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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Pariser Vertrag</title>
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		<title>Mit Südtiroler Verdienstorden ausgezeichnet: Edmund Stoiber, Wolfgang Schüssel, Michael Häupl und Erwin Pröll</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Sep 2013 22:03:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Verdienstorden_C_DIKom-Pattis.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-15330" title="Südtiroler Verdienstorden_C_DiKom Pattis" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Verdienstorden_C_DIKom-Pattis-300x196.jpg" alt="" width="300" height="196" /></a>Zwölf Persönlichkeiten sind nsind am 5. September 2013 auf Schloss Tirol bei Meran in  Südtirol mit dem Großen Verdienstorden des  Landes Südtirol  ausgezeichnet worden. Zu den Neugekürten gehören unter anderem Österreichs ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, Bayerns ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber, die Ex-Landeshauptleute aus Tirol, der Steiermark und dem Trentino Wendelin Weingartner, Waltraud Klasnic und Lorenzo Dellai, Wiens Bürgermeister Michael Häupl und Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll.</p>
<p>&#8220;Sie sind Beispiele dafür, dass  Südtirol immer auf Freunde  zählen konnte, auch in Zeiten, als es uns  nicht gut ging&#8221;, erinnerte  Landeshauptmann Luis Durnwalder bei der Verleihung. Der Große Verdienstorden ist die höchste Auszeichnung, die Südtirol  an  seine Freunde im Ausland verleihen kann. Der Preis wird stets am 5.  September,  dem Jahrestag der Unterzeichnung des Pariser Vertrags,  verliehen. <span id="more-15320"></span></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Durnwalder-Schüssel_C-DiKom_Pattis.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-15329" title="Durnwalder-Schüssel_C DiKom_Pattis" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Durnwalder-Schüssel_C-DiKom_Pattis-300x264.jpg" alt="" width="240" height="211" /></a>Der ranghöchste unter den heutigen Geehrten war <strong>Wolfgang Schüssel</strong>,   von 2000 bis 2007 Bundeskanzler der Republik Österreich und seit 2007   Abgeordneter zum Nationalrat. Schüssel habe sich als Außenminister und   Kanzler stets schützend vor Südtirol gestellt und sich immer offen für   die Vorstellungen der Südtiroler gezeigt. &#8220;Wolfgang Schüssel hat immer   ein gutes Wort für uns in Rom eingelegt, hat durch sein   Verhandlungsgeschick viel für Südtirol herausgeschlagen&#8221;, erklärte der   Landeshauptmann.</p>
<p>Mit <strong>Edmund Stoiber</strong> konnte  Landeshauptmann  Durnwalder heute zudem einen ehemaligen  Ministerpräsidenten des  Freistaates Bayern (1993 bis 2007) mit dem  Großen Verdienstorden des  Landes Südtirol auszeichnen. &#8220;Edmund Stoiber  ist ein Vorbild für uns,  weil er ein Bayern geschaffen hat, das offen  fürs Neue ist, ohne seine  Wurzeln dafür aufzugeben&#8221;, so der  Landeshauptmann. Auch dank der  Schützenhilfe der Bayern sei es Südtirol  darüber hinaus gelungen, für  seine Anliegen auf europäischer Ebene Gehör  zu finden.</p>
