-ohne-grenzen-uno-soll-gegen-dschihadisten-vorgehen%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.redakteur.cc/reporter-ohne-grenzen-uno-soll-gegen-dschihadisten-vorgehen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ROG: Ranking Pressefreiheit 2013: Österreich und Schweiz Absteiger</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/rog-ranking-pressefreiheit-2013/</link>
		<comments>http://www.redakteur.cc/rog-ranking-pressefreiheit-2013/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Jan 2013 00:19:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redakteur.cc]]></category>
		<category><![CDATA[Andorra]]></category>
		<category><![CDATA[Astrid Frohloff]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Eritrea]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Finnland]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Journnalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Liechtenstein]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Neuseeland]]></category>
		<category><![CDATA[Niederlande]]></category>
		<category><![CDATA[Nordkorea]]></category>
		<category><![CDATA[Norwegen]]></category>
		<category><![CDATA[ORF]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit-Rankings]]></category>
		<category><![CDATA[Ranking]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen (ROG)]]></category>
		<category><![CDATA[ROG-Rangliste]]></category>
		<category><![CDATA[Rubina Möhring]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Unabhänigigkeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.redakteur.cc/?p=14390</guid>
		<description><![CDATA[Eritrea, Nordkorea und das europäische Land Turkmenistan sind nach wie vor jene Länder weltweit, in denen Diktaturen die Pressefreiheit vollständig beschneiden. Dies geht aus dem heute veröffentlichten Ranking Pressefreiheit 2013 von Reporter ohne Grenzen (ROG) hervor. Europäische Staaten, allen voran Finnland, Niederlande und Norwegen haben sich als weltweitend führend beim Schutz der Pressefreiheit behauptet. Dazu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/ROG-2013-carte-liberte-presse.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14393" title="Web" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/ROG-2013-carte-liberte-presse-300x215.jpg" alt="" width="300" height="215" /></a>Eritrea, Nordkorea und das europäische Land Turkmenistan sind nach wie vor jene Länder weltweit, in denen Diktaturen die Pressefreiheit vollständig beschneiden. Dies geht aus dem heute veröffentlichten Ranking Pressefreiheit 2013 von Reporter ohne Grenzen (ROG) hervor. Europäische Staaten, allen voran Finnland, Niederlande und Norwegen  haben sich als weltweitend  führend beim Schutz der Pressefreiheit  behauptet. Dazu tragen liberale  Regelungen über den Zugang zu  Behördeninformationen sowie Schutz  journalistischer Quellen bei. In  Finnland haben die Bürger seit 2010  sogar ein einklagbares Recht auf  eine bezahlbare Breitbandverbindung. Die ROG-Rangliste der Pressefreiheit vergleicht die Situation der Medien in 179 Staaten und Regionen bis Ende November 2012.</p>
<p>Innerhalb Europas nimmt Deutschland (Platz 17) weiter (hinter Jamaika) eine mittlere  Position ein. Problematisch ist hier laut ROG vor allem die abnehmende Vielfalt  der Presse: Aus Geldmangel arbeiten immer weniger Zeitungen mit eigener  Vollredaktion, mehrere Redaktionen wurden 2012 komplett geschlossen. Gleichzeitig investieren Unternehmen und PR-Agenturen steigende Summen, um ihre Inhalte in den Medien unterzubringen. Positiv hervorzuheben ist ein neues Bundesgesetz vom August 2012, das Journalisten stärker vor Durchsuchungen schützt.