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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Palliativmedizin</title>
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		<title>Euthanasie: Wird schon wieder über &#8220;lebensunwerte Menschen&#8221; gelästert?</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2015 23:02:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Natürlich muss nicht nur über ein Leben in Würde, sondern auch über ein Sterben in Würde gesprochen werden. Doch mit welchem Ziel? Menschen zu töten, die wir anderen nicht mehr für lebenswürdig oder lebenswert erachten? Natürlich wünschen sich manche Menschen mit massiven Qualen manchmal vorübergehend den Tod, aber der Schmerzen wegen und nicht weil wie tatsächlich sterben möchten. Und natürlich muss die Medizin hier Mittel und Wege finden, um Menschen möglichst wenig leiden zu lassen und  ihre Schmerzen weitgehstenst zu lindern. Aber wollen wir anderen zugestehen, über Leben und vor allem Tod zu entscheiden oder wollen wir das gar selbst in die Hand nehmen?<span id="more-15983"></span><br />
</em></p>
<p><em>Diese Diskussion, in der andere (natürlich ebenfalls mit schönen Worten begründet) darüber entschieden, wer (noch) lebenswert ist, hatten wir doch schon mal. Und die Folge waren unzählige Ermordete: Menschen anderer Völker, anderer Religionen oder Meinung, anderer sexueller Orientierung, Behinderte und eigentlich jeder, der nicht in ein ach so perfekten System passte.</em><em> Der aktuelle Vorschlag der Bioethik-Kommission (was steckt da für eine &#8220;Ehtik&#8221; dahinter?), in gewissen Fällen bei Euthanasie Straffreiheit zu gewähren, kann daher nur entschieden abgelehnt werden.</em></p>
<p><em>Haben wir nicht dazugelernt? Wollen wir tatsächlich so eine Diskussion, wer es noch wert ist zu leben, von vorne beginnen? Keinesfalls! Jeder Mensch hat das Recht auf eine würdige Begleitung auch auf seinem letzten Lebensweg und zwar ohne dass man sein Leben verkürzt. Alles andere mag vielleicht wirtschaftlich sinnvoll erscheinen, widerspricht aber allen humanistischen Werten.<br />
</em></p>
<p><em>Heute sind es Schwerkranke, denen durch den Tod &#8220;geholfen&#8221; werden soll, morgen sind es Behinderte und schon übermorgen kann es jeden von uns treffen. Der aktuelle Widerstand ist also gerechtfertigt: Auf das unmenschliche Niveau, auch nur über &#8220;lebensunwerte&#8221; Menschen nachzudenken,  bewegen wir uns in der Geschichte hoffentlich nie wieder zu: nie wieder!<br />
</em></p>
<p><em>Elmar Leimgruber</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zum Mehrheitsvotum der  Bioethikkommission, in &#8220;Härtefällen&#8221; Ausnahmeregelungen zur assistierten  Selbsttötung im Strafrecht durchzuführen, gab es am Donnerstag  auch zahlreiche Reaktionen aus Politik und Zivilgesellschaft. Gegen jedwede  Lockerung des Verbotes aktiver Sterbehilfe, insbesondere auch der  straffreie Beteiligung von Ärzten daran, sprachen sich die Ärztekammer,  Behindertenorganisationen sowie auch das kirchliche Bioethikinstitut  IMABE aus.</p>
<p>&#8220;Es muss möglich sein, dass Kranke „an der Hand und nicht durch die Hand eines anderen Menschen  sterben&#8221;, zitiert Alfred Trendl vom Katholischen Familienverband eine Aussage des früheren Kardinals von Wien, Franz König und fordert einen Rechtsanspruch auf Palliativ- und Hospizversorgung: &#8220;Über Leben und Tod zu entscheiden steht uns schlicht nicht zu&#8221;, so Trendl.</p>
