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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Reporter ohne Grenzen (ROG)</title>
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		<title>ROG/Amnesty: Türkei ist &#8220;Weltmeister&#8221; im Verfolgen von Journalisten</title>
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		<pubDate>Wed, 03 May 2017 09:10:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Türkei ist unwürdiger &#8220;Weltmeister&#8221; in der Verfolgung von Journalisten: In keinem anderen Land weltweit befinden sich derzeit so viele Journalisten in Haft wie in der Türkei. Daran erinnert die internationale Journalistenorganisation &#8220;Reporter Ohne Grenzen&#8221; (ROG) am heutigen Internationalen Tag der Pressefreiheit. Mehr als 120 von ihnen wurden demnach nach Angaben der Medienplattform P24 allein [...]]]></description>
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<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/ROG-Weltkarte_der_Pressefreiheit_2017.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-16457" title="ROG-Weltkarte_der_Pressefreiheit_2017" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/ROG-Weltkarte_der_Pressefreiheit_2017-300x211.jpg" alt="" width="300" height="211" /></a>Die Türkei ist unwürdiger &#8220;Weltmeister&#8221; in der Verfolgung von Journalisten: <a title="Türkei: Repression in ungekanntem Ausmaß" href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/nc/themen/laender-und-themenberichte/meldung/repression-in-ungekanntem-ausmass/" target="_blank">In keinem anderen Land weltweit</a> befinden sich derzeit so viele  Journalisten in Haft wie in der Türkei. Daran erinnert die internationale Journalistenorganisation &#8220;Reporter Ohne Grenzen&#8221; (ROG) am heutigen Internationalen Tag der Pressefreiheit.</p>
<p>Mehr als 120 von ihnen wurden  demnach nach Angaben der Medienplattform <em>P24 </em>allein nach dem  Putschversuch inhaftiert. Medienschaffende sind zur Zielscheibe einer  massiven Kampagne gegen die Meinungsfreiheit geworden. Etwa 160 Medien  wurden laut <em>P24</em> geschlossen, tausende Journalisten haben ihre  Arbeit verloren. Nach dem gescheiterten Putschversuch hat die Regierung  im Juli 2016 den Ausnahmezustand ausgerufen – er gilt bis heute.  Insbesondere im Vorfeld des Verfassungsreferendums wurden unabhängige  Medien zum Schweigen gebracht und eine freie öffentliche Debatte  unterbunden.<span id="more-16456"></span></p>
<p>Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International und Reporter ohne  Grenzen fordern daher die sofortige Freilassung aller Journalistinnen und  Journalisten aus der Untersuchungshaft in der Türkei.</p>
<p>Weltweite Twitteraktion: Gemeinsam mit Amnesty und  Reporter ohne Grenzen solidarisieren sich bereits seit Wochen weltweit Organisationen und Menschen unter dem Hashtag  #FreeTurkeyMedia mit den inhaftierten Journalisten in der Türkei.  Mehrere tausend Menschen haben sich bereits an einer Appell-Aktion von  Amnesty International an den türkischen Justizminister beteiligt.</p>
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		<title>Tag der Pressefreiheit: ROG fordert UN-Sonderbeauftragten für Journalisten</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2016 09:42:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anlässlich des heutigen internationalen Tag der Pressefreiheit fordert Reporter ohne Grenzen (ROG) einen UN-Soderbeauftragten für Journalisten. &#8220;Pressefreiheit darf nicht nur in Sonntagsreden hochgehalten werden. Wo Journalisten wegen ihrer Arbeit um Leib und Leben fürchten müssen, nehmen Zensur und Desinformation überhand“, betont ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske.  &#8220;Ein UN-Sonderbeauftragter mit einem starken Mandat würde den Schutz von Journalisten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Anlässlich des heutigen internationalen Tag der Pressefreiheit fordert  Reporter ohne Grenzen (ROG) einen UN-Soderbeauftragten für Journalisten. &#8220;Pressefreiheit darf nicht nur in Sonntagsreden  hochgehalten werden. Wo  Journalisten wegen ihrer Arbeit um Leib und  Leben fürchten müssen,  nehmen Zensur und Desinformation überhand“, betont   ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske.  &#8220;Ein UN-Sonderbeauftragter mit   einem starken Mandat würde den Schutz von Journalisten international zur   Chefsache machen&#8221;. Die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen werden daher aufgerufen,  schnellstmöglich einen UN-Sonderbeauftragten für den Schutz von  Journalisten einzusetzen.<span id="more-16394"></span>In einem Brief an alle UN-Botschafter wirbt die Organisation für einen Mechanismus, um die Staaten endlich  wirksam zur Einhaltung ihrer völkerrechtlichen Pflicht zum Schutz von  Journalisten vor Gewaltverbrechen anzuhalten. Ziel ist es, endlich die  seit Jahren konstant hohen Zahlen getöteter Medienschaffender zu senken. Internationale Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und Medien sind aufgerufen, den Aufruf ebenfalls zu unterstützen.</p>
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<p>Der Initiative von Reporter ohne Grenzen haben sich jetzt Menschenrechtsorganisationen, Medien- und Journalistenverbände sowie namhafte Medienunternehmen von allen Kontinenten angeschlossen, darunter der Weltzeitungsverband  WAN-IFRA, Human Rights Watch, das Committee to Protect Journalists und  viele weitere Nichtregierungsorganisationen, die sich für Presse- und  Meinungsfreiheit einsetzen. Auch viele Zeitungen wie die <em>New York Times</em>, <em>The Hindu</em> und <em>Bangkok Post</em> sowie Mediengruppen wie <em>ABP</em> (Indien) und <em>Grupo RBS</em> (Brasilien) unterstützen den Aufruf.</p>
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<p>Trotz zahlreicher UN-Beschlüsse zur Sicherheit von  Journalisten bleiben die Zahlen besorgniserregend: Im Laufe der  vergangenen zehn Jahre sind weltweit mindestens 787 Journalisten wegen ihres Berufs getötet worden, 67 davon allein im Jahr 2015. Die meisten Reporter sterben  außerhalb von Kriegsgebieten, weil sie in Ländern wie Brasilien oder  Mexiko über organisierte Kriminalität, Korruption, Machtmissbrauch oder  Menschenrechtsverletzungen berichtet haben. Viele dieser Verbrechen  bleiben ungestraft.</p>
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<p>Der von Reporter ohne Grenzen vorgeschlagene  Sonderbeauftragte für den Schutz von Journalisten sollte überwachen,  inwieweit die UN-Mitgliedsstaaten ihre einschlägigen völkerrechtlichen  Verpflichtungen erfüllen. Er  sollte direkt dem UN-Generalsekretär  unterstehen und die Befugnis zu eigenständigen Untersuchungen haben,  wenn Staaten nach Gewalttaten gegen Journalisten nicht ermitteln.</p>
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<p>Durch diese zentrale und dauerhafte Stellung im System der Vereinten Nationen könnte ein Sonderbeauftragter helfen, den UN-Aktionsplan zur Sicherheit von Journalisten besser umzusetzen. Ebenso könnte er die Bemühungen anderer Institutionen für mehr Schutz von Journalisten unterstützen, darunter UN-Organe wie  die UNESCO, der UN-Menschenrechtsrat, der UN-Hochkommissar für  Menschenrechte und der UN-Sonderberichterstatter für Meinungsfreiheit,  aber auch andere Organisationen wie der Europarat und der  Sonderberichterstatter für Meinungsfreiheit der Interamerikanischen  Menschenrechtskommission.</p>