<p>Die (in strikter alphabetischer Reihenfolge vorgenommene) Ehrung von <strong>Wendelin Weingartner</strong> bildete heute den Abschluss der Feier zur Verleihung des Großen   Verdienstordens des Landes Südtirol auf Schloss Tirol. Weingartner ist   in Südtirol alles andere als ein Unbekannter, war er doch von 1993 bis   2002 Landeshauptmann des Bundeslandes Tirol und ist auch heute noch   regelmäßig in Südtirol unterwegs. Er werde sich stets an den Moment   erinnern, in dem er gemeinsam mit Weingartner den Grenzbalken am Brenner   entfernt habe: &#8220;Das war der schönste Tag in meiner politischen   Laufbahn&#8221;, so der Landeshauptmann, der an weitere gemeinsame politische   Kämpfe erinnerte: an die Gründung der Uni Bozen, den Brennerbasistunnel   und nicht zuletzt die Euregio, die bereits unter Weingartner auf den  Weg  gebracht worden sei.</p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Durnwalder-Bizzo-Häupl_C_DiKom_Pattis.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-15326" title="Durnwalder-Bizzo-Häupl_C_DiKom_Pattis" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Durnwalder-Bizzo-Häupl_C_DiKom_Pattis-300x201.jpg" alt="" width="240" height="161" /></a>Auch einen langjährigen Wegbegleiter konnte Landeshauptmann Durnwalder heute mit <strong>Lorenzo Dellai</strong> auszeichnen, seit Frühjahr Kammerabgeordneter in Rom, von 1999 bis 2012   aber Landeshauptmann des Trentino und als solcher eine der treibenden   Kräfte hinter der Gründung der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino. &#8220;Ich   hatte das Glück, mit Dir zusammenarbeiten zu dürfen: einem überzeugten   Autonomisten, einem guten Verwalter und verlässlichen Freund&#8221;, so der   Landeshauptmann, der betonte, dass es auch dank des Verständnisses   Dellais gelungen sei, Kompetenzen von der Region an die beiden Länder zu   delegieren und so auch wichtige Geldmittel einzusparen: &#8220;Ohne das   Trentino wäre dies nie möglich gewesen&#8221;, so Durnwalder.</p>
<p>Noch im Amt (und das immerhin seit 1994) ist <strong>Michael Häupl</strong>,  Bürgermeister der Stadt und Landeshauptmann des Landes Wien, der seit  heute auch zu den Trägern des Großen Verdienstordens des Landes Südtirol  zählt. Häupl regiere in einem der wichtigsten &#8220;Bezugspunkte, so etwas  wie der heimlichen Hauptstadt&#8221; der Südtiroler und habe seine Stadt stets  für Südtirol geöffnet, betonte Durnwalder bei der heutigen  Ordensverleihung.</p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Durnwalder-Mussner-Klasnic_C_DiKom_Pattis.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-15333" title="Durnwalder, Mussner, Klasnic_C_DiKom_Pattis" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Durnwalder-Mussner-Klasnic_C_DiKom_Pattis-300x232.jpg" alt="" width="300" height="232" /></a>Als einziger nicht zur Verdienstordensverleihung erscheinen konnte Niederösterreichs Langzeit-Landeshauptmann <strong>Erwin Pröll</strong>.   Pröll hat sein Amt seit 1992 inne und ist damit der dienstälteste   amtierende Landeshauptmann Österreichs. Seit Amtsantritt habe es eine   enge Zusammenarbeit zwischen Südtirol und Niederösterreich gegeben,   viele Impulse seien von diesem Bundesland für Südtirol ausgegangen, so   Durnwalder heute bei der Verleihungs-Feier.</p>
<p>Mit <strong>Waltraud Klasnic</strong> konnte Landeshauptmann Durnwalder  heute eine weitere ehemalige  Amtskollegin mit dem Großen Verdienstorden  auszeichnen. Klasnic war von  1996 bis 2005 &#8220;Frau Landeshauptmann&#8221; des  Bundeslandes Steiermark und sei  als solche stets aufgeschlossen für die  Zusammenarbeit mit Südtirol  gewesen, so der Landeshauptmann. Die  Steiermark habe vor allem in  Forschung und Entwicklung schneller  aufgeschlossen, als dies Südtirol  getan habe: &#8220;Auch deshalb haben wir  uns viel von der Steiermark  abgeschaut&#8221;, so Durnwalder.</p>