<p>Leben zu beenden widerspreche dem ärztlichen  Berufsethos und  dürfe  nicht Bestandteil ärztlichen Handelns sein, reagiert die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) und lehnt die von der  Bioethik-Kommission empfohlene Lockerung des Verbotes der  aktiven  Sterbehilfe ab.  Vielmehr  sei es die Pflicht jedes Arztes, Leben zu  erhalten und  Sterbende  palliativmedizinisch zu begleiten. Dazu sei ein  umfassender  Ausbau der  Palliativmedizin in Österreich dringend  erforderlich, so die Ärztekammer. Von  einem &#8220;offenen Schlag ins Gesicht von Menschen, die sich in der  letzten  Phase ihres Lebens befinden&#8221;, sprach Marianne Karner vom   Behindertenberatungszentrum &#8220;Bizeps&#8221; mit Blick auf das Mehrheitsvotum   der Bioethikkomission.</p>
<p>&#8220;Die Vertrauensbasis zwischen Arzt und Patient würde dabei  völlig untergraben&#8221;, betont die Geschäftsführerin des Bioetikinstituts Imabe, Susanne Kummer  gegenüber &#8220;Kathpress&#8221;. In der  Gesellschaft würde die Legalisierung in einem &#8220;breiten Konsens&#8221;  abgelehnt, und es mute &#8220;eigenartig&#8221; an, &#8220;dass eine nicht demokratisch  legitimierte Kommission diesen bestehenden Konsens brechen will&#8221;. Es sei gefährlich, wenn gemäß des  Minderheitenvotums beim Sterbewunsch eines Patienten diesem automatisch  ein Suizidwunsch unterstellt würde, da dies Unterschiede verwische, erklärt  Kummer. Auch im Wortgebrauch ziele man scheinbar auf eine Entwicklung  wie in Großbritannien ab, wo der Begriff &#8220;assistierter Suizid&#8221;  mittlerweile verboten und nur noch die Rede von &#8220;Selbstbestimmung&#8221; sei.  &#8220;Fakten werden somit komplett verschleiert&#8221;, so Kummer.</p>
<p>Die Empfehlung der Bioethik-Kommission bezüglich Euthanasie kann online unter <a href="http://www.bundeskanzleramt.at/bioethik/" target="_blank">www.bundeskanzleramt.at/bioethik/</a> nachgelesen werden.</p>
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		<title>Caritas: Sterbebegleitung muss öffentlich finanziert werden</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Apr 2012 22:03:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was bei Unfällen selbstverständlich ist, muss auch in der Sterbebegleitung gelten: &#8220;Die Hospiz- und Palliativversorgung  muss daher endlich in die öffentliche Regelfinanzierung übernommen werden,&#8221; fordert Caritasdirektor Michael Landau. Es kann nicht sein, dass man hier auf Spenden angewiesen ist: &#8220;Jeder Mensch -ob zuhause, im Pflegehaus oder im Spital &#8211; hat ein Recht auf optimale Betreuung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Landau-IMG_3780.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-12466" title="Landau IMG_3780" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Landau-IMG_3780-205x300.jpg" alt="" width="164" height="240" /></a>Was bei Unfällen selbstverständlich ist, muss auch in der Sterbebegleitung gelten: &#8220;Die Hospiz- und Palliativversorgung  muss daher endlich in die öffentliche Regelfinanzierung übernommen werden,&#8221; fordert <a title="Caritasdirektor Michael Landau" href="http://www.redakteur.cc/?s=Landau" target="_blank">Caritasdirektor Michael Landau</a>. Es kann nicht sein, dass man hier auf Spenden angewiesen ist: &#8220;Jeder Mensch -ob zuhause, im Pflegehaus oder im Spital &#8211; hat ein Recht auf optimale Betreuung und Begleitung am Lebensende und ein Sterben in Würde&#8221;, betont Landau.</p>