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<p>Details zur Rolle des vorgeschlagenen UN-Sonderbeauftragten finden Sie in den Empfehlungen von Reporter ohne Grenzen im September.</p>
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<p>In den vergangenen Jahren haben verschiedene Gremien der  Vereinten Nationen eine ganze Reihe von Resolutionen zum besseren Schutz  von Reportern verabschiedet – ohne, dass sich die Situation dadurch  grundlegend verändert hätte.</p>
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<p>So rief der Weltsicherheitsrat am 27. Mai 2015 die Staaten auf, ihren Verpflichtungen zum Schutz von Journalisten in  bewaffneten Konflikten nachzukommen. In seiner einstimmig angenommenen Resolution 2222 nahm er zugleich erstmals direkt auf das Recht auf Meinungsfreiheit gemäß Artikel 19 der Allgemeinen Menschenrechtserklärung.</p>
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<p>Am 18. Dezember 2014 verabschiedete die UN-Vollversammlung die Resolution Nr. 69/185,  die unter anderem die Rolle von Bürgerjournalisten anerkennt. Ferner  betont diese Resolution, dass Journalisten besonders gefährdet sind, zu  Zielen von gesetzeswidriger oder willkürlicher Überwachung zu werden. Im  September 2014 konkretisierte der UN-Menschenrechtsrat das Spektrum geeigneter Schutzmechanismen für gefährdete Journalisten, darunter die Schaffung von  Frühwarnsystemen und von spezialisierten Staatsanwaltschaften für die  Verfolgung der Täter.</p>
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<p>2013 legte die UN-Vollversammlung den 2. November als jährlichen Welttag gegen Straflosigkeit fest, um auf die fortdauernde Untätigkeit vieler Staaten bei der Bekämpfung von Verbrechen an Journalisten aufmerksam machen.</p>
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		<title>Reporter Ohne Grenzen verklagen BND (Unterschriftenaktion)</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2015 10:52:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die gemeinnützige internationale Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) verklagt den deutschen Bundesnachrichtendienst (BND) wegen Verletuung des Fernmeldegesetzes und fordert zu einer Unterschriftenaktion auf. ROG wirft dem Bundesnachrichtendienst vor, den E-Mail-Verkehr der Organisation mit ausländischen Partnern, Journalisten und anderen Personen im Zuge seiner strategischen Fernmeldeüberwachung ausgespäht zu haben: Der BND &#8220;beeinträchtigt massiv die Arbeit von ROG [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/ROG-Petition-gegen-BND.jpg"><img class="size-full wp-image-16181 alignright" title="ROG-Petition gegen BND" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/ROG-Petition-gegen-BND.jpg" alt="Grafik: ROG-Webseite" width="312" height="139" /></a>Die gemeinnützige internationale Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) verklagt den deutschen Bundesnachrichtendienst (BND) wegen Verletuung des Fernmeldegesetzes und fordert zu einer Unterschriftenaktion auf. ROG wirft dem Bundesnachrichtendienst vor, den E-Mail-Verkehr der  Organisation mit ausländischen Partnern, Journalisten und anderen  Personen im Zuge seiner strategischen Fernmeldeüberwachung ausgespäht zu  haben:</p>
<p>Der BND &#8220;beeinträchtigt massiv die Arbeit von ROG und verletzt die Interessen der Organisation&#8221;, so ROG. Die Klage wurde am Dienstag (30. Juni 2015) beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingereicht. In einer <a title="ROG-Klage und Onlinepetition" href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/?id=1345" target="_blank">Online-Petition</a> ruft ROG daher zudem zur Unterstützung der Klage auf, die auch das Verkehrsanalysesystem &#8220;VerAS&#8221; einschliesst. <span id="more-16178"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Für zahlreiche Journalisten aus Deutschland und aus autoritären Staaten wie Usbekistan, Aserbaidschan oder China sei ROG ein regelmäßiger und wichtiger Ansprechpartner, an den sie sich mit schutzwürdigen Anliegen oder vertraulichen Informationen wenden. Die Ausforschung der Kommunikation durch den BND bedeute jedoch, dass sich die Journalisten mit ihren persönlichen Anliegen nicht mehr darauf verlassen können, dass ihre Kommunikation vertraulich bleibt, kritisiert ROG.</p>
<p>Wie aus dem jährlichen Bericht des Parlamentarischen Kontrollgremiums vom 08. Januar 2015 hervorgeht, hat der BND im Zuge der strategischen Fernmeldeüberwachung im Jahr 2013 schätzungsweise hunderte Millionen Mails mit Suchbegriffen durchforstet und schließlich mehr als 15.000 Mails mit Treffern ermittelt, die genauer untersucht wurden. Zu den Schwerpunkten der Arbeit von ROG gehören die Staaten des Nahen und Mittleren Ostens und der ehemaligen Sowjetunion. Im fraglichen Zeitraum stand die Organisation mit zahlreichen Journalisten und zivilgesellschaftlichen Akteuren über Themen wie die Tätigkeit von Geheimdiensten in engem Austausch. Nach allem, was über die vom BND verwendeten Suchbegriffe bekannt ist, muss ROG deshalb davon ausgehen, dass auch zahlreiche E-Mails der Organisation erfasst und weitergehend bearbeitet wurden.</p>
<p>Reporter ohne Grenzen vertritt die Auffassung, dass diese Überwachungspraxis unverhältnismäßig ist und vom Gesetz zur Beschränkung des Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnisses (kurz G10-Gesetz) nicht gedeckt ist. Angesichts dieser Überwachung sieht ROG den Informantenschutz für Journalisten nicht mehr garantiert und die freie Berichterstattung in Deutschland bedroht. Den Medien ist es nicht mehr ausreichend möglich, ihrer Rolle als vierte Gewalt in einer demokratischen Gesellschaft nachzukommen.</p>
<p>Dabei genießen Journalisten in Deutschland wie auch in anderen demokratischen Ländern ein Zeugnisverweigerungsrecht, das sie dazu berechtigt, gegenüber Ermittlungsbehörden die Quellen ihrer Recherchen zu verschweigen. Auch der Kommunikationsverkehr von Journalisten in der Demokratie steht unter einem besonderen Schutz. Mit seiner Klage will ROG dieses Recht von Journalisten durchsetzen.</p>
<p>Verschiedene Studien sind übereinstimmend zu dem Ergebnis gekommen, dass sich Journalisten angesichts von Massenüberwachung in ihrer Arbeit bedroht fühlen und gezwungen sehen, ihre Arbeitsweise zu ändern oder bestimmte Recherchen nicht weiter zu verfolgen. In Einzelfällen schrecken Informanten sogar davor zurück, Journalisten zu kontaktieren, weil sie fürchten, vom Geheimdienst enttarnt zu werden. Informanten und Whistleblower sind jedoch eine Grundvoraussetzung für unabhängige, journalistische Berichterstattung in einer Demokratie.</p>
<p>Die juristische Überprüfung der Überwachungspraxis durch das Bundesverwaltungsgericht soll auch die Glaubwürdigkeit Deutschlands gegenüber der willkürlichen Praxis autoritärer Staaten wie China, Saudi-Arabien oder Turkmenistan stärken. Die UN-Vollversammlung hat Ende 2013 die Resolution „Right to Privacy in the Digital Age“ verabschiedet, die die Bundesregierung mit initiiert hatte.</p>
