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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Recep Tayyip Erdoğan</title>
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		<title>Jan Böhmermann und die Grenzen der Satire (Kommentar)</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Apr 2016 23:48:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Karikaturen eines Satiremagazins verhöhnen einen Religionsgründer, was zunächst zu Unruhen führt, schließlich zu Terror. Und jetzt kürzlich ein Schmähgedicht über einen totalitären Staatsführer, der im eigenen Land keine andere Meinung duldet und all seine lautstarken Kritiker jahrelang hinter Gitter bringt oder sie verschwinden gar von der Bildfläche. Und dieser &#8220;Staatsmann&#8221; fordert dann auch noch von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Karikaturen eines Satiremagazins verhöhnen einen Religionsgründer, was zunächst zu Unruhen führt, schließlich zu Terror. Und jetzt kürzlich ein Schmähgedicht über einen totalitären Staatsführer, der im eigenen Land keine andere Meinung duldet und all seine lautstarken Kritiker jahrelang hinter Gitter bringt oder sie verschwinden gar von der Bildfläche. Und dieser &#8220;Staatsmann&#8221; fordert dann auch noch von der Bundesrepublik Deutschland, dass eben dieser Satiriker wegen Beleidigung eines benachbarten Staatsoberhauptes strafrechtlich verfolgt wird.<span id="more-16364"></span></p>
<p>Daher die Frage: Was muss Kunst? Was darf Satire? Was darf sie nicht? Die Grenzen der Kunst: Gibt es welche?</p>
<p>Und meine klare Antwort dazu lautet eindeutig: Kunst und Satire dürfen alles mit einer einzigen Einschränkung: Ernsthafte Aufrufe zu Gewalt oder anderen schwerwiegenden Straftaten müssen eine Ausnahme darstellen. Alles andere jedoch darf und muss sogar erlaubt sein. Wenn ein so genannter Staatsmann sich &#8220;beleidigen lässt&#8221; (also Zensur ausüben möchte), dann spricht dies nicht für seine Macht und Stärke, sondern von Schwäsche und mangelendem Selbstbewusstsein und entspricht wieder genau jener Praxis in seinem Land, wo Kritiker einfach auf die eine oder andere Weise zum Schweigen gebracht werden.</p>
<p>Natürlich müssen wir auch darüber diskutieren, ob Kunst sich  selbst zensurieren darf (also nicht von außen her verpflichet). Und auch  hier sage ich in aller Klarheit: JA:</p>
<p>Jeder der  öffentlichkeitswirksam tätig ist, der publiziert, trägt Verantwortung,  auch wenn man zuweilen den Eindruck hat, dass man sich vor allem im  Bereich der Satire um nichts dergleichen schert und einfach wild drauf  losballert ohne Rücksicht darauf, ob wer in seiner Würde verletzt wird  oder nicht. Das muss sich also natürlich ändern.</p>
<p>In einer zivilsierten Gesellschaft über massive Kritik und Satire den Bann zu erheben, widerspricht  jedenfalls klar unseren europäischen Grundsätzen wie der Meinungs- und Pressefreiheit. Wir können inhaltlich selbst schwerwiegende Probleme mit irgendwelchen Satiren oder Karikaturen haben; dies rechtfertigt aber niemals einen Bann. Hier muss man klar und entschieden auch nur die leiseste Zensur bekämpfen.</p>
<p>Wenn unsere Gesellschaft damit beginnt, Zensur zu begrüßen, sind jeglichem Missbrauch damit Tor und Tür geöffnet. Dies darf somit in einer europäischen freiheitlichen Gesellschaftsordnung niemals akzeptiert werden, selbst dann wenn im konkreten Fall gerichtliches Eingreifen vernünftig erscheinen sollen. Also bitte sich hier niemals zum problematischen Einreissen unserer Freiheit verführen lassen. Europa darf hier keinesfalls undemokratie und Meinungsfreiheit-verachtende Denkweisen von wo auch immer importieren.</p>
<p>Und dann noch die letzthin vielfach diskutierte Frage: Warum lassen wir nicht die Gerichte entscheiden? Normalerweise würde ich sagen: Ja selbstverständlich. In diesem Fall aber nein. So lange es längst überholte Unrechtsparagraphen aus dem 19. Jahrhundert gibt, welche tatsächlich Verhöhnung von ausländischen Staatsoberhäuptern unter Strafe stellen, also: nein Danke. Sind diese Gesetze hingegen endlich Geschichte und es würde damit juristisch sehr schwer möglich sein, dass wer für eine Satire oder ein Kunstwerk bestraft wird, würde dem nichts entgegenstehen. Dem ist aber nicht so. Und daher zum aktuellen Zeitpunkt: Nein Danke zur Verurteilung von Vertretern der Meinungs- und Pressefreiheit!</p>