<p>Menschen sollen an der Hand eines anderen Menschen sterben und nicht durch die Hand eines anderen Menschen, dafür gilt es endlich menschenwürdige Rahmenbedingungen für alle zu schaffen. Aber noch hängt es &#8220;zu einem guten Teil hängt von Spenden ab, ob ein schwer kranker Mensch am Ende des Lebens jene Betreuung bekommt, die er braucht!&#8221; Obwohl sich Bund und Länder im Rahmen der 15a-Vereinbarung verpflichtet haben, eine flächendeckende Versorgung im Palliativ- und Hospizbereich prioritär umzusetzen, ist laut Caritas nach wie vor einiges zu tun: &#8220;Der beste Plan nützt nichts, wenn er letztendlich Stückwerk bleibt und der politische Wille zur Umsetzung fehlt&#8221;, erklärt Landau.<span id="more-12463"></span></p>
<p>Bestehende Versorgungslücken müssen umgehend geschlossen werden. Im stationären Bereich gibt es noch immer zu wenig Hospizbetten, um sterbenskranke Menschen auch über einen längeren Zeitraum bis zum Tod betreuen zu können. Insgesamt fehlen hier österreichweit rund 100 Betten. Aber auch in Pflegehäusern muss die Hospiz- und palliative Versorgung alter und dementer Menschen forciert werden. Außerdem ist ein zügiger Ausbau der mobilen Hospiz- und Palliativteams notwendig, allein in Wien ist laut ÖBIG-Plan eine Verdoppelung der mobilen Palliativteams nötig. Die Finanzierung muss durch eine regelmäßige Valorisierung der derzeitigen Fördermittel gesichert werden. Auch das Tageshospiz der Caritas in Wien als wichtige Ergänzung des mobilen Angebotes ist derzeit rein durch Spenden finanziert.</p>
<p>Das Mobile Caritas Hospiz ist seit über 20 Jahren in Wien und mehr als 10 Jahren in Niederösterreich für Menschen am Ende des Lebens im Einsatz. Im Vorjahr haben insgesamt 53 haupt- und 224 ehrenamtliche Hospiz-MitarbeiterInnen rund 2.200 Menschen betreut. Das für Betroffene und Angehörige kostenlose Angebot der Caritas umfasst palliativmedizinische und -pflegerische, psychosoziale und seelsorgerische Betreuung. In Niederösterreich und Wien ist das Mobile Caritas Hospiz mit 13 ehrenamtlichen Hospizteams im Einsatz. 2011 wurde ein interkulturelles Hospizteam ins Leben gerufen, um Menschen verschiedener Herkunft bestmöglich auch in ihrer Muttersprache begleiten zu können.</p>
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		<title>Ärzte gegen aktive Sterbehilfe</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 22:08:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der deutschen Bundesärztekammer Foto: ÄkNo/Altengarten &#8220;Wir Ärztinnen und Ärzte wollen nicht, dass Sterbehilfe &#8211; auch nicht als Beihilfe zur Selbsttötung &#8211; erst zur Norm und dann zur Normalität wird&#8221;. So kommentierte Prof. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der deutschen Bundesärztekammer (BÄK), eine von der BÄK in Auftrag gegebene Befragung, bei der sich rund 80 [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Hoppe-ÄkNoAltengarten.jpg"><img class="size-medium wp-image-5847 " title="Hoppe-ÄkNo:Altengarten" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Hoppe-ÄkNoAltengarten-199x300.jpg" alt="" width="159" height="240" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der deutschen Bundesärztekammer<br />
Foto: ÄkNo/Altengarten</dd>
</dl>
</h4>
<p>&#8220;Wir Ärztinnen und Ärzte wollen nicht, dass Sterbehilfe &#8211; auch nicht als Beihilfe zur Selbsttötung &#8211; erst zur Norm und dann zur Normalität wird&#8221;. So kommentierte Prof. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der deutschen Bundesärztekammer (BÄK), eine von der BÄK in Auftrag gegebene Befragung, bei der sich rund 80 Prozent aller Ärztinnen und Ärzte gegen eine Legalisierung der Euthanasie ausgesprochen haben.</p>