<p>Es erscheint uns jedoch wenig glaubwürdig, wenn die Bundesregierung einerseits versucht, andere Regierungen zu mehr Achtung der Informationsfreiheit zu bewegen, und deutsche Nachrichtendienste gleichzeitig einer ähnlichen Praxis folgen und Bürger ebenfalls massenhaft ausspähen. Die Bundesregierung muss stattdessen die in der Resolution genannten Forderungen auch im eigenen Land umsetzen und sicherstellen, dass die deutschen Geheimdienste sich bei ihren Überwachungsmaßnahmen an geltende Gesetze halten.</p>
<p>ROG klagt deswegen auch gegen den Einsatz des Verkehrsanalysesystems „VerAS“. Mit diesem Programm erhebt und verarbeitet der BND seit dem Jahr 2002 Metadaten auch von deutschen Bürgern, die im Zusammenhang mit ihrer Kommunikation anfallen. Dabei erfasst der Nachrichtendienst neben Telefonverbindungen, SMS und E-Mails auch das Surfen im Internet sowie die Nutzung von sozialen Netzwerken. Für diese Art von Datensammlung und -analyse gibt es keine gesetzliche Grundlage; sie muss deshalb sofort eingestellt werden.</p>
<p>Aus Sicht der Sicherheitsbehörden verfolgt  „VerAS“ das Ziel, Beziehungen zwischen Terrorverdächtigen zu erkennen und auf diese Weise geheime Pläne oder ganze Netzwerke aufzudecken. Dieses Verfahren wird so umfassend angewandt, dass auch Journalisten erfasst werden können, die nur indirekt und über bis zu vier weitere Kommunikationspartner mit einem Terrorverdächtigen in Verbindung gebracht werden können. Auf diese Weise kommt  der BND eigenen Angaben zufolge auf rund 500 Millionen Metadaten pro Monat, die er erfasst. Angesichts dieser immensen Datensammlung ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch die Verbindungsdaten von ROG als internationaler Organisation vom BND gespeichert wurden.</p>
<p>&#8220;Der Schutz des Post- und Telekommunikationsgeheimnisses ist ein weltweit geachtetes Menschenrecht. Deshalb haben Reporter ohne Grenzen und andere zivilgesellschaftliche Gruppen bereits im März eine umfassende Kontrolle der deutschen Geheimdienste angemahnt. Wir wiederholen heute unsere Forderung, dass es keine Überwachungsmaßnahmen ohne gesetzliche Grundlage geben darf, weder im Inland noch im Ausland&#8221;, betont Reporter ohne Grenzen.</p>
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		<title>Reporter ohne Grenzen: UNO soll gegen Dschihadisten vorgehen</title>
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		<pubDate>Sun, 03 May 2015 07:58:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Saving-Independent-Journalism-thumb-350x412.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-16103" title="Saving Independent Journalism-thumb-350x412" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Saving-Independent-Journalism-thumb-350x412.jpg" alt="" width="279" height="330" /></a>Die internationale Journalistenorganisation &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; (ROG) fordert den UN-Sicherheitsrat auf, dem internationalen Strafgerichtshof die Verbrechen an Journalisten im Irak und in Syrien vorzulegen: &#8220;Dschihadisten in Syrien und dem Irak, aber  auch das syrische Regime  begehen seit Jahren grausame Kriegsverbrechen  an Journalisten, ohne  irgendeine Strafverfolgung befürchten zu müssen“, kritisiert  ROG-Vorstandssprecherin Astrid Frohloff anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Pressefreiheit: &#8220;Wenn Ankündigungen für  einen  besseren Schutz keine hohlen Phrasen sein sollen, muss der   UN-Sicherheitsrat jetzt konkrete Schritte unternehmen, um die Schuldigen   für Kriegsverbrechen an Medienschaffenden in Syrien und im Irak zur   Rechenschaft zu ziehen.&#8221;</p>
<p>Zum diesjährigen Tag der Pressefreiheit  veröffentlicht Reporter ohne  Grenzen einen Sonderbericht aus Anlass des  30-jährigen Bestehens der  Organisation. Darin blickt sie auf Erfolge  ihrer bisherigen Arbeit  zurück und umreißt wichtige aktuelle  Herausforderungen im Kampf für  mehr Pressefreiheit. <a title="30 Jahre Reporter ohne Grenzen" href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/uploads/tx_lfnews/media/30_Years_Defending_Media_-_RSF.pdf" target="_blank">Der Bericht &#8220;Saving Independent Journalism&#8221; ist hier (englisch) online abrufbar.</a> Im vergangenen Jahr  hatte die deutsche Sektion von  Reporter ohne Grenzen ihr 20-jähriges  Bestehen begangen. Laut ROG wurden seit Jahresbeginn bis heute (3. Mai) bereits 24 Journalisten getötet.<a title="30 Jahre Reporter ohne Grenzen" href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/uploads/tx_lfnews/media/30_Years_Defending_Media_-_RSF.pdf" target="_blank"><span id="more-16102"></span></a></p>
</div>
<div><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Fred-Anchormann.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-16108" title="Fred Anchormann" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Fred-Anchormann.jpg" alt="" width="340" height="241" /></a>&#8220;Ohne Pressefreiheit sind Nachrichten keine Nachrichten&#8221;: Unter diesem  Motto startet die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen in Österreich anläßlich des  Internationalen Tages der Pressefreiheit am 3. Mai eine neue Kampagne. Die Hauptrolle spielt  hierbei eine Handpuppe, Fred Anchormann. In einer fiktiven Nachrichtensendung treibt er  willenlos, inhaltslos und von unsichtbarer Hand geführt, sein Unwesen in TV-Spots, Anzeigen und  bei diversen Online- Aktionen:</div>
<div>&#8220;Eine Schreckensvision, die ohne schreckliche Bilder auskommt.  Dafür aber umso mehr der wachsenden Bedrohung der Medienfreiheit durch  Zensur, wirtschaftlichen Druck oder politischen Mißbrauch ein Gesicht  gibt, das zum Nachdenken und Diskutieren anregen soll. Ist doch  Pressefreiheit ein Bürgerrecht, das uns alle betrifft.&#8221;, so Rubina  Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich, die zu dem  Thema auch eine umfassende Informations-Offensive ankündigt.</div>
<div>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div>Die  Kriegsverbrechen an Medienschaffenden im Irak und in Syrien müssten  aufgeklärt und die Konfliktparteien von weiteren Taten abgeschreckt  werden, heißt es in einem Brief von ROG an den UN-Botschafter  Litauens, das im Mai den Vorsitz des Sicherheitsrats führt. Namentlich  verweist das Schreiben auf Angriffe der Dschihadistengruppen Islamischer  Staat und Al-Nusra-Front sowie auf Übergriffe der syrischen Regierung  gegen Journalisten.</div>
<div>
<p>Der UN-Sicherheitsrat ist eine der wenigen  Instanzen, die bestimmte Völkerrechtsverbrechen an den Internationalen  Strafgerichtshof verweisen kann. Der Rat hat schon 2006 in seiner <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/Redaktion/Nothilfe/Sicherheit_von_Journalisten/06_UN_Resolution_1738_Eng.pdf">Resolution 1738</a> vorsätzliche Angriffe auf Journalisten und Medienmitarbeiter in  bewaffneten Konflikten verurteilt. 2013 und 2014 verabschiedete die  UN-Vollversammlung Resolutionen zur Sicherheit von Journalisten und zur  Notwendigkeit, Verbrechen gegen Medienschaffende zu bestrafen. Zuletzt  stellte ein Bericht der unabhängigen internationalen <a title="Externer Link: http://www.ohchr.org/EN/HRBodies/HRC/IICISyria/Pages/IndependentInternationalCommission.aspx" href="http://www.ohchr.org/EN/HRBodies/HRC/IICISyria/Pages/IndependentInternationalCommission.aspx" target="_blank">Syrien-Untersuchungskommission an den UN-Menschenrechtsrat</a> am 5. Februar fest, dass in dem Land Journalisten verschwinden sowie festgenommen, gefoltert und getötet werden.</p>