<p>Gleich zwei deutschen Bundesländern stand dagegen <strong>Bernhard Vogel </strong>als   Ministerpräsident vor. Von 1976 bis 1988 war Vogel, dessen Bruder Hans   Jochen übrigens auch schon mit dem Großen Verdienstorden des Landes   Südtirol ausgezeichnet worden war, Ministerpräsident des Bundeslands   Rheinland-Pfalz, von 1992 bis 2003 übte er dieses Amt in Thüringen aus.   &#8220;Man hat mit Bernhard Vogel immer unkompliziert zusammenarbeiten  können,  obwohl er von Amts wegen keinen direkten Bezug zu unserem Land  gehabt  hätte&#8221;, so Durnwalder. Unter Vogel seien zahllose Kontakte  zwischen  Südtirol und &#8220;seinen&#8221; beiden Ländern geknüpft worden, &#8220;und  zwar auch  weil wir auf die Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten  zählen  konnten&#8221;, so der Landeshauptmann.</p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Durnwalder-Stoiber_C-DiKom_Pattis1.jpg"><img class="size-medium wp-image-15332 alignleft" title="Durnwalder-Stoiber_C DiKom_Pattis" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Durnwalder-Stoiber_C-DiKom_Pattis1-300x272.jpg" alt="" width="240" height="218" /></a>Als Diplomat, Staatssekretär für Europafragen und österreichischer Außenminister Ende der 80er Jahre hat sich dagegen <strong>Peter Jankowitsch</strong> einen Namen gemacht. &#8220;Peter Jankowitsch ist nicht nur ein  Vollblutpolitiker, sondern hatte auch stets ein offenes Ohr für die  Südtiroler&#8221;, so der Landeshauptmann, &#8220;und das auch dann, wenn wir  besondere Phantasie bei unseren Vorstellungen bewiesen haben.&#8221;</p>
<p>Über Kunst, Kultur und Bildung mit Südtirol verbunden ist dagegen <strong>Claudia Schmied</strong>,  seit 2007 österreichische Bundesministerin für Unterricht, Kunst und  Kultur. Als solche habe Schmied die Politik der Südtirol-Unterstützung  tatkräftig fortgesetzt, indem nicht nur Studenten unterstützt, sondern  auch die Kultur durch einen intensiven Austausch gefördert worden sei.  &#8220;Auch dank der Ministerin können wir in Bozen österreichische Ensembles  genießen und Ausstellungen beherbergen&#8221;, so Durnwalder.</p>
<p>Mit dem Großen Verdienstorden geehrt wurde heute etwa <strong>Gianclaudio Bressa</strong>,   ehemaliger Bürgermeister von Belluno, Staatssekretär und mittlerweile   Kammerabgeordneter. Bressa sei einer jener Vertreter des offiziellen   Italien, die den Minderheiten stets mit viel Verständnis entgegen   gekommen sei. &#8220;Autonomie ist für ihn nicht nur ein Begriff, sondern eine   Denkweise, in der es darum geht, Entscheidungen und   Verantwortlichkeiten zu teilen&#8221;, so der Landesh<a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Durnwalder-Wittmann-Weingartner_C_DiKom_Pattis.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-15334" title="Durnwalder, Wittmann, Weingartner_C_DiKom_Pattis" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Durnwalder-Wittmann-Weingartner_C_DiKom_Pattis-300x256.jpg" alt="" width="240" height="205" /></a>auptmann.</p>
<p>Aus der Reihe der ehemaligen bzw. noch amtierenden Politiker tanzt <strong>Manfred Fuchs</strong>,   gebürtiger Latscher, der sich seit den 60er Jahren als   Raumfahrtunternehmer in Bremen einen Namen gemacht hat und heute von   Landeshauptmann Durnwalder ebenfalls den Großen Verdienstorden des   Landes Südtirol entgegen nehmen konnte. Fuchs sei das Paradebeispiel   dafür, wie weit Grenzen verschoben werden könnten: bis ins Weltall, so   der Landeshauptmann. Der Wahlbremer sei zudem immer Ansprechpartner,   wenn es in Südtirol um Innovation und Forschung gehe und ermuntere die   Jugend &#8211; etwa im Rahmen des Satellitenprogramms zweier Schulen &#8211; sich   schon früh mit Innovation und Technik auseinanderzusetzen.</p>