<span id="more-14390"></span></p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/ROG-Pressefreiheit-2013_Rangliste_Deutsch.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14394" title="ROG Pressefreiheit 2013_Rangliste_Deutsch" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/ROG-Pressefreiheit-2013_Rangliste_Deutsch-187x300.jpg" alt="" width="187" height="300" /></a>Während Österreich ein Jahr vorher noch auf Rang 5 zu finden war,  verschlechterte sich seine Position gleich um 7 Plätze und liegt jetzt erst  (u.a. hinter Tschechien) auf dem 12. Rang: &#8220;Versuche seitens der Politik, durch gezielte  Postenbesetzung im Bereich des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ORF  ihren Einfluss geltend zu machen und dadurch das Vertrauen in die  Unabhängigkeit der Berichterstattung untergräbt,&#8221; ist laut Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich, nur einer der Gründe für den Abstieg Österrreichs. Auch die Schweiz verliert massiv: im vergangenen Jahr noch am 8., nun nur noch am 14. Platz. Andorra und Liechtenstein sind neu im Ranking und gleich in den Top 10, während Neuseeland als einziger nichteuropäischer Staat (+5) ebenfalls neu in den Top 10 ist.</p>
<p>Verschlechtert hat sich die Situation in UNGARN (Platz 56), wo seit den  umstrittenen Mediengesetzen Selbstzensur in den Redaktionen weit  verbreitet ist. Die nationalkonservative Regierung kontrolliert den  öffentlich-rechtlichen Rundfunk, während das linksliberale Klubradio  seit mehr als einem Jahr um den Erhalt seiner Sendelizenz kämpft. In  ITALIEN (Platz 57) lehnte das Parlament Ende November erst in zweiter  Lesung einen Gesetzentwurf ab, der für Journalisten – anders als für  sonstige Personen – Haftstrafen wegen Verleumdung vorsah. In  GRIECHENLAND (Platz 84) werden Journalisten immer häufiger von  extremistischen Gruppen oder der Polizei angegriffen.</p>
<p>In der  TÜRKEI (Platz 154) saßen seit dem Ende des Militärregimes 1983 nie so  viele Journalisten im Gefängnis wie heute. Vielen werden Straftaten nach  dem umstrittenen Antiterrorgesetz zur Last gelegt. Oft erhalten weder  Angehörige noch Anwälte Informationen über die Anklage und Zugang zu den  Akten. Weil sie Gefangene übermäßig lange in Untersuchungshaft hält,  wurde die Türkei wiederholt international kritisiert. Eine Reform des  Antiterrorgesetzes im Juli 2012 brachte jedoch nur geringfügige  Verbesserungen.</p>
<p>In RUSSLAND (Platz 148) behinderte die  Staatsspitze die Berichterstattung über Großdemonstrationen gegen die  umstrittene Wiederwahl Wladimir Putins. In überraschender Eile wurde im  Sommer die  Gesetzgebung zur Verleumdung verschärft, die erst kurz zuvor  liberalisiert worden waren. Seit September 2012 existiert eine  „Schwarze Liste“ blockierter Internetseiten, die Kinder vor Pornografie  oder anderen schädlichen Inhalten schützen und „Hochverrat“ verhindern  soll. Die Überwachung des Internets ist in hohem Maße intransparent, da  eine kleine Expertengruppe darüber entscheidet, welche Seiten blockiert  werden.</p>
<p>In der UKRAINE (Platz 126), die im Januar den Vorsitz der  OSZE übernommen hat, ist die Gewalt gegen Journalisten 2012 deutlich  gestiegen, wobei Übergriffe selten verfolgt werden. Kaum verbessert hat  sich die Situation in ASERBAIDSCHAN (Platz 156) und BELARUS (Platz 157),  wo mit Ilcham Alijew und Alexander Lukaschenko zwei ausgesprochen  pressefeindliche Präsidenten regieren.</p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/ROG-Pressefreiheit-2013_FLOPspdf.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14395" title="ROG Pressefreiheit 2013_FLOPspdf" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/ROG-Pressefreiheit-2013_FLOPspdf-211x300.jpg" alt="" width="211" height="300" /></a>Besonders in den arabischen Ländern wird nach den Umbrüchen und Protesten des Jahres 2011 erkennbar, ob Journalisten heute freier berichten können oder ob die neuen Machthaber die Medien genauso streng kontrollieren wie ihre Vorgänger. „In vielen arabischen Staaten müssen Pressefreiheit und der Schutz von Journalisten verbindlich in Gesetzen festgeschrieben werden“, fordert Astrid Frohloff, Vorstandssprecherin von Reporter ohne Grenzen in Berlin.</p>