<p><a title="30 Jahre Reporter ohne Grenzen" href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/uploads/tx_lfnews/media/30_Years_Defending_Media_-_RSF.pdf" target="_blank"></a>Reporter ohne Grenzen genießt Beraterstatus  bei den Vereinten Nationen und setzt sich auf zahlreichen Ebenen dafür  ein, die in vielen Ländern verbreitete <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/themen/straflosigkeit/">Straflosigkeit für Verbrechen gegen Journalisten</a> zu beenden. Zu den Forderungen der Organisation gehört auch, beim  UN-Generalsekretär den Posten eines Sonderbeauftragten für den Schutz  von Journalisten zu schaffen.</p>
<p>Dschihadisten haben in <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/syrien/">Syrien</a> und dem <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/irak/">Irak</a> schon <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/is-fuehrt-erbarmungslosen-medienkrieg/?tx_lfnews_detail[action]=show&amp;tx_lfnews_detail[controller]=NewsItem&amp;cHash=6c94231fa993482f4cffbcb12ef8e78a">Dutzende Journalisten entführt oder getötet</a>. Unter anderem haben sie sich zu den Enthauptungen der US-Journalisten James Foley und Steven Sotloff sowie zu einem Selbstmordanschlag auf den Sitz von <em>Salaheddin TV</em> im irakischen Tikrit bekannt, bei dem mehrere Mitarbeiter des  Fernsehsenders starben. Im irakischen Samarra enthauptete sie öffentlich  den Fotografen und Kameramann Raad al-Asawi.</p>
<p>Das syrische Regime verschleppt, misshandelt und foltert seit Beginn der Proteste gegen Präsident Baschar al-Assad im März 2011  systematisch Journalisten und Bürgerjournalisten. Zu den bekanntesten  Fällen gehören Mazen Darwish, Hussein Ghareer und Hani Al-Zitani vom <em>Syrischen Zentrum für Medien- und Meinungsfreiheit</em>, die wegen ihres Einsatzes für Pressefreiheit in Syrien seit Februar 2012 ohne Gerichtsurteil festgehalten werden. Im Bürgerkrieg in Syrien sind bislang mehr  als 170 Medienschaffende wegen ihrer journalistischen Arbeit getötet  worden, die meisten davon syrische Bürgerjournalisten.</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
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		<title>Kreml Goes Olympia: Reporter ohne Grenzen warnt</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Oct 2013 22:03:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anlässlich des Olympischen Fackellaufs in Moskau weist Reporter ohne Grenzen (ROG) mit dem Bericht „Der Kreml auf allen Kanälen“ auf die &#8220;systematische Unterdrückung unabhängiger Stimmen in russischen Medien&#8221; hin. ROG fordert die russische Regierung auf, ihrem eigenen Anspruch ernst zu nehmen, dass die Olympischen Spiele in Sotschi zur Modernisierung des Landes beitragen sollen: &#8220;Dies darf [...]]]></description>
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<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/ROG-Der-Kreml-auf-allen-Kanälen.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-15592" title="ROG Der Kreml auf allen Kanälen" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/ROG-Der-Kreml-auf-allen-Kanälen-213x300.jpg" alt="" width="170" height="240" /></a>Anlässlich des Olympischen Fackellaufs in Moskau weist Reporter ohne Grenzen (ROG) mit dem Bericht „<a title="Download Russland-Bericht" href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/images/Kampagnen/Sotschi/ROG-Russland-Bericht-2013_web.pdf">Der Kreml auf allen Kanälen</a>“ auf die &#8220;systematische Unterdrückung unabhängiger Stimmen in russischen Medien&#8221; hin. ROG fordert die russische Regierung auf,  ihrem eigenen Anspruch ernst zu  nehmen, dass die Olympischen Spiele in  Sotschi zur Modernisierung des  Landes beitragen sollen: &#8220;Dies darf sich  nicht auf Wirtschaft oder  Infrastruktur beschränken, sondern muss auch  die Entwicklung einer  lebendigen Zivilgesellschaft einschließen. Dazu  gehört ein freier Zugang  aller Bürger zu umfassenden Informationen, der  momentan nicht  gewährleistet ist,&#8221; so ROG.</p>
<div><em>Reporter ohne Grenzen</em> beobachtet mit Sorge, dass sportliche  Großereignisse häufig an  autoritär regierte Staaten vergeben werden,  die Menschenrechte  missachten. „Mit der Entscheidung für Russland  übernimmt das  Internationale Olympische Komitee die Verantwortung  dafür, dass   demokratische Grundrechte während der Winterspiele gewahrt  werden“,  sagte Christian Mihr. „Das IOK muss den Anspruch seiner  eigenen Charta  einlösen und eine umfassende, freie Berichterstattung  über die  Olympischen Spiele 2014 sicherstellen. Es sollte den Grundsatz  der  Pressefreiheit weitaus deutlicher als bisher verteidigen und sich  nicht  scheuen, die Einhaltung grundlegender Bürgerrechte in der  Russischen  Föderation anzumahnen.“<span id="more-15591"></span></div>
<div>
<div>Seit dem  Amtsantritt Wladimir Putins im Jahr 2000 hat der Kreml  laut ROG die landesweiten  Fernsehsender wieder weitgehend unter seine Kontrolle  gebracht und durch  gezielte Personalpolitik kritische Journalisten aus  den Redaktionen  gedrängt. Übrig bleiben bei den drei wichtigsten  landesweiten  Fernsehsendern (<em>Perwyj Kanal, Rossija</em> und <em>NTV</em>)  demnach Redakteure,  die sich den Machthabern nicht offen entgegenstellen oder  ihre  Überzeugungen nicht offen auf dem Bildschirm vertreten. Ihren  Einfluss  stützen diese Sender auf ein noch aus sowjetischer Zeit  stammende  Übertragungssystem, das fast alle Haushalte des riesigen  Landes  erreicht. Kremlkritische Sender, wie der vor dreieinhalb Jahren   gegründete Kanal <em>TV Doschd</em> werden auf diesem Weg nicht   übertragen. Unabhängige Zeitungen oder Onlinemedien spielen bei der   politischen Willensbildung im Land nur eine geringe Rolle.</div>
<p>Dies &#8220;steht in krassem Widerspruch zum Image eines modernen  und offenen  Landes, als das sich Russland zu den Winterspielen in  Sotschi  präsentieren will“, sagte ROG- Geschäftsführer Christian Mihr in  Berlin:  „Der Kreml nutzt das landesweite Fernsehen, um seine Macht zu  sichern  und mit der Kraft kontrollierter Bilder seine Sicht auf die Welt  zu  vermitteln“, so Mihr. ROG appelliert an die Programmverantwortlichen   der deutschen Rundfunkanstalten, in der Sotschi-Berichterstattung   Problemen wie Umweltzerstörung, Zwangsumsiedlungen und der Ausbeutung   von Gastarbeitern einen angemessenen Platz einzuräumen.</p>
</div>
<div>Internationale Journalisten ruft <em>Reporter ohne Grenzen</em> zu einem transparenten und verantwortungsvollen Umgang mit  Fernsehbildern und journalistischem Material aus Russland auf.  Angesichts der massiven Kontrolle des russischen Fernsehens durch den  Staat sollten Rundfunkanstalten, die Material staatsnaher russischer  Sender übernehmen, dies deutlich kennzeichnen und die Herkunft der  Bilder durch Quellennachweise transparent machen. Berichterstatter  sollten die Realität vor Ort im Blick behalten und sich nicht durch  professionell produziertes, vermeintlich journalistisches Material  täuschen lassen, das im Auftrag der russischen Führung entsteht und  deren Image im Ausland verbessern soll.</div>