<p>Die Studienergebnisse zeigten &#8220;Empathie mit Patienten bedeutet nicht Akzeptanz für eine Legalisierung des ärztlich assistierten Suizids sowie der aktiven Sterbehilfe&#8221;, stellte Hoppe klar. Für zwei Drittel aller Ärzte verstößt es aber gegen den hippokratischen Eid, wenn Ärzte Patienten beim Suizid unterstützen.<span id="more-5846"></span></p>
<p>Tatsächlich befürchtet aber laut Studie die große Mehrheit der Ärzte (89 Prozent), eine Legalisierung des ärztlich assistierten Suizids könne leicht dazu führen, dass sich Menschen um Hilfe beim Sterben bemühen, weil sie sich als Belastung für die Familie oder die Gesellschaft empfinden.</p>
<p>&#8220;Wir wollen nicht, dass Kranke, entgegen ihrem eigentlichen Willen, unter gesellschaftlichen Druck geraten, Sterbehilfe meinen einfordern zu müssen&#8221;. Vielmehr müsse der Zugang zu einer modernen palliativmedizinischen Behandlung gefördert werden, die todkranken Menschen ein möglichst schmerz- und beschwerdefreies Leben ermöglicht. Ärztliche Aufgabe ist und bleibt es, Sterbenden beizustehen,&#8221; erläuterte Hoppe den klaren Standpunkt der deutschen Ärzte.</p>
<p>Nach der Befragung des Allensbach-Instituts ist die große Mehrheit der Ärzte (79 Prozent) davon überzeugt, dass ein Ausbau der Palliativmedizin die Wünsche nach Sterbehilfe verringern würde. Fast ebenso viele (73 Prozent) beklagen aber, die Kapazitäten für die palliativmedizinische Versorgung seien ungenügend. &#8220;Dies ist sicher einer der Gründe, warum mittlerweile jeder dritte Arzt im Laufe seines Berufslebens um Hilfe beim Suizid gebeten wird&#8221;, sagte Hoppe. Hinzu komme ein schleichender Paradigmenwechsel in der Gesellschaft. Sterben und Tod würden zunehmend tabuisiert. &#8220;Macht und Materialismus werden glorifiziert. Wer diesem Zeitgeist nicht mehr folgen kann, empfindet sich oft als Belastung. Wir Ärzte sind es dann, die den Todeswunsch der Patienten erfüllen sollen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Die Studie belegt, dass wir mit unserer ablehnenden Haltung in der Diskussion um eine mögliche Legalisierung der Sterbehilfe die große Mehrheit der Ärztinnen und Ärzte hinter uns haben. Die Ergebnisse lassen aber auch vermuten, dass der schleichende Paradigmenwechsel in unserer Gesellschaft unter Ärzten für Verunsicherung sorgt&#8221;, so Hoppe.</p>
<p>Daher müssten Ärzte in Aus-, Fort- und Weiterbildung auf den Umgang mit sterbewilligen Patienten vorbereitet werden. Die Ergebnisse ließen zudem auch darauf schließen, dass noch nicht alle Ärzte ausreichend über die Möglichkeiten der Schmerz- und Symptombehandlung informiert seien. &#8220;Wir müssen schwerstkranken und sterbenden Patienten qualifizierte Schmerztherapie und bestmögliche Pflege bieten. Dazu brauchen wir bundesweit palliativmedizinische Versorgungsstrukturen. Erst wenn dies erreicht ist und die Menschen über diese Angebote informiert sind, dann wird auch der Ruf nach aktiver Sterbehilfe verhallen&#8221;, erklärte Hoppe abschliessend.</p>
<p>Die Ergebnisse der Befragung können auf der <a title="Euthanasiestudie der deutschen Ärztekammer" href="http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/Sterbehilfe1.pdf" target="_blank">Internetseite der Bundesärztekammer</a> abgerufen werden.</p>
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