<p>Stellvertretend für die Geehrten sprachen  Ex-Kanzler Schüssel und Gianclaudio Bressa bei der  Verleihungsfeier Dankesworte. Ex-Kanzler Schüssel  bezeichnete Südtirol heute als &#8220;Land der  Superlative&#8221;, als Land, um das  viele die Südtiroler beneideten. Dass  sich heute ein großer Teil der  Südtiroler als solche fühlten, als  &#8220;Südtiroler&#8221; &#8211; und zwar unabhängig  von der Sprachgruppe &#8211; sei &#8220;die  Erfüllung eines Traums, den viele auch  in den bittersten Stunden  geträumt haben&#8221;, so Schüssel. Bressa betonte dabei, dass der  Verdienstorden das sichtbare Zeichen dafür sei, dass Südtirol stets  Beziehungen nach außen gesucht habe. &#8220;Der Orden ist damit auch ein  Symbol für die Politik von Landeshauptmann Durnwalder&#8221;, so Bressa, &#8220;der  das Land von der Suche nach der eigenen Identität hingeführt hat zu  einer möglichst weitreichenden Selbstverwaltung&#8221;.</p>
<p>&#8220;Wir freuen uns, wenn wir heute, an diesem &#8216;Landesfeiertag&#8217;  unseren  Freunden danken können, auch weil es viele Opfer, viel Einsatz   gebraucht hat, um zu dieser Autonomie zu kommen&#8221;, so Landeshauptmann   Durnwalder. Die heutige Situation Südtirols sei nicht   selbstverständlich, sondern nur zustande gekommen, weil das Land auf   viele Freunde habe zählen können. &#8220;Solange es einem gut geht, hat man   meist viele Freunde um sich, wenn es aber einmal weniger gut geht, wenn   man Freunde braucht, steht man oft leider ziemlich allein da&#8221;, so   Durnwalder. Die heute Geehrten seien Beispiele für jene   Persönlichkeiten, die auch in schwierigen Zeiten zu Südtirol gestanden   seien.</p>
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		<title>Verdienstorden und Südtiroler Minderheitenpreis verliehen</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 22:09:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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<dl id="attachment_10374" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Verdienstorden-Südtirol-2011_LPA.jpg"><img class="size-medium wp-image-10374 " title="Verdienstorden Südtirol 2011_LPA" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Verdienstorden-Südtirol-2011_LPA-300x93.jpg" alt="" width="300" height="93" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Die mit Südtiroler Verdienstorden und Minderheitenpreis Ausgezeichneten 2011 mit Schildhofbauern und LH Luis Durnwalder<br />
Foto: LPA</h4>
</dl>
</div>
<p>Auf den Tag genau 65 Jahre nach der Unterzeichnung des  Pariser Vertrags (5. September) hat die Südtiroler Landesregierung  auf  Schloss Tirol bei Meran in Südtirol die Verdienstorden des Landes Südtirol verliehen.  Ausgezeichnet wurden Richard Agreiter, Renato Ballardini, Gaetano Gifuni, Helmut Kritzinger, Franco Pasargiklian, Herbert Neumayer, Claudio Riesen, Carla Skoz und Ludwig Zack, während der in diesem  Jahr zum zweiten Mal verliehene Südtiroler Minderheitenpreis an die  Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) ging.<span id="more-10371"></span></p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_10375" class="wp-caption alignright" style="width: 250px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Schloss-Tirol-IMG_9420.jpg"><img class="size-medium wp-image-10375 " title="Schloss Tirol IMG_9420" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Schloss-Tirol-IMG_9420-300x219.jpg" alt="" width="240" height="175" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Schloss Tirol bei Meran in Südtirol</h4>