<p>Der Bericht „<a title="Download Russland-Bericht" href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/images/Kampagnen/Sotschi/ROG-Russland-Bericht-2013_web.pdf">Der Kreml auf allen Kanälen</a>“  fußt auf rund 30 Interviews mit Journalisten, Medienexperten und  Beobachtern, die ROG-Pressereferentin Ulrike Gruska im Sommer 2013 in  Moskau und Berlin geführt hat. Viele Kollegen – vor allem aus  staatlichen oder staatsnahen russischen Medien – waren nur anonym dazu  bereit, mit <em>Reporter ohne Grenzen</em> zu sprechen, um ihre weitere  Tätigkeit nicht zu gefährden. Russland steht auf der ROG-Rangliste der  Pressefreiheit Russland nur auf Platz 148 von 179 Staaten. Seinen  Präsidenten Wladimir Putin zählt<em> Reporter ohne Grenzen</em> seit Jahren zu den größten <a title="ROG-Feinde der Pressefreiheit" href="http://www.redakteur.cc/?s=%22Feinde+der+Pressefreiheit%22" target="_blank">Feinden der Pressefreiheit</a> weltweit.</p>
</div>
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		<title>Prinzipien zum Schutz der Menschenrechte in der digitalen Welt verabschiedet</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Sep 2013 22:08:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Reporter ohne Grenzen (ROG) hat gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Gruppen aus aller Welt 13 Prinzipien zum Schutz der Menschenrechte in der digitalen Welt vorgelegt. Die von mehr als 260 Organisationen unterzeichneten Internationalen Grundsätze für die Anwendung der Menschenrechte in der Kommunikationsüberwachung wurden am Rande der aktuellen Sitzung des UN-Menschenrechtsrates in Genf vorgestellt und formulieren einen Maßstab [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Reporter ohne Grenzen (ROG) hat gemeinsam mit  zivilgesellschaftlichen Gruppen aus aller Welt 13 Prinzipien zum Schutz  der Menschenrechte in der digitalen Welt vorgelegt. Die von mehr als 260  Organisationen unterzeichneten <a title="Die Grundsätze für die Anwendung der Menschenrechte in der Kommunikationsüberwachung" href="https://de.necessaryandproportionate.org/text" target="_blank">Internationalen Grundsätze für die Anwendung der Menschenrechte in der Kommunikationsüberwachung</a> wurden am Rande der aktuellen Sitzung des UN-Menschenrechtsrates in  Genf vorgestellt und formulieren einen Maßstab dafür, inwieweit  Überwachungsgesetze und -praktiken im Einklang mit den Menschenrechten  stehen. Sie machen deutlich, dass die derzeitigen Überwachungsmethoden  zu weit gehen und eingeschränkt werden müssen. <span id="more-15458"></span></p>
<p>Konkret fordern  die Unterzeichner unter anderem, dass staatliche Maßnahmen der  Kommunikationsüberwachung ausschließlich aufgrund gesetzlicher  Vorschriften und für rechtmäßige Ziele angewendet werden dürfen. Sie  müssen nachweislich notwendig und angemessen sowie bei sorgfältiger  Abwägung der Vor- und Nachteile verhältnismäßig sein und von der Justiz  oder anderen demokratischen Aufsichtsorganen kontrolliert werden.  Regierungen sollten die Anbieter von Hard- und Software niemals zum  Einbau von Überwachungsfunktionen in ihre Systeme oder zur  Vorratsdatenspeicherung zwingen. Diese Prinzipien müssen für eigene und  fremde Bürger im In- wie im Ausland gelten, unabhängig vom Ziel der  Überwachung – ob zur Strafverfolgung, zum Schutz der nationalen  Sicherheit oder für andere Ziele.</p>
<p>Die Grundsätze sind das  Ergebnis mehr als einjähriger Beratungen mit Akteuren der  Zivilgesellschaft sowie Experten für Technologie und den Schutz der  Privatsphäre. Die Enthüllungen der vergangenen Monate unterstreichen,  wie stark die ausufernden Überwachungspraktiken auch westlicher  Geheimdienste Meinungs- und Pressefreiheit sowie andere Menschenrechte  gefährden. Menschen- und Bürgerrechtsaktivisten in aller Welt werden die  gemeinsam erarbeiteten Grundsätze als Maßstab an bestehende und  geplante Gesetze anlegen und Änderungen einfordern, wo diese nötig sind.</p>
<p>Der vollständige Wortlaut der Grundsätze in 30 Sprachen sowie die Liste der Unterzeichner ist <a title="Die Grundsätze für die Anwendung der Menschenrechte in der Kommunikationsüberwachung" href="https://de.necessaryandproportionate.org/text" target="_blank">hier</a> abrufbar. Zusätzliche Unterstützer können die Grundsätze <a title="Hier mitzeichnen!" href="https://de.necessaryandproportionate.org/about#necessaryandproportionate-sign-form" target="_blank">hier unterzeichnen</a>.</p>
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		<title>Reporter ohne Grenzen (ROG) solidarisiert sich mit Netzwerk investigativer Journalisten</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Aug 2013 22:09:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Reporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt &#8220;Schikanen gegen das Netzwerk investigativer Journalisten&#8221; wie David Miranda, Laura Poitras und Jacob Appelbaum. ROG ist zutiefst besorgt über das Vorgehen der britischen Behörden gegen David Miranda, den Lebenspartner des Guardian-Journalisten Glenn Greenwald: „Die USA und Großbritannien versuchen offenbar, das Netzwerk zu zerstören, das hinter den journalistischen Veröffentlichungen über die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Reporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt &#8220;Schikanen gegen das Netzwerk investigativer Journalisten&#8221; wie David Miranda, Laura Poitras und Jacob Appelbaum. ROG ist zutiefst besorgt über das Vorgehen der britischen Behörden gegen David Miranda, den Lebenspartner des <em>Guardian</em>-Journalisten <strong>Glenn Greenwald</strong>:  „Die USA und Großbritannien versuchen offenbar, das Netzwerk zu  zerstören, das hinter den journalistischen Veröffentlichungen über die  staatlichen Überwachungsprogramme beider Länder steht“, kritisiert der  Vorstandssprecher von Reporter ohne Grenzen, Michael Rediske. Großbritannien steht in der ROG-Rangliste der  Pressefreiheit auf Platz 29 von 179 Ländern.<span id="more-15223"></span></div>
<div>Dass  Miranda unter Berufung auf Anti-Terror-Gesetze über die Arbeit  Greenwalds befragt wurde, bewertete er als klaren Missbrauch. „Das  bestätigt unsere immer wieder geäußerte Befürchtung, dass die seit 2001  in vielen Ländern beschlossenen Anti-Terror-Gesetze für ganz andere, oft  beliebige Zwecke der Staatsräson benutzt werden“, sagt Rediske.</div>
<p>Ermittler hatten den Brasilianer Miranda am Sonntag beim Umsteigen auf dem Londoner Flughafen Heathrow stundenlang festgehalten und verhört.  Er hatte nach Angaben des in Brasilien lebenden investigativen  Reporters Greenwald dessen Recherchepartnerin Laura Poitras in Berlin  besucht und ihr im Auftrag des Guardian Datenträger mit verschlüsselten  Informationen zu den Recherchen über Geheimdienstprogramme überbracht;  auf dem Rückweg trug er Speichermedien bei sich, die ihm Poitras für  Greenwald mitgegeben hatte. Auch über die Inhalte dieser Datenträger  befragten die Ermittler Miranda und beschlagnahmten sie.</p>