<p>Ich schätze die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sehr, zumindest im Prinzip. Aber dass sie hier -wohl unter massiven internationalem Druck- einer strafrechtlichen Verfolgung des Satirikers Jan Böhmermann wegen Beleidigung von Recep Tayyip Erdoğan, zustimmt, zeugt von Charakterschwäche und Duckmäusertum, das vor allem an der Spritze Deutschland und Europas untragbar und zutiefst demütigend ist. Öffentliche Buße zumindest im Sinne einer öffentlichen Entschuldigung bei der Bevölkerung wäre höchst angebracht.</p>
<p>Und bitte kämpfen wir für unsere europäischen Werte, allen voran Meinungsfreiheit und Pressefreiheit! Sonst werden unsere freien Tage schon bald gezählt sein.</p>
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		<title>Medienpreis für &#8220;Standing Man&#8221; in Istanbul</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Aug 2013 22:09:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seine Bilder gingen um die Welt: Weil der islamistische türkische Diktator Recep Tayyip Erdoğan angekündigt hatte, die Demonstrationen in Istanbul niederzuschlagen, startete Erdem Gündüz einen stehenden schweigenden Protest und ging daher als &#8220;Standing Man&#8221; (türkisch: &#8220;Duran Adam&#8221;) in die Geschichte der türkischen Demokratiebewegung ein. Der Tänzer und Choreograph Erdem Gündüz erhält hierfür den diesjährigen M100 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Seine Bilder gingen um die Welt: Weil der islamistische türkische Diktator Recep Tayyip Erdoğan angekündigt hatte, die Demonstrationen in Istanbul niederzuschlagen, startete Erdem Gündüz einen stehenden schweigenden Protest und ging daher als &#8220;Standing Man&#8221; (türkisch: &#8220;Duran Adam&#8221;) in die Geschichte der türkischen Demokratiebewegung ein. Der Tänzer und Choreograph Erdem Gündüz  erhält hierfür den diesjährigen M100 Media Award.<span id="more-15287"></span></div>
<div>Gündüz wurde als &#8220;stehender  Mann&#8221; bekannt, als er im Juni aus Protest gegen Polizeigewalt in der <a title="Türkei" href="http://www.redakteur.cc/rog-tuerkei-agiert-gegen-meinungs-und-pressefreiheit/" target="_blank">Türkei</a> und das  Schweigen der türkischen Medien über die Gezi-Protestbewegung etwa 8 Stunden lang regungslos auf dem Istanbuler Taksim-Platz verharrte und das Porträt des Staatsgründers der modernen Republik Türkei, Mustafa Kemal Atatürk anstarrte. Nachdem  die Polizei die großen Demonstrationen auf dem Platz gewaltsam beendet  hatte, inspirierte er mit seinem friedlichen Protest zahlreiche  Nachahmer.</div>
<p>Das Potsdamer Medienforum M100, dessen Kooperationspartner Reporter  ohne Grenzen ist, zeichnet Gündüz deshalb für sein Engagement für freie  Meinungsäußerung und Menschenrechte aus. „Die Berichterstattung über die  Gezi-Proteste in Istanbul hat gezeigt, wie groß der Druck auf  Journalisten in der Türkei ist, Kritik an der Regierung aus Rücksicht  auf die unternehmerischen Aktivitäten der Medieneigentümer unter den  Teppich zu kehren“, sagte Michael Rediske, Vorstandssprecher von  Reporter ohne Grenzen. „Mit seiner spektakulären Aktion auf dem  Taksim-Platz hat Erdem Gündüz demonstriert, dass selbst ein einzelner  Mensch ein Zeichen für die <a title="Meinungsfreiheit" href="http://www.redakteur.cc/?s=Meinungsfreiheit" target="_blank">Meinungsfreiheit</a> setzen kann.&#8221;</p>
<p>Der M100 Media Award wird jedes Jahr an eine Persönlichkeit  vergeben, die sich um den Schutz der freien Meinungsäußerung und die  Vertiefung der <a title="Demokratie" href="http://www.redakteur.cc/?s=Demokratie" target="_blank">Demokratie</a> verdient gemacht hat. Der undotierte Preis  wird Erdem Gündüz am 5. September in Potsdam verliehen.</p>
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