</dl>
</div>
<p>Der Landeshauptmann erinnerte daran, dass weder Zeit  noch Ort der  Ehrung zufällig gewählt worden seien. Der Jahrestag des  Pariser  Vertrags erinnere an die Grundlagen der Autonomie und daran,  &#8220;dass  Italien und Österreich damals gut daran getan haben, diesen  Kompromiss  einzugehen und zu verankern, nachdem daraus eine  Vorzeigeregion  hervorgegangen ist&#8221;, so Durnwalder. Dass die Autonomie  zur  Erfolgsgeschichte werden konnte, sei auch den Freunden von außerhalb   Südtirols zu verdanken. Sie alle hätten einen Platz in der Südtiroler   Zeitgeschichte. &#8220;Und deshalb haben wir auch Schloss Tirol als Ort der   Ehrung gewählt: es ist Symbol unseres Landes, Symbol der   Zusammengehörigkeit Tirols, aber eben auch ein Museum der   Landesgeschichte&#8221;, so der Landeshauptmann.</p>
<p>Der 5. September, jener Tag also, an dem 1946 Alcide Degasperi und  Karl Gruber ihre Unterschriften unter den Pariser Vertrag - und damit  das Gründungsdokument der Südtiroler Autonomie - gesetzt haben, gilt als  (inoffizieller) Südtiroler Feiertag. Die Landesregierung nutzt ihn seit  2008, um Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Politik, Kunst und Verwaltung, Sport,  Wirtschaft und Sozialem zu ehren, die Südtirol von außen unterstützt  haben.</p>
<p>Der Verdienstorden des  Landes Südtirol, welcher gemeinsam mit dem Großen Verdienstorden 2006  eingeführt wurde, wurde in diesem Jahr   auch an den in Tirol lebenden Bildhauer mit ladinischen Wurzeln, Richard Agreiter, verliehen.  Er hat seinen Nachlass schon zu Lebzeiten dem Museum Ladin in St.  Martin in Thurn überlassen und die Richard-Agreiter-Stiftung ins Leben  gerufen, die alle drei Jahre einen Gesamttiroler Kunstpreis für  Bildhauerei vergibt. &#8220;Wir werden alles daran setzen, dass sowohl der  Nachlass, als auch der Kunstpreis zum Bindeglied zwischen Tirol und  Südtirol wird&#8221;, so Durnwalder, der Agreiter heute wissen ließ: &#8220;Wir  wissen es sehr zu schätzen, dass Sie immer stolz auf Ihre Südtiroler  Wurzeln waren.&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Den Verdienstorden in Empfang nehmen konnte auch Renato Ballardini,  langjähriger Europa- und Kammerabgeordneter, der Anfang der 70er der  Regierung in der Abgeordnetenkammer als Berichterstatter über das Zweite  Autonomiestatut gedient hatte. &#8220;Wir können nur erahnen, wie viel  Überzeugungsarbeit, wie viele Verhandlungen notwendig waren, um  Mehrheiten für das Paket zu gewinnen&#8221;, so der Landeshauptmann. &#8220;Es ist  demnach auch Ihnen zu verdanken, dass das Maximum herausgeholt werden  konnte.&#8221;</p>
<p>Ballardini betonte heute, aus einer inneren Überzeugung  heraus gehandelt zu haben. &#8220;Ich bin überzeugt davon, dass alle Menschen  gleich behandelt werden müssen, gerade weil sie unterschiedlich sind&#8221;,  so der ehemalige Abgeordnete. Der Minderheit in Südtirol sei über lange  Jahre Unrecht getan worden, weshalb er das Paket auch stets verteidigt  habe. &#8220;Ich war immer der Meinung, das Richtige getan zu haben, diese  Auszeichnung ist heute mehr als nur eine Bestätigung dafür&#8221;, so  Ballardini.</p>