<p>Dieses Vorgehen offenbart laut ROG, wie überbordende Behördenbefugnisse  den modernen investigativen Journalismus gefährden: Selbst dort, wo die  umfassenden Datensammlungen der NSA nicht greifen, versuchen die  Ermittler, die handelnden Personen des investigativen Netzwerks um  Greenwald persönlich abzufangen und ihnen unter Vorwänden ihre  elektronischen Geräte abzunehmen oder die Inhalte zu kopieren.</p>
<p>Ein ähnlicher Fall sind laut ROG die kontinuierlichen Schikanen gegen<strong> Laura Poitras</strong>,  die zusammen mit Greenwald in zahlreichen Artikeln immer neue  Einzelheiten aus den Unterlagen des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward  Snowden publik gemacht hat. Seit sie 2006 einen Dokumentarfilm über die  Folgen des Irak-Kriegs herausbrachte – lange vor ihren derzeitigen  NSA-Recherchen – wurde Poitras rund sechs Jahre lang bei mehr als  vierzig Gelegenheiten an Flughäfen in den USA und im Ausland verhört und  ihr Gepäck vom Sicherheitspersonal durchsucht. Dabei waren die Behörden  offenbar besonders an ihren Arbeitsunterlagen interessiert; nachdem sie  aufhörte, auf Reisen Papiere mitzuführen, konzentrierten sie sich auf  ihre Computer und Mobiltelefone und beschlagnahmten diese in einem Fall  mehrere Wochen lang. Aufgrund des eingeschränkten Rechtsschutzes bei  Befragungen an US-Grenzübergängen wurde Poitras bei diesen Verhören  anwaltlicher Beistand verwehrt.</p>
<p>Auch der Journalist, Wikileaks-Aktivist und Verschlüsselungsexperte <strong>Jacob Appelbaum</strong> hat laut Reporter one Grenzen ähnliche Schikanen erlebt. In einem Fall wurde er bei der Rückkehr  von einer Europa-Reise am US-Flughafen Newark drei Stunden lang festgehalten<a title="Opens external link in new window" href="http://www.rollingstone.com/culture/news/the-most-dangerous-man-in-cyberspace-20100818" target="_blank"> </a>und  über die jüngsten Wikileaks-Veröffentlichungen befragt. Dabei kopierten  die Ermittler Unterlagen und konfiszierten Appelbaums Computer sowie  drei Mobiltelefone.  Wegen seines Einsatzes für den Schutz der  Privatsphäre versuchten US-Ermittler, sich per Geheimbeschluss Zugriff  auf Daten seines Twitter-Kontos zu verschaffen. Auch Appelbaum war an  den Guardian-Enthüllungen zu Prism und anderen NSA-Programmen beteiligt  und hat darüber unter anderem für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel  geschrieben. Ebenso wie Poitras hält er sich derzeit in Deutschland auf,  weil sie befürchten, in den USA ständiger Überwachung ausgesetzt zu  sein.</p>
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		<title>ROG: Türkei agiert gegen Meinungs- und Pressefreiheit</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Aug 2013 22:05:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Ergenekon-Prozess offenbart Mängel bei Pressefreiheit und Rechtsstaatlichkeit in der Türkei. Zu diesem Schluss kommt &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221;. Beim Prozess waren nicht nur ranghohe Militärs (darunter der ehemalige Generalstabchef), welche seit Gründung der Partei Wächter einer laizistischen Türkei sein sollten, wegen (angeblichem) Putschversuchs gegen den islamistischen Premier Erdogan zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden, sondern unter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Der Ergenekon-Prozess offenbart Mängel bei Pressefreiheit und Rechtsstaatlichkeit in der Türkei. Zu diesem Schluss kommt &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221;. Beim Prozess waren nicht nur ranghohe Militärs (darunter der ehemalige Generalstabchef), welche seit Gründung der Partei Wächter einer laizistischen Türkei sein sollten, wegen (angeblichem) Putschversuchs gegen den islamistischen Premier Erdogan zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden, sondern unter anderem auch Journalisten:<span id="more-15132"></span></div>
<div>Die langjährigen Haftstrafen gegen mindestens zwölf  Journalisten im Rahmen des Ergenekon-Prozesses werfen laut ROG ein Schlaglicht  auf die ungelösten Probleme der Türkei mit Pressefreiheit und  Rechtsstaatlichkeit. „Der Prozess hat einmal mehr gezeigt, wie nötig  grundlegende Justizreformen in der Türkei sind“, sagte der  Vorstandssprecher von <em>Reporter ohne Grenzen</em>, Michael Rediske.  „Überlange Untersuchungshaft, unklare Anschuldigungen und fragwürdige  Beweise kennzeichnen auch viele andere Verfahren gegen Journalisten, die  etwa wegen ihrer Arbeit für pro-kurdische Medien verfolgt werden.“</div>
<p>Als  Beweismaterial in dem am Montag zu Ende gegangenen Prozess dienten  unter anderem illegal abgehörte Telefonate sowie Aussagen anonymer  Zeugen. Zwei der nun verurteilten Journalisten, Mustafa Balbay und Tuncay Özkan, verbrachten während des Prozesses vier bzw. fünf Jahre in Untersuchungshaft. Zwei Tage vor der Urteilsverkündung wurden laut ROG zudem in Istanbul die Wohnungen mehrerer Journalisten durchsucht, darunter Ilker Yücel und Osman Erbil von der Zeitung <em>Aydinlik </em>sowie Mustafa Kaya und Mehmet Kivanc vom nationalistischen Sender <em>Ulusal Kanal</em>.  Die Staatsanwaltschaft verdächtigte sie, zu Demonstrationen gegen den  Ergenekon-Prozess aufgerufen zu haben, die „die Verfassungsordnung  gefährden“ und die Geschworenen bei der Urteilsfindung unter Druck  setzen könnten.</p>
<p>Verurteilt wurde nun unter anderem<a title="Opens external link in new window" href="http://en.rsf.org/turkey-journalist-arrested-and-charged-in-11-03-2009,30548.html" target="_blank"> Mustafa Balbay</a>, früherer Kolumnist der Zeitung <em>Cumhuriyet</em> und Parlamentsabgeordneter der Republikanischen Volkspartei CHP. Er  erhielt 34 Jahre und acht Monate Haft. Der ebenfalls politisch aktive  frühere Besitzer des Fernsehsenders <em>Biz TV</em>, Tuncay Özkan, wurde zu lebenslanger Haft ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Freilassung verurteilt. Mehmet Haberal, Eigentümer des Senders <em>Baskent TV,</em> erhielt eine Haftstrafe von zwölfeinhalb Jahren, die wegen der langen Untersuchungshaft zur Bewährung ausgesetzt wird. Deniz Yildirim, ehemals leitender <em>Aydinlik</em>-Redakteur, erhielt 16 Jahre und zehn Monate Haft.</p>
<p>Der<em> Aydinlik</em>-Journalist Hikmet Cicek, der zugleich eine führende Figur der Arbeiterpartei ist, wurde zu 21 Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Der Journalist Vedat Yenener erhielt siebeneinhalb Jahre Haft, ebenso der frühere Chef von <em>Ulusal Kanal</em>, Serhan Bolluk. Dessen Nachfolger Adnan Türkkan bekam eine zehneinhalbjährige Haftstrafe. Der Fernsehjournalist Turan Özlü erhielt neun Jahre Haft, der frühere Kolumnist Güler Kömürcü Öztürk sieben Jahre und Ünal Inanc vom Nachrichtenportal <em>Aykiri Haber</em> 19 Jahre und einen Monat. Der Journalist Caner Taspinar ist einer der 21 Freigesprochenen in dem Mammut-Prozess mit insgesamt 275 Angeklagten.</p>
<p>Unabhängig  von den nun verhängten Urteilen geht der Prozess gegen 13 Angeklagte  weiter, denen vorgeworfen wird, sie hätten durch Bücher und  Veröffentlichungen auf der Webseite des oppositionellen  Online-Fernsehens <em>Oda TV </em>das Ergenekon-Netzwerk unterstützt und  dessen juristische Verfolgung diskreditiert. Unter ihnen sind die  bekannten Investigativjournalisten Ahmet Sik und Nedim Sener. Sik gehörte zu den Reportern des Magazins<em> Nokta,</em> die den Ergenekon-Geheimbund aufdeckten und damit ihre strafrechtliche  Aufarbeitung erst ermöglichten. Sener machte sich einen Namen als  Enthüller von Korruptionsfällen, bevor er intensiv zum Mord an Hrant  Dink recherchierte. Die Vorwürfe gegen beide sind äußerst vage. In ihren  Verhören wurde deutlich, dass sich die Anschuldigungen der  Strafverfolger vor allem auf ihre <a title="Opens external link in new window" href="http://en.rsf.org/turquie-four-journalists-released-but-13-03-2012,42106.html" target="_blank">journalistischen Recherchen zum Ergenekon-Komplex stützen</a>.</p>