<p>Zwei Jahre nach Beginn des Arabischen Frühlings bleibt die Situation der  Pressefreiheit vielerorts prekär: In ÄGYPTEN (Platz 158) werden  Journalisten und Blogger nach wie vor häufig angegriffen, verhaftet oder  vor Gericht gestellt, auch wenn das Ausmaß der Gewalt geringer ist als  zu Beginn der Revolution 2011. Die neue Verfassung enthält Regelungen,  die die Pressefreiheit gefährden. In TUNESIEN (Platz 138) nahmen die  Angriffe auf Journalisten zeitweise zu; die Regierung verzögerte die  Umsetzung bereits beschlossener neuer Mediengesetze und besetzte  willkürlich wichtige Posten in den Staatsmedien. LIBYEN hat seine  Platzierung nach dem Sturz des Gaddafi-Regimes und der damit verbundenen  Gewalt um 23 Plätze auf Rang 131 verbessert.</p>
<p>Teils noch  desolater ist die Situation in den arabischen Ländern, in denen der  Machtkampf zwischen Regierung und Opposition andauert. SYRIEN (Platz  176) verharrt auf dem viertletzten Platz der Rangliste – im  Propagandakrieg zwischen Regierung und Opposition nehmen dort alle  Konfliktparteien Journalisten ins Visier. In BAHRAIN (Platz 165) ist die  Gewalt gegen Journalisten nach der Repressionswelle von 2011 zwar etwas  zurückgegangen, aber das Land gehört weiterhin zu den 20  Schlusslichtern der Rangliste.</p>
<p>Der IRAN hält sich mit Platz 174  unter den am schlechtesten platzierten Ländern. Geheimdienst und  Revolutionswächter kontrollieren die gesamte Medienlandschaft, und das  Land gehört zu den fünf größten Gefängnissen für Journalisten. Immer  häufiger drangsaliert das Regime die Familien iranischer Journalisten,  die im Ausland oder für ausländische Medien arbeiten.</p>
<p>ISRAEL  schafft es wegen der Übergriffe seiner Armee in den  Palästinensergebieten nur noch auf Platz 112. Während der Gaza-Offensive  im November griffen seine Streitkräfte gezielt Journalisten und  Redaktionen mit Verbindungen zur Hamas an. In Israel selbst bleibt trotz  echter Pressefreiheit die Militärzensur ein strukturelles Problem.</p>
<p>In CHINA (Platz 173) und VIETNAM (Platz 172), wo der Staat die Medien  streng kontrolliert, werden besonders Blogger und Internet-Aktivisten  verfolgt. In China sitzen fast 70 Blogger im Gefängnis. In Vietnam sind  es mehr als 30. Ebenfalls am Ende der Rangliste stehen NORDKOREA (Platz  178) und LAOS (Platz 168), deren autoritäre Regime keine unabhängige  Berichterstattung zulassen. Eines der gefährlichsten Länder weltweit für  Journalisten bleibt PAKISTAN (Platz 159), zehn Journalisten wurden dort  im vergangenen Jahr getötet. Auch in INDIEN (Platz 140) und BANGLADESCH  (Platz 144) verschlechterte sich die Situation, Gewalt gegen  Journalisten wird dort nur selten verfolgt.</p>
<p>Die  USA verbesserten sich um 15 Positionen auf Platz 32 und näherten sich  damit wieder ihrem Rang vor 2011 an, als die Polizei die  Berichterstattung über die Occupy-Proteste behinderte. Auch CHILE (Platz  60) machte nach dem Abflauen von Studentenprotesten einen Teil seines  Vorjahreseinbruchs in der Rangliste wett, wenngleich  Medienkonzentration, politische Einflussnahme und Kriminalisierung dort  weiterhin die Arbeit von Journalisten behindern. KANADA rutschte zehn  Plätze auf Rang 20 ab, weil dort während Studentenprotesten die Arbeit  von Journalisten behindert wurde und der Quellenschutz sowie die  persönlichen Daten von Internetnutzern in Gefahr sind.</p>