<p>Verliehen wurde der Verdienstorden auch (dem nicht anwesenden) Gaetano Gifuni,  der den Südtirol stets gewogenen Staatspräsidenten Oscar Luigi Scalfaro  und Carlo Azeglio Ciampi als Generalsekretär und damit deren höchster  Beamter zur Seite gestanden hatte. &#8220;Gifuni war damit maßgeblich daran  beteiligt, dass diese beiden Präsidenten Südtirol einen Besuch  abgestattet haben, um sich selbst ein Bild zu machen&#8221;, so Durnwalder.  &#8220;Jener von Scalfaro war im Übrigen der erste offizielle Besuch eines  italienischen Staatspräsidenten in unserem Land.&#8221;</p>
<p>Das zweithöchste österreichische Staatsamt hatte Helmut Kritzinger,  gebürtiger Sarner und im ersten Halbjahr 2008 Präsident des Bundesrats,  inne. Auch er konnte heute aus den Händen von Landeshauptmann  Durnwalder den Verdienstorden des Landes Südtirol entgegen nehmen.  Kritzinger verkörpere die Südtiroler Nachkriegsgeschichte, habe am  eigenen Leib erfahren müssen, welches Klima Anfang der 60er Jahre  geherrscht habe. &#8220;Du hast acht Monate im Gefängnis gesessen, auch wenn  ich überzeugt bin, dass Du niemandem etwas Böses tun wolltest, sondern  Dich nur für Deine Heimat eingesetzt hast&#8221;, so der Landeshauptmann. Ein  Einsatz, der auch mit der Auswanderung nicht geendet habe: &#8220;Wie vielen  Deiner Landsleute hast Du in Österreich geholfen&#8221;, so Durnwalders  rhetorische Frage.</p>
<p>Kritzinger selbst nannte die Auszeichnung heute  &#8220;Dank und Verpflichtung zugleich&#8221;. &#8220;Dabei sind die Dankbaren gerade in  der Politik leider in der Minderheit, weshalb dieser Orden Motivation  und Kraftquelle ist&#8221;, so Kritzinger. Man habe, so seine Überzeugung, nie  genug Freunde, gerade als Minderheit: &#8220;Südtirol braucht diese Freunde,  wenn es als Minderheit überleben will.&#8221;</p>
<p>Mit dem Verdienstorden ausgezeichnet wurde heute auch Franco Pasargiklian,  Zivilschutz-Fachmann und Chefredakteur des Fachblatts &#8220;La Protezione  Civile italiana&#8221;, der als einer der wichtigsten Ansprechpartner des  Südtiroler Zivilschutzes gilt. &#8220;Dass man in Italien unser  Zivilschutzsystem kennt und schätzt, ist auch Ihrer Aufklärungsarbeit zu  verdanken&#8221;, so Durnwalder, der Pasargiklian auch dafür dankte, dass  dieser immer ein offenes Ohr für die Anliegen des Südtiroler  Zivilschutzes habe.</p>
<p>Für seinen Einsatz um den Journalistenaustausch zwischen Österreich und Südtirol wurde dagegen Herbert Neumayer mit dem Verdienstorden geehrt. Er hatte fast zwanzig Jahre lang den  Bundespressedienst in Wien geleitet. &#8220;In dieser Position haben Sie dafür  gesorgt, dass die Aufmerksamkeit der internationalen Medien immer  wieder auf Südtirol gelenkt worden ist&#8221;, so der Landeshauptmann, der  unterstrich, wie wichtig es für eine Minderheit sei, nie aus der  öffentlichen Debatte zu verschwinden.</p>
<p>Claudio Riesen,  auch er seit heute Träger des Verdienstordens des Landes Südtirol, hat  sich dagegen um die Beziehungen zwischen Südtirol und dem Kanton  Graubünden verdient gemacht. Riesen ist seit 1991 Vorsteher der Bündner  Standeskanzlei und damit höchster Beamter des Kantons. &#8220;Als solcher  haben Sie verstanden, dass die Probleme in Mitteleuropa, im Alpenraum –  des Verkehrs, der Umwelt, der Berglandwirtschaft &#8211; sehr ähnlich gelagert  sind und wir sie am besten gemeinsam lösen&#8221;, so Durnwalder heute.</p>
<p>Mit Carla Scoz konnte heute auch die langjährige Sekretärin der Sechser- und  Zwölferkommission sowie zweimalige Regierungskommissarin in Bozen den  Verdienstorden des Landes Südtirol entgegen nehmen. &#8220;Es ist wichtig,  dass wir in Rom Ansprechpartner haben, die die Situation im Land kennen  und das nötige Verständnis dafür aufbringen&#8221;, so der Landeshauptmann.  Scoz sei eine solche Ansprechpartnerin, eine sehr offene noch dazu: &#8220;Sie  haben uns immer gesagt, was Ihrer Meinung nach nicht funktioniert, dies  aber immer in einer sehr konstruktiven Art und Weise&#8221;, so Durnwalder.</p>