<p>Einen ausführlichen Bericht zum Verfahren gegen Ahmet Sik und Nedim Sener ist <a title="Opens external link in new window" href="http://en.rsf.org/turquie-a-book-is-not-a-bomb-16-06-2011,40471.html" target="_blank">hier</a> abrufbar, allgemeine Informationen zur Lage der Pressefreiheit in der Türkei sind <a title="Opens external link in new window" href="http://en.rsf.org/turkey.html" target="_blank">hier</a>.</p>
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		<title>Internationaler Tag und Feinde der Pressefreiheit 2013</title>
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		<pubDate>Fri, 03 May 2013 07:31:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum heutigen Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai stellt Reporter ohne Grenzen (ROG) die neue Liste der „Feinde der Pressefreiheit“ vor. Sie umfasst rund 40 Staatschefs, paramilitärische Gruppen und kriminelle Netzwerke, die unabhängige Journalisten verfolgen und versuchen, Medien gleichzuschalten. Neue „Feinde der Pressefreiheit“ sind demnach Ägypten, Syrien und Pakistan. Die Liste ist hier abrufbar. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Top-Pressefreiheit-2013.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14860" title="Top-Pressefreiheit 2013" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Top-Pressefreiheit-2013-161x300.jpg" alt="" width="129" height="240" /></a>Zum heutigen Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai stellt <em>Reporter ohne Grenzen</em> (ROG) die neue Liste der „Feinde der Pressefreiheit“ vor. Sie umfasst  rund 40 Staatschefs, paramilitärische Gruppen und kriminelle Netzwerke,  die unabhängige Journalisten verfolgen und versuchen, Medien  gleichzuschalten. Neue „Feinde der Pressefreiheit“ sind demnach Ägypten, Syrien und Pakistan. <a title="ROG-Liste der Pressefreiheit 2013" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/docs/130502_Feinde_der_Pressefreiheit_final.pdf" target="_blank">Die Liste ist hier abrufbar.</a></p>
<p>Zahlreiche Organisationen beziehen zum heutigen Welttag der Pressefreiheit Stellung, darunter der Österreichische Journalisten Club (ÖJC): &#8220;Pressefreiheit ist unteilbar. Wenn man die Morde an Journalisten in  Mexiko, Syrien und Afghanistan verurteilt, dann muss man auch im eigenen  Haus, zum Beispiel bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für freie  und demokratische Medien, für Ordnung sorgen&#8221;, argumentiert  ÖJC-Präsident Fred Turnheim und fordert einen &#8220;Runden Tisch zur Verbesserung der Pressefreiheit in Österreich&#8221;.<span id="more-14856"></span></p>
<p>Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) appelliert aus Anlass des Internationalen  Tags der Pressefreiheit an die Medienunternehmer in  Deutschland, die Arbeitsbelastung der Journalisten zu  reduzieren und die redaktionelle Personalausstattung zu verbessern: „Die Pressefreiheit muss gelebt werden“, forderte  DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Das ist nur möglich, wenn  Journalistinnen und Journalisten die Möglichkeit haben, frei und  kritisch zu recherchieren.“ Eine unterbesetzte Redaktion sei dazu ebenso  wenig in der Lage wie ein freier Journalist, der mehr auf Masse als auf  Klasse setzen müsse, um wirtschaftlich zu überleben, so Konken.</p>
<p>Die Österreichische Journalistengewerkschaft fordert zum heutigen Tag freien Zugang zu Information sowie die Sicherung der materiellen Basis der Medien und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. &#8220;Österreichs Politiker und Behörden betrachten die Information der Bürgerinnen und Bürger immer noch als Akt obrigkeitlicher Gnade. Wir fordern daher die gesetzliche Verankerung einer behördlichen Informationspflicht&#8221;, so Franz C. Bauer, Vorsitzender der Journalistengewerkschaft in der GPA-djp. Der freie Zugang zur Information dürfe nicht Gegenstand behördlicher und politischer Willkür bleiben.</p>
<p>Den diesjährigen Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai nimmt der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) zum Anlass, mit einer Kampagne die Bedeutung von unabhängigen Zeitungen und Magazinen für die Wahrung der Pressefreiheit hervor zu streichen. &#8220;Wenngleich Soziale Medien Möglichkeiten des Meinungsaustausches bieten und Suchmaschinen Werkzeuge zur Informationsbeschaffung sind, können sie keine objektive Information gewährleisten oder gar die &#8216;Watchdog&#8217;-Funktion der freien Presse ersetzen&#8221;, zeigt sich VÖZ-Präsident Thomas Kralinger überzeugt.</p>
<p>Auf Platz 1 des ROG-Rankings der Pressefreiheit steht nicht mehr Norwegen (jetzt Platz 3) wie im Vorjahr, sondern heuer Finnland, gefolgt von den Niederlanden. Österreich verliert 7 Positionen und stürzt von Platz 5 auf 12. Die Schweiz verliert 6 Positionen und und belegt nun den 14. Platz, während Deutschland nur leicht absackt und jetzt auf Rang 17 liegt.</p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Schlusslichter-Pressefreiheit-2013.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14861" title="Schlusslichter Pressefreiheit 2013" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Schlusslichter-Pressefreiheit-2013-222x300.jpg" alt="" width="222" height="300" /></a>Neu auf der ROG-Liste der &#8220;Feinde de Pressefreiheit stehen u.a. die  Muslimbruderschaft in Ägypten, die syrische Rebellengruppe  Al-Nusra-Front und bewaffnete Rebellen im pakistanischen Baluchistan.  Andere, wie die baskische Untergrundorganisation ETA und den  birmanischen Präsidenten Thein Sein, zählt <em>Reporter ohne Grenzen </em>hingegen nicht mehr zu den „Feinden der Pressefreiheit“. Andere  „Feinde der Pressefreiheit“ stehen seit Jahren unverändert auf  der  ROG-Liste. Dazu gehören RUSSLANDS Präsident Wladimir Putin, die   Staatschefs von ASERBAIDSCHAN und BELARUS, Ilcham Alijew und Alexander   Lukaschenko, Drogenkartelle aus MEXIKO, Mafiagruppen aus ITALIEN und   Taliban-Chef Mullah Omar. Neu ist in diesem Jahr die Form, in der ROG   die „Feinde“ präsentiert: Sie stellen sich in ironischen Selbstporträts   vor oder werden in Form fiktiver Anklagen für ihre Verbrechen gegen die   Pressefreiheit zur Rechenschaft gezogen.</p>
<p>In  ÄGYPTEN tauschten die Muslimbrüder mithilfe ihrer Mehrheit im Parlament  und ihrem Kandidaten Mohammed Mursi als Präsident die Herausgeber und  Chefredakteure staatlicher Zeitungen aus und ersetzten sie mit Getreuen.  Der von Mursi ernannte Generalstaatsanwalt Talaat Abdullah überzieht  kritische Journalisten mit Klagen wegen Verleumdung, Beleidigung des  Präsidenten und Verunglimpfung des Islam. Ausländische Korrespondenten  werden als Spione diffamiert, einheimische Kollegen mit Gewalt bedroht.</p>