<p>In  PARAGUAY (Rang 91) wurde die Amtsenthebung von Präsident Fernando Lugo  von einer Entlassungswelle in den staatlichen Medien und häufiger Zensur  begleitet. ECUADOR verschlechterte sich in einem Jahr extremer  Spannungen zwischen der Regierung und den führenden Privatmedien weiter  auf den 119. Platz. In MEXIKO (Rang 153) und KOLUMBIEN (Rang 129)  kennzeichnet weiterhin Gewalt die Lage. Zu den Lichtblicken des  Kontinents gehört EL SALVADOR (Rang 38), dessen Behörden mehrfach ihren  Willen demonstriert haben, Gewaltverbrechen gegen Journalisten zügig  aufklären und zu bestrafen.</p>
<p>SOMALIA (Platz 175)  war 2012 nach Syrien das gefährlichste Land für Journalisten und ist  damit fast an das Ende der Rangliste herangerückt. Drohungen, Anschläge  und Morde sind dort an der Tagesordnung, und die Verantwortlichen werden  kaum jemals zur Verantwortung gezogen. Im SUDAN (Platz 170) gibt es  keine unabhängigen Medien; auch 2012 wurden Zeitungen beschlagnahmt und  Journalisten verhaftet. Auch in GAMBIA (Platz 152), SWASILAND (155),  RUANDA (161) und ÄQUATORIALGUINEA (166) halten autoritäre Staatschefs  die Medien unter strikter Kontrolle.</p>
<p>Im SENEGAL (Platz 59) und in  LIBERIA (Platz 97) gaben Ankündigungen der Präsidenten Anlass, auf  Verbesserungen der Pressefreiheit zu hoffen. Der SÜDSUDAN (Platz 124)  enttäuschte im Jahr nach seiner Staatsgründung: Während die von der  Regierung angekündigten Mediengesetze auf sich warten lassen, wurde dort  bereits ein Kolumnist ermordet.</p>
<p>Kein anderes Land hat seine Platzierung so stark wie MALI (Platz 99) verschlechtert, das viele Jahre einer der Vorreiter der Pressefreiheit in Afrika war. Nach dem Militärputsch im März sowie der Machtübernahme im Norden durch Tuareg und Islamisten mussten viele Radiosender im Rebellengebiet ihren Betrieb einstellen. Auch in der Hauptstadt waren Zensur und gewaltsame Übergriffe auf Journalisten an der Tagesordnung. JAPAN rutschte vor allem wegen seiner restriktiven Informationspolitik im Gefolge der Atomkatastrophe von Fukushima 2011 um 31 Plätze ab und rangiert nur noch auf Platz 53. Der OMAN (Rang 141) ging gegen fast 50 Blogger und Netzaktivisten strafrechtlich vor, um ein Übergreifen des Arabischen Frühlings zu verhindern – das Land rutschte deshalb 24 Plätze ab.</p>
<p>Die  größten Aufsteiger der diesjährigen Rangliste sind MALAWI (Platz 75) und die ELFENBEINKÜSTE (Platz 96). Beide sind wieder ungefähr auf ihre früheren Platzierungen vorgerückt, nachdem sie 2011 mit heftigen Repressionen auf innenpolitische Krisen reagiert hatten. AFGHANISTANS Aufrücken um 22 Positionen (auf Rang 128) spiegelt den Umstand wider, dass dort ungeachtet aller Defizite und Unsicherheiten 2012 keine Journalisten in Ausübung ihres Berufs getötet wurden und die Zahl der Festnahmen rückläufig ist. BIRMA verbesserte sich infolge der politischen Reformen auf Rang 151: Die ehemalige Militärführung hat etliche Journalisten und Blogger entlassen und Reformschritte wie die Aufhebung der Vorzensur machen Hoffnung auf einen echten Wandel.</p>
<p><a title="ROG: Ranking Pressefreiheit 2013" href="http://www.rog.at/130128_Rangliste_Deutsch.pdf" target="_blank">Das vollständige Ranking Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen (ROG) ist hier abrufbar.</a></p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.redakteur.cc%2Frog-ranking-pressefreiheit-2013%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.redakteur.cc/rog-ranking-pressefreiheit-2013/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