<p>Auch Ludwig Zack ist schließlich seit heute Vormittag Träger des Verdienstordens des  Landes Südtirol. Der Theologe und Priester Zack stand von 1969 bis 2006  dem österreichischen Kolpingverband als Zentralpräses vor und hatte  maßgeblichen Einfluss auf den Auf- und Ausbau der Kolpinghäuser in  Südtirol. Durnwalder lobte heute vor allem die dynamische Sicht, die  Zack auf die Nöte der Menschen entwickelt habe. &#8220;Sie haben stets dort  eingegriffen, wo in einer sich wandelnden Gesellschaft Hilfe nötig war&#8221;,  so der Landeshauptmann. Diese Erfahrung habe Zack auch auf Südtirol  übertragen, &#8220;und zwar in einer Zeit, in der solche Einflussnahme weder  selbstverständlich noch einfach war&#8221;.</p>
<p>Nach 2009 zum zweiten Mal verliehen wurde heute auch der Minderheitenpreis des Landes Südtirol,  der an Personen oder Gruppierungen geht, die sich für den Frieden, den  Minderheitenschutz und das Zusammenleben der Sprachgruppen besonders  eingesetzt haben. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und ging in  diesem Jahr an die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen (FUEV),  die sich als Dachorganisation von derzeit rund 80  Mitgliedsvereinigungen aus mehr als 30 europäischen Ländern um die  Vertretung ethnischer Minderheiten in Europa kümmert. Den Preis entgegen  genommen hat heute FUEV-Präsident Hans Heinrich Hansen. &#8220;Die FUEV hat  verstanden, dass es ein friedliches Europa auf Dauer nur geben kann,  wenn der Frieden bis in die kleinsten Winkel reicht&#8221;, so Durnwalder, der  Südtirol heute ein Beispiel dafür nannte, wie Minderheitenkonflikte  gelöst werden könnten – &#8220;friedlich und nur mit viel, viel Geduld&#8221;.</p>
<p>An  den langen Weg der Entwicklung der Autonomie erinnerte auch  FUEV-Präsident Hansen mit einem Blick zurück auf den Pariser Vertrag,  über den Außenminister Gruber geurteilt hatte: Es brauche viel guten  Willen zu dessen Umsetzung. &#8220;Der gute Wille der Nationalstaaten ist  ohnehin Voraussetzung jeder Minderheitenpolitik, dazu braucht es aber  auch eine Kraft, die die oft trägen Staaten antreibt, und das sind die  Minderheiten selbst&#8221;, so Hansen. Minderheiten müssten sich austauschen,  sich gegenseitig stärken, voneinander lernen. Auch darin sehe die FUEV  ihre Aufgabe. &#8220;Außerdem haben wir in der FUEV einen Tiroler Charakterzug  verinnerlicht: Nicht locker lassen!&#8221;, so Hansen heute.</p>
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		<title>Im Gedenken an Bruno Kreisky</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 04:47:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/KreiskyBruno_unhcr.de_.jpg"><img class="size-full wp-image-3191" title="KreiskyBruno_unhcr.de" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/KreiskyBruno_unhcr.de_.jpg" alt="" width="216" height="170" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Bruno Kreisky (1911-1990)<br />
Foto: unhcr.de</dd>
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<p>Heute vor genau 40 Jahren (1. März 1970) gewann Bruno Kreisky mit seiner SPÖ -knapp an der absoluten Mehrheit vorbei- die Nationalratswahlen in Österreich. Er gründete unter Duldung der FPÖ als Nachfolger des konservativen Kanzlers Josef Klaus (ÖVP) eine neue linksliberale Minderheitsregierung:</p>