<p>In  SYRIEN, wo seit Beginn des Aufstandes im März 2011 mindestens 23  Journalisten und 59 Bürgerjournalisten getötet wurden, zählt ROG  Präsident Baschar al-Assad seit Jahren zu den „Feinden der  Pressefreiheit“. Auf der aktuellen Liste stehen jedoch auch gegen ihn  kämpfende Rebellen. Die im April 2011 gegründete Al-Nusra-Front greift  systematisch Mitarbeiter syrischer Staatsmedien an, entführt  Journalisten und bedroht ausländische Korrespondenten, die die Rebellen  kritisieren. Neu hinzugekommen sind auf der Liste der „Feinde der  Pressefreiheit“ 2013 außerdem religiöse Extremisten auf den MALEDIVEN  und bewaffnete Gruppen in PAKISTAN, die in der rohstoffreichen Provinz  Baluchistan für mehr Unabhängigkeit kämpfen.</p>
<p>In anderen Ländern hat sich die Situation laut ROG verbessert. Den Präsidenten von BIRMA, Thein Sein, zählt <em>Reporter ohne Grenzen</em> nicht mehr zu den „Feinden der Pressefreiheit“. Im Zuge  innenpolitischer Reformen ließ er etliche regimekritische Journalisten  frei, schaffte die Vorzensur für Printmedien ab und erlaubt seit April  2013 die Herausgabe privater Tageszeitungen. Ebenfalls von der Liste  gestrichen wurde in SPANIEN die baskische Untergrundorganisation ETA,  die den bewaffneten Kampf weitgehend eingestellt und Ende 2012  angekündigt hat sich aufzulösen. Nach wie vor müssen einige Journalisten  im Baskenland unter Polizeischutz arbeiten, systematische Angriffe  gegen Medien beobachtete ROG allerdings im vergangenen Jahr nicht mehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Reporter ohne Grenzen: Merkel sei hart zu Putin! (Info und Kommentar)</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Apr 2013 09:54:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>INFO: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel soll bei  ihrem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Sonntag  (7. April) ihre Sorge um die zunehmende Kontrolle des Internets in  Russland zum Ausdruck zu bringen, forert &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; (ROG). „Die neuen Regeln, die angeblich  Kinder und Jugendliche schützen sollen, sind so schwammig formuliert,  dass sie leicht gegen Oppositionelle und kritische Medien benutzt werden  können“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr in Berlin. „Es ist  hochproblematisch, wenn einige wenige Beamte darüber entscheiden, welche  Seiten sich Nutzer anschauen dürfen und welche nicht.“<span id="more-14651"></span></p>
<p>Seit November 2012 führt laut ROG die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor eine schwarze Liste von Webseiten, die Internetprovider im Land blockieren müssen (<a title="Internetzensur" href="http://www.redakteur.cc/?s=Internetzensur" target="_blank">Internetzensur</a>).  Offiziell dient sie dem Jugendschutz und soll Pornografie und Themen wie  Drogenkonsum oder Selbstmord aus dem Netz fernhalten. Doch schon kurz  nach dem Start fanden sich darauf auch Seiten von Oppositionellen und  angeblichen Extremisten. So sperrte der  russische Blog-Anbieter Live Journal im Februar das Konto von Michael  Jakowlew, dem Oppositionsführer in Russlands siebtgrößter Stadt Omsk.  Kurz zuvor hatte der Youtube-Beitreiber Google vor einem Moskauer  Gericht gegen die Sperrung eines angeblich jugendgefährdenden Videos geklagt.</p>
<p>Mehr als 2000 Seiten finden sich Angaben der russischen Piratenpartei zufolge inzwischen auf  der schwarzen Liste. Vor allem Seiten über Homosexualität und  „Extremismus“, Glücksspiel und Drogen seien in den vergangenen Monaten  gesperrt worden, so der russische Journalist Andrej Soldatow. Er hat sich mit seiner Webseite <em>Agentura.ru</em> auf Überwachung und Geheimdienste spezialisiert und dokumentiert akribisch alle bekannten Fälle von Internetzensur. Soldatow berichtet von einem Experiment in der  Region Kostroma, wo lokale Internetprovider ihren Nutzern nur noch  Zugang zu einem „gesäuberten“ Internet anböten.</p>
<p>Doch es sind  nicht nur strenge Internetgesetze, die die Pressefreiheit in Russland  bedrohen. Im März verabschiedete das Parlament ein Gesetz, das den  Gebrauch von Schimpfwörtern in den Medien verbietet und dafür bis zu  5000 Euro Strafe vorsieht. Dies hielt selbst die russische Regierung für  so unpräzise, dass sie die Abgeordneten bat, das Gesetz noch einmal zu  überarbeiten. Im November 2012 hatten Abgeordnete der Regierungspartei  Einiges Russland versucht, das umstrittene Agentengesetz von  Nichtregierungsorganisationen (NGOs) auf Medien auszuweiten. Medien, die über  russische Politik berichten und sich zu 50 Prozent aus dem Ausland  finanzieren, müssten sich als ausländische Agenten registrieren,  forderten sie in ihrem Gesetzvorschlag.</p>
<p>Nur wenige Medien wagen in dieser Lage noch offene Kritik an der Regierung. Zu ihnen gehören der Internet-Sender <em>Doschd TV</em>, die Boulevard-Zeitung <em>Moskowski</em> Komsomolez, die Zeitung <em>Nowaja Gaseta </em>und der Radiosender <em>Echo Moskwy</em>. Auf der ROG <a title="ROG-Rangliste der Pressefreiheit 2013" href="http://www.redakteur.cc/rog-ranking-pressefreiheit-2013/" target="_blank">Rangliste der Pressefreiheit</a> steht Russland auf Platz 148 von 179 – nur zwei Plätze vor dem Irak. <em>Nowaja Gaseta</em>-Chefredakteur Dmitri Muratow zeichnete zum 20-jährigen Jubiläum seiner Zeitung ein entsprechend düsteres Bild:  In Russland habe die Presse ihre grundlegende Aufgabe aufgegeben, die  Mächtigen zu kontrollieren. „Heute kontrollieren die Medien eher die  Bevölkerung“, so Muratow.</p>
<p>KURZKOMMENTAR: <em>Sicher ist es notwendig, dass gegen Internetzensur aufgetreten wird. Dies gilt auch und im Besonderen für Russland. Und sicher ist es auch sinnvoll, dass &#8220;Frau Europa&#8221; <a title="Angela Merkel plädiert für Pressefreiheit" href="http://www.redakteur.cc/merkel-verteidigt-meinungs-und-pressefreiheit/" target="_blank">Angela Merkel (CDU), die sich immer wieder für Pressefreiheit</a> eingesetzt hat, hier beim russischen Machthaber auftritt. Aber mindestens genauso notwendig wäre es, dass das, was ROG von Merkel verlangt, auch von Deutschlands Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) erwartet wird, der immerhin nun in Diensten Putins steht.</em></p>
<p><em>Und bei aller berechtigten Kritik Russland gegenüber sollte nicht vergessen werden, dass Internet-Überwachung und -Zensur inzwischen auch im &#8220;freien&#8221; Europa auf der Tagesordnung steht und dies hier nicht nur toleriert, sondern offensichtlich sogar erwünscht ist. Erinnert sei hier beispielsweise an die fast kritiklose Umsetzung von Internetkontrollmaßnahmen durch das als besonders liberal geltende Frankreich. <a title="UNO fordert Internet-Totalkontrolle" href="http://www.redakteur.cc/uno-fuer-internet-ueberwachung/" target="_blank">Ebenfalls fragwürdig in diesem Zusammenhang ist auch, dass bekanntlich selbst die Vereinten Nationen (UNO) eine weltweite Kontrolle des Internet fordern.</a> Es wäre daher angemessen, dass Reporter ohne Grenzen auch hier mahnt.</em></p>
<p><em>Und noch eine grundsätzliche Frage sei abschließend gestattet: In welchem (auch westlichen) Land manipulieren und kontrollieren nicht &#8220;öffentliche Meinung&#8221; und Medien die Bevölkerung?</em></p>
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