<p>&#8220;Bruno Kreisky machte mit seiner legendären Aussage, dass ihm ein paar Milliarden Schulden weniger schlaflose Nächte bereiten, als ein paar hunderttausend Arbeitslose, deutlich, dass das Wohl der Menschen immer im Mittelpunkt seiner Politik stand. Im Sinne Kreiskys hat es für die Sozialdemokratie noch immer oberste Priorität gegen Arbeitslosigkeit und den Abbau von Sozialleistungen zu kämpfen&#8221;, schreibt dazu die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas.</p>
<p>Er war aber bei weitem nicht nur ein &#8220;Held&#8221;, wie ihn jetzt die Sozialdemokraten (SPÖ) darzustellen versuchen:<span id="more-3188"></span>Immerhin fallen jahrzehntelange Schuldenpolitik auf die künftigen Generationen zurück, was inzwischen offensichtlich ist. Er versuchte auch gar gegen den Willen der Nationalbank, den Schilling abzuwerten. Und er war zudem ein Gegner von Simon Wiesenthal, aber ein Freund von Muammar al-Gaddafi, der damals schon international umstritten war und erst vor wenigen Tagen zum &#8220;Dschihad gegen die Schweiz, den Zionismus und die ausländische Aggression&#8221;  aufgerufen hatte. Auch sei die Frage erlaubt, ob die Einführung der sogenannten &#8220;Fristenlösung&#8221; durch Kreisky als &#8220;Fortschritt&#8221; und nicht eher als humanistischer Rückschritt zu Lasten der Schwächsten, nämlich der (ungeborenen) Kinder aufzufassen ist.</p>
<p>Aber schon in den 70er-Jahren (er blieb bis 1983 im Amt) wurden von Kreisky auch wichtige positive Massnahmen getroffen: der Zivildienst als Alternative zum Militärdienst und die Einführung des Pflichturlaubs, von Schülerfreifahrten und gratis Schulbüchern für Pflichtschüler.Und auch die Studiengebühren für die Universitäten -wie immer man auch zu diesen stehen mag- wurden von Kreisky abgeschafft.</p>
<p>Und Kreisky hat bereits als österreichischer Aussenminister auch <a title="Magnago-Geburtstag 2010" href="http://www.redakteur.cc/magnago-geburtstag-2010/" target="_blank">Grossartiges für Südtirol</a> geleistet: Als Italien entgegen dem Pariser Vertrag (Gruber-Degasperi-Abkommen) und entgegen den Protesten des offiziellen Österreich die Zwangsitalienisierung Südtirols fortsetzte, brachte  Bruno Kreisky -selbst Flüchtling und daher wohl auch persönlich betroffen- das &#8220;Südtirol-Problem&#8221; vor die Vereinten Nationen (UNO). Die UNO-Vollversammlung forderte dann 1960 und 1961 Österreich und Italien auf zu verhandeln und eine Lösung hinsichtlich der Durchführung des Pariser Vertrages zu finden, was letztlich zur Autonomie in Südtirol führte.</p>
<p>Heute hat Südtirol übrigens wieder ähnliche Probleme, aber <a title="SVP-Spindelegger" href="http://www.redakteur.cc/spindelegger-sudtirol/" target="_blank">das heutige offizielle Österreich ist vollkommen taub und ignorant gegenüber den berechtigten Anliegen Südtirols</a>. Es bräuchte heute auch wieder österreichische Politiker vor allem in der Regierung, die nicht nur vorgeben, Südtirol-Freunde zu sein, sondern die voll und ganz zu Südtirol als eigenes Land in Europa stehen und die genauso mutig wie seinerzeit Kreisky -bei Bedarf- auch gegen die italienische Regierung öffentlich Stellung beziehen.</p>
<p>Und wenn die SPÖ Kreisky heute schon feiert, dann sollte sie sich vor allem diesbezüglichan ihm orientieren: Es ist äusserst wichtig, auf das Volk zu hören, aber auf keinem Fall Populismus leben. Tja hat die SPÖ wohl noch Einiges zu lernen&#8230;</p>
<p>&#8230;mal ganz abgesehen davon, dass Kreisky in seinen letzten Jahren mit der SPÖ selbst nicht mehr wirklich konnte&#8230;</p>
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